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Früher war alles besser


Wenn man behauptet, dass früher alles besser war, dann gilt man in der Regel als alter Meckerer, der nicht begreift, wie es wirklich ist. Natürlich sind solche Sätze in ihrer Allgemeinheit falsch, aber sie enthalten doch eine Wahrheit, über die man nachdenken sollte. Auch ich habe mich hier schon öfter dem Thema gewidmet, was früher alles besser war:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/08/22/wie-haben-wir-damals-so-leben-koennen-3/

Gestaunt habe ich, als ich die ganz ausgezeichnete Sendung Welten-Saga im ZDFgesehen habe. Da wurde vom alten Indien berichtet, wo es ein so friedliches Leben gab, dass eine Großstadt wie Isfahan nicht einmal ein Gefängnis hatte. Wie war so etwas möglich?
Wir können uns also nicht einbilden, dass wir in moralischer Hinsicht einen Fortschritt erzielt hätten – im Gegenteil.
Manche Menschen glauben ja, dass erst das Christentum mit den 10 Geboten eine moralische Ordnung in die Welt gebracht habe, aber im alten Indien hatte man auch schon lange vorher diese Regeln und war im Vergleich zum Christentum wesentlich fortschrittlicher: Während das Christentum Andersgläubige mit unnachsichtiger Härte verfolgte, galt im alten Indien die Religionsfreiheit.

Die ungehorsame Kirche

Die Kirche richtet sich oft nicht nach Gottes Geboten. Obwohl Gott beispielsweise den Menschen befahl: „Seid fruchtbar und mehret euch!“ finden diejenigen, die Vorbilder sein sollten, nämlich die katholischen Priester, dass dies nicht für sie gilt, sondern sie leben im Zölibat. Und sie betrachten den Zölibat sogar als „Gottesgeschenk“ (Papst Johannes Paul II).

Besonders ungehorsam ist die Kirche gegenüber dem 2. Gebot. Dieses lautet:
Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnismachen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden…
Wie es leider oft bei der Bibel der Fall ist, wird der Text dann später einfach umgeschrieben und lautete auf einmal: „Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen.“
Im evangelischen Katechismus wird das Gebot schließlich gar nicht mehr erwähnt.

Wäre man doch wie der Islam bei der strikten Befolgung des 2. Gebots in seiner ursprünglichen Fassung geblieben! Denn wie sieht Gott denn nun nach heutiger Auffassung aus? Er ist nach der modernen Theologie weder Mann noch Frau, kann also eigentlich nicht mehr als der gütige Vater im Himmel dargestellt werden. Wie aber dann?
Werden wir also in Zukunft Gott als androgynes Wesen abgebildet sehen, also als Zwitter? Eine schreckliche Vorstellung!
Lüpertz hat Mozart als eine solche Statue dargestellt, mit der er sowohl die Männlichkeit des Komponisten wie auch seine weibliche Seite darstellen wollte. Ganz schrecklich:

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Eine Bitte an die Kirche: Folgt dem Islam und bildet Gott nicht mehr ab. Wird er als Mann dargestellt, protestieren die Frauenvereinigungen, wird er aber als androgynes Wesen abgebildet, gibt es noch mehr Wirbel. Ich erinnere mich in diesem Zusammenhang an eine Marienfigur auf einer Isarbrücke. Da war die Gottesmutter als junge Frau im Sommerkleid dargestellt, wie sie ganz normal mit ihrem Kind spielte. Was haben sich die Menschen aufgeregt, bis schließlich einer die Figur in der Isar versenkt hat.