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Frauen sind schwer zu befriedigen

„Frauen sind schwer zu befriedigen.“ Diesen Satz schnappte ich kürzlich in der Bahn auf. Was so nach Sex klingt, machte mich hellhörig, aber der Satz war anders gemeint, nämlich so, dass Frauen schwer zufrieden zu stellen sind. Das oben abgebildete Exemplar von Frau ist ein Beispiel dafür mit ihrem Song:
„Diamonds are the girls best friends,,,“
Bevor ich zur Sache komme, möchte ich eventuell protestierenden Frauen klar machen, dass der obige Satz eine althergebrachte Erkenntnis enthält: Märchen vermitteln ja häufig tiefgründige Wahrheiten und da lesen wir von einer Fischersfrau, die immer mehr will, so dass ihr Mann klagt:
„Meine Frau, die Ilsebill,
Die will nicht so, wie ich wohl will.“

Und nun zum eigentlichen Thema: zum Gendern. Dieser Unsinn setzt sich immer mehr durch. Wenn Männer so wären wie die Emanzen und Feministinnen, hätten sie ja bei der bisher üblichen Ausdrucksweise genau so Grund zu klagen. Während die Frauen sprachlich ein eigenes Geschlecht haben, ist das den Männern nicht gegönnt:
Wenn also von“Leserinnen“ die Rede ist, weiß jeder, wer gemeint ist. Anders ist es bei den „Lesern“: Das können nur die Männer sein oder aber auch alle Leser, also auch die Frauen.

Wenn sich nun wohl das Gendern durchsetzen könnte (der hier oft beschriebene deutsche Gutmensch neigt dazu), dann werden wir also in Zukunft schreiben müssen: „Leser*innen“ oder so ähnlich.
Nun fürchte ich allerdings, dass die Frauen auf die Dauer mit dem Zustand nicht zufrieden sein werden nach dem Grundsatz: „Kleiner Finger – die ganze Hand.“ Sie werden es vielleicht nicht mehr hinnehmen wollen,  dass sie mit „*innen“ nur ein Anhängsel der Männer sind. Was nun? Ich weiß es nicht, aber Frauen sind um Einfälle nie verlegen.

Fazit: Bleiben wir beim Vertrauten. Wer weiß, was sonst kommt.

Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr in dem Buch „Mit spitzer Feder“. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

Tucholsky sagte: „Tief wurzelt der Knecht im Deutschen.“
Mein Vater sagte dasselbe so: „Der deutsche Kellner ist der beste.“ (Womit er nicht den Ober im Lokal meinte)
Und ich sage: „Die Unterwürfigkeit und Beflissenheit der Deutschen gipfelt nun im Gutmenschentum: Keine Idee ist zu blöde, dass sie sich nicht sofort ausbreitet wie beispielsweise das Gendern oder das Verbot von Worten wie „Neger“, „Zigeuner“, „Eskimo“ und nun auch „Indianer“.
  
H. Pöll

 

Volksbegehren zum Gendern

Solchen Frauen wäre es nie eingefallen, das Gendern zu verlangen. Inzwischen haben wir einen völlig anderen Typ von Frau, und so wird eifrig „gegendert“.
Nun gibt es plötzlich eine Volksinitiative gegen das Gendern und es ist gut, dass eine Frau diese Initiative gestartet hat. Wie wäre es wohl einem Mann ergangen, wenn er auf diese Idee gekommen wäre? Da wären die Feministinnen vereint mit den Gutmenschen über den armen Kerl hergefallen und hätten ihn als Frauenfeind hingestellt und als jemanden, der die Zeichen der Zeit nicht verstanden hat: Sprache müsse sich entwickeln.

Wir leben im Zeitalter des Framing. In einer Zeit, in der die Welt immer unübersichtlicher wird und die Menschen vieles nicht mehr nachvollziehen können, kommt es darauf an, das, was man erreichen will, in den richtigen Rahmen zu stellen. Also jammern die Feministinnen, dass den Frauen zu wenig Respekt entgegen gebracht würde, wenn sie bei der Verwendung der männlichen Form eines Substantivs mit einbezogen würden. So beziehen in der Regel also die Worte „liebe Leser“ trotz der männlichen Form des Wortes auch die Frauen mit ein. Das ist für Feministinnen unerträglich.

Nun könnten also die Gegner des Gendern einen anderen „Frame“ aufstellen. Sie könnten sich darüber beklagen, dass die Frauen mit der Verwendung der weiblichen Form eines Substantivs gezielt angesprochen werden können, die Männern jedoch nicht, denn für sie gibt es keine eigene Form. Sie gehen in der Masse unter.

Wie wäre es übrigens, wenn man die Anrede „Meine Damen und Herren“ etwas kritisch beleuchten würde? Müssten nicht die Frauen höflichkeitshalber sagen: „Meine Herren und Damen“?

 

Gender-Wahnsinn und Meinungsführerschaft

Gerade lese ich diese Schlagzeile bei Web.de: „Til Schweiger verärgert: „Hört mir auf mit dem Gender-Wahnsinn!“
Ganz meine Meinung! Nur schaue ich mir deswegen nicht das dazu angebotene Video an. (Es ist ja schrecklich, dass man immer Videos mit Reklame anschauen muss, anstatt ein paar Zeilen lesen zu können.)
Was mir nur zu denken gibt, ist die Tatsache, dass immer häufiger Promis mit ihren Ansichten in die Medien kommen. Sie übernehmen sozusagen die Meinungsführerschaft und deshalb ist es wichtig, dass man sie für das, was man erreichen will, gewinnt. Das ist bei der Reklame gang und gäbe. Wie viele Millionen es wert ist, wenn ein Promi Reklame macht, sehen wir gerade bei Kanye West und seiner Zusammenarbeit mit Addidas, die nun beendet wird:

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/sportartikel-adidas-kanye-west-yeezys-1.5681434
Auch Gottschalck verdiente durch seine Reklame für Haribo, MCDonald … jeweils 1,5 Millionen.
Hier bewahrheitet sich, was ich in meinen Aphorismen geschrieben habe:


Wenn du etwas erreichen oder bewirken willst, ist es besser auf die Dummheit der Menschen zu setzen als auf deren Verstand.
*
Die Dummheit vieler Menschen erkennt man oft am besten daran, dass sie nicht unterscheiden können, wer es wirklich gut mit ihnen meint und wer sie nur umschleimt.

Warum soll man seinem Kind Haribo kaufen, nur weil ein alter Mann dafür Reklame macht? Noch schlimmer ist es bei der Politik: Warum soll ich eine Partei wählen, weil Promis mit ihr sympathisieren? Aber es ist halt leider so, dass die Promis einen unheimlichen Einfluss auch dort ausüben, wo ihre Meinung eigentlich keine Rolle spielen sollte.

Gendern und Framing

Interessant ist ja das Framing. Das bedeutet, dass man Themen nur in den richtigen Rahmen stellen muss, dann kann man das Publikum überzeugen. Die Politiker arbeiten gerne damit. Sie entwickelten deswegen sogar eine eigene Sprache, die Politsprech genannt wird. Ich habe hierzu ein eigenes Lexikon verfasst, damit Sie wissen, wovon die Rede ist:
https://autorenseite.wordpress.com/2022/05/25/der-verlogene-politsprech-2/
Schauen Sie doch mal rein, damit Sie nicht Opfer werden.

Das Framing hat allerdings einen Nachteil, der allerdings den Benutzern einen Vorteil einbringt: Wenn die Gegenstimmen ausbleiben, setzt sich das durch, was den Bürgern auf diese Weise näher gebracht wird.

Nehmen wir als Beispiel das Gendern in der Sprache. Da hört man lautstark die Feministinnen, die sich unterdrückt fühlen, weil die männliche Form eines Substantivs oft auch die Frauen mit erfasst. Beispiel: „Liebe Leser“. Die Feministinnen wollen daher, dass es „Liebe Leser*innen“ heißen soll. Das setzt sich immer mehr durch, weil zum einen das Thema Gleichberechtigung en vogue ist und weil zum anderen die Gegenwehr gegen das Gendern daher schwach ist. Das einzige, was man gegen das Gendern vorbringt, ist, dass man beim Altvertrauten bleiben soll.

Wie wär’s denn aber damit, dass die Männer auch zum Framing greifen und wie die Feministinnen jammern würden? Sie könnten sich darüber beklagen, dass die Frauen eine eigene sprachliche feminine Ausdrucksform haben, die „armen“ Männer jedoch nicht. Sollte man also „Leserer“ sagen, wenn man nur die männlichen Leser ansprechen will, wie beispielsweise ich mit meinem Eheratgeber? Wenn sich Frauen trotz Warnhinweis hinein verirren, gibt’s Ärger.

Die „Guidelines“ des SWR: Setzen sich die Feministinnen beim Gendern durch?

Mein Senf dazu:
Beim SWR herrscht Streit über das Gendern. Wie soll man das Publikum anreden oder anschreiben?
Soll man sagen: Liebe Zuhörer-innen (also mit Pause?)
Und wie soll man schreiben?
Zuhörer_innen,
Zuhörer:innen,
Zuhörer/innen
oder soll man doch einfach weiter bloß „Zuhörer“ als Sammelbegriff für Männer und Frauen verwenden?
Merz hat sich gerade mit Recht über das Gendern aufgeregt und erklärt, die Fernsehanstalten seien keine Spracherziehungsschulen.
Das hat auch der SWR vernommen und uns mitgeteilt, er habe seine redaktionellen „Guidelines“ konkretisiert.
Da hätte ich doch eine Anregung: Was soll das Wort „Guidelines“ anstatt „Sprachregeln“? Das lässt Schlimmes für ihren Inhalt befürchten.
Müssen wir immer mehr Anglizismen benutzen anstatt deutscher Worte? Das ist da angebracht, wo eine neue Erscheinung  bezeichnet wird: So ist beispielsweise „shoppen“ etwas anderes als einkaufen.
Aber wenn sonst immer mehr Anglizismen um sich greifen, geschieht dies in der Regel, wenn sich jemand damit interessant machen will.
Btw: Sie gehören hoffentlich nicht dazu!
Über das btw bin ich gerade gestolpert und wusste nicht, was das bedeutet. Da musste ich erst mal googeln: Es heißt „by the way“. Da wollte mir jemand zeigen, wie alt und rückständig ich bin, sonst hätte er schlicht „übrigens“ geschrieben.

Und noch etwas zum Gendern: Die Feministinnen fühlen sich benachteiligt, weil die männliche Form eines Substantivs benutzt wird, wenn auch die Frauen mit einbezogen werden sollen.
Es kommt hier aber auf das „Framing“ an: Wenn auch die Männer so denken würden wie die Feministinnen,  könnten sie sich benachteiligt fühlen, weil es nur eine weibliche Form von Substantiven gibt, aber keine männliche. Wenn ich also in meinen Büchern teilweise nur die Männer anspreche, so kann ich nur schreiben: „Liebe Leser“. Als Gegenpol zu den Feministinnen müsste also eine männliche Form kreiert werden: Dann müsste es heißen: „Liebe Leserer!“

Ja, Leute, es gibt viel zu tun!

 

Sind wir Deutschen hysterisch geworden?

Mein Senf dazu:
Gerade hat der Ravenburger Verlag ein Kinderbuch über den jungen Winnetou nach einem Shitstorm vom Markt genommen. Dem Buch wird vorgeworfen, es enthalte verharmlosende Klischees über die indigene Bevölkerung und sei daher eine Verletzung von deren Gefühlen.

Das zeigt wieder einmal, dass wir ein „Gutmenschentum“ haben, das ständig auf der Suche ist, ob es nicht irgendwo etwas zu Meckern gibt. Das wäre ja nicht so schlimm, denn es gibt ja immer Themen, bei denen die Menschen verschiedener Meinung sind. Aber heute ist es insofern anders, als die Gutmenschen einen lautstarken Shitstorm auslösen, der zur Folge hat, dass sich nur wenige Menschen dagegen auflehnen. Es begann einmal ganz harmlos mit dem Wort „Neger“, das auf einmal verboten wurde, obwohl es weder rassistisch noch diffamierend war, wie das Beispiel der „Negerküsse“ zeigt, einer Marke von Süßigkeiten. Das ging dann weiter mit dem Verbot von „Zigeuner“, obwohl damit bei uns viel Romantik verbunden wird. So werden wir wohl auch den „Zigeunerbaron“ nicht mehr zu sehen kriegen. Weiter ging’s mit „Eskimo“, den man nun Inuit zu nennen hat. Gerade entschuldigte sich eine Grüne für die Benutzung des Wortes „Indianer“.

Und dann ging es weiter mit den Emanzen, die es nicht ertragen konnten, dass die männliche Form von Substantiven entweder die Männer meinte oder auch auch die Frauen mit einschloss. So setzt sich offenbar eine Seuche durch, die als sprachliches Gendern immer mehr Anhänger findet. Man darf nicht mehr sagen schreiben: „Liebe Leser“. Heute muss man auch die Leserinnen mit nennen oder schreiben: „Liebe Leser*innen“. Sogar Gott wird gegendert. Eine Ministerin sagte kürzlich, sie habe keine Probleme damit, „das Gott“ zu sagen. Die Emanzen gehen sogar noch einen Schritt weiter, indem sie sagen: „Als Gott den Mann schuf, übte sie nur.“

Mir sträuben sich bei alledem sämtliche noch vorhandenen Haare. Können wir die Dinge nicht mir mehr Gelassenheit betrachten? Müssen wir den Kindern wirklich die Indianer-Romantik nehmen, auch wenn sie ein Klischee ist?

Müssen wir dann vielleicht auch die Literatur umschreiben? Wenn es in Goethes Faust heißt, „Es irrt der Mensch, solang‘ er strebt“, so ist es vielleicht den Emanzen recht, wenn hier ein Mann gemeint ist. Das ist aber wohl nicht im Sinne Goethes, der allgemein sagen wollte, dass alle Menschen irren, also auch die „Menschinnen“.

Zum Sonntag: Das hat gerade noch gefehlt: Gott* (mit Sternchen) und homophob

 

Ein katholischer Verband junger Menschen (KjG) will nun auch Gott gendern. Gott soll mit Sternchen versehen werden. Soll unser Gottesbild dann so aussehen, wie diese Mozartstatue, mit der der Künstler ausdrücken wollte, dass Mozart auch eine weibliche Seite hatte?
Auch ich habe mich schon dem Thema gewidmet, ob Gott ein Mann oder eine Frau ist oder weder noch:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/07/18/gedanken-zum-sonntag-ist-gott-eine-frau/
Sollen wir nun den Feministinnen folgen und „das Gott“ sagen? (Bis zur Frage des Geschlechts des Teufels sind die Damen aber noch nicht vorgedrungen. Sie stört offenbar nicht, ihn als Mann zu sehen.)
Das Problem, wie Gott ist,  ergibt sich ja nur daraus, dass wir nicht auf ihn hören wollen. Im der Bibel im Buch Exodus, wo die 10 Gebote enthalten sind, heißt es u.a.:
„Du sollst dir kein Gottesbild machen …“
Die Moslems befolgen dieses Gebot. Aber die Christen haben sich darüber hinweg gesetzt. Das rächt sich nun, wenn auch sehr spät.
Anders beten müssten wir also dann auch. Es geht nicht mehr so: „Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.“

Ja, da sehen wir, zu welchen Blüten das Gendern führt.
Noch zum Thema: Gerade gibt es ein Buch von Sam Allberry mit dem Titel „Ist Gott homophob?“ Da sieht man, wie verschieden das Gottesbild der Menschen ist. Wenn Gott als alter Mann mit grauem Rauschebart dargestellt wird, so ist das für viele nicht mehr ihr Gott. Sie haben keinen allmächtigen Vater mehr, zu dem sie vertrauensvoll beten können, sondern ein anonymes Neutrum.

 

Man sollte einen Verein gründen zur Wiedereinführung von normalem Deutsch

Schon wieder hat sich jemand entschuldigen müssen, weil  er das Z-Wort gebraucht hat:
https://web.de/magazine/unterhaltung/tv-film/volle-kanne-moderator-florian-weiss-entschuldigt-z-wort-36097784
Ich wusste zunächst gar nicht, worum es sich handelt. Dass man nicht mehr „Neger“ sagen darf, ist inzwischen (leider!) Allgemeingut geworden, obwohl das Wort, wie der „Negerkuss“ beweist, keinesfalls diffamierend ist.
Nun ist es also auch dem Zigeuner an den Kragen gegangen. Man darf das Wort nicht mehr benutzen, weil die Sinti und Roma im Dritten Reich verfolgt wurden. Ja, kann man denn Leid dadurch rückgängig machen, dass man ein Wort nicht mehr benutzt? Verbinden wir nicht mit dem Wort „Zigeuner“ auch Romantik, den besungenen „Zigeunerjungen“und den „Zigeunerbaron“?
Aber warum darf man dann noch Jude sagen? Müssten unsere Gutmenschen nicht fordern, von „Israelis“ oder „Mosaischen“ zu sprechen?

Und sollte man nicht das sprachliche Gendern auf die rote Liste setzen? Es gibt halt gewisse Eigenheiten der Sprache, für die auch Feministinnen Verständnis aufbringen sollten. Die männliche Form eines Wortes steht halt üblicherweise sowohl für Männer wie auch für Männer und Frauen. Wenn man also sagt: „Der Mensch“, so ist offensichtlich der Mensch an sich gemeint, also auch die „Menschin“. Oder wenn jemand sagt: „Liebe Zuhörer“, so meint er damit das Wort im Sinne von Zuhörerschaft und will nicht ausdrücken, dass nur die Männer zuhören sollen. So viel Differenzierungsvermögen sollten die Menschen schon haben. Geben wir also das unsinnige Gendern auf! Aber das Traurige ist: Es greift immer mehr um sich. Auch bei den Öffentlich-Rechtlichen finden wir es inzwischen im Beitrag von „Funk“, in dem Braunbären als „Veganer:innen“ bezeichnet werden.
Anscheinend sind die Männer nicht so scharf darauf, auf mehr Beachtung zu drängen, sonst würde als Replik längst die Forderung erhoben, die „Muttersprache“ in „Vater-und-Mutter-Sprache“ umzubenennen.