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Eine erschreckende Meldung: Alles verseucht!

Gestern kam in den Nachrichten eine erschreckende Meldung: Man hat Pflanzen, die ohne Gifte rein biologisch in Hausgärten aufgezogen wurden, untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass sie dieselben Giftstoffe aufwiesen, wie die gespritzten Pflanzen der Landwirtschaft. Das war selbst bei solchen Pflanzen zu beobachten, die auf Balkonen der Großstädte wuchsen. Wie kann das sein, auch wenn der nächste Acker weit weg ist? Man nimmt an, dass der Wind diese Schadstoffe überall hin verbreitet. Wenn die Belastung der „biologischen“ Pflanzen auch unter dem Grenzwert liegt, sehe ich doch ein anderes Problem, dessen Folgen untersucht werden müssten: Wir atmen demnach ständig Gifte ein, die von den landwirtschaftlichen Flächen aus durch den Wind verbreitet werden. Kann das auf die Dauer ohne Folgen bleiben? Oder sind Entmannung der Männer, Gendrifizierung … schon Anzeichen für solche Auswirkungen?
Gift ist überall, selbst in den abgelegensten Winkeln: Bei meiner letzten Bergtour im Hochgebirge fiel mir auf: Das Schmelzwasser, das auf dem Eis abfließt kann man heutzutage nicht mehr trinken: Es schmeckt nach Öl. Das stammt offenbar aus den Niederschlägen, die mit Abgasen belastet sind.
Öl auch im Milchpulver:
https://web.de/magazine/ratgeber/essen-trinken/rueckruf-verkaufsstopp-gefordert-foodwatch-mineraloelspuren-milchpulver-34126296

Ein Wunder: Kleine Ursache – große Wirkung


Man sollte es nicht für möglich halten: In Hawaii sind bestimmte Sonnencremes verboten, weil sie Korallen und anderen Tieren schaden:
https://web.de/magazine/gesundheit/sonnencremes-meerestieren-schaden-hawaii-verbietet-produkte-33031454
Da staunt man, weil man sich nicht gut vorstellen kann, dass verhältnismäßig minimale Mengen in einem großen Meer einen solchen Schaden anrichten können. Dasselbe gilt übrigens auch für Schiffsfarben, die wahre Giftbomben sind. Und wenn ich mir die Skifahrerei anschaue, frage ich mich, wie viele Tonnen Skiwachs wohl insgesamt Jahr für Jahr in die Landschaft gelangen. In den Gewässern ist das keinesfalls harmlose Gleitmittel schon als Spurenelement nachweisbar.
Was haben wir nicht alles im Wasser: Nitrat, Glyphosat, Mikroplastik, weibliche Hormone…
Welche Wirkungen die weiblichen Hormone haben, beobachtet man am Ausfluss von Kläranlagen: Dort wird das Geschlecht von Fischen umgewandelt. Diese Hormone finden sich auch in geringen Mengen im Trinkwasser. Grenzwerte dafür gibt es zwar nicht, aber man ist der Überzeugung, dass die minimalen Mengen keine Folgen haben.
Die Mikroplastikteilchen finden sich inzwischen sogar im menschlichen Gehirn.
Das Sonderbare am Ganzen ist, dass die Homöopathie an die gesundheitlichen Wirkungen auch sehr stark verdünnter Substanzen glaubt, dass aber andererseits die Wissenschaft meint, Gefahren von der Bevölkerung fern halten zu können, indem man für Schadstoffe Grenzwerte festsetzt, für die es kaum Erfahrungen gibt,
Die Menschheit ist zur Zeit Gegenstand eines Experiments mit ungewissem Ausgang.

Glyphosat: Das darf doch nicht wahr sein

Glyphosat, dieses weitverbreitete Unkrautvernichtungsmittel, dessen Name an ein Medikament erinnern soll, findet sich inzwischen überall: im Urin, in der Muttermilch, in den Gewässern… Nun hat die WHO festgestellt, dass dieses Mittel wahrscheinlich krebserregend ist. Als es nun darum ging, ob Glyphosat in der EU weiterhin zugelassen sein dürfe, war mir von vornherein klar, was heraus kommen würde: Man kann bei uns Glyphosat nicht verbieten, weil dann unsere normale Landwirtschaft, die immer mehr auf Massenproduktion eingestellt ist, nicht funktionieren würde. Also ließ die EU ein eigenes Gutachten erstellen, das zu einem gegenteiligen Ergebnis kam: Glyphosat sei höchstwahrscheinlich nicht krebserregend; vorsichtshalber sei aber ein Grenzwert festzulegen.
Man fragt sich zunächst einmal, wie es möglich ist, dass die Gutachten zu so völlig verschiedenen Ergebnissen kommen. Steckt Geld dahinter? Waren die Gutachter völlig neutral oder vielleicht auch nur indirekt abhängig von der Industrie?
Die Konsequenz der unterschiedlichen Gutachten sollte ja nun eigentlich sein, dass die EU sagt, die Lage sei unklar, also verbiete man vorsichtshalber das Mittel. Diese logische Folgerung hat man aber mit Rücksicht auf die Bedürfnisse der Landwirtschaft nicht gezogen.
Wenn man nun stattdessen einen Grenzwert festgelegt hat, muss man sich fragen, wie man dazu kommt. Das ist doch völlig willkürlich. Und wie soll man feststellen, ob man den Grenzwert erreicht hat? Soll man nur eine bestimmte Menge Brot essen, weil das Getreide vergiftet ist? Oder genügt es, auf Obst zu verzichten?
Noch ein Gesichtspunkt: Was sagt denn die Homöopathie, an die viele glauben, zu den vielen zugelassenen Giftgrenzwerten, die wir ja auch sonst noch kennen? Müssten die Gifte nicht in niedrigen Potenzen besonders stark wirken?
Man sieht: Fragen über Fragen. Aber beruhigen Sie sich: Das Leben ist nun mal sowieso gefährlich.

Na, dann Prost, Gesundheit und wohl bekomm’s!

Das Bundesland Baden-Württemberg wollte verhindern, dass Getränke-Hersteller Mineralwasser mit Schadstoffen verkaufen und ging vor Gericht. Dieses hat sich dagegen entschieden und beschlossen, dass natürliches Mineralwasser nicht gänzlich frei von Pestizidrückständen und anderen Belastungsstoffen sein muss. Einen Grenzwert gibt es allerdings nicht.
http://web.de/magazine/gesundheit/ernaehrung/17701662-urteil-baden-wuerttemberg-mineralwasser.html#.A1000145
Da können wir Verbraucher nur staunen! Manche Mütter kaufen sich doch tatsächlich immer noch Mineralwasser zum Kochen für ihre Babys, damit diese was Gesundes bekommen.
Und noch etwas zur Mineralwasserbelastung: Ist es nicht schön, wenn es keinen Grenzwert gibt? Da haben wir nun auf einmal die Freiheit selbst zu entscheiden, wie viel Schadstoff wir zu uns nehmen wollen (wenn wir nur wüssten, wie viel drin ist.)
Endlich sieht einmal ein Gericht den Tatsachen ins Auge: „Natürlich“ heißt heutzutage eben auch: schadstoffbelastet! Die Industrie will, dass wir uns an diesen Normalzustand gewöhnen. Sie hat immer schon gefunden, dass alle Stoffe so lange der Nahrung beigemischt werden dürfen, bis deren Schädlichkeit erwiesen ist. Deshalb wird es wohl in Zukunft so sein, dass nicht mehr von „Schadstoffen“, sondern von „Beimengungen“ gesprochen werden soll.
Sie werden dagegen natürlich protestieren. Vorher sollten Sie aber hierüber nachdenken: Da gibt es viele Leute, die glauben an Homöopathie und meinen, mit geringen Dosen eines Stoffes könnte man Krankheiten heilen. Das kann auch ein Gift sein. So könnte es also durchaus sein, dass uns ein bisschen Pestizid sogar gesünder macht. Haben sich die Homöopathen schon einmal darüber Gedanken gemacht? (Lieber nicht, denn wenn die Bevölkerung zu gesund würde, gäbe es viele Arbeitslose im Gesundheitswesen.)