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Wie spare ich 128 Millionen? Fragen Sie Herrn Toennies!

Wie das geht, lesen wir in „Bild“. Demnach erklärte der Präsident des Bundeskartellamts, Andreas Mundt, das Bundeskartellamt habe die Bußgeldverfahren gegen zwei Gesellschaften der zum Tönnies-Konzern gehörenden Zur Mühlen-Gruppe im Jahre 2016 eingestellt, weil die erlassenen Bußgeldbescheide über insgesamt 128 Millionen Euro damals „infolge konzerninterner Umstrukturierungen gegenstandslos geworden“ seien.
Damit soll nun der Verdacht, Gabriel stehe dahinter, ausgeräumt sein. Aber von wem stammt der Tipp zur Umstrukturierung?
Ist die Firma Bayer vielleicht dümmer, weil sie nicht di
e Schadensersatzklagen der angeblichen Glyphosat-Opfer durch „konzerninterne Umstrukturierungen gegenstandslos“ gemacht hat?

Das große Bauernopfern


Oben: Lauter Wiesen und keine Kühe! So etwas wie auf dem Bild unten ist ganz selten geworden:

Es ist ja interessant zu erleben, wie verschiedene Berufsstände sich in ihrem Ansehen und ihren Einkommensverhältnissen verändern: Es gab eine Zeit, in der die Schauspieler ein so schlechtes Image hatten, dass es sich für einen Offizier verbot, eine Frau aus diesen Kreisen zu heiraten. Heute sind
viele Schauspieler Spitzenverdiener und weltbekannte Promis.
Umgekehrt ist es den Bauern ergangen: Im Krieg und in der Nachkriegszeit hungerten die Menschen und da gab manche Frau den gesamten Schmuck der Familie dafür her, um
bei einem Bauern auf dem schwarzen Markt eine Weihnachtsgans zu erstehen und um sich jedenfalls bei diesem Fest einmal richtig satt essen zu können.
Inzwischen sind die Preise für Nahrungsmittel immer weiter gesunken. Nie haben die Menschen so wenig ihre Nahrung ausgeben müssen wie jetzt.
Man hat versucht gegen zu steuern, indem man bessere Nahrungsmittel teurer machte. Aber besonders geklappt hat das nicht. Zum einen wird da häufig betrogen, zum anderen gibt es so viele Labels, dass der Verbraucher kaum noch durch blickt:
Wer kennt schon den Unterschied zwischen Freilandhaltung von Hühnern und Bodenhaltung? Und wenn er dann feststellt, dass die Bodenhaltung anders ist, als ihm suggeriert wird, nämlich dass 9 Hennen pro qm gehalten werden dürfen, dann pfeift er auf solche Angaben und kauft immer das Billigste.
Warum ist die Situation der Bauern so schwierig
geworden?
Die Bauern sind ein Opfer der Autoindustrie. Klingt paradox, ist aber so: Wir wollen unsere Autos exportieren können und setzen deshalb freie Märkte ohne Zölle durch. Das geht freilich nur, wenn auch wir unsere Märkte öffnen, und darunter leiden unsere Bauern. In anderen Ländern können Nahrungsmittel unter ganz anderen Bedingungen viel billiger hergestellt werden: die klimatischen Bedingungen sind im Ausland oft günstiger, die Arbeitskräfte billiger und die Gesetze lockerer. Deshalb sind bei unseren Bauern enorme Anstrengungen und große Investitionen erforderlich, um da mithalten zu können..
Und nun stößt die Art und Weise, wie unsere Lebensmittel produziert werden, an ihre Grenzen:
> Die Insekten sterben, weil es keine blumigen Wiesen mehr gibt, sondern überdüngtes Gras, das etliche Male gemäht wird und den armen Kühen im Stall vorgeworfen wird.
> Die althergebrachte Form der Bewirtschaftung des Bodens bringt zu wenig und so setzt man Glyphosat zur Unkrautbekämpfung ein, was jedoch den Nachteil hat, dass es das Grundwasser belastet.
> Auch die Nitratbelastung des Grundwassers und der Flüsse und Seen hat so zugenommen, dass die Seen wegen des Pflanzenbewuchses gemäht werden müssen. Am Chiemsee sind zwei Seekühe (Mähmaschinen) im Einsatz. Unserem Land drohen wegen der Nitratbelastung Milliardenstrafen von der EU.
Wenn die Bauern nun protestieren, so ist das verständlich, aber deswegen kann man ihnen nicht gestatten, so weiter zu machen wie bisher. Man könnte sie unterstützen, damit sie biologischer arbeiten, aber das kostet wohl zu viel, denn die Autoindustrie schwächelt und setzt mit ihrer starken Lobby Milliarden-Subventionen durch und das Ende des Kohleabbaus kostet auch viele Arbeitsplätze und also viel Geld. Wir stoßen also an unsere Grenzen und da denke ich an die Zeit zurück, als ich jung war: Damals war alles besser.
Bei der Art, wie wir leben, muss ich immer an das Märchen vom Fischer und seiner Frau denken, die immer mehr und mehr wollten und am Ende wieder in ihrem „Pisspott“ landeten.
Lesen Sie bitte auch: https://autorenseite.wordpress.com/bayern-kaputt/

Die Kuh

Ich stehe gern am Weidezaun,
Um dort den Kühen zuzuschauen,
Wie sie sich anscheinend freuen,
Wenn sie ihr Fressen wiederkäuen.
Doch tun mir in der letzten Zeit
Die armen Tiere wirklich leid:
Es fehlt ihnen der Kopfschmuck vorn,
Die Kuh von heute hat kein Horn.
Und ganz scheußlich kommt mir vor:
Die gelbe Marke je am Ohr.
Das Bild von diesen armen Tieren
Kann einen nicht mehr amüsieren.
Zu traurig schauen die Viecher aus:
Für jeden Tierfreund ist’s ein Graus.
Heut’ ist die Kuh, so könnt’ man meinen,
Nichts als ein Euter auf vier Beinen.

 

Schlimme Nachrichten


Gerade wurde gemeldet, dass Blut und Urin von Kindern erheblich durch Plastik belastet ist. Die Belastung überschreitet bei jedem vierten Kind
jedes vertretbare Maß: https://www.tagesschau.de/inland/plastik-131.html

Die Darmkrebserkrankungen breiten sich immer mehr auch unter jüngeren Menschen aus, was auf falsche Ernährung und Antibiotika zurück geführt wird. Das ist deshalb besonders bemerkenswert, weil diese Erkrankung durch Darmspiegelungen niedrig gehalten werden kann.

Da wundert es einen eigentlich nicht, wenn eine Klinik meldet, dass „unerklärlicherweise“ mehrere missgebildete Kinder zur Welt gekommen sind, denen eine Hand fehlt. Auch verstümmelte Sexualorgane bei Neugeborenen sollen sich häufen, ohne dass es darüber Statistiken gibt.

Und nun schauen Sie mal bei ALDI: Wurst, Käse … alles in Plastik verpackt und die Kunden greifen bedenkenlos zu. Aber beim Anfassen des kleinen mit dem Thermodrucker gefertigten Kassenbons haben sie plötzlich Skrupel.
Ja, wir leben so falsch, falscher geht‘s nicht. Bei uns kann jeder auf den Markt bringen, was er will. Und wenn es schädlich ist, muss es erst vom Markt genommen werden, wenn die Schädlichkeit bewiesen ist. Glyphosat ist so ein Beispiel. „Geld regiert die Welt.“ Eigentlich sollte ja schon der bloße Verdacht einer schädlichen Wirkung genügen, um ein Mittel zu verbieten.

Flucht aus Deutschland


Auch wenn viele das nicht glauben wollen: Es kommen nicht nur Flüchtlinge zu uns, sondern es fliehen auch viele aus Deutschland: Rentner wegen des Wetters, Wissenschaftler wegen der besseren Forschungsbedingungen im Ausland, oder aus Angst vor Terror. Viele fliehen aus dem Euro.
Über dieses Thema habe ich ja schon öfter geschrieben.
Jetzt hörte ich von zwei älteren Ärzten, sie wollen aus Deutschland wegziehen aus Angst vor G5. Bekanntlich warnen viele vor der hohen Strahlungsbelastung durch diese neue Datenübertragung:
Sogar die wohl völlig unverdächtige Chefin des zuständigen Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) Inge Paulini hat gesagt. „Deutlich höhere Datenübertragungsmengen, neue und zusätzliche Sendeanlagen und höhere Frequenzen verändern die Strahlungsintensitäten.“ Besonders wegen der Frequenzen habe man noch wenige Erkenntnisse und werde mittelfristig weitere Forschung betreiben.

Diese Äußerung offenbart die grenzenlose Dummheit, die dem heutigen Lebensstil zu Grunde liegt. Vor lauter Angst, abgehängt zu werden, und vor lauter Geldgier führt man etwas ein, dessen folgen man nicht überblickt. Schlimmer noch: Auch wenn vor den Folgen gewarnt wird, scheren sich die Politiker und Unternehmer nicht darum:
Die Atomkraftwerke wurden gebaut, obwohl feststand, dass es alle 40 Jahren zu einem GAU kommen würde, wie sich dann in Tschernobyl und Fukushima gezeigt hat. Nicht einmal ein Endlager für die Abfälle hat man gehabt, was jemand zu dem Ausspruch veranlasste: „Das ist so, als wenn man ein Flugzeug baut, ohne einen Landeplatz angelegt zu haben.“ Was haben wir für diesen Ausflug in die Atomkraft bezahlen müssen und was hätte man für dieses Geld alles anfangen können!
Wie schlimm sich die Geldgier auswirkt, sehen wir auch beim Beispiel Glyphosat: Obwohl ein amerikanisches Gericht festgestellt hat, dass dieses Düngemittel krebserregend ist, interessiert das bei uns nicht: Das Zeug wird nicht verboten. Was bedeuten uns schon Urteile, die von einer Laienjury erlassen werden.
Und noch ein Beispiel: Wir haben Plastik eingeführt, obwohl wir vorher auch ohne diesen Müll leben konnten, wie ich schon öfter beschrieben habe. Nun findet sich dieses Zeug überall: im Meer, im Boden, in der Nahrung und im menschlichen Körper und man weiß noch gar nicht, welche Folgen das einmal haben könnte: Beim Bisphenol A, dem Weichmacher im Plastik, stellte sich jedenfalls schon heraus, dass es die Synapsenbildung im Gehirn von Buben beeinträchtigt mit der Folge, dass sie an ADHS leiden und Entwicklungsverzögerungen aufweisen.
Alle diese Beispiele, die sich noch vermehren ließen, zeigen Fehlentwicklungen auf, mit denen man hierzulande leben kann, wenn man nicht betroffen ist. Wenn nun aber G5 kommt und die befürchteten Strahlungsschäden bei der Bevölkerung auslöst: Was dann? Verdammt nochmal: Warum kann man nicht erst einmal eine exakte Forschung betreiben, bevor man loslegt?
Leider herrscht ja bei uns ein anderes Prinzip: Alle Mögliche darf so lange produziert werden, bis seine Schädlichkeit bewiesen ist und zwar nicht nur von einem amerikanischen Laiengericht, das in den Augen unserer Politiker offenbar keine Ahnung hat.
Vorläufig gelten ja diejenigen, die Deutschland aus Angst vor G5 verlassen, als Hysteriker. Was aber, wenn diese Leute Recht haben?

 

Der Mensch ist schizophren


Stellen Sie sich vor: Flugzeuge eines Typs stürzen gelegentlich ab. Der Hersteller behauptet, seine Produkte seien einwandfrei: die Piloten hätten also Fehler gemacht. Demgegenüber behaupten Experten, die Software weise offensichtlich Fehler auf.
Was passiert in einem solchen Fall? Die Flugzeuge müssen am Boden bleiben.
Anders ist es bei Glyphosat: Obwohl Gutachten den Unkrautvernichter als krebserregend bezeichnen und dies sogar von einem US-Gericht festgestellt wurde, bleibt das Mittel auf dem Markt, weil der Hersteller sich auf gegenteilige Gutachten beruft.

Warum werden diese Fälle so unterschiedlich behandelt? Ganz einfach: Flugzeugabstürze sind spektakuläre Ereignisse, die durch die Medien gehen. Krebskranke dagegen sterben still und einsam. Da kann man also so weiter machen wie bisher und alles bestreiten.

Haben wir eine Zensur? Neues über Glyphosat


Im österreichischen Fernsehen kam sogar in den Kurznachrichten ZIB obenan die Meldung, dass in den USA 400 Bauern die Fa. Monsanto verklagt haben mit der Behauptung, sie hätten durch Glyphosat Krebs bekommen. Bei uns brachte die ARD diese wichtige Meldung nur im SWR2. Unsere Bauern haben doch einen Anspruch darauf zu erfahren, welchen Gefährdungen sie sich bei Benutzung des Unkrautvernichters aussetzen. Wenn 400 ihrer Kollegen wegen einer Krebserkrankung klagen, gibt ihnen das mehr zu denken, als die unterschiedlichen Bewertungen von Wissenschaftlern: Während die IARC Glyphosat „wahrscheinlich krebserregend für den Menschen“ einstufte, stellte es für die EFSA kein Krebsrisiko dar.
Ich frage mich manchmal, ob wir eine Zensur bei den öffentlich-rechtlichen Medien haben. Schon öfter habe ich bemerkt, dass wichtige Meldungen in aller Früh gebracht werden, später aber nicht mehr. Dann kann man jedenfalls sagen, man habe das nicht verschwiegen. Ebenso kann man bei der ARD nun zum Thema Glyphosat behaupten, man habe das Thema behandelt. Nur wer sieht SWR2? Irgendwie habe ich den Eindruck, man will die Diskussion über Glyphosat klein halten. Wenn ich richtig orientiert bin, ist der Diskussionsstand derzeit so: Das Unkrautvernichtungsmittel kann zwar bei Mäusen Krebs erregen, aber der Mensch ist keine Maus.

Unser verdorbenes Wasser

Schön sieht er aus, der Chiemsee. Doch wie steht es um die Wasserqualität hierzulande?
Der interessierte Leser weiß, das unser Trinkwasser vielfach belastet ist. Weil die Grenzwerte für das Gift Glyphosat stark
überschritten werden, hat sich die EU eingeschaltet, denn unsere Politik hat seit vielen Jahren zu wenig getan. Auch sonst enthält unser Trinkwasser vieles, was nicht hineingehört: Medikamentenrückstände, Hormone…
So ist es kein Wunder, dass beispielsweise Blutproben aus Emmerting (Bayern) extrem hohe Werte der mutmaßlich krebserregenden PFOA (Perfluoroctansäure) aufgewiesen haben.
Und nun lesen wir, dass m
ehrere Orte in Bayern deutlich mit sogenannten per- und polyfluorierten Chemikalien (PFC) belastet sind. Die Schwellenwerte bei diesem Umweltgift in Boden und Grundwasser werden um das zwei- bis 2.800-fache übertroffen.
Da kann man nur sagen: Wohl bekomm‘s!
Wenn nun bald zu Beginn der Badesaison freudig gemeldet wird, wo überall die blaue Flagge für sauberes Badewasser weht, dann darf das nicht darüber hinweg täuschen, dass nach den Richtlinien de EU nur 6,6 % unserer Gewässer einwandfrei sind.
Und langsam beginnen wir, die Bedeutung des Psalms zu begreifen:
Er weidet mich auf grüner Aue und führet mich zum frischen Wasser.“

Sauerei

 


Ein Drittel des deutschen Trinkwassers ist inzwischen mit Nitrat belastet. Die Regierung hat zunächst nichts getan, obwohl die EU deswegen ein Verfahren gegen Deutschland eingeleitet hatte. Die Bauern gehören eben neben der Autoindustrie zu jenen, denen die Regierung hörig ist. Immerhin hat sich die Regierung endlich zu einer neuen Regelung der Düngung aufgerafft. Aber wie beim Abgasskandal ist auch hierbei wieder eine Minimallösung heraus gekommen, die kaum etwas bringen wird. 10 Jahre dauert es, bis die widerlichen Tierausscheidungen im Grundwasser angekommen sind. Und das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat ist auch dabei. Da können wir noch allerhand erwarten. Nun müssen die Wasserwerke das Nitrat beseitigen und das ist teuer. Wir müssen uns daher auf Wasserpreise einstellen, die um 50% steigen. Und das alles wegen der Bauern (sprich: Brunnenvergifter).

https://autorenseite.wordpress.com/2017/06/13/werden-wir-vergiftet-fortsetzung/

 

Bauern als Grundwasservergifter, Luftverpester, Maulwurfmörder, …

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Wenn Sie hier in dieser Blog-Seite googeln, finden Sie viele Beiträge, die sich damit befassen, dass die Bauern durch übertriebenes Düngen die Luft mit Ammoniak und das Grundwasser mit Nitrat und Glyphosat vergiften. Aber richtig durchgreifen mag hier keiner, denn die Bauern stehen unter dem Schutz des Landwirtschaftsministers. Deshalb brauchen wir die EU, damit unser Grundwasser geschützt wird. Sie hat uns wegen unserer Sauereien verklagt. Anders ist es bei der Luft. Die wird nur in den Großstädten gemessen aber nicht auf dem Lande, wo einem der Ammoniakgestank der Düngung manchmal die Tränen in die Augen treibt. Was nützen die verschärften EU-Bestimmungen, wenn deren Einhaltung viel zu wenig kontrlliert werden?
Die Bauern haben durch übertriebene Düngung und durch das Befahren der Flächen mit schwerem Gerät das Leben im Boden getötet. Der Maulwurf, der unter Naturschutz steht. wurde ausgerottet:
https://autorenseite.wordpress.com/todeszone-in-bayern-und-anderswo/
Wer als Normalbürger in seinem Garten eine Falle aufstellt, weil ein Maulwurf seinen Rasen umgräbt, wird bestraft. Aber die völlige Ausrottung des Maulwurfs durch die Bauern bleibt ohne Folgen. So sahen einmal die Wiesen aus:

20161128_120925~1.jpgDer Boden der Wiesen wurde durch die Maulwürfe gelockert.

Und heute ist das Bild ein völlig anderes:20161128_1210081So tot und eintönig sind die Wiesen heute – gezeichnet von Traktorenspuren. Im Sommer wächst dort kein einziges Blümchen mehr und die Bienen finden keine Nahrung.

Marrakesch: Es geht nicht nur ums Klima!

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Hendricks reist mit leeren Händen zur ersten Vertragsstaatenkonferenz des Pariser Klimaabkommens. Der deutsche Klimaschutzplan wird nicht wie geplant vorher im Kabinett verhandelt werden.
Das ist sehr schlim und typisch für die Langweiligkeit der deutschen Politik: Bei der Erbschaftssteuer schon war sie nicht in der Lage, die großzügige Frist, die das Verfassungsgericht eingeräumt hatte, zu nutzen.
Oder was die Flüchtlingen anbetrifft, arbeiten die Behörden viel zu langsam bei der Entscheidung über die Asylanträge und die Abschiebungen und sie schaffen damit einen Anreiz, auf jeden Fall erst mal nach Deutschland zu kommen.
Noch ein Beispiel: Bei der Nitratbelastung des Grundwassers hat man auch zu lange gezögert und zu wenig durchgegriffen, so dass wir nun von der EU verklagt werden und eine Milliardenstrafe befürchten müssen.
Was nützt der Klimaschutz, wenn wir das Grundwasser mit Nitrat, Glyphosat usw. versauen?
Und damit zeigt sich, dass das Klima nur ein Aspekt des Umweltschutzes ist und dass man sich um die anderen Probleme zu wenig kümmert.
Mir kommt die Politik so vor wie ein Krankenhaus, das sich bei einem Krebspatienten nur darum bemüht, das Fieber zu senken.
Wir erschöpfen die Welt. Der Welterschöpfungstag rückt jedes Jahr weiter nach vorn. Derzeit bräuchten wir 1 1/2 Erden, um so weiter leben zu können wie bisher. Aber darum kümmert sich keiner. Man müsste wieder so leben wie wir in unserer Jugend, als man so wenig verbrauchte, wie sich regenerieren konnte. Aber nun will man die Erde ausbeuten nach dem Grundsatz: „Nach uns die Sintflut“. Was zählt ist der Gewinn und die Prozentzahl des Aufschwungs, aber die Leute, die mehr Nachhaltigkeit fordern, werden als weltfremde Spinner hingestellt.