Schlagwort-Archive: Glyphosat

Horror-Meldungen zum Thema Umwelt

Tang

(Das Bild zeigt wieder eine Ladung von Bewuchs, der im See abgemäht wurde.)

Unter dieser Überschrift habe ich einige Meldungen über Umweltprobleme zusammen gestellt:
https://autorenseite.wordpress.com/2016/01/23/horror-meldungen-zum-thema-umwelt/
Nun muss ich einen Nachtrag anfügen: Der Chiemsee wird von den Bauern so stark überdüngt, dass man nun eine zweite „Seekuh“ anschaffen musste, also ein Schiff, das den Grund des Sees abmäht. Sonst würde dieses Kleinod Bayerns verlanden:
http://www.suedost-news.de/region+lokal/landkreis-traunstein_artikel,-Ein-zweites-Maehboot-am-Chiemsee-_arid,276721.html
Wieso wird so wenig dagegen getan, dass die Bauern unsere Seen überdüngen und mit Nitrat und Glyphosat belasten?

Schwerer Schock für Bayern

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In Bayern gibt es das Reinheitsgebot für Bier, das seit 500 Jahren garantieren soll, dass zum Bierbrauen nur Hopfen, Malz, Hefe und Wasser verwendet werden darf. Und so wird das Bier angeboten als eines der saubersten Lebensmittel überhaupt. Das ist jedoch eine grobe Täuschung der Biertrinker, denn der Gerstensaft enthält alles Mögliche an unerwünschten Zutaten:
Gerade hören wir, dass das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat im Bier in einer Menge enthalten ist, die dem 300-fachen Grenzwert beim Trinkwasser entspricht. „Wie kann das sein?“ werden Sie fragen. Ganz einfach: weil es diesen Grenzwert eben nur für Trinkwasser gibt.
Zur Zeit ist ja wieder eine heftige Debatte über Glyphosat im Gange, weil dessen Zulassung verlängert werden soll.
Glyphosat ist nach den Erkenntnissen der Weltgesundheitsorganisation wahrscheinlich krebserregend. Die Untersuchungen der EU hingegen kamen zu dem Ergebnis: „wahrscheinlich nicht krebserregend“. Wenn die Politik nach Vernunft entscheiden würde, müsste Glyphosat verboten werden, denn wenn nur die Wahrscheinlichkeit einer Gesundheitsgefahr besteht, die von der EU nicht sicher ausgeschlossen werden kann, dann darf so ein Mittel nicht verwendet werden. Bei uns wird aber nach dem Geld entschieden und so bleibt das Giftzeug weiter auf dem Markt. Es findet sich inzwischen überall: im Wasser, in der Muttermilch… und im Bier.
„Wohl bekomm’s!“

Glyphosat: Das darf doch nicht wahr sein

Glyphosat, dieses weitverbreitete Unkrautvernichtungsmittel, dessen Name an ein Medikament erinnern soll, findet sich inzwischen überall: im Urin, in der Muttermilch, in den Gewässern… Nun hat die WHO festgestellt, dass dieses Mittel wahrscheinlich krebserregend ist. Als es nun darum ging, ob Glyphosat in der EU weiterhin zugelassen sein dürfe, war mir von vornherein klar, was heraus kommen würde: Man kann bei uns Glyphosat nicht verbieten, weil dann unsere normale Landwirtschaft, die immer mehr auf Massenproduktion eingestellt ist, nicht funktionieren würde. Also ließ die EU ein eigenes Gutachten erstellen, das zu einem gegenteiligen Ergebnis kam: Glyphosat sei höchstwahrscheinlich nicht krebserregend; vorsichtshalber sei aber ein Grenzwert festzulegen.
Man fragt sich zunächst einmal, wie es möglich ist, dass die Gutachten zu so völlig verschiedenen Ergebnissen kommen. Steckt Geld dahinter? Waren die Gutachter völlig neutral oder vielleicht auch nur indirekt abhängig von der Industrie?
Die Konsequenz der unterschiedlichen Gutachten sollte ja nun eigentlich sein, dass die EU sagt, die Lage sei unklar, also verbiete man vorsichtshalber das Mittel. Diese logische Folgerung hat man aber mit Rücksicht auf die Bedürfnisse der Landwirtschaft nicht gezogen.
Wenn man nun stattdessen einen Grenzwert festgelegt hat, muss man sich fragen, wie man dazu kommt. Das ist doch völlig willkürlich. Und wie soll man feststellen, ob man den Grenzwert erreicht hat? Soll man nur eine bestimmte Menge Brot essen, weil das Getreide vergiftet ist? Oder genügt es, auf Obst zu verzichten?
Noch ein Gesichtspunkt: Was sagt denn die Homöopathie, an die viele glauben, zu den vielen zugelassenen Giftgrenzwerten, die wir ja auch sonst noch kennen? Müssten die Gifte nicht in niedrigen Potenzen besonders stark wirken?
Man sieht: Fragen über Fragen. Aber beruhigen Sie sich: Das Leben ist nun mal sowieso gefährlich.

Wie wir vergiftet werden

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Müssen wir demnächst solche Schilder an Frauenbrüsten anbringen?

Ich habe schon hier darüber geschrieben, wie uns unsere Bauern vergiften:
http://die-andere-seite.blog.de/2015/06/24/landschaft-kaputt-mitschuld-bauern-20589215/
Nun kommt in den heutigen Nachrichten die Meldung, dass sogar die Muttermilch mit dem Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat vergiftet ist, und zwar gar nicht wenig. Die Grenzwerte sind deutlich überschritten. Glyphosat steht im Verdacht, krebserregend zu sein.
Aber wie es bei uns in solchen Fällen zu sein pflegt, ist es auch hier: Von offizieller Seite hören wir, es bestünde kein Grund zur Panik, denn es sei noch nichts bewiesen. Wenn sich der Verdacht bestätigen sollte, werde man selbstverständlich etwas unternehmen.
Verdammt noch mal! Wann endlich werden nur Mittel zugelassen, deren Unschädlichkeit erwiesen ist?

Einstweilen sollten wir doch wirklich vorsichtshalber an den Frauenbrüsten so einen Warnhinweis ankleben oder eintätowieren:

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Grundwasser mit Antibiotika aus Tiermast belastet?

Antibiotika aus der Tiermast gelangen nur selten ins Grundwasser. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Umweltbundesamtes (UBA) in vier Bundesländern. Das klingt doch unheimlich beruhigend. Aber wenn man älter ist wie ich, denkt man: So etwas habe ich doch früher schon einmal gehört. Als ich vor fast 50 Jahren mein Haus baute und meinen Garten anlegte, gab es eine „tolle“ Neuigkeit: ein Unkrautvernichtungsmittel, das völlig unschädlich für das Grundwasser sein sollte, wie Tests angeblich bewiesen haben sollten. Ich glaubte das, denn die beruhigende Nachricht stammte schließlich von einem Pharma-Unternehmen. Man machte den Leuten weis, dass nun das Zeitalter der einfachen Gartenpflege angebrochen sei. Später stellte sich dann aber heraus, dass die Gifte des Mittels nur für einige Zeit in der obersten Erdschicht geparkt waren.
Oder ein anderes Erlebnis kann ich noch bieten: Ich wohne in einem herrlichen Ort und eines Tages fand man, dass wir hier nicht vor allem Negativen verschont bleiben sollen. Man wollte daher bei uns eine Mülldeponie errichten. Die Umweltschützer warnten: Sogar eine Verseuchung des Chiemsees sei möglich. Aber eine ganze Phalanx von Wissenschaftlern stellte die Umweltschützer als völlig inkompetent hin. Man baute also die Deponie, und kaum kam es zu den ersten Einlagerungen, da verreckten die Forellen in einer Fischzucht zwischen unserem Ort und dem Chiemsee. Die Umweltschützer hatten also recht, und man musste alles für teures Geld wieder rückgängig machen.
So ähnlich wird es nun vielleicht auch bei den Antibiotika sein. Wir hören zwar, dass es antibiotika-resistente Bakterien gibt, die sich sogar von Antibiotika ernähren und so die Belastung des Bodens in Grenzen halten sollen. Beruhigend ist das jedoch nicht: Zum einen weiß man nicht, inwieweit nun trotzdem die Belastung des Grundwassers mit der Zeit zunehmen wird und zum anderen sind die Bakterien, die sich da nun bilden, womöglich auch nicht ungefährlich.
Glyphosat und Nitrat haben wir ja sowieso schon im Grundwasser:
https://autorenseite.wordpress.com/2016/01/12/die-verschmutzungsrechte-der-bauern/