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Lüge und Politik: So leicht kann man die Meinung der ganzen Welt manipulieren

Im vorigen Beitrag sahen Sie ein Beispiel dafür, dass es stimmt, was in meinen Aphorismen steht:

„Die Lüge zählt zu den bevorzugten Mitteln der Politik.“


Ein weiteres Beispiel ist dies: Wussten Sie eigentlich, wer verantwortlich für die Nahostkrise und die daraus resultierende Flüchtlingsbewegung war? Es war Curveball, ein irakischer Informant des BND, der den Irakkrieg ausgelöst haben soll. Er hatte detaillierte Aussagen über Saddam Husseins Atomwaffenprogramm gemacht. Alles gelogen! Ein einzelner Mensch hat damit also den ganzen Nahen Osten destabilisiert.

Oder stellen Sie sich das vor: Putin soll ja bei der Wahl Trumps und beim Brexit seine Hand im Spiel gehabt haben.
https://autorenseite.wordpress.com/2018/11/17/genialer-putin-steckt-er-hinter-der-wahl-trumps-und-hinter-dem-brexit/
Da könnte es doch durchaus sein, dass den westlichen Geheimdiensten einfallen würde, aus Rache die Vergiftung eines Oppositionellen in Russland zu inszenieren. Wohlgemerkt: Ich behaupte keineswegs, dass es so ist. Ich will nur mit diesem Beispiel zeigen, wie leicht die ganze Welt in die Irre geführt werden kann.

Übrigens gab es ja einen Experten für solchen Fälle: Adolf Hitler. Von ihm stammt der historische Satz: „Seit5.45 Uhr wird zurück geschossen.“
Und zum Thema „Lüge“ sagte er:

„So etwas wie „Wahrheit” gibt es nicht. „Wahrheit“ ist eine Lüge, die du den Leuten so lange erzählt hast, dass sie vergessen haben, dass es eine Lüge war.“

Und weil die Lüge in der Politik so verbreitet ist, brauchen sich die Politiker nicht zu wundern, dass sich das rächt. Gerade sehen wir, dass im Zusammenhang mit Corona viele meinen, von der Regierung in die Irre geführt zu werden, und so entstehen die abstrusesten Verschwörungstheorien. die massenweise Anhänger finden. Es ist ein trauriges Zeichen, dass diese Leute nicht mehr der Regierung vertrauen, sondern eher den Fake-News.

 

 

 

 

 

Schnellschüsse im Fall Nawalny


Der russische Oppositionspolitiker Alexej Nawalny wurde wahrscheinlich Opfer eines Giftanschlags mit einem chemischen Nervenkampfstoff aus der Nowitschok-Gruppe.
Da tauchen nun auch wieder Verschwörungstheorien auf: Manche sind der Überzeugung, der Giftanschlag sei vorgetäuscht, um Russland zu destabilisieren. Das dürfte aber wohl deshalb nicht stimmen, weil Nawalny sich ja tatsächlich in Lebensgefahr befand, wie sowohl in Russland wie auch in Deutschland festgestellt wurde.

Die allgemeine Meinung ist die, dass Putin dahinter steckt. Wahrscheinlich ist dies schon, wie sich aus früheren Anschlägen auf unliebsame Personen des Regimes ergibt. Aber mir gibt zu denken, dass Nawalny ohne weiteres aus Russland abtransportiert werden konnte. Wenn Putin hinter dem Anschlag steckt, fragt sich, warum er das nicht verhindert hat. Man hätte ja sagen können, der Patient sei nicht transportfähig. Es bestünde Lebensgefahr.
Theoretisch ist auch möglich, dass Gegner der Ostsee-Pipeline hinter dem Anschlag stecken könnten in der Erwartung, das Projekt würde dann Sanktionen zum Opfer fallen.
Es ist auch schon vorgekommen, dass übereifrige Geheimdienstler auf eigene Faust etwas getan haben, was nach ihrer Meinung zu geschehen hatte.
Schließlich ist auch nicht auszuschließen, dass ein Konkurrent Nawalnys zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen wollte: Er wäre den Konkurrenten los und im russischen Volk würde der Widerstand gegen Putin als vermeintlichen Urheber stärker.
Freilich erscheinen die hier aufgezeigten Möglichkeiten eines Tatablaufs als reichlich theoretisch, aber wohl kein Gericht würde Putin wegen des bloßen Verdachts verurteilen, schon gar nicht, bevor er Gelegenheit hatte, das Seinige zur Aufklärung beizutragen.
Es ist daher gut, dass deutsche Schnellschüsse von der EU ausgebremst werden.

Kashoggi: Wie ein Märchen aus 1000 und einer Nacht weiter geht


Man muss sich schon wundern, was Saudi-Arabien der Welt weis machen will. Da kommt der Journalist Kashoggi in das Konsulat in Istanbul, um sich Papiere für seine Hochzeit zu holen. Dann soll es zum Streit mit 15 Geheimdienstleuten gekommen sein, die eigens aus Saudi-Arabien eingeflogen sind. Dabei soll Kashoggi ums Leben gekommen sein.
Saudi-Arabien wird nicht in der Lage sein, diese Schilderung plausibel zu erklären:
Warum flogen die Geheimdienstleute extra nach Istanbul, nachdem Kashoggi in der Botschaft war?
Wieso soll es zu einem Streit mit einem Mann gekommen sein, der nur seine Papiere für seine Hochzeit holen wollte?
Und wie kann es sein, dass ein 61- jähriger Mann bei einem Streit mit 15 Geheimdienstleuten getötet wird?

Wie wird es nun weiter gehen? Ich fürchte so: Saudi-Arabien wird den Fall als Eigenmächtigkeit des Geheimdienstes hinstellen und die Verantwortlichen vielleicht sogar für die Weltöffentlichkeit vor Gericht stellen. Und danach werden diese Leute wohl klammheimlich frei gelassen.
Dann sind die Wogen der Empörung wieder geglättet und wir können wieder befriedigt Waffengeschäfte mit so einem Staat machen.

SEPA: Merkt Ihr das denn nicht?

Ich habe gerade 3 SEPA-Überweisungen ausgefüllt und damit doppelt so viel schreiben müssen, wie in den alten Formularen. Ich habe also die doppelte Zeit gebraucht. Vorläufig nehmen die Bürger das ohne Murren hin, denn sie können noch eine Zeit lang so weiter machen wie bisher. Aber wehe, wenn sie dann mit dem SEPA-System arbeiten müssen! Dann wird ein großes Lamento angehen. Ich habe mich gefragt, warum denn eigentlich SEPA eingeführt worden ist. Es hieß, es solle der Vereinfachung und Verbilligung des internationalen Überweisungsverkehrs dienen. Wenn ich aber nun gar nicht ins Ausland überweisen will und wenn zur Zeit beide Überweisungssysteme nebeneinander laufen: Warum kann das nicht so weiter gehen? Ich kann mir das nur so erklären, dass mit der Vereinheitlichung des gesamten Überweisungsverkehrs der Zugriff für die Geheimdienste erleichtert werden soll. Wir müssen also Mehrarbeit leisten für die Geheimdienste und verlieren damit wieder einmal ein Stückchen Privatsphäre. Und wir verschwenden dabei wertvolle Lebenszeit. Man sollte einmal ausrechnen, wie viele Stunden und Tage wir nun mehr brauchen, um unseren Überweisungsverkehr zu bewältigen.

Hilfe, wir werden ausgespäht

Wie naiv sind wir eigentlich? Gab es wirklich Regierungsmitglieder, die ernsthaft geglaubt haben, wir würden nicht ausgespäht? Es ist doch gerade die Aufgabe der Geheimdienste, Informationen zu sammeln. Dass man dabei sein Augenmerk nur auf Länder richtet, mit denen man nicht befreundet ist, konnte man doch wirklich nicht erwarten. Es war doch beispielsweise für Großbritannien wichtig zu erfahren, wie weit Deutschland bereit war, den britischen Krämerseelen bei den EU-Verhandlungen entgegen zu kommen. Wenn die Briten also die Schmerzgrenze der Deutschen ausgeforscht haben sollten, hätten sie einen großen Vorteil gehabt – etwa so ähnlich wie eine Firma, die bei einer Ausschreibung die Angebote der Konkurrenz kennt. So etwas kann sich doch ein Geheimdienst nicht entgehen lassen.
Ich frage mich nur bei der gewaltigen Datensammelei, wer das alles verarbeiten soll. Im Jahr 2010 wurden nach Schätzungen 107 Billionen E-Mails weltweit verschickt. Wer soll die alle lesen oder auch nur prüfen? Man wird sich also auf bestimmte Personen oder Suchbegriffe beschränken müssen. Der normale Bürger wird wohl kaum Angst haben müssen, dass der Britische Geheimdienst seine Post liest. Und wenn doch – wer hat schon wirklich Geheimnisse zu bieten?

Was treiben die Geheimdienste?

Ich bin überrascht, dass die Enthüllungen des Ex-Geheimdienstlers Snowden für eine solche Aufregung sorgen. Für mich war eigentlich immer schon klar, dass die Geheimdienste im Ausland alle wichtigen Informationen sammeln, die sie bekommen können.
Als die Amerikaner den Chinesen vorwarfen, sie würden sich als Hacker betätigen und in westlichen Staaten und Banken Daten stehlen, dachte ich schon, wie scheinheilig dieser Vorwurf ist und dass es umgekehrt wohl genau so läuft. Das hat sich nun bestätigt und ich bin überrascht darüber, dass man nun so tut, als wäre man aus allen Wolken gefallen.
Und ich glaube auch nicht, dass beispielsweise die Teilnehmer von Gipfelkonferenzen darauf vertrauen, dass sie nicht abgehört würden. Für jeden Staat ist es doch wissenswert zu erfahren, was die Teilnehmer von Gipfelgesprächen nach Hause telefonieren.
Im übrigen verselbständigen sich die Geheimdienste sowieso und entziehen sich der staatlichen Kontrolle, wie nicht nur beim NSU-Untersuchungsausschuss zu Tage trat. Als eklatantestes Beispiel fällt mir dazu immer ein Untersuchungsausschuss ein, den es einmal in Bayern gegeben hat. Da hat doch tatsächlich der Geheimdienst das Sexualleben des Papstes ausgeforscht. Was dabei herausgekommen ist, haben wir Bürger nie erfahren, außer dass die Obrigkeit das Ergebnis als „interessant“ bezeichnet haben soll. Aber dies war vielleicht nur eine Ausrede des beschuldigten Geheimdienstchefs.