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Mein Topbeitrag

WordPress zeigt einem ja immer eine Statistik an. Und die finde ich immer sehr interessant. Gerade wundere ich mich darüber, dass ein Beitrag aus dem Jahr 2016 am meisten gelesen wird:
https://autorenseite.wordpress.com/2016/11/05/wir-waren-frueher-gluecklich-aber-ganz-anders/
Ebenso erstaunlich fand ich, dass gerade so etwas Ausgefallenes wie das „Herodesprinzip“ zuvor einen Spitzenplatz einnahm.
Vielen Dank für Ihr Interesse!

 

Das Herodes-Prinzip

Das Herodes-Prinzip
Ich habe ein Phänomen entdeckt, das so bisher nicht beschrieben wurde. Ich taufe es daher „Herodes-Prinzip“. Herodes ist ja in den Augen der meisten Menschen eine der übelsten Gestalten der Geschichte, weil er den Kindermord von Bethlehem beging. Das steht so in der Bibel und ist daher für viele unumstößliche Wahrheit. Tatsächlich dürfte aber diese grausige Geschichte nur ein dichterisches Ausschmückungsdetail sein, mit dem die Evangelisten zeigen wollten, wie gefährdet die Kindheit Jesu war. Es kann nämlich keinesfalls sein, dass eine so schreckliche Tat wie der Kindermord nicht irgendwo seinen Niederschlag in der sonstigen Geschichtsschreibung gefunden hätte. In den offiziellen Berichten findet sich nur der Hinweis, welche Verwandten Herodes umgebracht hat. So lag es nahe, ihm auch eine solche Tat wie den Kindermord anzuhängen. Wahrscheinlich wird Herodes also insoweit völlig zu Unrecht beschuldigt.
Nehmen wir aber lieber ein anderes Beispiel aus unserer Zeit: Nach dem, was wir in den Medien lesen, ist Orban jener Unmensch, der einen Zaun um Ungarn errichten ließ. Was aber dabei gezielt verschwiegen wird, ist die Tatsache, dass er damit die Flüchtlinge zwingen wollte, sich registrieren zu lassen. Dafür hatte er Grenzübergänge, also eine Art von Transitzonen eingerichtet. Die Flüchtlinge wollten sich aber nicht registrieren lassen, weil sie fürchteten, einem bestimmten Land zugewiesen zu werden. Sie wollten aber nach Deutschland oder Schweden.
Wenn unsere Medien Orban als eine Art von Verbrecher gegen die Menschlichkeit hinstellten, so übersahen sie dabei, dass um die Enklaven der EU in Afrika viel schlimmere Zäune errichtet worden waren. Darüber hat sich aber damals niemand aufgeregt.
Ich habe den Verdacht, dass es auch Putin so ähnlich geht wie Orban:
http://web.de/magazine/politik/rezension-endspiel-metamorphosen-wladimir-putin-michail-sygar-31045196
Ich glaube, dass der Mensch solche Personen als Hintergründe braucht, um sich davor positiv abzuheben. Daher muss ständig eine neue Sau durchs Dorf getrieben werden. Dann fühlt man sich wohl und sagt: Gott sei Dank! Ich (Wir) bin (sind) nicht so.