Schlagwort-Archive: Geruch

Vorsicht: das parfümierte Gift!

Wenn man heute zu Putzmitteln greift, verströmen diese einen angenehmen Duft nach Parfüm, Zitrone oder Apfel. Das ist der Fortschritt der Chemie: Zeug, das giftig und gefährlich ist, soll jedenfalls gut riechen. Wir wollen die Wahrheit nicht mehr wahr haben, was wir auch bei der Sprache beobachten können. So traut sich heute niemand mehr, den Abschuss von Wölfen zu fordern, sondern man spricht von der „Entnahme aus der Natur“.
https://autorenseite.wordpress.com/lexikon-des-politischen-sprachgebrauchs-und-des-sonstigen-geschwafels/

Wie anders war das Putzen früher: Meine Mutter reinigte die Kloschüssel mit Salzsäure und die stank schrecklich. Da musste man natürlich hinterher gut lüften. Anders ist es bei den heutigen Putzmitteln: Weil die gut riechen, lässt man den erfrischenden Geruch oft gern im Raum. Und das ist falsch. Die Düfte sind in der Regel giftig und sollten durch Lüftung entfernt werden.

Wie gefährlich diese Düfte sein können, konnte man vor einiger Zeit in der Zeitung lesen: Da hatte eine Reinigungskraft erst ein Putzmittel verwendet, das aber gleich aufgebraucht war. Dann hat sie mit einem anderen weiter gemacht. Die „Düfte“ der beiden Putzmittel bildeten ein tödliches Gasgemisch, an dem die Frau gestorben ist.

Eigentlich sollte daher vorgeschrieben werden, dass Putzmittel so riechen sollten, wie die darin enthaltenen Wirkstoffe, ohne dass deren Geruch kaschiert werden darf. Giftiges muss auf jeden Fall scheußlich riechen, damit jeder die Gefährlichkeit erkennt.

Corona, Grizzly, Schmetterling und die Wunder der Natur.


In der derzeitigen Fernsehzeitung TV14 lese ich, dass Grizzlys sich auf eine Entfernung von 30 km riechen können. Wahnsinn! Und da frage ich mich, wenn sich Geruchspartikel so weit ausbreiten: kann das nicht mit einem Virus genau so sein?
Etwas Ähnliches habe ich über die Schmetterlinge gelesen: Wenn sie sich vermehren wollen, fliegen sie zum höchsten Baum im Sichtbereich und dort können sie einander auch dann schon riechen, wenn nur ein Geruchsmolekül in einem Kubikmeter Luft vorhanden ist. Wie kann das sein? Wenn das Duftmolekül auf der einen Seite des Kubikmeters ist: wie kann dann ein Schmetterling auf der anderen Seite den Geruch wahrnehmen?
Je älter ich werde, um so mehr offene Fragen habe ich, weil diejenigen, die mir früher entsprechende Auskünfte geben konnten, leider nicht mehr am Leben sind.

Corona: Da muss ich doch Herrn Drosten widersprechen

Gerade lesen wir, dass der Virologe Drosten folgendes gesagt hat:
Wenn man einem Menschen begegne, der Mundgeruch habe oder Knoblauch gegessen habe, bemerke man dies nicht, wenn Masken getragen werden. Dieser Mundgeruch, das seien Aerosole.
Ich kenne weder Menschen mit Mundgeruch noch Knoblauchesser. Aber ich habe gerade in einem Biergarten eine andere Erfahrung gemacht als Herr Drosten : Da saß in einiger Entfernung ein Raucher und das rochen wir durch unsere Masken. Ich stellte mir die Frage, ob sich nicht die Viren womöglich genau so ausbreiten wie der Zigarettenrauch.
Habe ich vielleicht eine feinere Nase als Herr Drosten?
Interessant wäre es doch zu erfahren, wie viele Menschen sich trotz Maske angesteckt haben.
Nichtsdestotrotz trage ich natürlich immer eine Maske, wo es angebracht ist, denn auch ein nicht ganz sicherer Schutz ist besser als gar keiner.
Wie wenig allerdings eine Maske wirklich bringt, haben gerade US-Wissenschaftler dokumentiert:
http://www.dtoday.de/startseite/panorama_artikel,-Wissenschaftler-zeigen-Troepfenverbreitung-trotz-Visier-und-Ventil-Maske-_arid,742999.html

 

Frau sein ist nicht leicht

Der Herbst kommt und da muss die Frau natürlich in diesem Jahr einen völlig neuen Duft um sich verbreiten. Nur: Wie sieht der aus, bzw. wie soll die Frau von heute riechen, um up-to-date zu sein?
Die „Salzburger Nachrichten“ geben der Frau eine Orientierungshilfe, die ich als Mann bewundere: Wie kann man nur über einen bloßen Geruch einen so langen Artikel schreiben? Und die armen Frauen müssen sich da hindurch arbeiten, um Bescheid zu wissen. Hier die entscheidenden Sätze aus
http://www.salzburg.com/nachrichten/lifestyle/genuss-leben/sn/artikel/zwischen-hell-und-dunkel-126004/?click=pic
„Keine halben Sachen machen die Damendüfte im Herbst 2014. Kompromisslos wird Weiblichkeit zelebriert, raffiniert das ewig aufregende Spiel mit Geheimnis und Verführung, mit dem Zauber des Augenblicks, gespielt.“
„Der Akzent der neuen Düfte liegt auf dem Kontrast von Licht und Schatten, von Tag und Nacht. Das Spiel von Hell und Dunkel, das sich daraus ergibt, ist neu und macht neugierig. Auf das Geheimnisvolle. Auf das vielleicht Verbotene. Auf mehr.“
Wow! Da staunen wir Männer, dass der Akzent des neuen Dufts mit Licht und Schatten zu tun hat und neugierig auf das Verbotene macht. Der Moralist wird fragen: Darf denn so etwas verkauft werden?

The smell of man – Der Geruch des Mannes

An Parfüms verdienen die Kaufhäuser am meisten, deshalb findet man die immer schon im Eingangsbereich. Auch die Parfümhersteller scheinen gut zu verdienen, wie man an den aufwendigen Werbespots im Fernsehen sieht. Da wird beispielsweise den Männern suggeriert, dass sie bei Frauen Erfolg haben, wenn sie einen bestimmten Parfümgeruch an sich haben. Der besteht zum Teil aus einem Sexuallockstoff des Moschusochsen. Ich habe es nie verstanden, dass Frauen angeblich den Geruch von Ochsen demjenigen von Männern vorziehen sollen.
Aber es gibt auch andere Frauen. Hier zwei Beispiele:
Ich bin einmal beim Mountainbiking gestürzt und musste ein Krankenhaus aufsuchen. Ich war total verschwitzt und entschuldigte mich bei der Krankenschwester dafür, dass ich so ungewaschen daher kam. Sie strahlte mich an und sagte: „Endlich mal ein Mann, der nach Mann riecht.“ Und als ich mich auf ein Krankenbett legen musste, fragte sie, ob sie mal schnuppern dürfte. Sie durfte.
Und dann hörte ich noch eine sehr rührende Geschichte über den Geruch eines Mannes. Eine Frau, die schon seit langer Zeit Witwe war, nahm jeden Abend den alten Schlafanzug ihres Mannes mit ins Bett und roch daran. Sie spürte immer noch den Geruch ihres Mannes daran und dann sprach sie noch ein wenig mit ihm, bevor sie einschlief.
Jetzt nehmen wir einmal an, ihr Mann habe irgendein Markenparfüm benutzt, dann wäre dies ein 08/15-Geruch gewesen, den sie jederzeit im Kaufhaus hätte nachkaufen können. Wie unromantisch wäre das.

Stinkt der Mensch von Natur aus?

Gerüche sind Sexuallockstoffe. In dem Buch „Das Parfüm“ wird uns das eindrucksvoll vor Augen geführt.
Es gibt Tiere mit einem außerordentlich feinen Geruchssinn. Beispielsweise können Schmetterlinge einen Partner auf 2 km Entfernung riechen.
Beim Menschen ist dieser Geruchssinn verkümmert und außerdem auch noch verbildet. Man hat uns eingeredet, dass wir von Natur aus stinken, denn sonst gäbe es die ganze Industrie der Dufthersteller nicht. Das Merkwürdige an diesen Düften ist allerdings, dass die teureren Moschus enthalten, den Sexuallockstoff von bestimmten Hirschen.
Jetzt frage ich mich doch, welchen Sinn es macht, dass der Mann seinen eigenen Geruch durch einen Sexuallockstoff eines Hirschs verfälschen soll. Mögen unsere Frauen den natürlichen Geruch eines Mannes nicht?
Doch, manche schon! Als ich einmal total verschwitzt nach einem Mountainbike-Unfall ins Krankenhaus musste, lag ich auf dem Operationstisch. Dann kam die Schwester und beschnupperte mich vom Zeh bis zum Kopf und sagte: „Darf ich mal riechen? Endlich einmal ein Mann, der nach Mann riecht. Sonst haben wir hier fast nur gebadete und parfümierte.“