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Frauen haben es besser

Heute im Park-Café fand ich wieder einmal bestätigt, was ich schon früher geschrieben habe: Frauen haben es besser. Da saßen 26 fröhlich schnatternde Frauen und ließen es sich bei einem Drink gut gehen. Aber es waren auch 4 Männer da, drei davon im Rentneralter. Man sieht, viele Frauen führen als Hausfrauen ein Leben, in dem sie es sich richtig gut gehen lassen können, denn der Hausfrauenberuf ist der schönste der Welt:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/05/06/hausfrau-der-schoenste-und-schwierigste-beruf/
Allerdings darf man nicht übersehen, dass es schon privilegierte Frauen sind, die sich ein solches Leben leisten können. Männer können es nicht – von Ausnahmen abgesehen wie beispielsweise dem Mann von Frau Baerbock.
Frauen haben auch die Möglichkeit, allein mit ihrem Körper Geld zu verdienen, wenn sie gut aussehen, wenn nicht, kriegen sie das mit ein paar Schönheits-OPs hin: So setzt uns beispielsweise die wunderbare Verwandlung von Roberto Blancos Tochter in Erstaunen.
Welcher Mann kann wie Sylvie Meis mit Urlaubsfotos im Bikini Geld verdienen? Und Männer haben auch keine Chance mit einem „Höschenblitzer“ oder „Nippelalarm“ in die Medien zu kommen.
Ja, Frau müsste man sein, seufzen da viele Männer. Allerdings sieht der Alltag vieler Frauen anders aus: Eine Hetze durch den Tag mit der Doppelbelastung durch Haushalt und Beruf.

Lob der Hausfrau


Kürzlich sah ich ein Interview im Fernsehen. Dabei wurde eine Frau gefragt, was sie beruflich mache. Sie antwortete: „Nix!“ Der Reporter hakte nach und meinte, sie müsse doch irgend etwas tun. Darauf antwortete sie, sie sei halt daheim. So umschrieb sie ihr Hausfrauendasein. Daher ist es kein Wunder, dass ihre „berufstätigen“ Geschlechtsgenossinnen auf sie herab schauen und sie als „Heimchen am Herd“ bezeichnen. „Berufstätig“ steht hier in Anführungszeichen, weil natürlich auch das Hausfrauendasein ein Beruf ist und zwar nach meiner Meinung einer der vielseitigsten und interessantesten. Frauen, die meinen, sie würden zu Hause verblöden, wären vor lauter Arroganz auch gar nicht in der Lage, den Beruf der Hausfrau richtig auszufüllen, denn dieser Beruf ist in der modernen Zeit schwieriger geworden:
Die Menschen ernährten sich früher nach der althergebrachten Tradition aus der Region einfach und gesund. Da brauchten die Frauen nicht besonders nachzudenken: Fleisch war teuer und so gab es nur sonntags einen Braten, während heutzutage Fleisch für viele zur täglichen Nahrung gehört. Tiefkühlkost gab es früher auch nicht, und so kamen im Winter Gemüsearten auf den Tisch, die man einlagern konnte und die gut für das Immunsystem waren: Kohl, Karotten… Heute ist der natürliche Rhythmus der Ernährung, auf den sich die Menschen seit Jahrhunderten eingestellt hatten, aus dem Takt geraten und die Hausfrau muss sich genau orientieren, welches Essen der Körper zu welcher Jahreszeit und bei welchen sonstigen Bedingungen braucht.
Was muss die Hausfrau von heute alles wissen: Sie muss praktisch ein kleines hauswirtschaftliches Studium hinter sich haben: Welche Hausfrau weiß beispielsweise, dass der Weichmacher im Plastik die Gehirne von Buben schädigt und ADHS auslöst? Oder wer weiß schon, welche Nahrungsmittel die Immunkraft stärken und was man sonst zur Vorbeugung gegen Allergien tun kann? Hierzu zwei Beispiele: In Haushalten, in denen das Geschirr von Hand gespült wird, gibt es 50% weniger Allergien als dort, wo ein Geschirrspüler eingesetzt wird. Oder: diejenigen, die im Erdgeschoss wohnen, erkranken doppelt so oft an Allergien, wie die Bewohner höherer Stockwerke. Welche Frau befasst sich schon mit den kennzeichnungspflichtigen Lebensmittelzusätzen, obwohl dies sehr wichtig wäre? Keine Zeit!
Zum Hausfrauenberuf gehören natürlich auch Grundkenntnisse in Psychologie und Medizin. Und bei der Beaufsichtigung von Hausaufgaben der Kinder muss die Hausfrau oft etwas dazu lernen, was natürlich Zeit kostet.

Ich habe ja schon immer Partei für die Hausfrauen ergriffen, wie Sie im kostenlosen Buch „Frauen für Fortgeschrittene“ nachlesen können – längst bevor Eva Herrman sich des Themas angenommen und dafür „Prügel“ bekommen hat.
Die Mehrheit der Frauen scheint die Rolle als „Heimchen am Herd“ abzulehnen, so dachte ich bisher. Umso erstaunter war ich, als in einer großen Versammlung (hauptsächlich Frauen) über dieses Thema gesprochen wurde. Da sagten doch tatsächlich die Frauen, sie würden lieber daheim bleiben, wenn sie nicht hinzu verdienen müssten.
Man muss das Problem also differenzierter betrachten: Solange die Kinder noch ganz klein sind, ist eine Babypause für die Frau sicherlich die beste Lösung. Eine bekannte Schauspielerin sagte dazu ganz richtig: „Ich bin doch nicht blöde und gönne einem Kindermädchen das Leben, das mir zusteht.“ Und wenn die Kinder dann im Kindergarten oder in der Schule sind, kann eine Mutter diese Zeit für eine Berufstätigkeit nutzen. Aber wenn beide Ehegatten ganztags arbeiten, wird das Leben schwierig: Beide sind erschöpft von einem anstrengenden Arbeitstag und dann wartet abends der Haushalt auf sie: Einkaufen, Saubermachen, Waschen, Hausaufgaben der Kinder beaufsichtigen… Es ist ein Leben im Stress, das ein solches Ehepaar sich auflädt, und das häufig die Ursache einer Scheidung ist. So verwundert nicht, was eine aktuelle große Umfrage ergeben hat:
Mehr als 40 Prozent der Österreicher fühlen sich häufig oder nahezu dauerhaft gestresst, jeder Dritte sieht sich in Gefahr, an einem Burn-out zu erkranken. Hauptgründe für die Belastung sind demnach Arbeit, finanzielle Situation und Familie.
https://www.sn.at/panorama/gesundheit/jeder-dritte-oesterreicher-sieht-sich-burn-out-gefaehrdet-20292199
Das Schlimmste daran ist aber, dass nach einer Umfrage fast jeder zweite Berufstätige abends zu müde ist, um sich um Ehegatten oder Kinder zu kümmern.
Was ist das für ein Sklavendasein, wenn man ein Leben lang unter Stress steht! Frauen haben die Chance, dies zu vermeiden, indem sie – wenn finanziell tragbar – den Hausfrauenberuf wählen. Männer können natürlich auch Hausmann werden, je nach Situation. Auf jeden Fall sollte ein Ehepaar mit Kindern wenn irgend möglich die berufliche Gesamtarbeitszeit nicht für beide auf Vollzeit einstellen.
Ich glaube ja, dass der Ausdruck „Heimchen am Herd“ von den Arbeitgebern erfunden wurde, um die Frauen in die Berufstätigkeit zu locken, denn je mehr „Humankapital“ ihnen zur Verfügung steht, umso geringer sind die Löhne.
Ich stamme noch aus einer Generation, in der es selbstverständlich war, dass die Frau normalerweise als Hausfrau zu Hause war. Es gab keinen Supermarkt, und so war das Einkaufen sehr zeitaufwändig. Und Kleidung war teuer, so dass die Hausfrauen selber nähten und strickten. Es gab keine Wäschetrockner … Insgesamt erforderte es viel Arbeit, eine Familie zu versorgen, und dazu bedurfte es einer Hausfrau. Und die hatte auch etwas, was das Wichtigste im Leben ist und was heute immer mehr abhanden kommt: Zeit für sich. Sie konnte nebenher malen, musizieren … oder einfach mal so da liegen und glücklich sein. Schauen Sie mal, wie das geht:
https://autorenseite.wordpress.com/2016/03/20/gedanken-zum-heutigen-tag-des-gluecks/
Wenn ich auf unser Leben damals zurück blicke, kann ich nur sagen: Wir hatten es besser, denn wir konnten es uns leisten, in der Stadt zu wohnen. Wir lebten viele Jahre ganz gut ohne Auto, und die Urlaubsflüge haben wir nicht vermisst. Wir lebten ziemlich stressfrei und hatten nach meinem Feierabend fast immer etwas vor: Tanzen, Tennis, Baden, Bummeln…

 

So können wir nicht weiter machen!

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Mehr Hausfrauen in die Politik! Die wissen nämlich, dass man nicht mehr ausgeben kann, als man hat. Inzwischen hat das auch der Finanzminister eingesehen und so verkündet Schäuble, dass sein Haushalt eine schwarze Null ausweisen soll. Überträgt man aber seine Situation auf eine Hausfrau, so sieht das so aus: die Frau hat keine Rücklage gebildet für die notwendige Dachreparatur oder die Erneuerung der Heizung; sie ist auch nur deshalb schuldenfrei geblieben, weil sie ihren Schmuck verkauft hat. Aber sie weiß: So kann sie nicht weiter machen.
Auch der Staat hat sein Tafelsilber verscherbelt: Bahnhöfe, Postgebäude, Grundstücke, Krankenhäuser, Versicherungen, …
https://autorenseite.wordpress.com/2017/02/12/deutschlands-niedergang-in-bildern/
Und der Staat hat sich die notwendigen Investitionen erspart: Schulen, Brücken, Straßen … Wo man hinschaut, alles renovierungsbedürftig oder gar völlig marode.. Wir haben genauso wie die erwähnte Hausfrau auf zu großem Fuß gelebt.

Die schwarze Null im Haushalt besagt aber eigentlich wenig, weil man sie in einem größeren Zusammenhang sehen müsste: Wir verbrauchen mehr Ressourcen der Erde, als sich regenerieren können. So kann es nicht weiter gehen:
https://autorenseite.wordpress.com/2016/11/05/wir-waren-frueher-gluecklich-aber-ganz-anders/
Wir haben immer nur den Klimaschutz im Auge, aber der ist nur ein Teilaspekt. Wir müssten radikal zu der Lebensweise zurückkehren, die wir früher hatten und bei der nur so viel verbraucht wurde, wie sich regenerieren kann. Und heute verbrauchen wir so viel, dass wir 1 ½ Erden bräuchten, um so weiter leben zu können.
Übrigens hatten wir damals einen Finanzminister Schäffer, der einen Juliusturm mit Ersparnissen für Notzeiten gebildet hatte. Ja, das waren noch Zeiten!