Schlagwort-Archive: Glauben

Der große Irrtum des Herrn Laschet

„Wenn Laschet von der „Mitte“ spricht, ist das etwas so, als würde Söder behaupten, Bayern läge in der Mitte Deutschlands.“


Ich wundere mich immer wieder darüber, mit welcher Dreistigkeit Laschet und die Union die Mitte für sich beanspruchen. Wenn Sie das vielleicht glauben sollten (ich glaube, er glaubt es selber nicht!), dann lesen Sie doch bitte mal das hier:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/08/15/schmaehschrift-was-union-waehler-wollen/
Sieht so die Mitte Deutschlands aus? Dann gute Nacht!

Neben der ständigen Betonung der Mitte ist das Hauptthema von Herrn Laschet die Warnung vor der Gefahr einer Beteiligung der Linken an einer künftigen Koalition. Mich erinnert das ein bisschen an die Adenauerzeit, als die CDU vor der SPD warnte, weil diese uns den Kommunisten im Osten ausliefern würde.
In Wirklichkeit wäre eine in eine Koalition eingebundene Linke in keiner Weise gefährlich, sondern würde ein wichtiger Faktor beim Abbau des Merkelismus (sprich: Raubtierkapilalismus).
Und daher wäre es aus Sicht von Laschet wichtiger gewesen, ein Konzept zur Überwindung des Merkelismus vorzulegen. Damit hätte er mehr punkten können als mit der Warnung vor den Linken.
Da hilft es nun auch nichts mehr, wenn Mutti Merkel Laschet zu Hilfe kommen will.

 

Gedanken zum Sonntag: Warum die Juden keine Christen wurden

Stellen Sie sich einmal vor, ein junges Mädchen in Ihrer Nachbarschaft ist schwanger und behauptet, das Kind sei nicht von ihrem Freund gezeugt worden, sondern vom Heiligen Geist. Was würden Sie da denken?
In dieser Situation befanden sich die Juden damals. Sie konnten so etwas einfach nicht glauben.
Aber die Christen glauben es, weil sie es nicht mit erlebt haben, sondern weil siees in einem alten Buch, nämlich der Bibel, lesen. Dort ist allerdings das, was über Jesu Geburt im schönen Lukas-Evangelium steht, nach Erkenntnissen der modernen Theologie „erdichtet“, also nicht wahr. Deshalb beginnen ja auch die anderen Evangelien erst mit dem erwachsenen Jesus.
Und wenn Jesus dann gekreuzigt wurde, so erging es ihm so, wie man halt mit „Ketzern“ verfahren ist. Auch die Christen haben ja anders Denkende zu Zehntausenden abgeschlachtet, um nur an die Katharer zu erinnern.

Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr in dem Buch „Mit spitzer Feder“. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

Wenn es so weiter geht, werden die Kirchen einmal ebenso wie jetzt die Schlösser als Museen an eine vergangene Zeit erinnern.

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in er Sonderseite für Frauen–Nichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/

Zitat zum Sonntag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr in dem Buch „Mit spitzer Feder“. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

Der Mensch glaubt eher das, was in alten Büchern steht, als das, was er selbst sieht,

Zum Verständnis: Stellen Sie sich vor, das biblische Geschehen würde heute stattfinden und Ihre Nachbarin würde ihnen berichten, sie hätte vom Heiligen Geist empfangen.
Oder es stünde in der Bildzeitung: „Ein junger Mann, der sich als Sohn Gottes bezeichnet, wird morgen mit einem Trabi in Berlin einfahren. Er bittet die Bevölkerung, ihm bei seiner Fahrt Unter den Linden mit grünen Zweigen zu zu winken.“

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in er Sonderseite für Frauen–Nichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/

Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr in dem Buch „Mit spitzer Feder“. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

Man braucht schon einen starken Glauben, wenn man die Kirchengeschichte studiert und trotzdem katholisch bleibt. (Hexenverbrennungen, Kreuzzüge, Bartholomäusnacht…)

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in er Sonderseite für Frauen–Nichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/

Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat aus dem Buch „Mit spitzer Feder“. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

Zu den größten Dummheiten gehört es, etwas deshalb für wahr oder richtig zu halten, weil es die meisten Menschen glauben.

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Sonderseite für Frauen–Nichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/.

Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat aus dem Buch Mit spitzer Feder. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen, die sich gut als Zitate für Reden und Schriften eignen.

Je unwahrscheinlicher eine Geschichte ist, desto eher hat sie die Chance, geglaubt zu werden.

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Sonderseite für Frauen–Nichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/.

Schlechtes Führungspersonal – auch in der Kirche


Dass unsere Autoindustrie ein schlechtes Führungspersonal hat, das entscheidende Entwicklungen verschlafen hat, ist offenbar geworden. Noch schlimmer sieht es beim Führungspersonal der Katholischen Kirche aus:

Da ist zunächst einmal der Augsburger Bischof, der die Corona-Krise als Fingerzeig Gottes versteht. Da kann man nur sagen: Sehr sonderbar!
https://autorenseite.wordpress.com/?s=afra

Und dann gibt es den Kardinal Müller der hier nicht Gott am Wirken sieht, sondern Mächte der Finsternis, die eine verabscheuungswürdige technokratische Tyrannei aufrichten. https://web.de/magazine/news/coronavirus/bischofskonferenz-distanziert-deutlich-corona-aufruf-geistlichen-34690024

Kann man als Vertreter der Kirche eine Corona-Epidemie so verschieden interpretieren? Oder macht man damit nicht vielleicht die Kirche überhaupt unglaubwürdig?
À propos Glauben: Da hören wir von Kardinal Marx, das er Glaubenszweifel hat und dass es einen Glauben ohne Zweifel nicht geben könne:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/01/05/zum-sonntag-unglaubliches-von-kardinal-marx/

Da fragt sich doch das normale Volk: Warum soll ich Zeit und Geld in etwas investieren, von dem nicht einmal die Führung ganz überzeugt ist?
Und noch etwas zum Thema Führung: Fast genau so erschreckend wie die Missbrauchsfälle selbst ist die Tatsache, dass dieses finstere Kapitel nicht längst aufgearbeitet ist und die Kirche keine echten Anzeichen von echter tiefer Reue oder Buße zeigt, sondern nur Bedauern äußert und Zahlungen leistet (aus meiner Kirchensteuer?).

Gedanken zum Karfreitag: Hier irrte Jesus

Das Neue Testament berichtet, dass Jesus zum ungläubigen Thomas sagte: „Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.“
Ich fürchte, dass Jesus hier vielleicht einem Irrtum unterlegen ist. Womöglich hat er ja seinen Satz nur im Hinblick auf die damalige besondere Situation gesagt und nicht allgemein auf den künftigen Glauben gemünzt.
Stellen Sie sich einmal vor, Jesus wäre nicht vor 2000 Jahren auf einem Esel in Jerusalem eingeritten, sondern heutzutage mit einem Trabbi in Berlin eingefahren. Wie würde es ihm wohl dabei ergangen sein?
Das lesen Sie in dem Buch „Verbotene Zone„.  Aber Vorsicht! Das Buch ist nur für nachdenkliche, nicht allzu fromme Menschen geeignet, also etwa für Typen wie Kardinal Marx, der gesagt hat, einen Glauben ohne Zweifel gäbe es nicht:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/01/05/zum-sonntag-unglaubliches-von-kardinal-marx/
À propos nachdenklich: Geht es Ihnen auch so, dass die Religion mehr Fragen aufwirft, als dass sie Antworten gibt? Warum schickt Gott die Corona-Gippe? Und wenn er sich dazu entschlossen hat, ist es dann sinnvoll, dagegen zu beten?
Warum kam Jesus erst vor 2000 Jahren? Wäre es nicht besser gewesen, wenn er anstatt der Sintflut schon seinerzeit gekommen wäre?
Spezielle Fragen zum Karfreitag: Warum soll ein Mord ein Zeichen für Gottes Liebe sein? Hätte Gott den Menschen ihre Sünden nicht einfach so vergeben können? Warum lässt Gott den Judas schuldig werden, anstatt dass er die Soldaten von sich aus Jesus finden ließ? …
Je älter ich werden, umso mehr Fragen habe ich.

Zum Sonntag: Unglaubliches von Kardinal Marx

In einem Interview mit dem Stern gestand der Kardinal, dass auch er Zweifel am Glauben habe und er bat, dass man für die Verfestigung seines Glaubens beten möge. Er erklärte, dass es Glauben ohne Zweifel nicht geben könne. Ob er mein Zitat dazu gelesen hat?
Es wäre ja mal ganz interessant, wenn man die Pfarrer fragen würde, wie viele fest glauben, wie viele zweifeln und wie viele nicht mehr glauben, aber dennoch im Interesse der Gläubigen weiter ihren Dienst leisten.
Mit dem Glauben verhält es sich ja so, dass er durch Taufe, Erziehung, Religionsunterricht und Kommunion fest in die Menschen eingeprägt wird. Wirklich erwachsen wird ein Mensch erst, wenn er sich von solchen Prägungen frei macht und selbst entscheidet, was er für richtig oder falsch hält. Viele Menschen werden – so gesehen – nie richtig erwachsen.
Was den Glauben anbetrifft, fällt mir ein Erlebnis ein, das ich in meiner Dienstzeit als Richter hatte:

Ein Angeklagter brachte zu seiner Verteidigung eine Geschichte vor, die sich als erlogen herausstellte. Als ich ihn fragte, warum er denn gelogen hatte, sagte er: Was sich wirklich ereignet habe, würde als so unglaubhaft erscheinen, dass er nicht gewagt habe, es zu schildern. Dann begann er mit seinem Geständnis und ich sagte dazu:
„Tatsächlich, das ist so unglaubhaft, dass es schon wieder glaubhaft ist, wenn Sie es so erzählen.“

Wenn man den christlichen Glauben objektiv betrachtet, so ist das doch auch eine völlig unglaubhafte Geschichte:
Da erschafft Gott eine herrliche Welt mit einem Paradies und dann setzt er die Menschen hinein, die nur Ärger machen. Das ist so ähnlich, als wenn jemand Rosen pflanzt und Blattläuse darauf setzt. Kann ein Gott so sein, dass er nicht recht weiß, was er will? Erst spült er die sündige Menschheit mit der Sintflut weg und dann opfert er seinen Sohn
wegen dieser Sünden. Warum vergibt er den Menschen nicht einfach so? Warum versteckt sich Jesus vor den Häschern und muss erst von Judas verraten werden, anstatt dass er sich stellt? Warum lässt er erst den Judas schuldig werden?
Warum lässt Gott so viel Leid auf der Welt zu? Warum lassen Erdbeben Schulen einstürzen, so dass unschuldige Kinder sterben?
Fragen über Fragen, die sich der gläubige Christ stellen sollte. Vielleicht geht es ihm aber am Ende so, wie dem Juden in diesem Witz:

Ein Jude erscheint bei einem katholischen Pfarrer und sagt, dass er gerne zum katholischen Glauben konvertieren möchte. Der Pfarrer fragt ihn, was ihn zu diesem Schritt veranlasst hat. Darauf antwortet der Jude:
„Eine Kirche, die all das übersteht, was die Katholische Kirche hinter sich hat, muss vom wahren Gott erhalten worden sein.“

Und noch eine Anekdote:

Ein Christ fragt einen Atheisten: „Sie glauben also, dass es keinen Gott gibt?“
„Ich glaube nicht einmal das.“