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Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat aus dem Buch Mit spitzer Feder. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen, die sich gut als Zitate für Reden und Schriften eignen.

Wenn man nur immer wüsste, wann man dem Kopf oder dem Herzen folgen sollte.

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Sonderseite für Frauen–Nichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/.

Die Wiesn – einst und jetzt

Darüber habe ich ja schon Beiträge geschrieben:
https://autorenseite.wordpress.com/2019/09/26/die-wiesn-einst-und-jetzt/   https://autorenseite.wordpress.com/2019/10/02/wiesn-vom-volksfest-zur-promi-wiesn/
Es gab einmal eine Zeit, da konnte man die Herzen, die man auf der Wiesn kaufen konnte, auch essen. Und sie waren wie Lebkuchen, die einen Vorgeschmack auf Weihnachten boten.
Aber nun brachten uns die Kinder solche Herzen als Gruß vom Oktoberfest mit. Wir dachten, dass wir uns die zum Kaffee gönnen. Aber die Enkel hatten den richtigen Durchblick und sagten: „Die kann man doch nicht essen. Die sind nur Dekoration.“ Ich verwies auf die lange Zutatenliste auf der Rückseite und widersprach. Die Enkel hatten aber doch recht. Die Herzen waren so hart, dass man sie kaum brechen konnte. Keiner wollte ein Stück davon essen, nur ich bin in einer Zeit groß geworden, in der man Lebensmittel nicht weg warf. Ich habe ein Stück davon im Kaffee aufgeweicht und daran geknabbert. Ich habe es nicht vertragen, was an der Menge an Zutatenchemie gelegen haben dürfte, an die mein Magen nicht gewöhnt ist.

Heute ist der Weltherztag

Der heutige Weltherztag soll uns daran erinnern, auf die Gesundheit unseres Herzens zu achten durch mehr Bewegung und gesunde Ernährung, denn die Herz- und Kreislauferkrankungen nehmen immer mehr zu und sogar die Kinder sind schon davon betroffen.
Aber das Herz ist auch ein Symbol für die Liebe und die hat dasselbe Schicksal wie das Organ: Sie geht immer mehr verloren:
Das beginnt mit Kleinigkeiten wie dem Verlust der Höflichkeit: Wer grüßt noch, wenn er ein Lokal betritt und wer bedankt sich schon, wenn ihm das Essen serviert wird?
Der Verlust des Respekts vor den Mitmenschen ist auch ein Zeichen dafür, dass  die Liebe zu ihnen verloren gegangen ist und die Aggression tritt an ihre Stelle. Nicht nur Polizisten werden heute angegriffen, sondern auch Sanitäter und Ärzte. Manche Kliniken brauchen schon einen Sicherheitsdienst.
Oder anderes Beispiel: Die Menschen werfen immer mehr Müll einfach weg und entwürdigen damit andere, die das aufräumen müssen – ein Mangel an Mitgefühl, die auch ein Teil der Liebe ist.
Früher war das anders: Da war die Welt noch in Ordnung.

Die kranken scheinbar Gesunden


Wir leben in einem „Zeitalter der Service-Mentalität“: Während die Menschen früher mehr eigenverantwortlich handelten, haben sie sich immer mehr entmündigt und anderen diese Verantwortung übertragen: So meint man beispielsweise, die Erziehung der Kinder müsse Experten überlassen werden, nämlich der Kita und der Schule. Gesundes Essen kocht man nicht selbst, sondern das Essen für Schulen und Kitas kommt wird möglichst billig aus Großküchen geliefert. Und man selbst isst in einem Lokal oder in einer Kantine das, was einem schmeckt…
Für die eigene Gesundheit ist man selbst nicht mehr verantwortlich, sondern dafür gibt es ja die Ärzte – so denken die meisten. In meiner Jugend war die Mentalität der Menschen ganz anders. Weil die Medizin noch nicht so weit fortgeschritten war, musste man selbst auf seine Gesundheit achten. Beispielsweise gab es weder Penicillin noch Antibiotika und so konnte eine schlichte Lungenentzündung den Tod bedeuten. Man ernährte sich daher nach der Regel des Hippokrates: „Eure Nahrung sei eure Medizin, und eure Medizin sei eure Nahrung.“ Man kannte diese Regeln und wusste, was gut für die Augen, für die Knochen, die Abwehrkräfte usw. war. Dieses Wissen ist heute weitgehend verloren gegangen, wie man beispielsweise an der Zahl der Brillenträger sieht.
Um bei den Brillenträgern zu bleiben: Besonders überrascht hat mich, was ich bei der Sendung “Wer weiß denn so was?“ sah: In zwei Folgen wurde gefragt, was gut für die Augen sei. Weder die Kandidaten noch das Publikum wussten die Antwort, obwohl sie in den Medien zu lesen war:
Der eine Tipp lautete: Man solle zur Übung der Augen weiße Schrift auf schwarzem Grund lesen, was ja auf dem PC und dem Smartphone leicht möglich ist. Und man solle auf diesen Geräten die bläuliche Färbung in eine Gelbliche umschalten, weil das blaue Licht den Augen schade. Traurig, dass niemand dies wusste. Das liegt daran, dass wir auch in einem Zeitalter der Überinformation leben. Man kann das alles gar nicht mehr verarbeiten. Und darum halten sich die Menschen auch nicht mehr an die althergebrachten Gesundheitsregeln, sondern sagen: „Meine Gesundheit interessiert mich nicht. Ich habe anderes im Kopf. Wenn mir dann was fehlt, gehe ich zum Arzt.“
Und so preisen sie es dann als Fortschritt, wenn sie mit Bypässen, Herzschrittmacher, Brille, Hörgerät, künstlichen Gelenken, womöglich auch mit einem transplantierten Organ… recht lange leben und sich dabei „gesund“ fühlen – genauso wie die normalen 60-70-jäjrigen, die im Durchnitt 8,5 Tabletten pro Tag schlucken.
Mein Gott! Da müsste ich ja mit meinen 85 Jahren allein von meinen Tabletten satt werden. Wenn ich dann meine Erfahrungen über ein wirklich gesundes Leben weiter geben möchte, interessiert das meistens kaum einen wirklich, denn…

Leicht ist es, einen Rat zu geben,
Doch and‘re woll‘n nicht danach zu leben.
Es will ein jeder selbst erfahren,
Was and´re vor ihm mit den Jahren
Gelernt aus ihrem langen Leben,
Drum kann es keinen Fortschritt geben.

(Aus „Gedichten„)

Herzinfarkte bitte nur noch am Tag bis 23.00 Uhr!

Leute reißt Euch doch ein bisschen zusammen! In den Salzburger Nachrichten lesen wir heute:
„Die Ärztekammer fordert die Einschränkung von Ambulanzbesuchen und empfiehlt Patienten, bei „ein bisschen Herzstechen um 23 Uhr“ nicht gleich ins Spital zu gehen.“
Daher hier ein paar Tipps zur Selbsthilfe:
Infarkt aufschieben bis zum nächsten Morgen!
Eisbeutel aufs Herz, bis Spital wieder offen!
Kaffeetrinken, um die verbliebene Belastbarkeit des Herzen zu testen!
Kein Sex! Auch nicht nur ein bisschen! Durchhalten!
Höchstens Herzmassage durch den Partner!
Evtl. auch Mund-zu-Mund-Beatmung durch den Partner.
Stromstöße (Volt-Zahl hängt vom Zustand des Herzen ab)
Haben Sie auch noch Tipps? Die werden dankend entgegen genommen.

Was ist Ihnen lieber: Herzversagen oder Krebs?

In Deutschland sterben immer weniger Menschen infolge von Herzerkrankungen.
„Die Zahl der Sterbefälle bei akutem Herzinfarkt sank in den vergangenen 30 Jahren von rund 92.800 im Jahr 1980 auf gut 55.500 im Jahr 2010, wie aus dem neuen Herzbericht hervorgeht, den die Deutsche Herzstiftung und mehrere Fachgesellschaften in Berlin vorstellten. Allein zwischen 2000 und 2010 ist die Sterblichkeit nach einem Herzinfarkt von 81,8 auf 67,9 Verstorbene pro 100.000 Einwohner gesunken.“ So lesen wir es bei
http://web.de/magazine/gesundheit/krankheiten/17028996-herztote.html#.A1000145
Ein toller Erfolg, möchte man meinen. Wie es aber konkret aussieht, möchte ich am Beispiel meines Vaters demonstrieren. Er bekam mit fast 90 Jahren akute Herzprobleme, so dass meine Mutter den Notarzt rief. Der gab meinem Vater eine Spritze, die nicht viel brachte.
Meine Mutter kam zu dem Schluss, dass Notärzte nichts können, sondern nur für den Notfall da seien. Sie rief also meinen Neffen an, der als Zivi Dienst tat, und ließ meinen Vater von ihm ins Krankenhaus rechts der Isar fahren. Dort kam er in die Intensiv-Station.
Als ich ihn dort besuchte, schimpfte der Chefarzt:
„Wir sind hier eine hochqualifizierte Intensivstation und kein Sterbehospiz für alte Leute. Warum haben Sie Ihrem Vater nicht den Tod gegönnt, der in seinem Körper vorprogrammiert war? Was wollen Sie denn damit erreichen? Dass er nächstes Jahr am Darmkrebs stirbt?“
Ich sagte ihm, dass ich meinen Vater nicht dort abgeliefert habe und dass er ihn halt nicht hätte aufnehmen sollen, wenn er das nicht für richtig hielte.
Der Mann hatte recht: Mein Vater starb ein Jahr später an Darmkrebs. Was mich an dem Arzt verblüfft hatte, war die Tatsache, dass er Krankheit und Sterben weniger medizinisch als philosophisch betrachtete.
Und wenn wir nun von den tollen Erfolgen der Kardiologie sprechen, müssen wir anerkennen, dass dadurch vielen Menschen das Leben gerettet wurde. Wir dürfen aber auch nicht die Augen davor verschließen, dass bei alten Leuten eine Art des Sterbens durch eine andere ersetzt wird.

Wie anders ticken Frauenherzen?

„Frauenherzen ticken anders: Das weibliche Geschlecht ist ein Risikofaktor bei Herzinfarkt, Rhythmusstörungen & Co.“ So steht es in einem Blog weiter unten.
Ich habe das total missverstanden: Da sprechen nämlich Mediziner von der Gefährdung weiblicher Herzen.
Ich dachte, sie schreiben darüber, welche Gefahr das weibliche Geschlecht durch sein andersartiges Ticken für Männerherzen darstellt. Also, liebe Mediziner, liefert das noch nach.
Einer ganz speziellen Gefährdung der Männer, nämlich der Ehe, habe ich mich auf meiner Homepage gewidmet,:
http://mitglied.multimania.de/peterpoehl/
Dort ist ein „Eheratgeber für Männer“ zu finden. Diese Datei ist allerdings für Frauen nicht geeignet und daher durch ein neuartiges Sicherungssystem für sie auch nicht zu öffnen.