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Frauen, Ihr enttäuscht mich!

Das hätte ich nie von Euch erwartet! Schämt Euch! In der offiziellen Mainstream-Presse wird es ja verschwiegen, was Ihr Euch wieder mal geleistet habt, denn in den Redaktionsstuben hat man Angst vor Euch. Deshalb kann ich nur hier in einem Regionalblatt lesen, was beim Blitzmarathon der letzten Woche heraus gekommen ist. Ihr seid die traurigen Sieger. Zu deutsch: Mehr Frauen als Männer halten sich nicht an die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit. Nun weiß ich zwar nicht, ob das Ergebnis bundesweit gilt oder ob wir nur hier so wilde Weiber haben.
Und noch eine Bemerkung zu den Geschwindigkeitskontrollen: Bei uns wird immer an zwei geraden sehr übersichtlichen Straßen gemessen, die zum Schnellerfahren direkt einladen. Und dann kann man stereotyp oft Tag für Tag das Gleiche lesen, nämlich dass die Polizei viele Autofahrer erwischt hat. Die Polizei behauptet zwar immer, sie wolle damit die Verkehrssicherheit heben, doch zeigen die immer gleichen Zeitungsberichte über die zu schnellen Fahrer, dass die Beamten auf dem Holzweg sind. Wenn man die Autofahrer bremsen will, könnte man das mit einer Änderung der Straßenführung viel besser erreichen: Ein paar Pflanzinseln am Straßenrand oder Parkbuchten oder ähnliches würde schnell für normale Geschwindigkeiten sorgen. Aber das kostet doppelt Geld, nämlich erstens für die Baumaßnahmen und zweitens hat man Verluste beim Kassieren der Bußgelder. Und so sieht man also deutlich, dass es ums Kassieren, aber nicht um die Sicherheit geht.

Ganz Deutschland lacht…

… über diesen Polizisten. Lachen Sie mit über diese Karikatur-Skulptur!

http://www.suedost-news.de/region+lokal/landkreis-berchtesgadener-land/bischofswiesen_artikel,-Mit-Hose-haette-er-mir-besser-gefallen-_arid,157517.html

Offenbar ist die Skulptur eine Kritik am Übereifer der Polizei bei der Verfolgung von Geschwindigkeitsüberschreitungen, der dazu führt, dass sich die Zahl der Einbrüche ständig erhöht.

 

Tag des Blitzmarathons

Gestern war der Tag des Blitzmarathons. Er sollte die Unfallursache Nr. 1, nämlich die überhöhte Geschwindigkeit, bekämpfen.
Zunächst einmal muss man bei der Unfallursache „überhöhte Geschwindigkeit“ unterscheiden. Da gibt es zum einen die Missachtung der vorgeschriebenen Geschwindigkeit und dann gibt es noch die nicht angepasste Geschwindigkeit, die sich aber in vorgeschriebenen Bereich hält. Wer also beispielsweise auf der Landstraße bei Glatteis mit 80 km/h unterwegs ist und ins Schleudern kommt, missachtet keine Geschwindigkeitsbegrenzung. Er fährt halt nur mit nicht angepasster Geschwindigkeit.
Es wäre nun interessant zu erfahren, wie viele Unfälle auf Missachtung der Verbote zurück zu führen sind und wie viele nur durch eine nicht angepasste Geschwindigkeit verursacht wurden. Ich glaube, da würde sich wohl ergeben, dass der Blitzmarathon nicht unbedingt geeignet ist, die Hauptunfallursache zu bekämpfen. Die scheußlichsten Unfälle sind doch die Massenkarambolagen auf der Autobahn oder diejenigen die auf Heimfahrten von der Disco passieren. Sie alle dürften sich weit überwiegend bei Geschwindigkeiten ereignen, die sich im zulässigen Bereich  halten.
Die Geschwindigkeitsmessungen, die ich beobachte, finden fast alle dort statt, wo man gefahrlos schneller fahren könnte. Deshalb werden sie ja dort auch häufig missachtet und die Polizei macht „fette Beute“. Manchmal hat man den Eindruck, als wären Geschwindigkeitsbegrenzungsschilder nur zu dem Zweck aufgestellt, um dort kassieren zu können. Der frühere Ministerpräsident Clement hat dies erfreulicherweise auch einmal zugeben müssen. Er hatte auf einem Autobahnstück die Geschwindigkeit auf 60 km/h begrenzen lassen, um von den kassierten Bußgeldern einen Kindergarten bauen zu können.
Was die erzieherische Wirkung von Geschwindigkeitskontrollen angeht, ist die Hoffnung wohl vergebens. In Österreich hatte man einmal vor ein paar Jahren die Idee, die Unfallautos und die Toten nicht gleich abzutransportieren, sondern sie zu Abschreckungszwecken eine Zeit lang am Unfallort stehen zu lassen. Die Wirkung war gleich Null: Kaum waren die Autofahrer ein paar Kilometer vorsichtig gefahren, ging die Raserei wieder von vorne los.

Aufruf! Mach mit beim Streik der Autofahrer!

Keine Angst, hier wird nicht für einen autofreien Tag geworben. Nein, es geht um die zunehmenden Geschwindigkeitskontrollen. Gerade hat die Verkehrsüberwachung Millionen für neue Messgeräte ausgegeben. Wie wäre es denn, wenn wir uns vornehmen, in der nächsten Zeit besonders korrekt zu fahren?
Das fällt natürlich manchen Leuten schwer, denn sie finden, dass man in einer übersichtlichen zweispurigen Straße mit weit zurückliegenden Häusern ruhig mal einen Zahn zulegen kann. Recht haben Sie, aber gerade dort lauert die Polizei. Eigentlich heißt es in den Anweisungen verschiedener Länder zur Geschwindigkeitsüberwachung, dass an Gefahrenstellen gemessen werden soll. Doch man richtet sich anscheinend nicht danach. Auch habe ich gelesen, dass ein Bundesland (NRW?) diese Einschränkung gestrichen hat. Es soll also überall gemessen werden, damit Geld in die Kassen kommt.
Hinterlistigerweise hat man daher auch völlig unsinnige Geschwindigkeits-Beschränkungs-Schilder aufgestellt, die natürlich missachtet werden und daher eine unerschöpfliche Geldquelle darstellen. Ich erinnere mich an einen Ministerpräsidenten, der stolz verkündete, man habe aus den Einnahmen einer einzigen Radarfalle einen Kindergarten bauen können.
Fallen Sie also nicht auf solche Fallen herein und fahren Sie dort besonders korrekt, wo es als sinnlos erscheint. Sie versäumen dadurch nicht viel Zeit und können sich beim Fahren freuen, der Polizei ein Schnippchen geschlagen zu haben. Wenn das alle machen würden…
Haben Sie sich selbst einmal beobachtet, wenn Sie zu schnell gefahren sind? War wirklich Eile geboten? Wohl kaum. Wenn sie ehrlich sind, war es doch nur Nervosität, die Sie angetrieben hat. Und Nervosität ist eine schlechte Voraussetzung für gutes Fahren.