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Heute ist der Tag der Handschrift

Sütterlin, Handschrift, Typografie, Schriften

Fällt Ihnen das auch auf? Wenn man alte Handschriften anschaut, staunt man über das gleichmäßige Schriftbild. Und wenn man unsere heutigen Schreibereien daneben hält, muss man eigentlich zu der Überzeugung kommen: Mit der Menschheit von unserer Zeit ist etwas nicht in Ordnung.
Das ist so ähnlich wie bei einem einzelnen Menschen: Je älter er wird, umso schlechter sieht seine Schrift aus.
Übrigens soll es Schulen geben, in denen die Kinder keine Handschrift mehr lernen, sondern nur lateinische Druckbuchstaben. Wer schreibt denn heute noch Briefe? Heute verkehrt man über die Medien.
Und es ist kein Wunder, dass heute 12 % der Deutschen Analphabeten sind, denn die Menschen werden immer dümmer. Heute gibt es fast alles auf Video oder bei YouTube. Wozu da noch lesen und schreiben lernen?

Zum Nachdenken: Heute ist der Tag der Handschrift


Mein Senf dazu:
Zu diesem Thema habe ich in meinen Aphorismen geschrieben:

Vergleicht man die Handschrift der Menschen von heute mit der von vor 100 Jahren, so muss man zu dem Ergebnis kommen, dass sich der Rinderwahnsinn tatsächlich unbemerkt ausgebreitet hat.

Ich bewundere immer nicht nur die Schönheit, sondern auch die Ausgeglichenheit von Handschriften in alten Urkunden: Ein Buchstabe wie der andere! Und dann schaue ich mir mein Geschreibsel an und denke: Gut dass man heute mit seinem PC schreiben kann und dass es dort handschriftähnliche Fonts gibt.
Und dann denke ich mir, es kann doch etwas mit uns Menschen von heute nicht mehr stimmen, wenn wir so schmieren.

Problemfall Weihnachtspost

Jedes Jahr dasselbe Problem: Gehört es sich in der heutigen Zeit immer noch, eine schöne Weihnachtskarte zu kaufen und mit der Hand einige Zeilen dazu zu schreiben? Nachteil: Das kostet 2,50 Euro für die Karte und 70 Cent für das Porto und das ganze Altpapier der Weihnachtsgrüße belastet die Umwelt.
Oder ginge das nicht einfacher, billiger und umweltschonender durch E-Mails, die sich ja auch recht schön gestalten ließen. Der Vorteil wäre auch noch, dass man beim alljährlichen Gruß nicht immer wieder neu schreiben muss, was alles in der letzten Zeit geschehen ist, sondern kann es kopieren. Ich wäre daher eigentlich für E-Mails aber wenn ich von den Adressaten dann handgeschriebene Post bekomme, bleibt mir auch nichts anderes übrig, als zu dieser alten Kommunikationsmethode zurück zu kehren.
Eine Kombi-Methode ist aber durchaus auch empfehlenswert: Man schreibt das, was es in der Familie an Neuigkeiten gibt, mit dem PC druckt das Ganze und fügt es einer handgeschriebenen Weihnachtskarte bei. So kann man es sich sparen, allen Adressaten den selben Bericht mit der Hand schreiben zu müssen.
Falls Sie noch schnell Weihnachtsgrüße per E-Mail schreiben wollen, könnten Sie beispielsweise diese Elemente verwenden, die nicht so kommerziell aussehen:

2002Weinachtsmann

Text

und am Schluss dieses Gedicht:

Weihnachtsgedicht