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So nicht, Frau Merkel!


Frau von Storch hat sich gerade entschuldigt, weil sie den Anschlag von Münster vorschnell einem Flüchtling zugeschrieben hatte. Dabei sprach doch alles dafür, dass die mittels Auto verübte Tat denselben Hintergrund hatte wie die Anschläge von Nizza oder auf den Berliner Weihnachtsmarkt.
Auch in Syrien spricht sehr vieles dafür, dass Assad Giftgas eingesetzt hat. Die Kanzlerin hat dazu gesagt:
„Ich glaube, dass die Evidenz, dass dort Chemiewaffen eingesetzt wurden, sehr, sehr klar und sehr deutlich ist.“ Das ist doch sehr ähnlich wie die von Frau Storch ausgesprochene vorschnelle Verdächtigung.
Was aber schlimmer ist, ist die Tatsache, dass die Kanzlerin mit ihrer Äußerung Öl ins Feuer gegossen hat. Sie unterstützt damit Trump, dessen Drohungen die Welt in die größte Kriegsgefahr seit der Kubakrise geführt haben.
Die Kanzlerin wäre ja schon seinerzeit schon gerne mit dabei gewesen, als Bush in den Irakkrieg zog und dadurch den gesamten Nahen Osten destabilisiert hat. Aber das Volk hat damals nicht mit gemacht und Schröder gewählt. Auch damals bestand ja nur ein Verdacht, dass Saddam Hussein Atomwaffen haben könnte. Aber dieser Verdacht gründete sich auf Lügen, die von den USA verbreitet wurden. Wer sagt uns denn, dass es nun in Syrien nicht genau so sein könnte?
Was ich nicht verstehe, ist dies: Bei jedem Prozess wird fair nach klarer Beweislage entschieden. Warum entscheiden Politiker in viel gewichtigeren Problemen vorschnell auf Grund eines bloßen Verdachts?
Schon im Fall Skripal wurde gleich nach dem Vorliegen einiger Indizien eine Konfrontation durch Ausweisung von Diplomaten ausgelöst, ohne dass das Ergebnis der abschließenden Untersuchungen abgewartet wurde. Den Russen wurde keine Gelegenheit gegeben, den Verdacht auszuräumen. Sie bekamen keinen Einblick in die Ermittlungen und keine Proben des Giftes.
Syrien stürzt nun die Welt in eine Krise, die vielleicht einmal nicht mehr beherrschbar sein könnte. Hätte man da nicht von der Kanzlerin verlangen können, dass sie beschwichtigend eingreift und Trump in den Arm fällt? Könnte nicht womöglich doch der behauptete Giftgasangriff eine bloße Inszenierung gewesen sein? Im Krieg stirbt bekanntlich die Wahrheit zuerst. In diesem Zusammenhang fällt mir gerade ein: Als Saddam Hussein in Kuwait einmarschierte, wurden seinen Truppen unvorstellbare Grausamkeiten vorgeworfen: Die Soldaten sollen Babys geschlachtet und aus den Bäuchen der Schwangeren heraus geschnitten haben. Hinterher stellte sich heraus, dass alles gelogen war.
Ich frage mich bei dem behaupteten Giftgasangriff, welchen Sinn der gehabt haben soll. Assad würde damit nur seinen ohnehin angeschlagenen Ruf weiter schädigen. Und warum? Seine Gegner standen doch schon sowieso auf verlorenem Posten, so dass ein solcher Angriff nicht nötig gewesen wäre.
Ähnlich ist die Motivlage im Fall Skripal: Welches Interesse soll Putin gehabt haben, den Mann auf einmal nach vielen Jahren ermorden zu lassen? Putin stand damals vor der Wahl und da war es sicherlich für sein Image nicht gerade förderlich, wenn solche Vorwürfe im Raum standen.
Manchmal kommt es einem heutzutage so vor, als wäre die Welt vom Wahnsinn befallen. Haben Sie schon genügend Lebensmittelvorräte eingelagert?

Glauben Sie das?

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Assad soll in Syrien einen Giftgasangriff durchgeführt haben. Glauben Sie das? Ich bin da skeptisch und frage mich, ob nicht vielleicht doch an den Einwänden von Putin gegen die entsprechenden Untersuchungsergebnisse etwas dran sein könnte. Soweit ich sehe, setzt sich keines unserer Mainstreammedien damit auseinander.
„Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht“, sagt ein Sprichwort. Eine weitere Weisheit lautet: „Im Krieg stirbt die Wahrheit zuerst.“
Erinnern Sie sie noch an den ersten Irakkrieg? Damals wurde uns erzählt, Saddam Husseins Soldaten hätten Schwangeren die Bäuche aufgeschlitzt und die Embryos an die Wand geworfen. Alles gelogen, wie hinterher zweifelsfrei festgestellt wurde.
Im zweiten Irakkrieg machten die USA der Welt vor, Saddam Hussein besitze Atomwaffen. Alles falsch!
Und so sehe ich auch die Behauptungen über den Giftgasangriff skeptisch. Vielleicht geht es Trump wie seinerzeit Bush darum, durch ein Auftreten als starker Mann innenpolitisch besser da zu stehen.
„Russland ist das Reich des Bösen!“ lautet die Botschaft, die die USA in die Welt hinaus posaunen. Und sie sind damit erfolgreich. Wir sind ja so leichtgläubig. Schließlich haben wir schon Hitler geglaubt, dass die Polen uns überfallen haben.

 

Giftgas: Lüge als Mittel der Politik?

Vor zwei Jahren schrieb ich diesen Beitrag:

„Die Wahrheit zu sagen ist bourgeoises Vorurteil. Eine Lüge wird durch das zu verfolgende Ziel gerechtfertigt.“ ( Lenin)
Erleben wir nun im Syrienkrieg, dass dieser Ausspruch Lenins gerechtfertigt ist?
Obama und die ihm folgenden „braven“ Regierungen erklären, der Giftgaseinsatz gehe auf Assad zurück. Man ignoriert, dass ein deutsches Kriegsschiff ein Gespräch abgehört hat, in dem sich Assad ausdrücklich gegen den Einsatz von Giftgas ausgesprochen hat.
https://autorenseite.wordpress.com/2013/09/09/putin-wahrer-recht-ordnung-16368254/
Nun hat auch die Sendung Frontal einen völlig unverdächtigen Zeugen gezeigt (nach meiner Erinnerung einen Belgier, der sich bei den Aufrührern in Geiselhaft befand). Der Mann sagte aus, er habe mitgehört, dass der Anschlag auf die Rebellen zurückgehe.
Warum also wird uns dauernd das Gegenteil erzählt? Wollen die USA Syrien im Interesse von Israel klein kriegen? Warum ist Putin der einzige, der Aufklärung der Urheberschaft des Giftgaseinsatzes verlangt? Warum trauen wir uns nicht, uns ihm anzuschließen?

Und nun geht es wieder los mit den Vorwürfen über einen Giftgaseinsatz: Was sollen wir nun wieder glauben?

 

Irak, Afghanistan und nun Syrien?

Assad ist der gewählte Staatspräsident von Syrien. Aus russischer und chinesischer Sicht ist ein Aufstand gegen ihn genauso zu bewerten, wie es bei uns gesehen würde, wenn Teile der Bevölkerung aufstehen würden, um sich gegen die zunehmende Ausbeutung zu wehren. Das ist aber hier nicht das Thema, sondern der Giftgaseinsatz.
Obama ist für eine Antwort durch einen Militärschlag, womöglich sogar vor dem Vorliegen des UN-Untersuchengsberichts. Keiner der westlichen Politiker traut sich, ihn daran zu hindern, oder auch nur, das Vorgehen abzubremsen. Im Gegenteil: Man verlangt eine entschiedene Antwort.
Es schert auch keinen, dass das für einen solchen Militärschlag (wie man Krieg heute nennt) erforderliche UN-Mandat nicht vorliegt.
Es scheint neuerdings allerdings festzustehen, dass Assat immer gegen einen Einsatz von Giftgas war. Es ist äußerst zweifelhaft, dass sein Militär eigenmächtig gegen seinen Willen Giftgas benutzt hat. Es war ja klar, dass so etwas bekannt wird und dass so eine Aktion nur Nachteile für Syrien bringen würde. Was nützt schon die „Ausschaltung“ von 1400 Menschen, davon ein großer Teil Frauen und Kinder, wenn dann die Amerikaner kommen und die ganze Luftwaffe vernichten?
Wenn Obama trotzdem den Giftgaseinsatz dem Regime Assad anlastet und sich dabei auf Erkenntnisse seiner Geheimdienste stützt, ohne diese vorzulegen, dann müssen das Beweise sein, die noch schwächer sind als die, mit denen die USA den Irakkrieg fälschlich gerechtfertigt haben.
Jetzt versetzen wir uns mal in das Gehirn von den Assad-Gegnern. Da sind sicher etliche dabei, die für Selbstmordattentate sind. Warum nicht auch für kollektiven Selbstmord? Wenn man selbst 1400 Leute vergast, hat man den Vorteil, dass die USA eingreifen und Assad schwächen. Wenn beispielsweise Assads Luftwaffe von den Amis zerstört wird, wird es auf Seiten der Aufständischen sicher einige tausend Tote weniger geben. Das Vergasen der eigenen Leute hat sich dann also rechnerisch gelohnt. Verzeihen Sie diese zynische Berechnung, aber so ein Denken eines Teils der Revolutionäre liegt doch im Bereich des Möglichen. Putin hat also recht, wenn er sagt, dass er gegen einen Militärschlag ist, weil die Urheberschaft des Giftgaseinsatzes nicht geklärt ist. Das ist rechtsstaatliches Denken, das man ihm immer wieder abspricht.
Erinnern Sie sich übrigens noch an den Irakkrieg? Es war das größte Verdienst Schröders, dass Deutschland sich nicht beteiligt hat, während die Bundeskanzlerin dafür war. Wenn sie nun sehr schwammig und auch zögernd für eine harte Antwort ist, so wundert mich sehr, dass die SPD so wenig an Schröder erinnert und auch so wenig darauf hinweist, dass die nun auch von Merkel verlangte harte Antwort Obama in seinem Verlangen nach einem Krieg bestärkt, den bei uns fast alle ablehnen.