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Tja, lieber Uli Hoeneß, da siehst Du mal…

Tja, lieber Uli Hoeneß, da siehst Du mal, was normale Leute auf ihren Flügen alles erleben können. Du hast das Flug-Chaos bei der Reise des FC Bayern nach Katar als „Skandal ohne Ende“ bezeichnet. Recht hast Du, aber solche Skandale sind für diejenigen, die nicht mit einem Privatjet unterwegs sind, ein gar nicht so seltenes „Urlaubsvergnügen“.
Immer wieder kannst Du ja Bilder von Urlaubern sehen, die aus irgendeinem Grund am Flugplatz übernachten mussten. Da hattet Ihr es doch besser: Ihr wart immerhin schon in Eurem sicherlich nicht unkomfortablen Flieger.

Mann, Hoeneß!


Da reibt man sich verwundert die Augen, wenn man das hier liest:
https://web.de/magazine/politik/ukraine-krise/uli-hoeness-russen-schuld-krim-krieg-32775526
Hoeneß äußert sich zur Ukrainekrise. Er wirbt um Verständnis für die Russen und ist dafür, das Verhältnis zu Putin zu verbessern und die Sanktionen aufzuheben.
Da muss ich erst einmal sagen: Respekt, dass er sich
so gegen den Mainstream äußert, obwohl er doch wissen dürfte, dass er dafür „Prügel“ bezieht. Man wird ihm sagen: „Schuster bleib‘ bei deinen Leisten!“
Auch ich habe mich in diesem Blog schon öfter ähnlich geäußert. Nur hört halt leider keiner auf mich. Ich hoffe, dass ein Promi wie Hoeneß mehr Erfolg hat,
wenn er das Thema Ukraine wieder aufs Tapet bringt. Leider wird das der Kanzlerin nicht gefallen, denn sie hat es am liebsten, wenn schwierige Themen ausgesessen werden. Daher wird es auch in der Sondierungsvereinbarung nicht erwähnt, denn auch die SPD hat offenbar nicht darauf bestanden, über dieses wichtige Thema zu beraten.
Aber wie sagt ein Sprichwort:
Kaum ist Gras über etwas gewachsen, kommt ein Kuh und frisst es weg.“

Unser ungerechtes Recht

JustitiaTitel

Titelbild eines Buches

Man kann die Steuerhinterziehung von Uli Hoeneß als schweres Vergehen bewerten, wenn man die Tat als eine Art von Veruntreuung gegenüber den anständigen Bürgern betrachtet. Man kann es aber auch anders sehen: Der Mann muss 3 ½ Jahre hinter Gitter, weil er versäumt hat, seinen Wohnsitz wie sein Kollege Beckenbauer ein paar Kilometer weiter südlich zu verlegen, nämlich ins benachbarte Österreich. Dann hätte Deutschland überhaupt keine Steuern bekommen.
Wie passt so etwas zusammen? Überhaupt nicht! Es darf einfach nicht sein, dass man sich durch den Umzug ins Ausland seinen steuerlichen Verpflichtungen gegenüber Deutschland entziehen kann. Das wurde hier schon in verschiedenen Blogs behandelt, z. B.:
https://autorenseite.wordpress.com/2014/03/16/fall-hoeness-unmoralische-ungerechte-steuer-recht-17981891/
Wenn alles so bleibt wie bisher, ist das Steuerrecht auch insofern ungerecht, als sich der Normalbürger nicht einfach steuerlich ins Ausland verabschieden kann.

Das unmoralische, ungerechte Steuer-„Recht“

Wäre Hoeneß seinem Bayern-Kollegen Beckenbauer gefolgt, dann wäre er auch nach Österreich verzogen, und der deutsche Staat hätte von ihm nichts bekommen.
Hätte Hoeneß eine einwandfreie Selbstanzeige zu Wege gebracht, hätte er nicht für 3 ½ Jahre in den Knast müssen.
Wer kann das alles gerecht finden?
Und ist es nicht unmoralisch, wenn der Staat eine Steuer auf die oft niedrigen Zinsen verlangt, deren Höhe womöglich sogar unter dem Niveau der Inflation liegt, und wenn der Bürger auf diese Weise Verluste versteuern muss? Im Grunde genommen ist der Staat doch der Anstifter vieler Steuerhinterziehungen, die er dann bestraft.
Ein gerechtes Steuersystem sähe so aus:
Alle Deutschen zahlen Steuer an den deutschen Staat, ganz gleich wo sie wohnen (wobei sie die an ihrem Wohnort bezahlten Steuern abziehen können).
Es wird nur der Teil der Einkünfte aus Zinsen versteuert, der über der Inflationsrate liegt.
Ich habe ja schon einmal wegen dieser Ungerechtigkeiten einen Brief an den CSU-Vorsitzenden geschrieben, aber keine Antwort erhalten.
https://autorenseite.wordpress.com/2014/01/28/eigentlich-toll-csu-17643732/https://autorenseite.wordpress.com/2014/01/28/eigentlich-toll-csu-17643732/
Die CSU hält zu den Reichen und denen muss man doch ein Schlupfloch für ihre Millionengewinne lassen. So war es bisher immer, und Hoeneß wäre straffrei ausgegangen, wenn CDU und CSU ihre Vorstellungen über das Schwarzgeld im Ausland durchgesetzt hätten.
Doch jetzt wären ja in der GroKo die Sozis gefordert, für eine gerechtere Besteuerung zu sorgen, aber die Sozialdemokraten führen ihren Namen schon seit Schröders Zeiten völlig zu Unrecht.
Typisch für die CSU ist übrigens auch, dass sie die Zahl der Steuerfahnder gering hält, obwohl jeder Fahnder dem Staat einen Haufen Geld einbringt. Andere Bundesländer haben sich schon beklagt, dass sich Bayern dadurch auf unlautere Weise einen Standortvorteil verschafft, denn die Unternehmer leben halt lieber in einem Land, wo Steuerprüfungen nur alle Jubeljahre einmal stattfinden.
So ist es auch kein Wunder, dass Hoeneß‘ Steuerhinterziehung nicht durch die Steuerfahndung, sondern durch den „Stern“ aufgedeckt worden ist. Was für ein „Frei“-Staat ist das, in dem Reporter das tun, was Aufgabe des Staates gewesen wäre: nämlich genauer hinschauen! Aber welcher Steuerfahnder hätte sich wohl getraut, bei Hoeneß nach dem Rechten zu sehen? Da hätte es ihm womöglich so ergehen können:
http://de.wikipedia.org/wiki/Steuerfahnder-Aff%C3%A4re
Deshalb konnte sich Hoeneß völlig sicher fühlen, wenn da nicht die „hinterfotzigen Schreiberlinge“ aus einem Land wären, in dem sich nach Meinung eines Kultusministers „die Wildsäue noch den Hintern an den Föhren rieben“, als Bayern schon eine Kultur hatte.

Ode für Uli

Ob Kneißl oder Jennerwein
So müssen halt die Leute sein,
Die wir hier in Bayern lieben –
Es ist egal, was sie getrieben.
Auch Hoeneß kommt aufs Postament:
So gibt es nun ein Happy-End.
Schon jetzt weiß man es ganz genau:
Demnächst gibt’s eine Riesenschau,
In der man dann Fernseh’n sieht,
Wie Hoeneß in die Zelle zieht.
Doch zuvor –- so ist’s in Bayern –
Wird man noch mal so richtig feiern
Mit Blasmusik und sehr viel Bier.
Uli, Bayern ist mit Dir!
Am Schluss ertönt am Knast vorm Tor
Voll Trauer der Gefang’nenchor.
Ich glaube, man muss nicht erwähnen:
Der Uli weint noch ein paar Tränen.
Und fällt dann die Knasttür zu,
Dann ist in Bayern wieder Ruh‘.

Hoeneß und die Steuermoral

Ist das nicht widersprüchlich? Sie glauben doch sicher genauso wie ich, dass Hoeneß niemals einen Ladendiebstahl begehen würde. Warum „bestiehlt“ er aber die Allgemeinheit durch Steuerhinterziehung? Nun, das ist ganz einfach: Der Staat stiftet seine Bürger quasi zur Steuerhinterziehung direkt an. Es ist doch wirklich ganz unerträglich, was er oft mit unseren Steuern so treibt: Die Auto-Industrie, die Milliardengewinne einfährt, erhält Subventionen für die Entwicklung eines Elektroautos, die Massentierhaltung profitiert von EU-(also Steuer-)Geldern. Sogar eine Zuckerfabrik bekommt viel Geld, weil sie anscheinend zur Landwirtschaft gerechnet wird. Und die gesamte Atomindustrie hing und hängt immer noch am Geldtropf des Staates und soll nach einer neuen EU-Richtlinie trotz Milliardengewinnen subventioniert werden. Eigentlich muss ja jeder seinen Dreck selber weg machen, aber beim Atommüll ist dies anders, da ist der Steuerzahler derjenige, der die teure Endlagerung bezahlen soll. Dies sind nur ein paar Beispiele für das, was mit dem Steuergeld passiert und da ist es durchaus verständlich, wenn jemand sagt: Wenn beim Staat die Moral abhanden gekommen ist, dann brauche ich auch keine Skrupel zu haben.
Bei der Besteuerung von Zinsen kommt ja auch als weiteres moralisches Problem hinzu: Die Zinsen sind derzeit niedriger als die Inflationsrate. Das bedeutet also, dass man für einen Wertverlust auch noch Einkommenssteuer zahlen soll. Das ist doch eindeutig Unrecht. Und wer da anders denkt, sollte eine Reichensteuer einführen.
Ich bin naiv, wie Sie an dieser meiner Vision merken: Wenn ich mal Fernsehaufnahmen vom Kabinett sehe mit Batterien von Flaschen für jeden Einzelnen, dann stelle ich mir vor, dass in der Mitte des Tisches eine Kasse steht, in die jeder den Betrag hinein wirft, den sein Getränk kostet. Das wäre doch ein Signal!