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Wie unsere Demokratie immer mehr kaputt gemacht wird

Es steht schlecht um die Demokratie in diesem Land:
https://autorenseite.wordpress.com/demokratie-kaputt/
Was halten Sie denn davon, wenn etwa ein Viertel der von der Bevölkerung gewählten Abgeordneten nicht mitwirken darf? Das wird auf die Dauer nicht klappen. Deshalb rechnet ja auch jeder zweite Bundesbürger damit, dass die AfD demnächst an der Regierung beteiligt wird:
https://www.suedost-news.de/startseite_artikel,-fast-jeder-zweite-rechnet-mit-afdregierungsbeteiligung-_arid,552510.html
Im Grunde genommen geht es den alten Parteien weniger um die Erhaltung der Demokratie als um die Macht. Sie meinen, sie könnten die AfD durch Boykottierung auf die Dauer mundtot machen. Das wird sich jedoch, wie die bisherige Entwicklung zeigt, als Irrtum erweisen. Es wäre ja auch kein „Beinbruch“ für die Demokratie, wenn die AfD beispielsweise in Thüringen darüber mit entscheiden dürfte, ob hier eine Straße oder dort eine Universität gebaut wird. Wenn die AfD wie eine normale Partei behandelt würde, würde sie sehr schnell ihren Nimbus als Protestpartei verlieren und der normalen Abnutzung unterliegen wie die „Volksparteien“ derzeit. Es ist also ein taktischer Fehler, die AfD einfach zu negieren.
Da nützt es auch nichts, wenn man die Bevölkerung immer wieder aufwiegelt, Protestdemonstrationen zu veranstalten. Die beiden wichtigsten „Aufhänger“ gegen die AfD sind zwei Äußerungen von deren Politikern: Gauland hat den Holocaust als Vogelschiss in der deutschen Geschichte bezeichnet. Er hat sich für diesen sprachlichen Missgriff entschuldigt, also distanziert. Dennoch wird immer noch so getan, als sei das die Position der AfD. Was Gauland eigentlich sagen wollte, ist wohl dies: So wie die Kirche die Hexenverbrennungen nicht dauernd thematisiert, sollten wir auch mit dem dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte umgehen: die Erinnerung zwar wach halten, aber in einem gebührenden Rahmen:
https://autorenseite.wordpress.com/2014/11/22/gedenkstaette-gefallene-bundeswehrsoldaten-19745329/
Der zweite Aufhänger f ür die Kampagne gegen die AfD ist die Äußerung über das „Denkmal der Schande“, die bewusst so interpretiert wird, als sei das Denkmal selbst eine Schande.
Und schon ist man beim Vorwurf des Antisemitismus. Und wenn die AfD (wie viele Deutsche auch) meint, man müsse das Land vor Überfremdung bewahren, so mag man das als kleinbürgerliche Mentalität bezeichnen, aber daraus Rassismus oder Fremdenfeindlichkeit herzuleiten,
ist doch wohl verfehlt.
Übrigen sollten sich die Altparteien einmal auf ihre eigene Vergangenheit besinnen: Zu den Gründern der C- Parteien und der FDP gehörten alte Nazis, und der Verfasser eines Kommentars zu den Judengesetzen konnte es sogar zum Staatssekretär bringen. Fast noch schlimmer ist die pädophile Phase bei den Grünen. Gemessen an diesen Geschichten, an denen die Demokratie nicht zu Grunde gegangen ist, leidet die AfD nur unter „Kinderkrankheiten“, die zur Lebensgefahr hoch gespielt werden.
Es macht sich für unser Image im Ausland nicht gut, wenn wir den Eindruck erwecken, als stünde die „Machtergreifung“ schon wieder bevor.

 

Die Judensau

Die Judensau an der Wittenberger Stadtkirche darf dort bleiben. Das hat gerade das OLG Naumburg entschieden und das ist gut so, denn sie ist eines der wenigen Relikte, die belegen, wie sehr die Kirchen den Grundstein für den Holocaust gelegt haben. Wie viele Wallfahrtskirchen hat es doch gegeben, die zur Erinnerung an angebliche Hostienschändungen durch Juden errichtet wurden. Die Bilder über solche „schändlichen Verbrechen“ wurden inzwischen überall entfernt, was manchenorts allerdings sehr lange gedauert hat.
Die
Wallfahrtskirche zur schönen Maria in Regensburg beispielsweise wurde dort errichtet, wo man nach Vertreibung der Juden und nach Zerstörung ihrer Synagoge ein christliches Zeichen setzen wollte.
Wie es damals bei den „Hostienschändungen“ der Juden und der Entstehung von Wallfahrtskirchen zugegangen ist, habe ich in einer Kurzgeschichte in der Leseecke geschildert, die aus dem Buch „Verbotene Zone“ stammt.

So nicht, Herr Maas!

„Der deutsche Kellner ist der beste“, pflegte mein Vater zu sagen, womit er allerdings nicht meinte, dass er hierzulande besonders gut bedient wird, sondern er wollte damit ausdrücken, dass die Deutschen eine servile Wesensart haben. Gerade liefert uns unser Außenminister ein treffendes Beispiel.

Viele junge Deutsche wissen laut einer CNN-Umfrage kaum etwas über den Holocaust. Von den Befragten in der Altersklasse von 18 bis 34 sollen rund 40 Prozent angegeben haben, „wenig“ oder „gar nichts“ darüber zu wissen. Außenminister Maas nannte dies schockierend; man dürfe dem nicht tatenlos zusehen und bräuchte daher eine neue Erinnerungskultur. Und alle Medien griffen dies eilfertig auf.
Was mich daran stört, ist dies: Wir haben ein riesiges Denkmal für den Holocaust in Berlin und entsprechende Gedenkstätten in vielen Städten. Auch Stolpersteine finden immer mehr Verbreitung. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Kind eine deutsche Schule verlässt, ohne vom Holocaust etwas gehört zu haben. Wie also kann es sein, dass die CNN-Studie zu einem Ergebnis kommt, das Maas schockiert hat? Vielleicht so:
Wenn man eine Umfrage veranstaltet, kann man das Ergebnis ganz einfach beeinflussen, nämlich durch die Auswahl der befragten Menschen und durch die Art der Fragestellung.

Um nur auf letzteren Punkt einzugehen: Man fragt die Menschen, ob sie was vom Holocaust gehört haben und fragt weiter, wie viele Juden vergast wurden. Bei der zweiten Frage werden viele Leute die Zahl nicht angeben können und werden daher bei dem Ergebnis der Umfrage in der Rubrik „wenig gewusst“ eingetragen. So kann man also vielleicht CNN auf 40% gekommen sein. Womöglich war ja auch diese hohe Prozentzahl Ziel der Umfrage. Wie sonst hätte man „nichts gewusst“ und “wenig gewusst“ in einen Topf werfen können? Offensichtlich sollten wir mal wieder am Pranger stehen.

Was ich von Maas erwartet hätte, wäre, dass er einen kühlen Kopf bewahrt und gesagt hätte: „Wir werden der Sache nachgehen.“ Und dann hätte man in Deutschland mal eine eigene Umfrage abhalten sollen. Man müsste also gesondert nach Holocaust bzw. Judenvergasung fragen. Dann käme mit Sicherheit heraus, dass jeder Deutsche davon gehört hat. Es könnte übrigens sein, dass manchem geistig Minderbemittelten der Begriff Holocaust nicht geläufig ist. Darum müsste man auch nach Judenvergasung fragen.
Und wenn dann ein eindeutiges Ergebnis vorliegt, stellt sich vielleicht doch die Frage, ob wir nicht mit der „schockierenden“ Umfrage aus den USA desavouiert werden sollten.

Zum Sonntag: Bibel als wahres Wort Gottes?

Wenn wir sehen, welche Verbrechen der IS begeht, sind wir geneigt zu sagen: „So etwas hat es früher nicht gegeben.“ Und manche finden, dass hier der Islam sein wahres kriegerisches Gesicht zeigen würde. Wirklich? Ist nicht auch das Christentum ähnlich gewesen? Was lesen wir denn in der Bibel:
„“Und wenn sie der HERR, dein Gott, dir in die Hand gibt, so sollst du alles, was männlich darin ist, mit der Schärfe des Schwerts erschlagen. Nur die Frauen, die Kinder und das Vieh und alles, was in der Stadt ist, und alle Beute sollst du unter dir austeilen… Aber in den Städten dieser Völker hier sollst du nichts leben lassen, was Odem hat.“
(5. Mose 20, 2-4.13-14.16)
Oder:
„So tötet nun alles, was männlich ist unter den Kindern, und alle Frauen, die nicht mehr Jungfrauen sind; aber alle Mädchen, die unberührt sind, die lasst für euch leben.“*
(4. Mose 31, 17-18)
„Wohl dem, der deine jungen Kinder nimmt und sie am Felsen zerschmettert.“
(Psalm 137, 9)
Warum distanziert sich die Kirche nicht von solchen Teilen des Alten Testaments, sondern schreibt im Katholischen Katechismus:
„“123 Die Christen verehren das Alte Testament als wahres Wort Gottes.“ Wirklich?
Den Gedanken, das Alte Testament aufzugeben, weil das Neue es hinfällig gemacht habe [Markionismus], wies die Kirche stets entschieden zurück.“
Das brutalste Abschlachten, das es je in Europa gegeben hat, fand im 30-jährigen Krieg statt. Dabei handelte es sich um eine Auseinandersetzung der Religionen, die typischerweise mit aller Brutalität ausgetragen wurde. Die halbe Bevölkerung wurde damals in Europa ausgerottet.
Ausgerechnet diejenigen, die die Kirche als ihre schärfsten Gegner betrachtete, nämlich die Freimaurer, sorgten dann für eine gewisse „Humanisierung“ des Krieges, die schließlich in der Genfer Konvention ihren Niederschlag fand.
Aber leider wurde dieses Abkommen schon im letzten Krieg quasi außer Kraft gesetzt. Der Terrorangriff der Alliierten auf Dresden, der sich nur gegen die Zivilbevölkerung richtete, war sozusagen der Gipfelpunkt dieser Kriegsverbrechen beider Seiten. Das ist insofern sehr bedauerlich, als wir den Westen in den heutigen Kriegen nicht als leuchtendes Beispiel hinstellen können, sondern der Terrorismus findet seine moralische Rechtfertigung in den Untaten, die in den letzten Kriegen geschehen sind und vom Westen zu verantworten sind.
Nun tritt die Kriegführung in eine neue Dimension ein. Man tötet nicht mehr die gegnerischen Soldaten, sondern deren Familien. So hat es gerade jedenfalls der IS angekündigt und die Adressen von französischen Soldaten abgegriffen.
Spannend würde es, wenn wirklich mal eine deutsche Familie getötet würde, weil ein Angehöriger in Afghanistan kämpft. Wie schnell würde Deutschland wohl kriegsmüde werden.