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Wie wir immer ärmer werden: Deutschland stürzt ab

Gerade beherrschen auch diese Zahlen die Nachrichten: Die Inflation ist auf 5,2% gestiegen. Und der Vorreiter der nächsten Lohnrunden, nämlich der Öffentliche Dienst, hat gerade mal erreicht, dass die Löhne und Gehälter um 2,8% steigen. Die Differenz zeigt den realen Einkommensschwund an.
Das ist kein Wunder:
Deutschland stürzt ab.

Heute ist ein ganz trauriger Tag: der Weltmännertag…

David_von_Michelangelo

Heute ist der Weltmännertag und gleichzeitig auch der Tag der Philosophie. Da sollten wir ein wenig über den desolaten Zustand der Männerwelt nachdenken:
https://autorenseite.wordpress.com/2016/08/06/die-vernichtung-des-mannes/
Inzwischen sind die Frauen dabei, die Männer auch bei den Gehältern zu überholen: In der obersten Börsenliga der 30 Dax-Konzerne, verdienten Vorstandsfrauen im vergangenen Jahr demnach im Schnitt etwa 2,93 Millionen Euro und damit im Mittel rund 30.000 Euro mehr als die männlichen Top-Manager. Frauen werden den Angaben zufolge dort seit vier Jahren durchschnittlich besser bezahlt.

VW: Wenn das Volk Charakter hätte

Die Gehälter des Top-Managements von VW sind gerade von 39,5 Millionen Euro im Jahr 2017 auf zusammen 50,3 Millionen Euro gestiegen. Mich erinnert das an den unverschämten Ausspruch eines Vorstandsmitglieds einer Bank, die vom Staat gerettet werden musste: „In schweren Zeiten wird die Arbeit schwieriger und da müssen natürlich auch die Bezüge der Vorstandsmitglieder steigen.“
Was ich nicht begreife ist dies: Da werden Autos mit einer Schummelsoftware als umweltfreundlich verkauft. Und als der Skandal auffliegt und die Kunden das verlangen, was ihnen vorgegaukelt wurde, nämlich gereinigte Abgase, wird ihnen eine Nachbesserung verweigert.

Wenn nun die Kunden solidarisch wären, würden sie sagen, bei so einer Firma kaufen wir so lange nichts mehr, bis der Schaden behoben ist. Aber weit gefehlt: VW verzeichnet Rekordumsätze.
Was waren das noch für Zeiten in meiner Jugend: Wenn ein Metzger unsauber arbeitete, stand das in der Zeitung und er konnte seinen Laden schließen. Wenn aber heute lebensgefährliche Listerien im Käse festgestellt werden und Menschen daran sterben oder wenn gefährliche Salmonellen in anderen Produkten ihre Opfer fordern, sagen die Kunden anscheinend: „Das kann halt mal vorkommen!“
Und so ist es kein Wunder, dass auch der Abgasskandal keine sonderlichen Auswirkungen hat. Die Autoindustrie ist ja auch dank der GroKo vor Sammelklagen geschützt. Und die Prozesse einzelner kann man mit guten Anwälten bis in die letzte Instanz treiben und wenn sich eine Niederlage abzeichnet, kann man sich immer noch herab lassen und einen Vergleich schließen – möglichst mit Verschwiegenheitsverpflichtung.

Topmanager verdienen das 53-fache

Die Hans-Böckler-Stiftung hat gerade einen Bericht veröffentlicht, nach dem die Topmanager das 53-fache des normalen Arbeitnehmers verdienen. Das ist nicht nur unanständig, sondern man fragt sich, was die Leute überhaupt mit ihren vielen Millionen anfangen sollen, die anderen fehlen.
Interessant sind die Ergebnisse weitere Untersuchungen: Die normalen Arbeitnehmer haben keine Ahnung von diesem Missverhältnis, sondern denken, ihre Chefs würden das 10-fache verdienen. Das ist sogar auch noch nach Ansicht der Wohlhabenden zu viel. Bei einer Umfrage fanden sie ein Verhältnis der Arbeitnehmer- und Topmanager-Einkommen von 5:1 gerecht.
Was mich an den Medienberichten ärgert ist die Tatsache, das kein einziger sich die Mühe macht, einmal eine Übersicht darüber zu schreiben, wie viel mehr die Gehälter der Topmanager im Verhältnis zu den Arbeitnehmereinkünften in den letzten Jahren gestiegen sind. So etwas würde nur Unruhe stiften, also lässt man das. Die Politiker wollen nicht, dass darüber debattiert wird, also schweigt die Presse lieber dazu, statt sich zu fragen, wie auf einmal der Ruf „Lügenpresse“ aufgekommen ist.
Meine Vermutung ist die: Wenn in den letzten Jahren immer von Aufschwung die Rede war, haben den hauptsächlich die Manager kassiert. Und was für mich unbegreiflich ist: die Sozis waren immer dabei.