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Steinmeier, der Anti-Gauck

Frank-Walter_Steinmeier_Feb_2014_(cropped) verglichen mit Bundespräsident Joachim Gauck / Offizielles Porträt 2012.

Vergleicht man die beiden, so stellt man fest: Unterschiedlicher können zwei Menschen kaum sein. Steinmeier ist eher der nüchterne Jurist, auch in seiner Sprache, während Gauck bei seinen etwas schwülstigen Reden seine Herkunft als Pfarrer nicht verleugnen kann
Der Hauptunterschied aber ist dieser: Steinmeier ist gut verheiratet und hat sich hohen Respekt verdient, als er seiner Frau eine Niere spendete.
Demgegenüber lebt der ehemalige Pfarrer Gauck nicht mit seiner Ehefrau zusammen, sondern mit seiner Lebensabschnittsbegleiterin. So etwas war einmal durch § 172 StGB mit Strafe bedroht. Aber inzwischen sind wir ja so großartig tolerant geworden und nun gilt bei uns: „Wir Deutsche verurteilen nach dem Wert des verletzten Rechtsguts: am härtesten die Diebe, milder die Ehrabschneider, gänzlich straflos bleiben die Ehebrecher.“
(H. Gnade). Ich bin kein Moralist, meine aber doch, dass Gauck so gesehen kein guter Bundespräsident gewesen ist. Als solcher hatte er eine Vorbildfunktion. Die hat er, was seine Ehe anbetrifft, nicht erfüllt. Und das ist bei einem Bundespräsidenten nicht seine Privatsache.

Trump, Gauck und die deutsche Politik

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Gauck hat sich beunruhigt über die US-Präsidentschaftswahl geäußert. „Beim Blick nach Washington bin ich besorgt“, sagte er. Kurz vor seinem Ruhestand musste er natürlich auch noch seinen Senf dazu geben. Er reihte sich damit in die Phalanx der Politiker ein, die aus ihrer Ablehnung von Trump kein Hehl machten. Das ist nicht gut gewesen, dass man sich so über einen Mann äußert, mit dem man zusammen arbeiten muss. Auswirkungen auf die deutsche Außenpolitik werden nicht ausbleiben, denn Trump ist bei aller Raubeinigkeit dünnhäutig und empfindlich. Am vernünftigsten äußerte sich de Maizère, der an Ronald Reagan erinnerte, der ja auch zunächst auf Ablehnung stieß, aber dann doch ein guter Präsident war. Ich habe dasselbe gedacht und in meinen Gedanken zum Tag geschrieben: „Zum Beispiel stelle ich mir vor, dass Trump Präsident würde und dass er ganz anders wäre, als erwartet, und dass seine erste Amtshandlung wäre, sich mit Putin auf ein Bier zu treffen. Dann sähe die Welt vielleicht anders aus.“

https://autorenseite.wordpress.com/2016/11/05/gedanken-zum-tag-6

Bezeichnenderweise hat Putin dem neuen amerikanischen Präsidenten als erster gratuliert.
Was lernen wir aus dem Phänomen Trump? Der Populismus breitet sich immer mehr aus. Ursache dafür ist das Versagen der Politik. Deshalb wird auch bei uns der Zulauf bei den Rechtsparteien zunehmen. Bei denen fehlt (wie übrigens auch bei den Linken) nur noch eine derb auftretende Führungsfigur, was ein Glück für Merkel ist.

Vorbilder fehlen

Bundespräsident Joachim Gauck / Offizielles Porträt 2012


Das dumme Volk liebt seine Steuerhinterzieher: Ode für Uli
Gerade ist eine hitzige Debatte darüber entbrannt, ob der vorbestrafte Hoeneß Präsident des FC Bayern werden kann. Warum denn nicht? Andere Steuerhinterzieher haben doch auch Spitzenjobs bei dem Verein: Rummenigge oder Beckenbauer. Man hat ja auch extra die Satzung den Gegebenheiten angepasst. Nach ihr konnten bisher nur unbescholtene Bürger Mitglied werden.

Vorbei sind die Zeiten, in denen Leute in Führungspositionen eine Vorbildfunktion hatten und natürlich eine weiße Weste haben mussten.

Leider hat das Volk, das brav seine Steuern zahlt, keinen Charakter. Wie wirkungsvoll wäre es doch, wenn die Leute sagen würden: „Wir bleiben dem Stadion fern, bis der Mann zurück tritt.“
Nehmen wir ein anderes Beispiel für fehlende Vorbilder: unseren Bundespräsidenten. Er ist ein Ehebrecher und wäre vor 1970 mit bis zu 6 Monaten Zuchthaus bestraft worden. Beim Militär hat ein Ehebruch immer noch schwerwiegende Konsequenzen. Aber beim höchsten Staatsamt finden die Bürger: „Ach Gott, wie sind wir doch liberal!“ Wie sollen die Menschen zur Achtung der ehelichen Treue angehalten werden, wenn das Staatsoberhaupt mit schlechtem Beispiel voran geht? Seine derzeitige Lebensabschnittsbegleiterin (der Ausdruck Lebensgefährtin passt bei ihm nicht) bringt es bei uns sogar zur „First Lady“. Wie hätte man wohl früher zu so einer Frau gesagt? Wenn ich das beschreiben würde, ginge es mir wohl wie Böhmermann.
Noch eine Weisheit dazu aus meinen Aphorismen über die Justiz:

Wir Deutsche verurteilen nach dem Wert des verletzten Rechtsguts: am härtesten die Diebe, milder die Ehrabschneider, gänzlich straflos bleiben die Ehebrecher.“
(H. Gnade)

Hat auch Gauck Angst?

Bundespräsident Joachim Gauck / Offizielles Porträt 2012
Joachim Gauck, Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland.

Die Kanzlerin war heuer angeblich „aus terminlichen Gründen“ nicht bei der Eröffnung der Wagner-Festspiele in Bayreuth. Ich habe deshalb die Frage aufgeworfen, ob sie vielleicht Angst vor einem terroristischen Angriff hatte:
https://autorenseite.wordpress.com/2016/07/28/hat-die-kanzlerin-angst-2/
Nun fliegt Gauck plötzlich nicht nach Rio zur Eröffnung der Olympiade, weil er sich angeblich einer Zahnbehandlung unterziehen muss. Da kann man nur sagen: Zufälle gibt’s! Oder ist vielleicht doch die Angst vor Terror der wahre Grund für die Absage Gaucks?

Verlogene Asylpolitik

Merkel

Kann mir jemand das erklären:
Wir reden dauernd von einer Willkommenskultur und klopfen uns immer wieder selbst auf die Schultern, weil wir uns einbilden, so ziemlich die letzten Gutmenschen in Europa zu sein.
Aber ist das wirklich so? Ich sehe das anders: In Afrika gibt es Exklaven, die zu Europa gehören. Manchmal sehen wir Bilder davon: Eine von ihnen ist Ceuta. Sie ist von hohen unüberwindlichen Zäunen umgeben, also solchen, die wir dem ungarischen Regierungschef als unmenschlich vorgeworfen haben.
Wenn wir nun aber das Asylrecht ernst nehmen würden, müssten wir in Ceuta jeden hereinlassen, der dort „an die Tür klopft“ und um Asyl nachsucht. Wäre das so, bräuchte kein Flüchtling die gefährliche Fahrt über das Mittelmeer anzutreten.
Kann mir jemand erklären, warum Ceuta den Flüchtlingen verschlossen bleibt und wie das mit dem Asylrecht vereinbar ist?
Wahrscheinlich wird die Regierung sagen, dafür seien die Spanier verantwortlich und dazu wolle sie nichts sagen.
Ich aber meine, man sollte endlich mit der Verlogenheit der Asylpolitik aufhören und neue klare Richtlinien erarbeiten. Es steht ja wohl fest, dass wir nicht halb Afrika bei uns aufnehmen können. Die Obergrenze, von der Seehofer schon immer gesprochen hat, haben sowohl Gauck als auch der Dalai Lama aufgegriffen und gefunden, dass es Grenzen für unsere Aufnahmekapazität gibt. Wann hat endlich die europäische Politik den Mut, das einmal zu diskutieren und dann Regeln dafür aufzustellen. Hätte man das schon frühzeitig getan, gäbe es keine starke PEGIDA und auch die AfD hätte nicht den großen Zulauf. Auch jenseits der Grenze wären die Rechtspopulisten wesentlich schwächer. So aber nehmen diejenigen zu, die in der EU keine Zukunft mehr sehen: Dass die Briten die EU verlassen wollen, ist, wenn man die Interviews im Fernsehen verfolgt, hauptsächlich eine Folge der verfehlten Asylpolitik der EU. Und in Österreich sind laut einer Studie sind nur noch 51 Prozent der Meinung, dass ihr Land EU-Mitglied bleiben soll.
http://www.salzburg.com/nachrichten/oesterreich/politik/sn/artikel/oexit-umfrage-sieht-mehrheit-fuer-eu-mitgliedschaft-202824/
Der österreichische Außenminister hat die Lage richtig erfasst, indem er soeben sagte, die Flüchtlingspolitik sei der größte Fehler, den die EU gemacht habe. Dieser Meinung sind auch viele Deutsche und deshalb gibt es auch bei uns eine steigend Zahl von Bürgern, die Der EU skeptisch gegenüberstehen:
https://autorenseite.wordpress.com/2016/06/25/brexit-da-stimmt-doch-was-nicht/

Ehe einst und jetzt

Ringe
Ich bin ja nun schon sehr alt und stelle immer wieder verwundert fest, wie schnell sich alles wandelt. „Panta rhei“, sagte Heraklit, was soviel bedeutet wie: „Alles fließt bzw. ist im Fluss“. Und ich fügte in meinen Aphorismen hinzu: „Alles fließt immer schneller.“
Heute will ich das einmal beispielhaft an unseren Bundespräsidenten zeigen: Der erste war Theodor Heuss. Er war verheiratet mit Elly Heuss-Knapp. Und mich hat dieses alte Paar immer gerührt. Mir als jungem Mann erschien es immer so, als seien sie in einer höheren Form der geläuterten Liebe angekommen. Und auch heute freue ich mich immer, wenn ich alte Ehepaare miteinander sehe, wie sie Arm in Arm durch die Stadt gehen und immer noch viel zu reden und zu lachen haben. Warum ist das so? Weil sich zwei Menschen zusammen gefunden haben, die sich bei ihrer Partnerwahl Mühe gegeben haben und sich nicht allein vom Äußeren haben leiten lassen. Und was noch wichtiger ist: Sie haben sich bei allen Veränderungen, die ihr Leben mit sich brachte, immer wieder in Liebe einander angepasst. Für sie war der Partner kein Wegwerfartikel, der zu ersetzen war, als sich die ersten Falten zeigten.
Betrachten wir nun aber die Ehe unseres derzeitigen Bundespräsidenten, so muss man feststellen, dass er zu Zeiten seines früheren Kollegen Heuss eingesperrt worden wäre. Nicht nur sein Ehebruch wäre strafbar gewesen, sondern insbesondere auch das Zusammenleben mit einer Partnerin ohne Trauschein. Und diejenigen, die ihm das Schloss Bellevue zur Verfügung gestellt haben, wären wegen Kuppelei bestraft worden.
„Tempora mutantur, nos et mutamur in illis“, sagte Ovid („Die Zeiten ändern sich und wir in ihnen“).
Die Menschen von heute halten sich für unheimlich modern und tolerant, wenn sie so anders denken als früher. In Wirklichkeit aber haben sie aus der Ehe eine reine Sexualpartnerschaft gemacht, bei der sich die Partner benutzen, aber nicht lieben; sie leben wie Tiere, die einander erraten (Nietzsche). Die wahre Liebe ist ein kostbares Geschenk, das man nicht einfach weg wirft. „Die Liebe höret niemals auf“ heißt es im Hohen Lied der Liebe.

Die Menschen haben früher gewusst, wie man Ehekrisen bewältigt. Lesen Sie dazu die Geschichte „Die alte Tante“ in meiner Leseecke.

Bundestagsresolution gegen Genozid in den USA?

Bundespräsident Joachim Gauck / Offizielles Porträt 2012
Joachim Gauck, Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland.

Ich verstehe nicht, warum der Bundestag eine Resolution darüber fassen muss, ob vor mehr als 100 Jahren in Armenien ein Genozid verübt wurde oder ob es sich nur um das im Krieg übliche Morden gehandelt hat. Der Bundespräsident hat sich hierzu bereits klar geäußert. Genügt das nicht?
Aber wenn man sich schon mit Ereignissen befasst, die in einem fernen Land vor mehr als 100 Jahren geschehen sind, dann hätte man noch viel anderes aufzuarbeiten.
Wie wäre es denn mit den USA? Ist es nicht auch ein Genozid gewesen, der an den Indianern verübt wurde? Wenn Sie meinen, das ginge uns nichts an, dann überlegen Sie mal, woher denn die Leute kamen, die Amerika besiedelten. Da waren doch auch viele Deutsche dabei.

Flüchtlinge: Wie geht es jetzt weiter?

Zur Zeit befindet sich Deutschland noch in der Gutmenschen-Phase. Man hilft und geht dabei bis an die Kapazitätsgrenze. Aber das wird sich ändern aus verschiedenen Gründen:
Man hat dem Volk bisher nicht gesagt, wie man das alles bewältigen will und was es kostet. Die Menschen werden wohl schnell sauer, wenn sie hören, dass sie für die Flüchtlinge zwei Jahre länger arbeiten müssen, wie der Chef des IFO-Instituts errechnet hat. Und wenn die Flüchtlinge dann noch zu wenig Dankbarkeit zeigen und gar noch Forderungen stellen, dann ist es aus mit dem Gutmenschentum.
Je mehr Flüchtlinge kommen, umso mehr fühlen sich die „Vaterlandsverteidiger“ berufen, etwas dagegen zu tun: Wenn Schlägertrupps und Brandstifter unterwegs sein werden, werden vielleicht viele Flüchtlinge sich hier auch verfolgt fühlen und anderswo um Asyl nachsuchen.
Schließlich ist es doch ganz sicher, dass sich IS-Kämpfer unter die Flüchtlinge gemischt haben. So eine Chance, sich unbemerkt in unser Land einzuschleichen, lassen sie sich doch nicht entgegen. Auch schlichte Verbrecher werden doch lieber hier ihr Unwesen treiben als in ihrer Heimat, wo doch weniger zu holen ist.
Vor Jahren – also lange vor der Flüchtlingskrise – schrieb ich das Buch „Verbotene Zone“, in der auch diese Geschichte vorkommt, die vielleicht die Zukunft vorweg genommen hat.
Verbotene Zone
Näheres dazu hier.

Die kurzsichtige Frau Merkel

An sich sollte sich die Politik durch Weitsicht auszeichnen, aber das Gegenteil ist der Fall. Wir sahen es beim „Aufspannen der Rettungsschirme“ und später auch bei der Atompolitik: Da sind wir in eine viel zu teure Technik eingestiegen, obwohl wir sogar von der unverdächtigen zuständigen Bundesbehörde gewarnt wurden. Allein beim schnellen Brüter wurden 9 Milliarden in den Sand gesetzt. Dann sind wir ausgestiegen und es gab den Ausstieg vom Ausstieg. Was hätten wir uns alles ersparen können, wenn wir von vornherein auf die Warnungen gehört hätten, die für alle 40 Jahre einen GAU vorausgesagt hatten, der dann auch wie berechnet in Tschernobyl und Fukushima jeweils termingerecht eintraf.
Bei der Flüchtlingspolitik ist es nun auch wieder so. Wie wurden diejenigen angegriffen, die die Frage stellten, wann das Boot voll ist. PEGIDA und die brennenden Flüchtlingsunterkünfte hätte es wohl in dieser Form nicht gegeben, wenn die Politik von vornherein das gesagt hätte, was Gauck, Söder und de Maizière sich nun endlich zu sagen trauen, nämlich dass unsere Aufnahmekapazitäten beschränkt sind. Hier war das alles längst vorher zu lesen.
Frau Merkel, die in einer verständlichen Gefühlsaufwallung die Flüchtlingsmassen nach Deutschland herein gelassen hat, sieht sich wahrscheinlich nun mit einer viel größeren Flüchtlingswelle konfrontiert und einem viel größeren Elend. Was nun?
Was die Flüchtlinge anbetrifft, die schon hier sind, sollte der Spruch hier unten zur Nachdenklichkeit anregen.