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Die Versklavung der Menschen nimmt weiter zu

Der Spiegel berichtet: 2007 hätten sieben Prozent der Geringverdiener wenigstens einmal pro Woche zusätzlich Geld verdient, 2014 waren es schon zwölf Prozent. Und 2007 gaben 13 von 100 der Befragten an, mindestens einmal pro Monat in ihrer Freizeit für zusätzliches Geld in der Tasche zu arbeiten. 2014 war es schon fast jeder vierte Befragte.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/immer-mehr-buerger-suchen-zweitjob-fuer-die-freizeit-a-987656.html
Da denken manche der Geringverdiener vielleicht etwas neidisch, wie gut es den Besserverdienern gehen dürfte. Aber bei denen ist auch nicht alles eitler Sonnenschein, denn 34 % beklagen sich, dass ihre Freizeit immer weniger wird. Sie würden lieber weniger verdienen und mehr Freizeit haben.
Zusammenfassend kann man also feststellen, dass offenbar alle immer mehr arbeiten müssen. Die Versklavung der Menschen nimmt demnach immer mehr zu. Dabei möchte man meinen, dass die Steigerung der Produktivität jedes einzelnen Arbeitnehmers dazu führen müsste, dass weniger gearbeitet werden könnte.
Aber die Blutsauger sind unter uns und eine Schmutzschicht hat Deutschland überzogen.

Der Tag der Horrormeldungen:

1. Nach einer neue OECD-Studie nimmt die Altersarmut in Deutschland erschreckend zu: Geringverdiener werden künftig nicht genug zum Leben haben. Wer jetzt ins Berufsleben eintritt und ein Leben lang arbeitet, kann laut OECD später 42 Prozent seines durchschnittlichen Bruttoeinkommens erwarten. Das ist nicht einmal halb so viel wie in den Niederlanden.

Bei älteren Menschen stieg das Armutsrisiko innerhalb von vier Jahren von 17,7 auf 20,5 Prozent.

Unter den jungen Erwachsenen zwischen 18 und 24 Jahren gilt jeder Fünfte als armutsgefährdet – bei ebenfalls steigender Tendenz. Wie soll das weiter gehen?

2. Von 2011 bis 2012 stieg der deutsche Beitrag zur EU von 9 auf 11,9 Milliarden Euro, also um rund ein Drittel. Wir schuften also immer mehr für Europa. Auch hier die Frage: Wie soll das weiter gehen?

3.Und schließlich noch eine Meldung aus einem ganz anderen Bereich: Den größten Stromverbrauch im Lande Salzburg haben die Skilifte. Wir, also die einzelnen Stromkunden, müssen durch Energiesparlampen auf die gewohnte Beleuchtung verzichten, während sich anderswo der Energiehunger immer mehr ausbreitet: 80% der Skipisten im Lande Salzburg werden künstlich beschneit. Dafür wurden 115 Seen angelegt. Und so schreitet die „Disneylandisierung“ der Alpen immer mehr und immer schneller fort. Wo wir einmal in unserer Jugend die Berge im Winter hochalpin durchquerten, laufen heute die Lifte für jedermann.
Werfen Sie in diesem Zusammenhang auch einen Blick auf „Bayern kaputt

4. Der Koalitionsvertrag wurde abgeschlossen. Sie fragen, wieso das auch eine üble Nachricht ist? …weil man sich über Kleinigkeiten wie die Maut einig geworden ist (allerdings auch nicht recht), aber weil die großen Zukunftsfragen offenbar nicht geklärt wurden.

Tun Sie was, Frau Merkel!

In der Sendung Frontal 21 wurde über EDEKA berichtet. Demnach verdienen normale EDEKA-Kaufleute bis 150.000 Euro, gute bis 250.000 Euro und viele sind sogar Millionäre geworden. Neidisch sind wir nicht, aber wir fragen uns, warum ein schlichter Kaufmann mehr verdienen muss als ein Richter. Da wird uns dann sicher geantwortet. „Das ist halt so in der freien Marktwirtschaft.“
Was wir aber nicht hinnehmen dürfen ist dies: Viele EDEKA-Kaufleute bereichern sich auf Kosten ihrer Mitarbeiter, denen sie nur minimale Löhne zahlen.
Es kann doch nicht angehen, dass der Chef absahnt und der Steuerzahler dann für diejenigen aufkommen muss, die zu wenig verdienen.
Deshalb habe ich hier einen Vorschlag für Sie, Frau Merkel: Sobald ein Unternehmen Geringverdiener beschäftigt und der Staat deren Lohn aufstocken muss, sollte sich der Staat das Geld beim Arbeitgeber wieder hereinholen, nicht aber den Steuerzahler zur Kasse bitten.
Das wäre doch nur gerecht. Beim Hartz-IV-Empfänger ist ja auch so, dass Angehörige u.U. haften. Warum soll man bei Unternehmern großzügiger sein? Ich wäre sehr gespannt, wenn mir das jemand vernünftig erklären könnte.