Schlagwort-Archive: Gewissen

Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr in dem Buch „Mit spitzer Feder“. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

In unserer Zeit gewinnt man den Eindruck, als seien die Sünde und das Gewissen abgeschafft worden.

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in er Sonderseite für Frauen–Nichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/

Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat aus dem Buch Mit spitzer Feder. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen, die sich gut als Zitate für Reden und Schriften eignen.

„Man kann das Gewissen zwar einschläfern. aber es wacht wieder auf.“

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Sonderseite für Frauen–Nichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/.

Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat aus dem Buch Mit spitzer Feder. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen, die sich gut als Zitate für Reden und Schriften eignen.

Denke immer daran: Es gibt Bisswunden, die ein Leben lang nicht heilen, nämlich die der Gewissensbisse.

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Sonderseite für Frauen–Nichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/.

Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat aus dem Buch Mit spitzer Feder. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen, die sich gut als Zitate für Reden und Schriften eignen.

Die beste Voraussetzung für ein gutes Gewissen ist ein schlechtes Gedächtnis.

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Sonderseite für FrauenNichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/.

Heute ist der Evaluier-dein-Leben-Tag

Als ich vor mehr als 6 Jahrzehnten Religionsunterricht erhielt, lernte ich, dass man jeden Abend eine Gewissenserforschung halten sollte. Aber wie so vieles aus den Religionen ist auch das wohl in Vergessenheit geraten. Heute evaluiert man sein Leben. Natürlich kommt so etwas aus den USA: https://www.kuriose-feiertage.de/evaluier-dein-leben-tag/

Das Evaluieren hat gegenüber der Gewissenserforschung einen großen Vorteil. Man soll sich nicht zu sehr mit den Fehlern aus der Vergangenheit befassen, sondern mehr mit der Frage: Was kann ich daraus lernen und was kann ich in Zukunft besser machen? Solche Denkanstöße braucht man gelegentlich. Und dabei sollte man sich fragen: Wo will ich eigentlich hin?

Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat aus dem gerade erschienenen Buch Mit spitzer Feder. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen, die sich gut als Zitate für Reden und Schriften.

Auch das Gewissen scheint einem Alterungsprozess zu unterliegen: Es gab einmal „Gewissensbisse“, aber die sind aus der Mode gekommen. Nun scheint das Gewissen zahnlos geworden zu sein.

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Leseecke. Sonderseite für FrauenNichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/

Die Denkverbote der Parteien

Querdenker in den Parteien will man nicht. Das zeigte sich bei der SPD beispielsweise schon beim Fall Sarrazin:
https://autorenseite.wordpress.com/2011/04/22/spd-partei-sprechverbot-11043067/
Und es ist nun bei Kühnert dasselbe. Gabriel wirft ihm vor: „Bewusste Tabubrüche, das Ignorieren von Fakten und Empirie, das Mobilisieren populistischer Sehnsüchte und die Inkaufnahme der Beschädigung der eigenen Partei: das ist übrigens die Methode Donald Trump.“ Es gibt also ein Denkverbot bei der SPD oder mindestens ein Verbot, abweichende Meinungen zu äußern. Die Partei fürchtet offenbar, dass es bei den Wählern keinen guten Eindruck macht, wenn man keine Geschlossenheit zeigt. Dabei bringen diejenigen, die die offizielle Parteilinie hinterfragen, Farbe in das oft trostlose Bild mancher Parteien. Wieso soll es schaden, wenn jemand seine Meinung äußert?
Die Wähler können sehr wohl unterscheiden zwischen dem, was eine Partei vertritt, und dem, was ein einzelner meint. Wenn nun die Stimmenverluste der SPD Kühnert in die Schuhe geschoben werden, dann ist das so absurd, wie wenn jemand meint, man würde mit einem Furz ein Gewitter auslösen können.
Dass es aber nicht nur bei der SPD Denkverbote gibt, zeigt sich gerade bei einer Äußerung des Vorsitzenden der CDU/CSU-Fraktion. Der sagte nämlich zur Diskussion über die CO2-Steuer in seiner Partei: Da dürfe es keine Denkverbote geben. Das bedeutet im Umkehrschluss: Sonst schon – da habt ihr den Mund zu halten. Das Ganze nennt sich Fraktionszwang, den an sich das Grundgesetz verbietet. Es heißt nämlich im Art. 38 GG zum Status der Abgeordneten: „Sie sind Vertreter des ganzen Volkes, an Aufträge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen.“ Nur ganz selten wird der Fraktionszwang aufgehoben und eine Gewissensentscheidung erlaubt wie beispielsweise bei der Abtreibung.
Ansonsten gilt aber nicht nur der Fraktionszwang bei den Abstimmungen, sondern auch innerparteilich ein Denkverbot, was noch schlimmer ist als ein Sprechverbot. Man fragt sich, warum wir dann so viele Abgeordnete brauchen:
https://autorenseite.wordpress.com/2019/05/04/demokratie-ohne-volk/

Das „Denkverbot“ sollte längst zum Unwort des Jahres erklärt werden, aber das wäre nicht im Sinne des Mainstreams.

Homo-Ehe – verlotterte Demokratie

 

Ringe
Um es klar zu stellen: Hier geht es nicht um die Frage, ob die Homo-Ehe eingeführt werden soll oder nicht. Es geht allein um die Frage, wie dies zu geschehen hat.
Nach Art. 6 des Grundgesetzes stehen Ehe und Familie unter dem besonderen Schutz des Staates. Unstreitig ist, dass bei Erlass des Grundgesetzes unter „Ehe“ eine Verbindung zwischen Mann und Frau gemeint war, zumal auch „Schwulen-Ehen“ in § 175 StGB verboten waren. Die Fragen, um die es nun in der hastig anberaumten Bundestagsdebatte geht, sind diese:
Kann man den Begriff „Ehe“ einfach anders auslegen, als er eindeutig gemeint gewesen ist?
Wenn man aber glaubt, neben der herkömmlichen Ehe auch die Schwulen-Ehe einführen zu dürfen: Wo bleibt dann der besondere Schutz der herkömmlichen Ehe, den die Väter des Grundgesetzes gewollt haben?
Man sieht: Es gibt erhebliche Probleme, die angesehene Staatsrechtler zu der Auffassung kommen lassen, die Einführung der Homo-Ehe sei verfassungswidrig.
Eine saubere Lösung der Probleme sähe also so aus, dass man das Grundgesetz entsprechend ändern müsste. Warum geschieht das nicht? Weil es um die Macht geht, nicht um die Homo-Ehe.
Was unseren Abgeordneten fehlt, ist der Respekt vor der Verfassung: Dieser gebietet, dass man nichts tut, was auch nur in den Ruch der Verfassungswidrigkeit kommen könnte. Weil die Achtung vor der Verfassung fehlt, scheitert der Staat dauernd vor dem Verfassungsgericht:
https://autorenseite.wordpress.com/demokratie-kaputt/
Als besonders schäbig erscheint in diesem Zusammenhang, wie bei der Einführung der Homoehe vorgegangen wird:
Nachdem sowohl Grüne wie auch die SPD beschlossen hatten, keine Koalition ohne Einführung der Homoehe einzugehen, setzte dies die Kanzlerin unter Zugzwang: Sie musste den Abgeordneten ihrer Partei ausnahmsweise etwas gestatten, was im Grundgesetz vorgesehen ist: nämlich dass sie nach ihrem Gewissen entscheiden dürfen. Dies wiederum veranlasste die SPD und die Grünen, sofort über die Homoehe in namentlicher Abstimmung entscheiden zu lassen.
Man sieht, dass die Homoehe zum Spielball machtpolitischer Interessen geworden ist und die Frage der Verfassungsmäßigkeit nur noch ein Problem für Staatsrechtler bleibt. Schade! „Man kann doch nicht alles nur für den Wahlkampf aufgeben! Das wäre für mich eine verkaufte Seele“, kommentierte die hiesige CSU-Kreisvorsitzende,
Eigentlich sollten Abgeordnete die Möglichkeit haben, ein Gesetzesvorhaben zunächst vom Verfassungsgericht prüfen zu lassen, wenn dessen Verfassungsmäßigkeit zweifelhaft ist. Das wäre allenal besser, als wenn sich das Verfassungsgericht hinterher mit dieser Frage befassen muss.
Bei uns obliegt es ja dem Bundespräsidenten, die Verfassungsmäßigkeit von Gesetzen zu prüfen. Das wird die erste Bewährungsprobe für Steinmeier.

Interessant ist, dass nach einer Umfrage der Antidiskriminierungsstelle 82% der Deutschen für die Homo-Ehe sein sollen. Bei der gerade in Pro7 laufenden Fernsehumfrage jedoch sind zur Zeit 67% dagegen.

Übrigens hätte man das Problem Homo-Ehe wohl zur Zufriedenheit aller dadurch lösen können, dass man schwulen Paaren die Adoption gestattet, nachdem festgestellt wurde, das dies keinen Nachteil für die Kinder bedeutet.

 

Frau Merkel entdeckt das Grundgesetz

Merkel
An sich heißt es ja in Art. 38 Abs. I Grundgesetz, dass die Abgeordneten Vertreter des ganzen Volkes sind und dass sie an Aufträge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen sind. In Wahrheit unterliegen sie aber dem Fraktionszwang. https://autorenseite.wordpress.com/demokratie-kaputt/
Nun hat sich allerdings unsere Oberbefehlshaberin (so muss man hier wohl sagen) herabgelassen, den Abgeordneten ausnahmsweise mal zu gestatten, bezüglich der Ehe nach ihrem Gewissen zu entscheiden. Und was wird dabei nun heraus kommen? Man wird modern sein wollen und zeigen, dass man auf der Höhe der Zeit ist: Die Ehe für alle wird kommen.
Es ist ja schon eigenartig, dass die Ehe, die immer mehr durch Scheidungen und freies Zusammenleben bedroht ist, für die Schwulen und Lesben so begehrenswert ist.
Ich bin ja schon sehr alt, zudem noch Bayer und katholisch. Deshalb vermag ich nicht einzusehen, warum die bisherige Hetero-Ehe nicht bevorzugt bleiben soll, denn sie ist es ja, die für den Fortbestand des Staates sorgt,weil sie Nachwuchs hervorbringt.
Eine ganz andere Frage ist, ob man Schwulen und Lesben eine Adoption gestatten soll.

Das Gewissen am Beispiel Srebrenica

Man spricht oft von gewissenlosen Menschen oder Taten. Aber stimmt das? Haben nicht auch diejenigen, die wir als gewissenlos bezeichnen, in Wirklichkeit doch ein Gewissen, über das sie sich nur hinweg setzen, ohne sich der Folgen bewusst zu sein?
Nehmen wir Srebrenica als Beispiel: Ein Soldat, der an den Massenerschießungen teilgenommen hatte, berichtete in einem Interview, er habe zwar auf Befehl gehandelt, aber werde trotzdem seine Schuld nie los. Sein Leben mit dieser Schuld sei ein einziges Martyrium.
Auf der Gegenseite stand damals eine UN-Truppe, die aus Holländern bestand. Diese Truppe sah sich seinerzeit einer Übermacht der Serben gegenüber und hat sich kampflos aus Srebrenica zurück gezogen, weil eine Abwehr der Serben als nicht möglich erschien. Dennoch berichtet ein holländischer Soldat, er werde mit dieser Schuld nicht fertig. Für ihn wäre es besser gewesen, wenn er auch in aussichtsloser Lage gekämpft hätte, als mit dieser Schuld weiter zu leben.
Eine Geschichte aus dem letzten Krieg zu diesem Thema habe ich unter dem Titel „Der Ordensträger“ in meine Leseecke gestellt.
Und wenn ich nun die Grausamkeiten des IS sehe, denke ich mir, dass hier junge Männer am Werk sind, die im Leben keine Chance hatten und nun plötzlich die Gelegenheit bekamen, sich als Herren über Leben und Tod aufzuspielen. Aber irgendwann werden sie aus ihrem Wahn erwachen und vielleicht meinen, es wäre besser gewesen, wenn sie in der Rolle der Geköpften gewesen wären. Ich glaube daher, dass sich das Gewissen bei der Tötung von Menschen nicht ausschalten lässt. Man sieht dies beispielsweise auch bei der Heimkehr von Kriegsteilnehmern: Viele sind schwer traumatisiert.

In einem Punkt scheint das Gewissen allerdings zu versagen: bei der Steuerhinterziehung. Hat man je gehört, dass ein Steuerhinterzieher plötzlich reuig geworden ist und sich gesagt hat: Was bin ich nur für ein mieser Typ, der Arbeitnehmer von ihrem kleinen Einkommen Steuern zahlen lässt, von denen ich auch profitiere, während ich mein Millioneneinkommen vor dem Finanzamt geheim halte? Warum versagt also das Gewissen bei der Steuerhinterziehung? Ganz einfach deshalb, weil der Staat mit den Steuern in einer Weise umgeht, dass dies geradezu eine Anstiftung zur Steuerhinterziehung ist und gleichzeitig auch eine Rechtfertigung solcher Taten.