Schlagwort-Archive: gesund

Warum uns der heutige Tag der Fische nachdenklich machen sollte

Der Chiemsee war einmal so klar, dass man an der tiefsten Stelle (73m) bis auf den Grund sehen konnte. Und so war das Fischen von Seeforellen einfach: Man hielt ihnen den Angelhaken vor die Nase. Die Bediensteten von Schloss Herrenchiemsee traten einmal in den Streik, weil sie dauernd Seeforellen essen mussten. Heute sind die Tiere zum Sorgenkind geworden. Der See ist trotz Ringkanalisation durch Überdüngung trübe geworden und zwei „Seekühe“ genannte Schiffe müssen den Seegrund dauernd wegen des Algenbewuchses abmähen, damit der See nicht zu wächst.

Die Meere haben ein anderes Problem: die Überfischung.

Was mir aber zu denken gibt, ist ein Wappen, das ich in Erinnerung habe. Darauf war ein Fisch abgebildet und ich bin der Frage nachgegangen, was es damit auf sich habe, denn das Wappen stammte von einem Geschlecht, das nicht am Wasser zu Hause war.
Dieser Fisch war deshalb im Wappen enthalten, weil er das gesündeste Tier war, also dem Fürstengeschlecht Gesundheit bringen sollte.

Und wie sieht es heute mit der Gesundheit von Fischen aus? Wir sehen Fischzuchten, in denen die Fische mit Antibiotika gefüttert werden. Und zu denken gibt auch, dass die Themse so mit Rauschmittelrückständen belastet ist, dass Fische ihr Geschlecht wechseln.  Ähnliches beobachten wir dort, wo angeblich geklärte Abwässer in die Flüsse eingeleitet werden.

Und wenn schon diese einst so kerngesunden Tiere krank werden, fragt man sich, ob es nicht dem anfälligeren Menschen genau so ergeht.

Das Beste, was man im Urlaub tun kann: Bergsteigen


> Zunächst einmal ist man dort, wo die Natur am schönsten ist. Zweimal habe ich am Berg Frauen weinen sehen, weil sie von den herrlichen Eindrücken so sehr überwältigt waren:
Einmal am Watzmannhaus sah ich eine weinende Frau und wollte sie trösten. Aber sie sagte:
„Ich weine einfach, weil es so schön hier ist.“
Ein anderes Mal weinte eine Frau aus einer Wandergruppe auf der Zwieselalm. Der Bergführer fragte sie natürlich nach dem Grund und sie antwortete:
„… dass ich im Herbst meines Lebens noch so was erleben darf!“
Und der Bergführer nahm sie in den Arm und sagte: „Madel, wer wird denn von Herbst reden? Sommer ist‘s no bei dir.“
„Dann aber Spätsommer.“
Das sind zwei Erlebnisse die zeigen, wie sehr einen das Erleben der Natur aufwühlen kann. Leider ist vielen die Antenne für ein derartiges Erlebnis verloren gegangen.

> „Der Berg nimmt dir die Beichte ab!“ pflegte mein Vater zu sagen. Das stimmt wirklich, denn wenn man hoch hinauf steigt, merkt man, wie es um den Gesundheitszustand steht:
„Wenn i mit meiner Wampen kannt.
Aufi auf die Kampenwand…“
(Wampe ist bekanntlich der bayerische Ausdruck für Bauch.)
Man sollte schon als normaler Mensch im gemessenen Bergsteigerschritt mehrere Stunden aufsteigen und das „derschnaufen“ können.
Bergsteigen ist also gesund. Das kann ich mit meinen 86 Jahren mit Fug und Recht behaupten: Gerade stellte beispielsweise ein Arzt bei mir fest, das ich noch „jungfräuliche Knie“ habe. Oder anderes Beispiel: Die alten Bergsteiger sind meist keine Brillenträger…
> „Der größte Sieg, den du erringen kannst, ist der über den inneren Schweinehund.“ So lesen Sie es in meinen Aphorismen.
(Philosophisch tiefsinniger heißt es in der Bhagavad Gita: „Der Erhabene sprach: Dem ist das Selbst sein eigener Freund, der durch das Selbst das Selbst besiegt.“)
Einen anstrengenden Berg bezwungen zu haben, womöglich auf einer schwierigen oder anstrengenden Route, macht unheimlich glücklich. Das stärkt das Selbstbewusstsein und befähigt einen, auch andere schwere Aufgaben, die das Leben stellt, ohne kopflosen Stress zu bewältigen.
> Wenig bekannt ist, dass das Bergsteigen wie Doping wirkt. Weil die Luft oben dünner wird, nimmt das Blut mehr Sauerstoff auf und so kommt ein Bergwanderer wie ich auf Blutwerte, die – wie mein Arzt feststellte – im Dopingbereich liegen. Welchen Auftrieb kann also eine Bergwanderung geben!
> Bergsteigen ist so ähnlich wie eine Wallfahrt, nur eben nicht religiös. Aber viele Religionen setzen die Wallfahrten ein, um das religiösen Erlebnis zu vertiefen.
Auch beim Bergsteigen denkt man natürlich über vieles nach. Aber das Denken ist hier umfassender: Man befasst sich nicht nur mit Gott und der Welt, sondern auch mit sich selbst.
Bergsteigen ist sozusagen auch die Selbstjustierung der Persönlichkeit. Wie sagte einmal ein alter Bergsteiger zu einem Touristen:
„Geh‘ mal aufi auf‘n Watzmann! Da kimmst als völlig anderer Mensch wieder runter.“ (mindestens als müder)
> Aber vor allem: Bergsteigen macht unheimlich viel Spaß.

Jens Spahn – kein Vorbild

Heute sahen wir in den Fernsehnachrichten, wie unser Gesundheitsminister in einen voll besetzten Lift einstieg. Zu Recht wurde dies beanstandet, weil er dabei den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand nicht einhielt.
Aber auch in anderer Hinsicht war der Minister ein schlechtes Vorbild: Es wird doch dauernd propagiert, dass der Lift nur für Alte und Behinderte da ist. Der Gesunde soll zu Fuß gehen. Das sorgt für eine gute Durchblutung des Gehirns:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/04/12/jens-spahn-von-allen-guten-geistern-verlassen/

Vermissen Sie den Urlaub? Hier kommt der Trost

Ja, so schön könnte Urlaub sein – wie gesagt: „könnte“! Wenn Sie nun traurig sind, dass Sie nicht in Urlaub fahren oder fliegen können, sollten Sie sich die Urlaubsgesetze aus dem Buch „Mit spitzer Feder“ vergegenwärtigen:
Urlaubsgesetz Nr. 1: Je schöner die Gegend ist, desto grantiger ist das Hotelpersonal.
Urlaubsgesetz Nr. 2: Vergleiche die Freude auf den Urlaub mit der, die du beim Heimkommen empfindest: Dann bleibe zufrieden zu Hause.
Urlaubsgesetz Nr. 3: Freue dich, wenn du gesund nach Hause kommst. Das ist nicht selbstverständlich.
Urlaubsgesetz Nr. 4: Der Urlaub ist meist nur halb so schön, wie die Heimkehrer berichten.
Urlaubsgesetz Nr. 5: Der Urlaub ist anders als im Prospekt, denn wenn du einen Urlaub buchst, bedenke, dass du damit nur eine Chance erwirbst, dass alles so abläuft, wie du es dir vorgestellt hast.
Urlaubsgesetz Nr. 6: Montezuma lebt und hat was gegen Urlauber.
Urlaubsgesetz Nr. 7: Jeder Urlaub ist in der heutigen Zeit ein Abenteuerurlaub: Wie kommst du wieder heim?
Urlaubsgesetz Nr. 8: Der Reiz des modernen Urlaubs besteht oft im Kontrast: Erst übernachtest du im Luxushotel, dann auf dem Boden des Flughafens.

In diesem Sinne: Genießen Sie Ihr Zuhause!

Deutschland stürzt ab

Mein Senf dazu:

Deutschland stürzt ab. Überall geraten wir ins Hintertreffen  Und das Perfide daran ist, dass man das so steuert, dass es nicht so recht auffällt.
Gerade höre ich in den Morgennachrichten, dass nach einem Bericht der WHO Deutschland im Ranking des Kindeswohls nur auf Platz 14 liegt. Wie kann es denn so etwas geben? Ist unser Land denn nicht reich? Hören wir nicht immer von den Politikern, dass die Kinder unser wertvollstes Gut sind? In Wahrheit ist aber das Armutsrisiko bei den Kindern groß: Etwa jedes 5. Kind ist bei uns von Armut bedroht.
Aber solche Statistiken interessieren uns nicht: Wichtiger sind Aufschwung und Export.
Und wer kontrolliert schon, was unsere Kinder in der Schule zu essen bekommen?

 

Werden wir immer dümmer?

Werden wir immer dümmer? Eindeutig: Ja! Das haben Wissenschaftler herausgefunden.
Die Entwicklung hat aber schon viel früher eingesetzt, als die Wissenschaftler wahr haben wollen. Ich erinnere mich an einen Elternabend in der Schule vor mehr als einem halben Jahrhundert. Die Eltern beklagten sich über den Schulstress, dem ihre armen Kinder ausgesetzt seien. Der Klassenlehrer bestritt dies energisch und bewies auch, dass er recht hatte: Er stellte gegenüber, was die Elterngeneration im Lateinunterricht gelernt hatte und was bei gleicher Stundenzahl der Jugend zugemutet wurde: Das war verblüffend viel weniger.
Mehr ginge halt in die Köpfe der Schüler nicht hinein, meinte die Schule.
Ein anderes Beispiel ist ein Vergleich des damaligen Leben und dem heutigen: Man würde heute darüber lachen, welche Gedanken wir uns darüber machten, ob wir wirklich eine Küche mit Resopaloberfläche kaufen sollten: War das vielleicht gesundheitsgefährdend? So machten wir uns über alles Mögliche Gedanken und so sind wir bis heute geblieben:

Wir leben ganz natürlich in einem Holzhaus, während der moderne Mensch wohl kaum darüber nachdenkt, ob in seiner Wohnung der Anstrich seiner Wände und der Laminatboden vielleicht ungesund sein könnten. Das Denken wird mehr und mehr anderen überlassen.
Und noch ein Beispiel: Wir haben es verlernt, miteinander zu leben. Die z
unehmende Gewalt und die hohen Scheidungszahlen belegen dies.
Was das mit der zunehmenden Dummheit zu tun hat, wird vielleicht mancher fragen. Also: Wir messen immer den Intelligenzqutienten. Wichtiger aber ist der Dummheitsquotient:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/06/10/wichtige-entdeckung-dq/
Was nützt dem Menschen seine Gescheitheit, wenn er mit dem Leben nicht zurecht kommt? Und genau in diese Situation geraten wir immer mehr hinein.


Was Sie beim Fahrstuhlfahren beachten sollten

Das sollten Sie wissen:
1. Beim Warten auf den Fahrstuhl lernst du, dass du schneller und gesünder zu Fuß gegangen wärst.
2. Der Fahrstuhl kommt nicht an der Tür, vor der du stehst.
3. Bedenke, dass der Fahrstuhl für eine bestimmte Zahl von Personen à 75 kg berechnet ist. Wie viel wiegst du und wie viel wiegen die anderen? Wie viel Prozent Überlastung kann der Fahrstuhl verkraften?
4. Vor dem Einsteigen bedenke, dass vielleicht ein Mitfahrer furzt und dich dann empört anblickt.
5. Grüße nicht beim Einsteigen. Die Leute mögen das nicht, weil sie dann zurück grüßen müssten.
6. Schaue grantig drein. Die Leute mögen keine fröhlichen Mitmenschen – schon gar nicht am frühen Morgen.
7. Huste möglichst scheußlich. Dann halten die anderen Abstand von dir aus Angst vor Ansteckung.

So leben oder so?


Wenn man wie ich sehr alt wird, ist es ja interessant zu sehen, wie sich alles verändert:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/07/22/lesen-sie-bitte-die-grossen-umbrueche-in-deutschland/

Besonders auffallend sind die Veränderungen im Bereich der Gesundheit:
Früher musste man gesund leben, wenn man länger leben wollte. Heute achten viele Menschen nicht auf ihre Gesundheit, denn im Falle einer Krankheit können sie darauf vertrauen, dass die moderne Medizin ein Mittel dagegen hat. Was gibt es nicht alles: künstliche Gelenke und Bandscheiben, Bypässe, Herzschrittmacher, Brillen und Gebisse, Antibiotika und Penicillin, …
Und so sehe ich heute zu meinem Erstaunen, dass diejenigen, die ungesund leben (allerdings nicht rauchen), genauso alt werden wie die anderen, die ein gesundes Leben führen. Und weil dies so ist, geht das Wissen darüber, wie ein gesundes Leben aussehen sollte, immer mehr verloren. Es gibt zwar eine Unmasse von Informationen über dieses Wissen, aber die Menschen haben keine Zeit mehr, sich damit zu befassen. Bei uns hat sich ja im übrigen eine Servicementalität ausgebildet, d.h.: wenn es Spezialisten für etwas gibt, sollen die sich darum kümmern. Das ist bei der Kindererziehung so und auch bei der Gesundheit.
Bei der Gesundheit muss ich feststellen, dass das alte Wissen darüber häufig von der modernen Medizin als überholt hin gestellt wird: Nehmen wir als Beispiel die Skoliose. Nach dem Krieg litten viele Kinder darunter und es war den damaligen Ärzten klar, dass diese Steigerung der Fälle auf die Mangelernährung zurück zu führen war. Die betroffenen Kinder erhielten daher in der Schule eine „Sonderbespeisung“.
Wenn heute Kinder unter Skoliose leiden, heißt es, man wisse nicht, was die Ursache dafür sei. Mein Verdacht ist hier allerdings, dass die Ursache „Mangelernährung“ bewusst verschwiegen wird, weil sie unsere moderne Lebensform zerstören würde: Die meisten Kinder werden ja in der Kita oder Schule „abgefüttert“ und das, was sie da vorgesetzt bekommen, muss billig sein. So fehlen häufig viele Vitalstoffe.
Noch ein anderes Beispiel zum alten Wissen über die Gesundheit: Wenn ich manchmal die Großelterngeneration neben den Enkeln sehe, fällt mir auf, dass meist mehr Enkel eine Brille tragen als die Großeltern:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/07/03/brillentraeger-sind-gescheiter/
Die Alten müssen also gesünder gelebt haben. Sie hatten bestimmte Nahrungsmittel, denen sie – wie den Heilmitteln – gewisse Wirkungen zu schrieben. Sie wussten also, was gut für die Augen, für die Knochen, die Abwehrkräfte usw. war. So aß man oft gelbe Rüben für die Sehkraft. Auch hier kam nun die moderne Medizin und zweifelte eine solche Wirkung an.
In mir regt sich jedoch der Verdacht, dass man das alte Volkswissen bewusst torpediert, denn man will keine Gesunden, sondern Patienten, an denen man was verdienen kann. Um bei den Brillen zu bleiben: Wenn ich an meine Studienzeit zurück denke, war in meinem Bekanntenkreis nur einer ein Brillenträger; heute ist jeder zweite Studienabgänger ein Brillenträger. Was für ein Geschäftsfeld hat sich da aufgetan! In zwei benachbarten Städten gab es früher zwei Optiker. Nun sind es fünf.
Ähnlich ist es ja bei der teuren Kiefernorthopädie: Jedes zweite Kind bekommt inzwischen eine Zahnspange. Und nun erfahren wir gerade, das die mehr als eine Milliarde, die jährlich dafür ausgegeben wird, völlig nutzlos sein soll.
Das alles zeigt doch deutlich an, wohin die Reise geht.
Bleiben Sie gesund!

Was Sie unbedingt wissen sollten

Wir leben in einer Zeit des Umbruchs, was an sich ja nicht unbedingt ein Nachteil sein muss. Aber auch die Jüngeren sehen so langsam, dass es immer mehr bergab geht. Hier nur ein paar Beispiele:

  • Der Welterschöpfungstag rückt immer weiter nach vorn.

  • Die Messerattacken – insbesondere unter Jugendlichen – nehmen ständig zu. Allein in Berlin gibt es 7 pro Tag.

  • Wir sind nicht mehr sicher wegen der Gefahr von Terroranschlägen.

  • Die erste Schule wird mit den Schülern nicht mehr fertig und fordert Polizeischutz.

  • Viele Jugendliche sind krank: Sie leiden unter Fettleibigkeit, Diabetes, ADHS, Bluthochdruck, Neurodermitis, Allergien, Migräne, Mobbing, Überforderung, psychischen Erkrankungen, Kreuzschmerzen, Skoliose

  • Atemluft und Trinkwasser werden immer schlechter mit nicht absehbaren Folgen.

  • Männer werden entmannt.

  • Die Reichen werden immer reicher und die Armen werden immer mehr: https://autorenseite.wordpress.com/2017/04/03/rpd-radikal-soziale-partei-deutschlands/

  • Wohnen in der Stadt wird zum Luxus.

Es gäbe ja noch so vieles.

Aber ich will hier nur ein Thema herausgreifen: die Gesundheit. Es gab früher eine traditionelle Art der Ernährung, die von Generation zu Generation weitergegeben wurde. Man wusste, was gut für die Augen, für die Knochen, für die Immunkraft, fürs Gehirn und fürs Blut war. Und so schaute man, dass die entsprechenden Gemüse- und Obstarten auf den Tisch kamen. Nach dem Motto des Hippokrates: „Unsere Nahrungsmittel sollen Heil-, unsere Heilmittel Nahrungsmittel sein.“ Auf diese Weise sorgte man für die Gesundheit, denn Krankheiten wie eine Lungenentzündung konnten den Tod bedeuten. Die alten Frauen in der Familie waren diejenigen, denen die jungen die Ernährungsmethoden abschauten. Und die Pharmazie destillierte aus dem Wissen der Alten die modernen Medikamente.
Aber dann kam der große Umbruch. Eine Generation von Frauen wuchs heran, die keinen Respekt mehr vor dem Wissen der Alten hatte nach dem Motto: Wer „zu dumm ist, mit einem Computer umzugehen“, hat mit Sicherheit auch kein vernünftiges Konzept für die Ernährung. Und die moderne Medizin entzauberte angeblich die althergebrachten Nahrungsmittel: Sie stellte fest, dass der Spinat gar nicht so viel Eisen enthielt, wie man dachte. Was die Forscher aber übersahen, war die Tatsache, dass die Alten den Spinat nicht allein wegen des Eisengehalts aßen, wie der „Spinattag“ in den USA beweist. Beim Karotin-Gehalt der gelben Rüben war es ähnlich. Und so ersetzten die jungen Frauen die althergebrachten Ernährungsregeln durch Kochen nach Gusto: Auf einmal war durch den globalen Handel alles Mögliche verfügbar. Wer wollte noch Kohl essen, wenn im Internet oder Fernsehen die exotischten Gerichte angepriesen wurden? Die Gesunderhaltung des Körpers trat in den Hintergrund, weil ja eventuelle Schäden von der modernen Medizin repariert werden konnten.

Aus meinen Beobachtungen drängt sich mir der Schluss auf, dass die Umstellung der Ernährung Ursache für die Erkrankung vieler Jugendlicher ist. Oft bekommen die Kinder ja ihr Essen in den Schulen oder Kitas und über die oft mangelnde Qualität dieses Essens sind genügend schlimme Erkenntnisse zu lesen gewesen.

Greifen wir von den Erkrankungen der Jugendlichen einmal nur die Alterskurzsichtigkeit heraus, von der schon viele Jugendliche betroffen sind: In meiner Jugend war nur ein einziger Schüler Brillenträger, der deswegen „Brillus“ genannt wurde. Genau so sah es in der Mädchenschule aus: Dort gab es nur eine „Brillenschlange“ Und heute? Sie wissen es ja selbst. Es wird immer behauptet, die zunehmende Alterskurzsichtigkeit läge am Computer. Das ist m.E. eindeutig falsch. Wir Jungen waren damals wahre Leseratten: Ich hatte beispielsweise alle Karl-May-Bände verschlungen und viele andere Abenteurerromane. Warum sollte das die Augen weniger belastet haben? Und wenn manche doch glauben, der PC sei schuld, dann frage ich, warum ich mit über 80 Jahren immer noch keine Brille brauche, obwohl ich seit über 20 Jahren oft stundenlang am PC sitze? Es muss also an der unterschiedlichen Ernährung liegen, dass die Kinder heute schlechter sehen, denn so schnell schlägt die Degeneration nicht zu.
Ein wesentlicher Unterschied zwischen uns damals und der heutigen Generation besteht auch darin, dass wir nur misstrauisch an all die Neuerungen herangingen. Was habe ich alles studiert, bevor ich mir eine Resopal-Kunststoff-Arbeitsplatte in meine Küche einbauen ließ. Und heute wird unkritisch gekauft, was auf dem Markt ist. Was für Folgen das haben kann, sei hier nur mit dem Beispiel der Kunststoff-Babyflaschen belegt. Viele Frauen fanden sie praktisch, weil sie beim Herunterfallen nicht so zersplitterten wie die Glasflaschen. Dann stellte sich aber heraus, dass der Weichmacher des Plastiks die Gehirne von Buben schädigt. Und so wurden diese Flaschen verboten.
Übrigens sind auch viele Nahrungsmittelzusätze, die bei uns kennzeichnungspflichtig sind, in anderen Ländern verboten. Aber wie wenige Menschen kümmern sich überhaupt darum, was sie da zu sich nehmen. Wer liest schon, was hinten auf den Verpackungen steht? Und wer weiß schon, was das alles bedeutet?
So führen die meisten Menschen von heute ein fremdbestimmtes Leben: Nicht sie selber bestimmen, sondern die Lebensmittelindustrie entscheidet, was sie alles an Mitteln zur Haltbarmachung schlucken müssen. Denn je haltbarer ein Nahrungsmittel gemacht wird, desto seltener muss es ausgeliefert werden, so dass Transportkosten gespart werden.

Was essen Sie?

rat-440987_1280.jpg

Etliche meiner Followerinnen schreiben interessante Beiträge über Ernährung und das brachte mich auf die Idee, auch mal etwas Kurzes über dieses Thema zu verfassen, obwohl ich vom Kochen keine Ahnung habe:
Als ich noch bei meinen Eltern zu Hause war, vor über einem halben Jahrhundert, aßen wir Speisen, die ich seither nicht mehr auf dem Teller hatte: Makrelen oder Heringe gibt’s hier nicht. Dabei war der Hering früher einmal ein Fisch, über den im Kochbuch meiner Mutter zu lesen war: Es sei schade, dass es ihn so massenhaft gebe, daher würde er zu wenig geschätzt. Heute tauchen auf den Speisekarten manche Fische auf, die man früher als Beifang wieder ins Meer geworfen hat.

Noch eine Frage: Wann haben Sie zuletzt Schwarzwurzeln gegessen?
Früher war die Ernährung einfacher. Es gab einen Obst- und Gemüsehändler und der hatte auch immer wieder etwas anderes im Programm. Schwarzwurzeln gehörten natürlich auch dazu. So ernährten sich die Kunden abwechslungsreich und gesund. Und heute? Haben Sie schon mal Schwarzwurzeln im Lokal auf der Speisekarte gefunden?
Warum eigentlich nicht? Sie sehen halt nicht gut aus und das Putzen macht Arbeit. Aber sie schmecken ausgezeichnet – ich finde sogar: besser als Spargel. Ihr Vorzug ist: Sie enthalten nur wenig Kalorien: 15 pro 100 Gramm. Und sie sind ein wertvoller Lieferant von Kalium, Kalzium, Eisen und Vitamin B 1. Ihre Bitterstoffe fördern die Verdauung. Und der Ballaststoff Inulin ist auch gut für die Figur.

Manchmal muss ich beim Studieren der Speisekarte an den besten Koch Italiens denken. Es ist ein Deutscher in einem römischen Hotel. Als man den in einem Interview fragte, was er gerne isst, wenn er zu Hause ist. Er antwortete: „Pellkartoffeln mit Rahmquark!“ Die würde ich auch manchmal ganz gerne auf der Speisekarte finden. Oder ein einfaches anderes Essen habe ich nur mal im Kulinarium in Bad Füssing gegessen: Senfeier.