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Transgendern im Fernsehen

Gerade las ich, dass die CDU in einer Stadt die Transgendersprache verbieten will. Sie wissen schon, das ist die Schreibweise mir dem Sternchen (Bürger*innen):
https://www.traunsteiner-tagblatt.de/nachrichten_artikel,-hamburgs-cduchef-gendern-bei-staatlichen-stellen-verbieten-_arid,634101.html

Überrascht war ich, als in gestern die Nachrichten im Fernsehen anschaute. Da machte die Sprecherin jeweils vor dem „in“ eine kurze Pause, um so das Sternchen auszudrücken. Aber die Pause war denn aber doch wieder zu kurz, um daraus sicher schließen zu können, dass bei den Öffentlich-rechtlichen nun „gegendert“ wird.  Vielleicht stellt man klar, wie man nun verfahren will.

Mir fällt beim Gendern ein Spruch ein, den mein Vater immer zu sagen pflegte: „Der deutsche Kellner ist der Beste“. Damit wollte er nicht sagen, dass er in Deutschland am besten bedient wird, sondern er wollte damit ausdrücken, dass die Deutschen einen Hang zur Servilität haben. Und nun, seitdem bei uns das „Gutmenschentum“ ausgebrochen ist, hat sich dieser Hang noch verstärkt, Man kommt gar nicht mehr mit, was man alles nicht mehr sagen darf: „Neger“, „Zigeuner“, „Eskimo“… Das wissen wir inzwischen. Aber es geht weiter: Gerade entschuldigte sich eine Grünen-Politikerin für den Gebrauch des Wortes „Indianer“.

Wie soll das nur weiter gehen? Man sollte ja auch immer mal alles „vom Ende her“ denken: Müssen wir bald schreiben: der Mensch/die Menschin?
Gott sie Dank gibt es noch keine Männerbewegung als Pendant zu den Emanzen und Feministinnen. Dann hätten wir nämlich schon lange keine Muttersprache mehr, sondern eine Vater-Mutter-Sprache.
Bei der Gender-Diskussion muss ich an eine Kirchenbesichtigung in Malta denken. Vor dem Portal standen zwei Männer mit Hellebarden,, die sie kreuzten, um leicht bekleideten Frauen den Eintritt zu verwehren. Bei einer Frau berieten sie, ob ihre Kleidung noch tragbar, also dem Lieben Gott zumutbar war.
Da klopfte mein Freund einem von ihnen auf die Schulter und sagte:
„Mann, Eure Probleme möchte ich haben!“

 

 

Das Gutmenschentum und das Recht auf Irrtum

Als ich jung war und studierte, interessierte ich mich für alles Mögliche. So besuchte ich fast alle studentischen Verbindungen und sonstigen Vereinigungen, um mir ein Bild davon zu machen. Es gab auch eine kommunistische oder sozialistische Vereinigung, die ich jedoch von meinem Rundgang durch das Studentenleben ausschloss. Sie wurde nämlich vom Verfassungsschutz beobachtet und wer sich dort sehen ließ, lief Gefahr, nicht in den Staatsdienst eintreten zu können. Es herrschte damals die Zeit des McCarthyismus. McCarthy war der große Saubermann in den USA, der mit eisernem Besen den Staat auskehrte. Alles, was auch nur nach Kommunismus oder Sozialismus roch, wurde aus dem Staatsdienst entfernt, auch wenn es noch so harmlose Utopien waren. Und dieser McCarthyismus ist wie so vieles Üble aus den USA zu uns herüber geschwappt. Und deshalb war ich also vorsichtig. Wie vorsichtig man sein musste, erlebte ich als junger Assessor: Als ich mir einen „Spiegel“ gekauft hatte und damit in mein Büro kam, warnte mich ein älterer Kollege und sagte: „Den können Sie doch nicht offen herum tragen, sonst schreibt man Ihnen in die Beurteilung ¸Spiegelleserʻ und das hängt Ihnen nach, ohne dass Sie was dagegen machen können.“ Nun war diese Warnung wohl etwas übertrieben, aber sie zeigt die Stimmung, die damals herrschte.

So ähnlich ist es auch heute wieder: Neuerdings haben die Gutmenschen die Funktion von McCarthy übernommen. Sie durchforschen das Internet nach Jugendsünden. Doktorarbeiten und das Internet werden nach Sündenfällen durchsucht und da wird man oft fündig. Und dann ist man unerbittlich. „Semper aliquid haeret!“ sagten schon die alten Römer. Ein Recht auf Irrtum gibt es nicht. Und auch ein Distanzieren von solchen Jugendsünden nützt nichts, das wird nicht geglaubt, außer man sitzt ganz oben: Clinton und Trump haben gezeigt, wie man ganz oben Affären einfach aussitzen kann.
Oder man macht es wie Söder, der sich zum grünen Bienenfreund gewandelt hat und der dies nun auch über die Mainstream-Medien ständig verbreiten lässt. So legt er den Grundstein für seine Kanzlerschaft.
Es gilt also immer noch, was die alten Römer sagten: „Quod licet iovi non licet bovi!“

Schluss mit der deutschen Bravheit!


Wir sind ein Volk von „Gutmenschen“ geworden. Diese unterscheiden sich ganz wesentlich von guten Menschen. Der „Gutmensch“ zeichnet sich durch Servilität aus. Zu deutsch: er ist duckmäuserisch und kriecherisch geworden. In voraus eilendem Gehorsam hat er beispielsweise das Wort „Neger“ verboten, das niemals bei uns diffamierend benutzt wurde, denn es gab ja einmal in Deutschland sogar „Negerküsse“ als süße Spezialität. Aber dann kamen die Gutmenschen, die fanden, „Neger“ klinge wie „Nigger“ und müsse daher aus dem Sprachschatz gestrichen werden, und nun traut sich keiner mehr, das Wort zu verwenden
Dasselbe Schicksal wurde dem „Zigeuner“ zuteil, obwohl das Wort eher mit Romantik als mit Verunglimpfung verbunden ist.
Nicht einmal Witze dürfen wir mehr über Minderheiten machen, denn das will uns Grünen-Boss Habeck verbieten:
https://autorenseite.wordpress.com/2019/03/10/verleihung-des-alten-jammerlappens-an-harbeck/
Oder nehmen wir die Flüchtlingswelle: Die Regierung ließ Massen von Flüchtlingen ohne Kontrollen ins Land, weil sie – wie wir nun erfahren – sonst „schlechte Bilder“ befürchtete.
Dabei wurde in Kauf genommen, dass die Sicherheit der Deutschen gefährdet wurde. Viele haben das mit dem Leben bezahlen müssen. Die Behörden waren bis jetzt nicht in der Lage, Tausende von Hinweisen auf Kriegsverbrecher zu bearbeiten, wie nun offenbar wurde. Der Fall Amri demonstrierte uns deutlich das Versagen der Behörden angesichts der Masse von Fällen. Aber vor lauter Bravheit schloss man bei uns die Augen vor solchen Konsequenzen des damals völlig ungebremsten Zustroms von Flüchtlingen.
Und schließlich zum Stichwort „Bravheit“ noch ein brandheißes Thema, an dem sich nur ein „Bösmensch“ die Finger verbrennt: Wie sollen wir Deutschen mit der Schuld des Nationalsozialismus umgehen? Der erste große Fehler ist der, das wir immer von „unserer“ Schuld reden, obwohl ein Mädchen durchaus nicht ganz unrecht hat, wenn es sagt: „Was geht mich das an, wenn mein Opa Krieg geführt hat?“
Es ist heutzutage kaum davon die Rede, dass das deutsche Volk selbst auch Opfer des Nationalsozialismus geworden ist, denn so eine Ansicht wäre nicht „brav“: Das deutsche Volk wurde betrogen: Es wählte Hitler, weil es in einer Notlage hoffte, dass er für einen Aufschwung sorgen würde. Dass es dann aber so kam, wie es gekommen ist, hat man nicht gewollt.
Wenn man das deutsche Volk von damals und das völlig andere von heute natürlich als eine Einheit betrachtet und wenn man von einer deutschen Schuld spricht, dann fragt sich, wie man damit umgeht. Wiedergutmachung ist das eine. Nicht vergessen! — das ist das andere. Aber was noch?
Holen wir uns Rat bei Psychologen, wie der einzelne sich zu seiner Schuld stellen soll: „Schuldgefühle nützen niemandem. Deshalb befreie dich von deinen Selbstvorwürfen.“
https://www.psychotipps.com/selbsthilfe/schuldgefuehle.html
Auch wir Deutschen sollten daher nicht dauernd im Büßerhemd herum laufen und Dokumentationszentren für die Verbrechen der Wehrmacht bauen oder unsere Städte durch „Stolpersteine“ in Friedhöfe verwandeln. Kein anderes Volk tut so etwas, nicht einmal der Vatikan. Mit solchem Verhalten haben wir den rechten Rand stark gemacht und die Wurzeln für einen neuen Antisemitismus geschaffen.
Wir sollten in die Zukunft blicken und klar sagen, wie diese aussehen soll und was keinesfalls passieren darf. Aber Schluss mit diesem unterwürfigen kreuzbraven Büßertum!

Der Papst ist kein Gutmensch


Vergleicht man, wie der deutsche Staat und wie die Katholische Kirche je mit ihrer Schuld umgehen, ergibt sich ein erstaunlicher Unterschied:
Wir Deutschen sind die Gutmenschen, die im Büßerhemd wandeln: Wir bauen Denkmäler für den Holocaust, Dokumentationszentren für die Verbrechen der Wehrmacht und die Mode der Stolpersteine für Opfer des Nazi-Regimes breitet sich über viele Städte aus (aber nicht in München).
https://autorenseite.wordpress.com/2018/09/05/warum-die-rechtsextremen-immer-mehr-werden/

Wenn der Papst ein Gutmensch wäre wie wir Deutschen, sähe das so aus:
Am Fest der unschuldigen Kinder, das am 28.12. von der Kirche gefeiert wird, wird nicht mehr des Kindermords von Bethlehem gedacht, den es nie gegeben hat, denn Herodes war schon tot, als Jesus geboren wurde. Man müsste das „Fest“ der unschuldigen Kinder den Missbrauchsopfern widmen oder einen „Tag der Scham“ (Kirchenlatein: Dies Pudoris) einführen.

So wie wir in unserer Hauptstadt Berlin ein riesiges Holocaust-Denkmal haben, müsste die Kirche auf dem Petersplatz etwas Vergleichbares schaffen, wenn sie mit Deutschland mithalten will.

Und dann sollten auch jede Menge Stolpersteine den Vatikan zieren.

Ja, Franziskus, schau nach Deutschland: So sehen Gutmenschen aus!

Interessant wäre es ja, was passieren würde, wenn die Kirche so mit ihrer Schuld umginge wie wir Deutschen von heute, die wir ja eigentlich gar nichts mehr dafür können.
Die Kirche tut sich leicht mit ihrer Schuld: Sie zahlt Entschädigungen aus der Kirchensteuer, die es nach ihrem eigenen Recht gar nicht geben dürfte.
Was fehlt, ist ein echtes Zeichen der Buße von den „Hirten“. Wenn man es ernst meinen würde mit der Reue, würde man einen Tag der Buße einführen, an dem die Oberhirten aus ihren Wolkenkuckucksheimen herab steigen würden und echte Dienste am Menschen verrichten würden: an den Tafeln, in Altenheimen oder Hospizen (und nicht nur Fußwaschungen an sauberen Füßen). Dann würden die Menschen sagen: Immerhin haben die begriffen.
Eigentlich sollte ja der Priesterstand eine Elite von Menschen sein, aber das Gegenteil ist der Fall: Jeder 20. deutsche Priester ist Täter eines Kindesmissbrauchs. Rechnet man das auf die Lehrerschaft um, würde das bedeuten, dass an jeder Schule mehrere Lehrer Kinder missbrauchen müssten, um die Quote der Priester zu erreichen. Unvorstellbar! Gerade in diese Wunde hätte der Papst seine Finger legen sollen, anstatt in etwa auszudrücken: Die Menschen sind Sünder und die Priester sind auch nicht anders und schuld ist die Pornografie.

Wie sagte doch Jesus? „An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen!“

Unsere gnadenlosen „Gutmenschen“

Mein Senf dazu:

Den „Gutmenschen“ geht die Arbeit nicht aus. Nun haben sie entdeckt, dass der gebräuchliste Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch auf einen Nazi zurück geht. Sie haben daher eine Petition gestartet mit dem Motto „Palandt umbenennen“. So ein Unsinn! Wohl kaum ein Jurist weiß, wer Palandt war. Wenn heute vom „Palandt“ die Rede ist, so ist das genauso, als wenn das Buch X-Kommentar hieße. So gesehen ist es also auch keine Ehrung für einen alten Nazi, wenn sein Name auch heute noch benutzt wird. Es ist einfach praktisch. Außerdem ist es auch völlig falsch, wenn wir die Erinnerung an eine Zeit auslöschen wollen, an deren Folgen wir heute noch tragen.
Den unermüdlichen Gutmenschen sei hier gesagt, dass noch ein Haufen Arbeit vor ihnen liegt: In München gibt es eine Kardinal-Faulhaber-Straße, in der sich das Erzbischöfliche Palais befindet. Müsste die nicht umbenannt werden, weil Kardinal Faulhaber ein Tedeum anstimmen ließ, als das Attentat auf Hitler missglückte?
Und ist es für die Gutmenschen immer noch erträglich, dass eine christliche Kirche den Namen „Evangelisch-Lutherische Kirche“ trägt, obwohl Luther ein schrecklicher Antisemit war?
Und wann fordern die Gutmenschen die Ausweisung von Papst Benedikt XVI aus den Mauern des Vatikans, weil er im Dritten Reich Flakhelfer war?
Nicht einmal den Toten gönnen die gnadenlosen Gutmenschen ihre Ruhe:
https://autorenseite.wordpress.com/2017/01/26/die-gnadenlosen-gutmenschen/
https://www.heimatzeitung.de/startseite/aufmacher/3077649_Thuje-verdeckt-Jodl-Grabstein-Gerichtsentscheid-Mitte-Oktober.html

Schlimmer geht‘s nimmer!


Gestern las ich einen Artikel über die Bösartigkeit von Rechtspopulisten: Die sollen doch tatsächlich die Fake-News verbreitet haben, dass eine deutsche Frau von Flüchtlingen sexuell belästigt worden sein soll; das sei eine reine fremdenfeindliche Erfindung, denn tatsächlich sei der Polizei kein solcher Fall bekannt.
Das erschien mir als eine sehr merkwürdige Logik, denn es gibt – besonders auf sexuellem Gebiet – zahlreiche Vorfälle, von denen die Polizei nichts erfährt. Der zitierte Artikel ist also nichts anderes als bloße Stimmungsmache von Gutmenschen.
Es bedarf nämlich gar keiner Fake-News, wenn jemand Straftaten von Flüchtlingen aufzählen will:
Gerade berichten die Zeitungen von einer unfassbaren Tat:
Drei Schüler im Alter von 10 und 11 Jahren sollen einen 10-jährigen Buben auf einer Klassenfahrt gemeinsam vergewaltigt haben. Der als gewaltbereit geltende Haupttäter stammt aus Afghanistan. Er und seine beiden aus Afghanistan und Syrien stammenden Mittäter wurden der Schule verwiesen. Auch das Opfer wechselte auf eigenen Wunsch die Schule. Das zuständige Bezirksamt prüft derzeit, ob die Täter außerhalb einer öffentlichen Schule in sogenannten Kleingruppen unterrichtet und betreut werden können. So der Bericht. Wie schön, dass man sich so um die Täter kümmert. Ob auch das Opfer vielleicht psychologisch betreut wurde, erschien nicht als erwähnenswert.

Gutmenschen gegen Nazis

Wir haben so viele Gutmenschen in Deutschland, die darauf achten, dass die „political correctness“ eingehalten wird oder besser gesagt: die Regeln, die sie aufgestellt haben. So fürchte ich, dass wir von diesen Hysterikern bald diese Forderung hören:
„Verbietet das Wort „und“! Ersetzt es durch das Wort „plus“! Denn das Wort „und“ wurde im Nazi- Sprachgebrauch vieltausendfach verwendet und sollte deshalb entsorgt werden.“
Die Gutmenschen sind bei uns ja ständig am Werk, um für Sauberkeit im Sprachgebrauch zu sorgen. Sie haben bisher – Gott sei Dank! – das Wort „und“ noch nicht entdeckt. Wie schnell so etwas geht, haben wir beim Wort „Neger“ gesehen. Den Gutmenschen verdanken wir den Verlust dieses liebenswerten Zeitgenossen.
Man sieht daran, welche Macht die Gutmenschen ausüben. Die Angst vor ihnen ist so groß, dass sich Politiker kaum noch trauen, gewisse Worte zu gebrauchen. Daher wurde das Wort „Vaterland“ weitgehend durch „Heimat“ ersetzt. Und auch das Wort „Volk“ erscheint als gefährlich, denn es wurde in dem Satz „Für Führer, Volk und Vaterland“ von den Nazis verwendet. Die Politiker reden daher lieber von „den Menschen draußen im Lande“ (was ihre Abgehobenheit offenbart). Auch der „Nationalstolz“ wurde abgeschafft, weil ein Volk, das einen Krieg angefangen hat, demütig zu sein hat. Nur die AfD ist bei uns noch stolz. Stolz sind auch die Franzosen auf ihren machtgeilen Napoleon und nennen sich „la Grande Nation“.
Nun haben die Gutmenschen wieder einen lächerlichen Stein des Anstoßes gefunden: die Sitze des Polizeifahrzeugs “Survivor R”. Diese sind mit einem Lorbeerkranz und Frakturschrift bestickt. Das ist für die Gutmenschen unerträglich, denn beides wurde von den Nazis verwendet.
Nun ist allerdings der Lorbeerkranz seit der ersten griechischen Olympiade im Gebrauch und auch die Frakturschrift wurde nicht von den Nazis erfunden, sondern ist altdeutsch. Solche altdeutschen Schriften prangen überall, wo Tradition, Heimatverbundenheit und Solidität ausgestrahlt werden soll. Bei uns lesen wir die Namen von Gasthäusern, Bäckereien usw. bevorzugt in dieser alten Schrift. Sogar in unserem CSU-regierten Ort sehen wir diese typisch deutschen Buchstaben:

Anscheinend leben bei uns keine Gutmenschen.
Ich habe gerade auf meinem PC entdeckt, wie weit die „Entnazifizierung“ fortgeschritten ist. Ich habe mein OpenOffice-Programm immer aktuell upgedatet. Und manchmal habe ich mich gefragt, was denn da wohl geändert werden musste. Jedenfalls stelle ich nun auf einmal fest, dass es in den Fonts die Frakturschrift nicht mehr gibt. Anscheinend hat es auch da eine Säuberungsaktion gegeben. Bei Windows wird es genau so sein. Und so könnte die ausdrucksvolle typisch deutsche Frakturschrift bald ebenso verschwinden wie die Sütterlin-Schrift.
Wenn ich die vielen Veränderungen in unserem Lande sehe, denke ich manchmal, dass man mich so langsam neu integrieren muss.

 

Anschlag von Berlin: „Voreilige Vorverdächtigung“?

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Jetzt tauchte er wieder in den Medien auf, der Ausdruck aus dem Gutmenschensprech: „Voreilige Vorverdächtigung“.
Ich weiß schon: „Gutmensch“ ist das Unwort des letzten Jahres. Aber das war ein übler Missgriff:
https://autorenseite.wordpress.com/2016/08/04/das-neue-unwort-ist-unwort/
Anscheinend fühlten sich die Schönredner in der Regierung durch das Wort „Gutmensch“ verunglimpft und die „Unwort-Jury“ ist ihr beigesprungen. Nun sollte man aber dem Unwort, das von einem „elitären“ Zirkel ausgewählt wird, einen grausigen Ausdruck gegenüber stellen, der demokratisch ausgewählt wird. Nennen wir ihn „Grausdruck“. Da hätte ich gleich einen Vorschlag. „Voreilige Vorverdächtigung“. Nach dem Anschlag von Berlin geisterte er zunächst wieder durch die Medien. Er ist ja nicht neu:
http://www.focus.de/kultur/kino_tv/focus-fernsehclub/tv-kolumne-maischberger-sie-haben-ein-problem-mit-der-polizei-kuenast-im-kreuzverhoer-nach-wuerzburg-tweet_id_5749019.html
Immer wenn es um Vergewaltigungen oder Attentate geht, darf man bei uns nicht von einem Verdacht gegen einen Flüchtling sprechen, mögen auch Indizien dafür sprechen, denn dann kämen gleich wieder die Politiker mit ihrer Floskel: „Kein Generalverdacht!“
Das Wort „Vorverdächtigung“ ist eine unsinnige Wortschöpfung, die dem „Gutmenschensprech“ zu verdanken ist, denn der Verdacht selbst ist ja an sich schon eine vorläufige Vorwegwürdigung der bisher vorhandenen Indizien. Und wenn dann noch dem Begriff „Vorverdächtigung“ das Wort „voreilig“ zugesellt wird, dann ist ein Ausdruck entstanden, der das Prädikat „Grausdruck“ wirklich verdient hat. Was meinen Sie?

Das neue Unwort ist „Unwort“

Eine Jury aus sechs Sprachexperten entscheidet darüber, was als Unwort des Jahres gelten soll. Sie hat das Wort „Gutmensch“ ausgewählt, denn damit würden Toleranz und Hilfsbereitschaft pauschal als naiv, dumm und weltfremd, als Helfersyndrom oder moralischer Imperialismus diffamiert, behauptet die an der Universität Darmstadt angesiedelte Jury. Das ist völlig falsch. Ich glaube nicht, dass irgendjemand die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer verunglimpfen wollte, die sich um die Flüchtlinge gekümmert haben. Nein, mit Gutmenschen waren diejenigen gemeint, die nicht sehen wollten, welche Gefahren wir auf uns geladen haben, als wir die Flüchtlinge unkontrolliert ins Land ließen. In Würzburg und Ansbach haben das Bürger mit ihrem Leben bezahlen müssen.
Wenn man dies bedenkt, kommt man zu einer anderen Bewertung des Unworts. Da entscheiden 6 Leute, von denen man nicht richtig weiß, wie die sich zusammensetzen, darüber, was als schäbig zu gelten hat. Damit wird in ganz nachhaltiger Weise ins politische Leben eingegriffen. Und wenn die Jury völlig zu Unrecht den Gutmenschen zum Unwort erklärt hat, so sollte damit offensichtlich Partei für die Kanzlerin ergriffen werden, deren Flüchtlingspolitik von vielen für verfehlt gehalten wird. Ich meine, wenn schon ein Wert von solcher Bedeutung gewählt wird: Warum überlässt man es nicht den Bürgern, darüber selbst abzustimmen?

„Gutmensch“

Gut
Die Wahl des Wortes „Gutmensch“ zum Unwort des Jahres ist ein Beispiel dafür, wie unsachlich bei uns mit der Flüchtlingsfrage umgegangen wird. In der Begründung der Entscheidung heißt es, mit dem Wort würden all die ehrenamtlichen Menschen diffamiert, die selbstlos geholfen hätten.
Das ist wieder ein typisches Beispiel dafür, wie verlogen bei uns über das Flüchtlingsproblem diskutiert wird. Obwohl ich sehr viel lese, ist mir kein einziger Fall bekannt, in dem die Helfer als „Gutmenschen“ bezeichnet wurden. Das Wort „Gutmensch“ ist vielmehr ein freundliches Synonym für die Leute, die in der „New York Times“ Idioten genannt werden.
https://autorenseite.wordpress.com/2016/01/11/ruecktritt-der-kanzlerin/
Wenn ich das Wort „Gutmensch“nach dem Sprachgebrauch definieren soll, würde ich sagen, es bezeichnet Menschen,
die Gesetze und Verfassung brechen, um Flüchtlingen zu helfen,
die meinen, man könne diese Menschen unkontrolliert ins Land lassen,
die verbieten, einen Zusammenhang zwischen Flüchtlingsansturm und Befrohung durch Terrorismus zu hinterfragen,
die nicht sehen, dass ein Dammbruch immer mehr Zustrom erzeugt,
die nicht daran denken, dass unsere „Willkommenskultur“ natürlich auch von Verbrecherbanden als Einladung verstanden wurde,
die eine Spirale des Schweigens in Gang gesetzt haben (Höhepunkt: Köln),
die nicht darüber reden wollen, wo die Grenze zwischen Humanität und Sicherheit zu ziehen ist,
die Zäune um Mellila und Ceuta in Ordnung finden, aber Orban wegen seines Zaunes beschimpfen, obwohl der offizielle kontrollierte Zugänge offen hielt,
die Leute, die gegenüber der kopflosen Politik warnend den Finger heben, als Rechtsextreme bezeichnen.
Ich gestehe: Ich habe auch das Wort „Gutmensch“ benutzt. Ich habe aber das Wort so gebraucht, wie es nach meinen Beobachtungen auch all die anderen getan haben, die sich die sich mit der Flüchtlingsfrage objektiv befasst haben. Um nicht in Verdacht zu geraten, ein Rechtspopulist zu sein, ist es vielleicht gut zu schauen, wie uns das Ausland sieht: Obama warnt uns wegen unserer Flüchtlingspolitik, der „Guardian“ findet, das wir verrückt geworden seien, und in der„New York Times“ wird sogar Merkels Rücktritt gefordert, wie in der oben zitierten Webseite nachzulesen ist. In Europa stehen wir völlig isoliert da. Man distanziert sich von unserer Flüchtlingspolitik, indem man uns die Ausländer nicht abnimmt. Man sieht uns offenbar allgemein als etwas verwirrte „Gutmenschen“.
Diejenigen, die den „Gutmenschen“ zum Unwort des Jahres gewählt haben, sollten sich diese Sicht unserer Verbündeten einmal vor Augen halten.
Wenn die Kanzlerin kein „Gutmensch“, sondern ehrlich gewesen wäre, hätte sie vor das Volk hintreten und sagen müssen: Wir müssen den Flüchtlingen helfen, auch wenn etliche deutsche Frauen dafür „zahlen“ müssen und vergewaltigt werden.
Also, Ihr Diktatoren des „Unworts“: „Gutmenschen“ sind im allgemeinen Sprachgebrauch die tumben Toren, die die negativen Seiten des Flüchtlingszustroms nicht sehen und schon gar nicht darüber diskutieren wollen. Sie haben ihren Goethe nicht im Kopf: „Der eine fragt, was kommt danach…“
Völlig absurd ist es, wenn diese Diktatoren behaupten, das Wort „Gutmensch“ würde benutzt, um all die bewundernswerten ehrenamtlichen Helfer zu diffamieren. Mir ist kein Fall bekannt, in dem dies geschehen wäre. So gesehen ist die Wahl des Worts „Gutmensch“ auch wieder ein Akt der „Gutmenschen“, all diejenigen ins moralische Abseits zu stellen, die eine Einschränkung des Flüchtlingszustroms gefordert haben.
P.S.: Man sollte unbedingt einmal wieder das Theaterstück „Biedermann und die Brandstifter“ aufführen, das uns gerade in unserer Lage einmal den Spiegel vorhalten würde.