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Meine spektakulärsten Autounfälle

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Heute beim Zeitungslesen stoße ich auf schwere Autounfälle und dabei denke ich an die vielen Unfälle zurück, die ich beruflich zu bearbeiten hatte. Hier die spektakulärsten. Da kann man nur sagen: Sachen gibt’s, die gibt’s gar nicht.

Ein Motorradfahrer war mit der Höchstgeschwindigkeit seiner Maschine unterwegs, als ihm ein LKW die Vorfahrt nahm. Der Motorradler fuhr mitten hinein in den Ladeaufbau des LKW. Und er hatte Glück: Dessen Seitenwände bestanden aus Presspappe. So sauste er wir ein Geschoss durch die beiden Wände der Ladefläche und blieb auf der anderen Seite des LKW nur leicht verletzt liegen.

Bei einem Frontalzusammenstoß wurde ein Fahrer schwer verletzt geborgen. Von dem anderen, der in einem offenen Mercedes unterwegs war, fehlte jede Spur. Die Polizei vermutete zunächst eine Unfallflucht. Dann aber tönte eine Stimme aus einem Alleebaum:
„Verdammt, wann holt mich endlich jemand von dem Baum herunter?“
Der Mann war durch die Wucht des Aufpralls in einen Baum geschleudert worden.

Ein unwahrscheinliches Glück hatten ein junger Autofahrer und seine Beifahrerin. Er war mit seinem Kleinwagen in das Geländer der alten Mangfall-Autobahnbrücke gerast. Das Geländer hatte sich durch Windschutzscheibe genau zwischen Fahrer und Beifahrerin durch das ganze Fahrzeug gebohrt und war nach außen geklappt. So hingen die beiden knapp 50 m über der Mangfall an einem dünnen Geländer, das sich durch das Gewicht des Fahrzeugs etwas nach unten gebogen hatte. Ein Absturz zeichnete sich ab, aber das Auto konnte dann doch unter großen Schwierigkeiten geborgen werden.

Noch ein sonderbarer Unfall: Ein Mann hatte bei Dunkelheit und Regen einen Mann überfahren, der bereits angefahren worden war und auf der Straße lag. Er behauptete, mit aller Sorgfalt gefahren zu sein, aber der dunkel gekleidete Verletzte sei nicht zu sehen gewesen. Der Mann wurde angeklagt und sein Verteidiger glaubte ihm. Er erholte ein Gutachten eines Sachverständigen, der dem Angeklagten recht gab. Er sprach von einem „LIchtloch“, das durch die ungünstigen Beleuchtungsverhältnisse verursacht sei. Der Staatsanwalt kommentierte das mit den Worten: „So etwas Blödes habe ich noch nie gehört.“
Der Verteidiger beantragte einen Augenschein. Der Richter ließ also den Unfallhergang rekonstruieren. Er ließ bei Dunkelheit die Straße von der Feuerwehr nass spritzen und eine dunkle menschenähnliche Packung auf den Asphalt legen. Als alles fertig war, kam der Staatsanwalt pünktlich daher gefahren und überfuhr unter großem Gejohle der Zuschauer, die sich angesammelt hatten, die Packung. Da konnte aus seiner Anklage nichts mehr werden. Also achten Sie auf „Lichtlöcher“!

Kanzler Kurz in Bedrängnis – aber er hat nichts zu befürchten

Sehr geehrter Herr Kanzler Kurz,
ich liebe Österreich und wäre froh, wenn wir einen Kanzler wie Sie hätten.
Nun muss ich zu meinem Bedauern erfahren, dass Sie in Kalamitäten stecken. Ich habe mich mit den Vorwürfen, die gegen Sie erhoben werden, nicht weiter befasst. Aber eine Verurteilung droht Ihnen nicht:
Wer so alt ist wie ich, wird – wenn er sich selbst gegenüber kritisch ist – schon erfahren haben, dass etwas ganz anders war, als man vielleicht sogar vor Gericht beschworen hätte. Irren ist menschlich. Das gilt auch für das Gedächtnis. Da solche Fehler des Gedächtnisses unvermeidlich sind, kann niemand verurteilt werden, der sein Gehirn ernsthaft angestrengt hat und dann zu einem falschen Ergebnis gelangt ist.
Mir fällt zu Ihrem Problem ein spektakulärer Fall aus Bayern ein: Der frühere bayerische Minister Zimmermann stand wegen Meineids vor Gericht. Dass er falsch ausgesagt hatte, stand fest. Aber er wies jede Schuld von sich und hatte das Glück, einen Sachverständigen zu finden, der ihm bescheinigte, dass seine falsche Erinnerung womöglich an einer kurzen Unterzuckerung des Gehirns gelegen haben könnte. Da das Gericht diese dann nicht ausschließen konnte, wurde Zimmermann freigesprochen.
Ich hoffe für Sie, dass sich alles zum Guten wendet.
Mit freundlichen Grüßen aus Bayern
Judex

Witz zum Tag

Einen fröhlichen Wochenbeginn!

Vor Gericht:
Richter zum Angeklagten: „Hat sich Ihre Frau am Teppichdiebstahl beteiligt?“
„Nein, Herr Richter, Sie hat nur den ausgesucht, den ich mitnehmen soll.“

Corona: Unwort „Fleckerlteppich“

Zur Rechtfertigung des pauschalen Teillockdowns hörten wir von den Politikern immer wieder, dass man Schluss machen wolle mit dem „Fleckerlteppich“, also der Situation, dass überall andere Regeln galten. So ist das Wort „Fleckerlteppich“ direkt zu einem Unwort geworden, aber zu Unrecht.
Die Gerichte haben schon mit 60 Urteilen Coronaregeln aufgehoben, weil sie zu pauschal waren. Und der neue Rechtszustand schreit geradezu nach einem Eingreifen der Gerichte: Braucht man nicht doch einen Fleckerlteppich, damit präzise nur dort eingegriffen werden darf, wo es notwendig ist? Schließlich geht es um Existenzen.

Corona: Unglaubliche Schlamperei beim Lockdown

 

In der Heute-Show wurde berichtet, dass die Lockdownregeln von den Gerichten schon 60-mal gekippt wurden. Und wenn nun die Entscheidungen über die Schließungen von Lokalen anstehen, so kann ein vernünftiges Urteil nur so lauten: Alles zu pauschal, weil auch sichere Orte und sichere Gaststätten erfasst werden.
Mindestens müssten die Gerichte fordern, dass sich sichere Lokale von der Schließung befreien lassen können. Es ist ja traurig: Da haben viele Gastronomen mit einem hohen Kostenaufwand ihr Lokal sicher gegen Ansteckungen gemacht, indem sie beispielsweise Plexiglasscheiben zwischen die auseinander liegenden Tische gehängt haben. Und nun soll das alles umsonst gewesen sein?
Sankta Justitia, hilf ihnen!
Die SPD will sich am Dienstag mit den Regeln befassen. Das hier wäre doch ein wichtiges Thema.

Witz zum Tag

Einen fröhlichen Tag!

Der Krutzenbichler steht vor Gericht, weil er auf dem Oktoberfest einem anderen Gast einen Maßkrug so auf den Kopf geschlagen haben soll, dass dieser einen Schädelbruch erlitten haben soll.:
Er verteidigt sich:
„Des konn net sei: I hab eam bloß a weng mit‘n Maßkrug dupft.“
Darauf der Richter: „Ja, aber ihr Opfer hatte eine dünne Schädeldecke, wie der Arzt festgestellt hat.“
„Oiso, Herr Richter, mit so an Kopf geht ma aa net aufs Oktoberfet.“