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Jesus ist anders (Gedanken zum Sonntag)

Zu den merkwürdigsten Erscheinungen des Christentums gehört es, dass kaum jemand die Bibel von vorn bis hinten gelesen hat. Was lesen die Leute nicht alles, aber ausgerechnet nicht das Buch, das für sie das Buch aller Bücher sein müsste. So gewinnen sie von Jesus ein Bild, das ihnen die Kirche in den Predigten vorsetzt, aber sie hören kaum etwas von dem anderen Jesus, der es für richtig hält, Frau und Kinder zu verlassen (ja sogar zu hassen) und den gesamten Besitz aufzugeben:

Petrus aber sprach: Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt.
Er aber sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Es ist niemand, der Haus oder Frau oder Brüder oder Eltern oder Kinder verlassen hat um des Reiches Gottes willen, der nicht Vielfältiges empfangen wird in dieser Zeit und in dem kommenden Zeitalter ewiges Leben.
Lukas 18,28-30

So also kann jeder von euch, der nicht auf seinen ganzen Besitz verzichtet, nicht mein Jünger sein» (Lk 14,33).“

 Lk 14, 26: „Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater, Mutter, Frau, Kinder, Brüder, Schwestern, dazu auch sein eigenes Leben, der kann nicht mein Jünger sein.

Und wer behauptet, das Christentum sei eine friedliche Religion, muss vergessen, dass die Kirche im 2. Weltkrieg die Waffen gesegnet hat und Hitler als die von Gott gewollte Obrigkeit angesehen hat, was sich nun in der russisch-orthodoxen Kirche im Ukrainekrieg wiederholt. Selbst die Bibel ist voll von Gräueltaten:
https://autorenseite.wordpress.com/2016/08/12/ganz-einfach-missratene-kinder-steinigen/
https://autorenseite.wordpress.com/2019/01/13/zum-sonntag-bibel-als-wahres-wort-gottes/

Der ruhmreiche Krieg

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Was man heute kaum noch glauben mag: Es gab Zeiten, da wurde der Krieg verherrlicht. Ein Beispiel ist die obige Gedenktafel. Aber die Einstellung zum Krieg hat sich total gewandelt. Für Alexander den Großen oder Napoleon ging es um Herrschaft über die damalige Welt. Und sie konnten ihren Soldaten einreden, dass es sie am Ruhm und der Ehre teilhaben würden. Ich vermute, dass es Frankreich Napoleon verdankt, auch heute noch als „La Grande Nation“ bezeichnet zu werden. Hitler war der letzte, der dasselbe unternehmen wollte. „Für Führer, Volk und Vaterland“ schickte er seine Truppen aus, doch statt Ruhm und Ehre kam das Gegenteil heraus. Heute redet man überhaupt nicht mehr beim Thema Krieg von Ruhm und Ehre. Im Mittelpunkt stehen Gräuel und Tote, besonders unter der Zivilbevölkerung.
Wahrscheinlich wird der Krieg inzwischen immer mehr zur Aufgabe von Spezialisten, die Drohnen, Marschflugkörper und Raketen losschicken. Diejenigen, die einst ihre Wehrpflicht abzuleisten hatten, ziehen es heute vor, als Asylanten in fremde Länder zu fliehen. Bekanntestes Beispiel ist Bill Clinton, der als junger Man nach Kanada ging. Und auch wir erleben einen Zustrom von Afghanen, die die Verteidigung ihres Landes lieber den Soldaten aus anderen Ländern überlassen, während sie hier bei Hartz-IV-Leistungen abwarten.

Wieviel friedlicher wäre die Welt ohne Religion

Es gäbe nicht das Morden durch die Hutsi, Boko Haram, Taliban. IS usw. Nun wird mancher einer meinen, das läge ja alles an Entartungserscheinungen des Islam. Aber auch das Christentum hat noch schlimmere Schlächtereien hinter sich. Im 30-jährigen Krieg wurde halb Europa ausgerottet, auf den Kreuzzügen geschahen unglaubliche Gräueltaten, die nun auch noch nach Jahrhunderten unvergessen sind und den Extremisten unter den Moslems als Rechtfertigung dafür dienen, sich zu rächen.
Und was das Christentum angeht: Das Morden in Irland (Stichwort Sinn Féin) liegt ja auch noch nicht lange zurück und aus Fernost sehen wir Bilder von Moslems, die vor Christen flieghen müssen.