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Zum Sonntag


Es werden zwar immer weniger Christen, die sonntags in die Kirche gehen, obwohl Katholiken dies eigentlich nach einem kirchlichen Gebot tun müssten. Und viele Kirchgänger rappeln ihr Sündenbekenntnis als leere Floskel herunter:
„Ich bekenne Gott, dem Allmächtigen, und allen Brüdern und Schwestern, dass ich Gutes unterlassen…“. Tja, aber wie sieht es denn nun wirklich aus mit dem unterlassenen Guten? Die Pfadfinder haben ja ein einfaches Motto: Sie sollen jeden Tag etwas Gutes tun und das zwingt sie zum Nachdenken am Abend, was sie denn getan haben. Aber der normale Christ denkt bei seiner abendlichen Gewissenserforschung (sofern er so etwas überhaupt noch kennt) wohl kaum darüber nach, was er an Gutem unterlassen hat, sondern fragt höchstens, ob er etwas Böses getan hat. Deshalb liest man in meinen Aphorismen:

Zu den größten Sünden gehört es, es unterlassen zu haben, einem anderen ein Freude bereitet zu haben, wenn man es ganz einfach hätte tun können.

Vielleicht ist es ja nur ein Lächeln, das man einem anderen entgegen bringt und das ihm Freude macht.

Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat aus dem Buch Mit spitzer Feder. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

Wenn du heute Abend auf den Tag zurück blickst: Wirst du sagen können, du hast etwas Gutes aus ihm gemacht oder gar Gutes getan?

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Sonderseite für Frauen–Nichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/.

Osterbotschaft: Menschen, die die Preise im Himmel verderben

Mein Vater war ein sehr frommer Mann. Und wenn ihm auffiel, dass jemand etwas Gutes tat, dann pflegte er zu sagen: “ Das ist mal wieder einer, der die Preise im Himmel verdirbt.“ Damit wollte er ausdrücken, dass solche Menschen die Messlatte für den Eintritt in den Himmel hoch legen.
Ein Beispiel von solchen Menschen berichtete mir gerade ein ehemaliger Klassenkamerad, der ja nun auch schon 86 Jahre alt ist. Bei ihm erschien ein junges Ehepaar und warnte ihn im Hinblick auf die Corona-Krise, zum Einkaufen zu gehen. Und so besorgen die beiden jungen Leute ihm nun alles, was mein Schulfreund und seine Frau benötigen. Da würde mein Vater wieder seinen Spruch angebracht haben.
Er selbst pflegte allerdings immer strenge Maßstäbe anzulegen, wenn es um gute Taten ging. In der Adventszeit wollte er ja immer nach Möglichkeit jeden Tag etwas Gutes tun. Daher stellte er schon in dieser Zeit die Krippe von Weihnachten auf ein legte für jede gute Tat einen Strohhalm hinein. Mit den guten Taten war es jedoch nicht so einfach, denn er sagte: „Oma über die Straße führen oder Zehnerl in den Opferstock: So etwas zählt da nicht.“ Und wenn dann Weihnachten kam, stellte er immer bedauernd fest, dass sein Christkind recht hart lag.
Wenn Sie nun als Christ Ostern feiern und bei der Messe bekennen, „… dass ich Gutes unterlassen… habe“, dann bietet gerade die Corona-Krise Gelegenheit dafür, dass Sie nicht allzu viele Unterlassungssünden zu bekennen haben.
À propos bekennen: Ich fragte einmal einen Pfarrer, ob bei ihm jemand schon gebeichtet habe, dass er Gutes unterlassen habe. Da hat er mich sehr erstaunt angeschaut. Schade!

Neulich im Café – eine Gardinenpredigt zum Sonntag

Ich bin gerne in Bad Reichenhall und habe dort auch zeitweise gewohnt. Dort gibt es ausgezeichnete Cafés. Und da erlebte ich eine nette Szene: Eine alte Frau las bei einer Tasse Kaffee verschiedene Zeitschriften. Unsere Bedienung erzählte uns, dass ihre Kollegin ihr fast täglich diese Tasse Kaffee spendieren würde, damit die alte Frau eine Freude habe und aus ihrer Einsamkeit heraus ein wenig unter die Leute käme; die Frau habe einmal bessere Zeiten erlebt und sei immer nett und großzügig mit dem Trinkgeld gewesen. Nun revanchiere sich die Bedienung.
Ich meinte dann, dass die Kollegin ja wohl kaum den Kaffee bezahlen würde.
Aber meine Bedienung erklärte mir: „Selbstverständlich muss sie den bezahlen. Anders geht das bei uns nicht.“
Als ich dann wieder einmal in dem Café war, setzte ich mich in den Service-Bereich der netten Bedienung und sprach sie auf ihr gutes Werk an. Sie sagte:
„Ach, das ist doch nichts Besonderes. Die Leute hier sind großzügig mit dem Trinkgeld und wenn ich ein bisschen davon abgebe, tut mir das nicht weh. Außerdem lohnt sich die Ausgabe für mich: Ich kann mit wenig Geld einem Menschen eine große Freude machen und das macht auch mir eine genau so große Freude.“
Natürlich ließ ich einen Schein für die nächsten Tassen Kaffee da. Und dann dachte ich an die Sonntagsmesse: Da sitzen die Leute in der Kirche und rappeln ihr Sündenbekenntnis herunter; „… bekenne ich euch, Brüder und Schwestern, das ich Gutes unterlassen und Böses getan habe…“ Und dann fragte ich mich, wie viele von den Gläubigen wohl wirklich darüber nachgedacht haben, was sie denn an Gutem unterlassen haben. Interessant an dem Sündenbekenntnis ist ja, dass die Unterlassung des Guten vor dem Bösen genannt wird, also wichtiger ist. Aber wer kümmert sich schon wirklich darum?
Fragen Sie mal einen Priester, ob jemand gebeichtet hat, dass er Gutes unterlassen hat. Die Antwort wird wohl lauten: „Da kann ich mich momentan nicht daran erinnern.“

Frauen, heute ist Euer Tag!


Heute ist der „Sei-ein Engel-Tag“. Also an die Arbeit, meine Damen!
Eigentlich sollte man ja jeden Tag etwas Gutes tun – so habe ich es einmal bei den Pfadfindern gelernt. Aber das ist für viele gar nicht so einfach. Aber am heutigen „Sei.ein Engel-Tag“ könnten sich aber doch jedenfalls die Frauen mal was Besonderes einfallen lassen.
https://www.kuriose-feiertage.de/sei-ein-engel-tag/
Frauen sollten sich allerdings nichts darauf einbilden, wenn sie manchmal in den Status von Engeln erhoben werden. Die wahren Engel sind nämlich laut Bibel männlichen Geschlechts, die leider von der ersten Geschlechtsumwandlung betroffen wurden. Deshalb habe ich in meinen Aphorismen geschrieben:

Verblendete Männer sind schuld daran, dass aus den ursprünglich männlichen Engeln der Bibel (Michael, Gabriel, Cherub usw.) weibliche wurden.

Also, liebe Männer, als die eigentlichen Engel könntet Ihr Euch doch heute am „Sei-ein Engel-Tag“ auch mal was einfallen lassen.

Gedanken zum Sonntag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr lesen Sie in dem Buch: Nebenbei bemerkt – Aphorismen über Gott und die Welt:

Wenn du heute Abend auf den Tag zurück blickst: Wirst du sagen können, du hast etwas Gutes aus ihm gemacht oder gar Gutes getan?

H. Pöll, Autor

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Leseecke.

Die schlappen Christen

  
https://autorenseite.wordpress.com/home/

Ist Ihnen das eigentlich nicht auch schon aufgefallen? Der normale Christ liest nicht die Bibel, sondern höchstens ein wenig in der Bibel. Ist das nicht traurig? Im Katholischen Katechismus lesen wir: „105:  Gott ist der Urheber [Autor] der Heiligen Schrift. Das von Gott Geoffenbarte, das in der Heiligen Schrift schriftlich enthalten ist und vorliegt, ist unter dem Anhauch des Heiligen Geistes aufgezeichnet worden.“ Sollten dann nicht die Christen die Bibel „verschlingen“ wie einen spannenden Krimi, weil sie Gottes Wort enthält? Ein echter Christ müsste sich doch dafür interessieren, was sein Gott ihm zu sagen hat.
Obwohl die Katholische Kirche das Gebot erlassen hat, dass man am Sonntag den Gottesdienst zu besuchen hat, befolgen nur ca. 10 % dieses Gebot mit der Folge, dass immer mehr Gemeinden zusammengelegt werden müssen und die ersten Kirchen verkauft werden.
Die Christen, die in die Kirche gehen, bekennen zum Anfang der Messe ihre Sünden mit den Worten „… dass ich Gutes unterlassen und Böses getan habe“. Für die meisten ist es so, dass sie mit dieser Formel etwas herunter leiern, was ihnen eingetrichtert worden ist. Nur ganz wenige nehmen sich wie die Pfadfinder vor, wirklich jeden Tag tatsächlich etwas Gutes zu tun. Also, liebe Leser, packen wir’s an!

Aber die Kirchen tun doch Gutes (?)

„Wie schön wäre eine Welt ohne Religionen.“ Dieser Ausspruch aus dem Buch „„Nebenbei bemerkt – Aphorismen über Gott und die Welt““ bewahrheitet sich gerade bei den Attentaten des IS.
Viele Christen haben die Gräueltaten ihrer eigenen Religion verdrängt und meinen, die Kirchen täten jedenfalls heute viel Gutes. Ich kann das nicht finden. Die Katholische Kirche hat gerade den gewaltigen Missbrauchsskandal hinter sich und ihre Bank ist in schlimme kriminelle Machenschaften verwickelt. Gerade kommt bei dem Prozess gegen zwei Journalisten auf, wie Spendengelder fehlgeleitet wurden und in welch sündhaftem Luxus Mitglieder der Kurie gelebt haben.
Es wäre also an der Zeit, dass die Kirche im Zuge der Flüchtlingskatastrophe einmal ein starkes Zeichen der Nächstenliebe aussendet. Sie hat ja immer Geld gehabt für monströse Projekte:
Obwohl sie schrumpft, baut sie in München ein neues Verwaltungszentrum für 110 Millionen, wo wieder die Grundstücksverwaltung den größten Raum einnehmen dürfte.
Sie kaufte in Rom ein Gästehaus für 10 Millionen.
Und denken Sie beispielsweise auch an Tebartz-van Elst, der 31,5 Millionen Euro für den Bau des Bischofshauses ausgegeben hatte.
Aber wenn es nun darum geht, den Flüchtlingen zu helfen, lässt sich die Kirche die Räume, die sie für die Unterbringung bereitstellt, bezahlen. Wie wäre es denn gewesen, wenn sie nur 1 Prozent des zweitgrößten Goldschatzes der Welt, den sie besitzt, hergegeben hätte, um im Nahen Osten menschenwürdige Heime für die Flüchtlinge zu bauen?

Kirche: Wer hätte das von ihr gedacht?

Die Kirche lässt sich die Unterkünfte bezahlen, die sie für Flüchtlinge zur Verfügung stellt. Sie findet, die Unterbringung dieser Menschen sei eine staatliche Aufgabe. Das ist nun wieder typisch: Hätten die vielen ehrenamtlichen Helfer, ohne die der Massenansturm nicht zu bewältigen gewesen wäre, auch so gehandelt, hätten sie auch Bezahlung verlangt mit der Begründung, es handle sich um eine staatliche Aufgabe. Aber sie haben einfach zugepackt und geholfen. Und dahinter standen nicht die Kirchen, sondern Menschen und ihre Vereinigungen, die helfen wollten – weniger aus religiösen Gründen als vielmehr aus reiner Menschlichkeit. Man sah hier deutlich, dass es nicht der Kirchen bedarf, um Gutes zu tun. Die Kirchen brüsten sich nämlich völlig zu Unrecht damit, dass sie diejenigen sind, die Güte und Barmherzigkeit in die Welt bringen. Das Gegenteil ist der Fall, wie ich in dem Artikel „Wie schön wäre die Welt ohne Religionen“ beschrieben habe.
https://autorenseite.wordpress.com/2015/10/13/wie-schoen-waere-eine-welt-ohne-religionen/
Jetzt sehen wir also mal wieder sehr schön die Einstellung der Kirche: Gutes gibt es hier wieder mal nur gegen Bezahlung, d.h. Wohnungen nur gegen Miete. Verdammt noch mal! Können die Kirchen sich nicht ein Beispiel an den ehrenamtlichen Helfern nehmen und einfach ohne Bezahlung mit dabei sein, wenn es gilt eine der größten Katastrophen zu bewältigen? Da heißt es doch, dass alle zusammen stehen müssen.Übrigens scheint die Geldgier ein Krebsübel der Kirche zu sein: Schon der Hl. Hieronymus sagte: „Wir brennen wahrlich vor Geldgier.“ Und gerade geißelte der Papst die Geldgier im Vatikan:
http://www.salzburg.com/nachrichten/welt/politik/sn/artikel/der-papst-prangert-die-geldgier-im-vatikan-an-172391/
Mehr zu diesem Thema finden Sie unter Kirchensteuer bei WordPress.

Seien Sie doch auch mal nett!

Der Firma Vodafone verdanke ich einen Haufen Ärger. Wie in den Blogs weiter unten beschrieben war ich 3 Wochen ohne DSL-Anschluss. Und da freut man sich, wenn es Menschen gibt, die sich Sorgen manchen, wie es mir geht. So las ich auf meiner Homepage:
https://autorenseite.wordpress.com/blogs/
„„Was ist los? Ich vermisse Ihre spitzzüngigen Gedanken!
Ich hoffe, Sie machen irgendwo Urlaub, wo es schon richtig Frühling ist und sind nicht irgendwo in einem Krankenhaus.
Mit der Zeit sind Sie mir richtig ans Herz gewachsen, auch weil ich Ihnen so gern widerspreche (in wichtigen Dingen bin ich meistens Ihrer Meinung).
Sie dürfen gern etwas ganz Gemeines über Frauen schreiben, wenn Sie bloß gesund sind.
Alles Gute Ihnen!““
Eine andere Frau bedankte sich für eines meiner Bücher. Sie schrieb, sie habe die ganze Nacht am Bett ihres sterbenden Vaters gewacht. Auf seinem Nachttisch habe sie ein Buch von mir gefunden und gelesen. Dabei habe sie sich entspannen können und sogar am Sterbebett ihres Vaters gelacht.
Wenn ich das Buch nur für diese Frau geschrieben hätte, wäre es für mich ein Erfolg gewesen, der hohe Verkaufszahlen aufgewogen hätte.
Und so gäbe es noch etliche Beispiele. Wissen Sie eines, dann schreiben Sie es doch bitte als Kommentar.
Übrigens müssen die Pfadfinder jeden Tag etwas Gutes tun. Wie steht es denn mit Ihnen? Wäre diese Verpflichtung nicht auch etwas, was man sich mindestens mal für den Ostermontag vornehmen könnte? Geht es Ihnen auch so, dass man sich gleich viel besser fühlt, wenn man etwas Gutes getan hat?