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Warum mein PC so langsam war und Experten überfordert waren

Ich hatte einen guten alten PC, den ich von Windows 7 schließlich auf Windows 10 upgedatet hatte. Er lief zuverlässig, aber irgendwann brauchte ich statt der 32-Bit-Version eine solche mit 64 Bit. Und so kaufte ich mir einen neuen Medion-PC.
Das war eine einzige Katastrophe. Erst mit der dritten Zusendung von Maus und Tastatur lief er endlich. Für mich als Laien war es natürlich jeweils schwierig, heraus zu finden, ob ich einen Fehler beim Installieren gemacht hatte oder ob es an den Geräten lag. Da war ich lange beschäftigt, um nicht zu sagen: fast überfordert, aber als Pensionist habe ich ja Zeit.

Dann lief der PC zu langsam. Wieso? Der Vodafone-Service probierte alles Mögliche. Sogar einen neuen Router erhielt ich – ohne Erfolg. Die Telekom überprüfte die Leitung: alles o.k. Was nun? Da kam ich auf die Idee, den alten PC zu probieren: Der lief schneller. Komisch! Ich probierte einen anderen Speedcheck als den von Vodafone und da las ich, dass man den Cache leeren soll. Und tatsächlich: Das brachte etwas. Aber ideal ist es noch nicht. Die Übertragungsrate schwankt zwischen 1 und 7. Immerhin kann ich so arbeiten, wenn sie nicht ausnahmsweise auf 0 sinkt.
Das mit dem Leeren des Cache hätten die Experten ja vorher sagen können und sich einen Haufen Arbeit ersparen können. Aber was jetzt? Wie komme ich auf eine dauerhafte schnelle Übertragung?

 

Verdammtes Vodafone: Seit 10.7. funktioniert weder Telefon noch Internet richtig

Dieses Schild von der Hefter-Alm kann ich mir auch aufstellen.

Ich muss schon Glück haben, wenn ich ins Internet komme. Die Übertragungsgeschwindigkeit meiner DSL-Leitung ist zu gering. Meist werde ich wegen Zeitüberschreitung raus geworfen und oft geht sowieso gar nichts. Nun müsste jemand von der Telekom kommen und das in Ordnung bringen, doch da kommen erst die Telekom-Kunden dran und dann werde ich lange warten müssen, weil viele Telekom-Leute im Hochwassergebiet zu tun haben. So kann es sein, dass diese Seite mal für eine Zeit ausfällt.

Typisch Wahlkampf: Tempolimit

Typisch am Wahlkampf ist, dass dabei Äpfel mit Birnen verglichen werden.
Nehmen wir als Beispiel den Streit über das Tempolimit: Fest steht, dass es bei einer Geschwindigkeitsbegrenzung weniger Tote gibt und dass der Schadstoffausstoß geringer wird:
Ein Tempolimit von 130 Kilometern pro Stunde würde die Treibhausgasemissionen des Verkehrs um jährlich 1,9 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente mindern. Bei einem Tempolimit von 120 km/h wären es 2,6 Millionen Tonnen.  Das kann die Union nicht weg diskutieren. Auch die Zahl der Toten ließe sich wesentlich reduzieren, wie Vergleiche von Autobahnabschnitten vor und nach einer Geschwindigkeitsbegrenzung eindeutig belegen. Aber weil Scheuer dagegen keine sachlichen Argumente vorbringen kann, desavouiert er das Tempolimit als politisches „Kampfinstrument“ und sogar als „Fetisch“. Wenn er sagt, die deutschen Autobahnen seien die sichersten der Welt, so ist das kein Argument dagegen, dass man sie nicht noch sicherer machen kann. Und wenn er von Freiheit redet, so hat halt diese halt sowieso in den Verkehrsregeln ihre Grenzen. Und wenn er von einer Durchschnittsgeschwindigkeit auf Autobahnen von 117 km/h  redet, so redet er in typischer Weise am Thema vorbei: Es geht nicht um die Durchschnittsgeschwindigkeit, die in Staus oft 0 ist, sondern um die Raserei, ihre Gefahren und ihren Schadstoffausstoß.
Wir können halt nicht mehr sachlich diskutieren, schon gar nicht im Wahlkampf.
Wenn Scheuer ehrlich wäre. müsste er sagen: „Die paar Toten mehr und auch die paar Tonnen CO2 müssen wir hinnehmen, damit die Autoindustrie teure Autos verkaufen kann.“

Die deutschen Bremser

Man kann hinschauen wo man will: Überall hat Deutschland auf die Bremse getreten: bei der Senkung der Abgaswerte, bei der Umsetzung der Antikorruptionsrichtlinie, beim Verbot der Zigarettenreklame, beim Schutz des Grundwassers vor Nitrat, bei der Höchstgeschwindigkeit…
Die Liste ist lang und wird nun wieder verlängert: Das autonome Fahren rückt gerade in greifbare Nähe und jetzt wird schon darüber diskutiert, ob man nicht ab sofort in die Autos eine Vorrichtung einbauen könnte, die die Fahrzeuge beim Überschreiten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit automatisch ausbremst.
So etwas ist mit Deutschland nicht zu machen: Technische Probleme werden vorgegeben und überhaupt…
Was die Technik angeht, so wissen wir vom Navi, dass es Geschwindigkeitszonen erkennt und bei zu schnellem Fahren piept (aber nicht so lange und laut wie beim Fahren ohne Gurt). Dabei wird es wohl bleiben, obwohl man schon berechnet hat, wie viele Tote uns eine automatische Ausbremsung ersparen würde. Beispielsweise könnte es dann Rennen in der Stadt mit entsetzlichen Folgen nicht mehr geben.
Wird es vielleicht dann auch beim autonomen Fahren so sein, dass den Deutschen als letzte Freiheit der Tritt aufs Gaspedal bleibt? Nicht ist so be-scheuer-t, dass man es sich nicht vorstellen könnte. Schließlich brauchen ja die Kommunen die vielen Millionen, die ihnen aus den Geschwindigkeitskontrollen zufließen.

Eine merkwürdige Nachricht: Geschwindigkeitsbegrenzung in Siegsdorf?

Siegsdorf ist ein schöner Ort mit schrecklichem Verkehr auf der engen unübersichtlichen Hauptstraße. Deshalb wollen die Siegsdorfer, dass dort eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h eingeführt wird. Daraus wird wohl nach Ansicht der zuständigen Behörde kaum etwas werden, weil die Straßenverhältnisse die vernünftigen Autofahrer sowieso zu einer vorsichtigen, also langsamen Fahrweise zwingen:
https://www.suedost-news.de/region-und-lokal/regionales-traunstein/siegsdorf_artikel,-weiterer-nachweis-fuer-tempo-30-in-ortsdurchfahrt-noetig-_arid,583318.html
Was aber ist mit den Verkehrsrowdies, die bei den abgehaltenen Geschwindigkeitsmessungen nicht unterwegs waren?
Überträgt man die Hindernisse bei der Siegsdorfer Geschwindigkeitsbeschränkung auf Kindergärten, so könnte man ja auch dort sagen, eine 30-km/h-Grenze sei dort nicht nötig, weil die Leute dort sowieso vorsichtig unterwegs sind.

Sind die Bayern gescheiter?

  Gerade Straße – breit und übersichtlich. Typisch: Hier wird das Tempo gemessen.

Was muss ich da lesen? In Hamburg gibt es 40 „Starkästen“, die die Geschwindigkeit der Autos kontrollieren. Die Stadt hat dadurch Einnahmen in Höhe von 18,9 Millionen Euro jährlich. Weil das so lukrativ ist, will man nun die Zahl auf 43 erhöhen. Zahlen die Hamburger denn so gerne quasi eine Zusatzsteuer?
In Bayern gibt es wesentlich weniger von solchen Geräten. Und da fragt man sich, ob die Bayern vielleicht gescheiter sind als die Hamburger. Es ist ja so: Je mehr Starkästen aufgestellt werden, umso geringer ist die Chance der Autofahrer, beim Schnellfahren ungeschoren davon zu kommen. Also fahren dann die Leute immer korrekter. Die Geschwindigkeitskontrollen bringen also nun immer weniger ein. Haben die Bayern vielleicht den Punkt, an dem die Geschwindigkeitskontrollen am meisten bringen, besser getroffen als die Hamburger?
Die Bayern haben ja mit laxeren Kontrollen gute Erfahrungen gemacht: Betriebsprüfungen finden hier nur selten statt. Das macht Bayern für Firmen natürlich so attraktiv, dass sich andere Bundesländer darüber beschwert haben.
Zum Schluss noch ein Tipp: Haben Sie schon mal errechnet, wie viel Zeit Sie durch eine Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit einsparen? Dann werden Sie merken: Es lohnt sich nicht. Ich glaube ja, die meisten Geschwindigkeitsüberschreitungen geschehen nicht aus Eile, sondern aus Nervosität: Man hält es einfach schlecht aus, auf einer breiten übersichtlichen Straße nur dahin schleichen zu dürfen. Und gerade da lauern die Kontrolleure:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/04/18/der-bloede-blitzmarathon/

Es wäre doch vielleicht ein ausgezeichnetes Mittel, dadurch mehr Ruhe und Entspannung in sein Leben zu bringen, dass man korrekt fährt. Und wäre das nicht ein Spaß, wenn man die ganzen Starkästen auf diese Weise zur Fehlinvestition machen würde? Es gibt übrigens so viele kuriose Feiertage. Man sollte einen weiteren hinzufügen, nämlich den des Boykotts der Starkästen.

 

 

 

Polizei: Jetzt wird’s spannend!

Tag für Tag sehen wir, wie viele Polizeibeamte durch die Flüchtlingskrise gebunden sind: an der Grenze, bei Demonstrationen, bei Gewalt in den Heimen oder bei Übergriffen von Rechtsextremen. Das werden wir zu spüren bekommen, meint Polizeigewerkschaftschef Wendt und fügte als Beispiel an: Wenn man die Geschwindigkeitskontrollen einschränken müsse, werde das Menschenleben kosten.
Ich bin gespannt, ob das stimmt und werde die Statistik genau beobachten. Womöglich ergibt sich keine signifikante Veränderung. Das würde belegen, dass die Autofahrer vernünftiger fahren, als die Polizei behauptet. Sie überschreiten die zulässige Höchstgeschwindigkeit normalerweise nur dort, wo dies gefahrlos möglich ist, wo aber die Polizei lauert. Es wird spannend, ob das so stimmt.
Lesen Sie hierzu bitte unbedingt auch: „So kassiert man Autofahrer ab“.
Interessant wird auch, ob die Zahl der Wohnungseinbrüche steigt, wenn nicht, würde das beweisen, dass die Polizei bisher zu wenig für die Prävention getan hat. Auch hier wird die Zukunft interessant.

Das sollten Sie wissen zum Thema Blitzen

Heute endet der Blitzmarathon. Überall in Deutschland waren 13000 Polizeibeamte unterwegs, um Geschwindigkeitskontrollen durchzuführen. Kein Wunder, dass die Zahlen der Wohnungseinbrüche erschreckend in die Höhe geschnellt sind: Aber Die Einnahmen aus Geschwindigkeitsüberschreitungen machen halt viele Millionen aus, während die Prävention von Einbrüchen nichts in die Staatskasse spült, sondern Geld kostet.
Wenn Sie nun nach dem Ende des Blitzmarathons immer noch etwas über das Blitzen lesen, sind es die Frauen, die von sich reden machen, sei es als Höschen- oder „Nippelblitzerinnen“.
http://web.de/magazine/unterhaltung/lifestyle/hoeschen-nippel-tattoos-stars-gewaehren-unfreiwillige-einblicke-30578666

Wie blöd sind Autofahrer eigentlich?

Der emanzipierte Autofahrer weiß, wo er wie schnell fahren darf, ohne andere zu gefährden. Leider decken sich seine Überzeugungen nicht mit denen der Polizei. Wir sehen öfter Geschwindigkeitsbegrenzungen, bei denen man sich an den Kopf greift und fragt: Wieso? Die Antwort ist einfach: Man will kassieren. Ein Innenminister hat ja sogar zugegeben, dass er an einer Autobahnbaustelle bewusst die Geschwindigkeit auf zu niedrige 60 km/h beschränkt hat, um von den Bußgeldeinnahmen einen Kindergarten zu bauen. Was Verkehrssünder zahlen, lesen wir in den Stuttgarter Nachrichten:
„Die neue Tempoüberwachung an der A 8 blitzt einträglich: Das Land rechnet mit neun Millionen Euro Bußgeld im ersten Jahr.“
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.auf-der-a-8-autobahn-blitzer-taeglich-1500-suender-erwischt.1062c0ee-7e54-47b3-ba90-8982b3b315e6.html
Wie blöd sind die Autofahrer eigentlich, wenn sie solche Summen bezahlen? Ich bin der Überzeugung, dass nur wenige Geschwindigkeitsüberschreitungen damit zu tun haben, dass es einem Autofahrer wirklich pressiert. Fast alle Schnellfahrer finden es einfach zu langweilig, mit der vorgeschriebenen Geschwindigkeit dahin zu zotteln. Lohnt es sich aber wirklich, wenn diese Leute für ihre Nervosität Bußgelder bezahlen? Wäre es nicht gut, wenn sie ihr Leben auch in dieser Beziehung entschleunigen würden?

Radarfallen – sinnvoll oder Abzocke?

Gestern schrieb ich hier einen Beitrag über die Geschwindigkeitskontrollen der Polizei. Und wie ich dort beschrieben habe, können Sie fast jeden Tag, so auch heute in den suedost-news.de lesen:
„Lokalnachrichten BGL
Mit 165 km/h auf der B 305 unterwegs
Marktschellenberg – In Zusammenarbeit mit der Verkehrspolizeiinspektion Traunstein führte die Polizeiinspektion Berchtesgaden am Dienstag in Marktschellenberg und Berchtesgaden Geschwindigkeitsmessungen durch.“
Wie man sieht nützen die Geschwindigkeitskontrollen überhaupt nichts, außer dass sie Geld in die öffentlichen Kassen spülen. Man spricht ja zu recht von „Radarfallen“, denn man baut die Straßen teilweise so aus, dass sie ohne weiteres viel höhere Geschwindigkeiten zulassen würden als die erlaubten. Und dort wird dann geblitzt. Weil das so viel Geld einbringt, werden die Beamten dort eingesetzt, anstatt auf Streife zu gehen, um die zunehmenden Einbrüche einzudämmen.