Schlagwort-Archive: Gläubige

Katholische Kirche auf dem Weg zur Sekte

Das habe ich ja hier schon vor vielen Jahren ausführlich beschrieben:
https://autorenseite.wordpress.com/katholische-kirche-auf-dem-weg-zur-sekte/
Es freut mich immer wieder, wenn manches, was ich hier schon vor langer Zeit erörtert habe, später aufgegriffen und von Wissenschaftlern bestätigt wird. Gerade kommt ein Kirchenhistoriker zu dem selben Ergebnis:
https://www.suedost-news.de/startseite_artikel,-historiker-katholische-kirche-auf-dem-weg-zur-sekte-_arid,606656.html
Wird es vielleicht einmal so kommen, dass die Dome so ähnlich wie die alten Schlösser nur noch Zeugen einer vergangenen Zeit sein werden? Wohl kaum! Die Kirche besteht schon seit über 2000 Jahren und hat schon viel schlimmere Skandale hinter sich. Es gibt sogar eine umfangreiche „Kriminalgeschichte des Christentums“ von Deschner. Die sollte jeder Katholik einmal gelesen haben.
Die Kirche wird jedoch trotz aller Skandale und Verbrechen weiter existieren, aber anders und in einem kleineren Rahmen, denn längst laufen ihr die Gläubigen in Massen davon.

Senkt die Kirchensteuer!

 

Ich erinnere mich gerade an ein Wort des früheren Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz Zollitsch. Er hat einmal im Fernsehen die zunehmende steuerliche Belastung der Bürger beklagt und sie damit praktisch als unchristlich hingestellt. Ich habe dies kommentiert und geschrieben, dann möge er doch mit der Kirchensteuer anfangen:
https://autorenseite.wordpress.com/kirchensteuer/

Nun sieht es bei der Kirchensteuer aus Sicht der Kirchen erfreulich aus: Sie steigt, obwohl bei beiden Kirchen die Zahl der Gläubigen jährlich um eine knappe Million abnimmt. Im übrigen sinkt die Zahl der Kirchenbesucher sowieso ständig. Deshalb wurden hier in der Gegend vier Pfarreien zu einer einzigen zusammen geschlossen. Die Kirche hat durch diese überall stattfindende Vereinigung von Pfarreien wesentlich weniger Ausgaben. Und sie verkauft sogar die Kirchen und Klöster, die nicht mehr gebraucht werden. Müsste sie da nicht fairerweise die Kirchensteuer, die sie Hitler verdankt, ermäßigen? Aber wie sagte schon der Hl. Hieronymus: „Wir brennen wahrlich vor Geldgier!“

Katholikentag – ein Schlag ins Wasser?

Ich weiß ja nicht, warum die Katholische Kirche ihren Katholikentag in Leipzig abhält, wo 80 % nicht an Gott glauben. Versprach man sich davon vielleicht einen Zuwachs an Gläubigen? Daraus ist jedenfalls offensichtlich nichts geworden.
Es gibt ja wohl zwei Arten von Atheisten: Die einen sind fest davon überzeugt, dass es keinen Gott gibt. Die wird man wohl kaum vom Gegenteil überzeugen können. Andere wiederum glauben einfach nur nichts. Bei diesen hätte man doch beim Katholikentag ein wenig Missionssarbeit leisten können.
Ich habe aber den Eindruck, dass man kaum einen einzigen nichtgläubigen Leipziger dazu gebracht hat, in die Kirche einzutreten. Die Fernsehbilder vermittelten eher den Eindruck, als würden die Leipziger die Katholiken als eine Art exotischer Sekte betrachten. Und deshalb waren etliche sehr sauer, dass die Stadt Leipzig den Katholikentag bezuschusst hat.
Interessant ist, dass die Kirche nur wenige neue Gläubige durch Überzeugungsarbeit gewinnt. Ihren Zuwachs verdankt sie in der Regel der Zuwanderung von Christen sowie der Geburt und Taufe des Nachwuchses von Katholiken. Diesen Kindern wird der Glaube so sehr eingeprägt, dass die meisten nicht mehr davon los kommen. Daher gibt es nur ganz wenige Konvertiten.
Nach meinem Dafürhalten gehört es zum Erwachsen-Werden, dass der Mensch alles überwindet, was andere in ihn hinein gepfropft haben, und dass er selbst als mündiger Erwachsener entscheidet, was er für sich als richtig empfindet. Das gilt auch gerade für die Religion.
Eine Hilfe zum Nachdenken finden Sie in dem unterhaltsamen Buch „Verbotene Zone“:

Verbotene Zone

https://autorenseite.wordpress.com/home/

Die Bibel enthält große Lücken

Die Jünger sind Jesus gefolgt, aber was wurde aus ihren Familien? Jesus wird sie sicherlich nicht besoldet haben, denn er sagte laut Matthäus 10,9: „Steckt euch kein Gold[e], kein Silber und kein Kupfergeld in euren Gürtel; besorgt euch auch keine Vorratstasche für unterwegs, kein zweites Hemd, …“ Jesus, der Armut predigte, dürfte also wohl auch selbst arm gewesen sein.
Wie es damals mit den Familien weiter ging, als Jesus ihre Ernährer als Apostel mitnahm, lesen Sie neben vielen anderen Kurzgeschichten in dem Buch „Verbotene Zone

Verbotene Zone
Aber Vorsicht! Das Buch ist nicht für Frömmler geeignet.

Ein trauriger Gründonnerstag

Was waren das doch früher für Zeiten: Seinerzeit stand die ganze Christenheit unter dem Eindruck der Kartage. Und sogar das Essen richtete sich nach den damit zusammen hängenden Traditionen. Am Gründonnerstag gab es nur eine Kerbelkrautsuppe. Heute wissen die meisten gar nicht mehr, was Kerbelkraut ist. Die Suppe war übrigens grün, was auf ein Missverständnis zurück zu führen ist: Der Gründonnerstag hat nichts mit einer Farbe zu tun, sondern hat seinen Namen vom alten Wort „greinen“ bekommen, was so viel wie weinen bedeutet. Und weil wir beim Stichwort „weinen“ sind. Gerade in dieser Zeit zeigt sich, dass der Zustand der Kirche zum Weinen ist. Hier eine Meldung aus meiner Heimatzeitung:
In Bad Reichenhall wurden verschiedene Pfarreien zusammen gelegt: Aus fünf Pfarreien wurde eine einzige. Unter dem Dach der Stadtkirche Bad Reichenhall befinden sich nun seit etlichen Jahren die Pfarreien St. Zeno und St. Nikolaus von Bad Reichenhall sowie St. Nikolaus von der Flüe in Bayerisch Gmain, St.Valentin in Marzoll und Maria Hilf in Schneizlreuth. Und am Gründonnerstag wird heuer erstmals am Gründonnerstag nur in St. Nikolaus die Gedächtnisfeier an das letzte Abendmahl abhalten. In vier Kirchen fällt sie aus. Das ist ein ganz trauriges Zeichen, denn es wird ja an diesem Tag gefeiert, dass Jesus gesagt hat: „Tut dies zu meinem Andenken.“ Er hat damit nach der Lehre der Kirche den Auftrag zur Messfeier gegeben und das Abendmahl eingesetzt.
Wir haben hier schon öfter über die Katholische Kirche geschrieben und die These aufgestellt, dass die Kirche die Zusammenlegung von Kirchen fälschlich mit einem angeblichen Priestermangel begründet, während in Wirklichkeit der Schwund von Kirchgängern die Ursache ist. Die Gemeindereferentin der Stadtkirche Bad Reichenhall bestätigt dies, indem sie sagt:
„Das hat auch nichts mit Priester-, sondern mit Gläubigenmangel zu tun.“
http://www.heimatzeitung.de/lokales/berchtesgadener_land/1625112_Katholische-Stadtkirche-Vier-Gottesdienste-am-Gruendonnerstag-gestrichen.html