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Endlich: Verbot von Schottergärten – Die Zerstörung von Ortsbildern


In meiner Jugend hatten die Häuser noch hübsche Vorgärten und so war es ein Genuss, durch die Straßen zu gehen und zu schauen. Es war so ähnlich wie in einer Gemäldeausstellung.
Aber dann kam die Zeit, in der man sich immer mehr abschottete: hohe Hecken verwehren nun die Einblicke in die Grundstücke. Eine Frau bemerkte einmal treffend: „Das sind ja die reinsten Tunnelstraßen in unserem Dorf geworden.“
Der neueste Trend sieht so aus: Statt eines Gartens vor dem Haus sieht man immer mehr pflegeleichte Kiesflächen. Und statt der Hecken, die man schneiden muss, haben immer mehr Leute Mauern, die für sie den Vorteil bieten, dass man dort Reklameflächen vermieten kann.

So schaut’s aus.

Lesen Sie bitte auch „Bayern kaputt“

Jetzt endlich verbieten mehr und mehr Städte jedenfalls die immer mehr um sich greifenden Schottergärten:
https://web.de/magazine/wissen/natur-umwelt/staedte-verbieten-schottergaerten-36793978
Bisher war ja das „Garteln“ das beliebteste Hobby der Deutschen, aber nun, wo der Stress bei der beruflichen Arbeit ständig zu nimmt, wollen sie sich nicht auch noch die Gartenarbeit aufladen.

Die Vögel in meinem Garten

Wie anders war es früher in meinem Garten: Als die Kirschbäume noch nicht der Schrotschusskrankheit zum Opfer gefallen waren, gab es bei uns Stare in solchen Scharen, dass sich meine Nachbarin ein Luftgewehr kaufte, um ihre Kirschen gegen die Vögel zu verteidigen. Sie hat allerdings nie einen Vogel getötet, sondern nur Schreckschüsse abgegeben.
Nun habe ich seit mindestens 10 Jahren keinen einzigen Star mehr gesehen. Ähnlich ist es mit anderen Vogelarten. Jetzt sind nur noch die Amseln da und gelegentlich Elstern sowie ein Specht.
Was mich allerdings überrascht hat, sind Scharen von Schwalben, die plötzlich über uns herein gebrochen sind. Eigentlich sollten die ja gar nicht mehr hier sein, denn es heißt ja:
An Mariä Geburt
Fliegen die Schwalben furt.
Aber in dem verlängerten Sommer halten es die Vögel bei uns noch eine Zeit lang aus.
Sie fliegen vor der Südseite unseres Hauses ganz wild hin und her, dass ich mich wundere, dass sie nicht einmal zusammen stoßen. Und wenn ich im Garten bin, habe ich direkt Angst, dass mir eine einmal an den Kopf fliegt, aber haarscharf vor meinem Gesicht kriegen sie dann doch die Kurve. Erst konnte ich mir nicht erklären, was die Schwalben hierher gelockt hat, denn Insekten habe ich schon lange nicht mehr bei uns gesehen. Aber dann merkte ich, dass ich nur nicht genau genug hin geschaut habe. Tatsächlich gibt es ganz winzige Mücken, die sich auf der Südseite meines Hauses aufhalten und die man kaum sehen kann, wenn man nicht die Augen einer Schwalbe hat.
Ich habe einmal gelesen, dass eine Schwalbe jeden Tag Insekten in einer Menge ihres Körpergewichts fressen muss. Kein Wunder, dass sie so wild geworden sind bei den winzigen Insekten.

Ein nettes kleines Experiment: Rosen selbst züchten für Blumentopf und Garten


In Salzburg sah ich eine schöne üppig wachsende Rose. Also habe ich mir ein kleines Stückchen abgeschnitten, um es zu vermehren. Und bald ist daraus eine neue Pflanze geworden.
So ging es: Zweig in Kartoffel stecken und mit Erde in einen Blumentopf packen. Diverse genaue Anleitungen findet Ihr beim Googeln mit „Rose“ und „Kartoffel“.
So habt Ihr später dann im Garten genau die Rose, von der Ihr gesehen habt, dass sie Euch gefällt.
Auch als kostenlose Topfpflanze ist eine solche Rose gut geeignet.

Wunderwaffe Holunder

Was haben wir nicht früher alles aus Holunder gemacht:
Hollerstrauben (in Teig getauchte Holunderblüten, die in schwimmendem Fett gebacken wurden);
Holunder-Sekt, ein gefährliches Getränk, weil auch mal Flaschen explodierten,
Holunder-Suppe (Beerensaft mit Grießklößchen),
Hollerlikör (sollte man probiert haben),
Hollerkoch (Marmelade) …
Ja, der Holunder ist vielseitig und gesund, und er kostet nichts.

Nun habe ich noch einen Vorteil vom Holunder entdeckt: Er zieht die Blattläuse an. So bleiben die anderen Pflanzen blattlausfrei.

Wie die moderne Landwirtschaft meinen Garten zerstört

Früher machte mir mein Garten viel Freude, aber jetzt, wo ich alt bin, erfordert er durch die moderne Landwirtschaft immer mehr Arbeit:
Früher nutzten die Bauern selbst die kleinsten Flächen aus, um dort ihre Tiere zu weiden. Nun stehen die Kühe im Stall und die Wiesen werden etliche Male im Jahr mit dem Traktor gemäht. An den kleinen Flächen, wie an den Bahndämmen, hat man kein Interesse mehr. Das ist zu arbeitsintensiv. Und so werden diese Flächen von allen möglichen Pflanzen überwuchert: Brombeeren, Wildrosen,…
Und all das Zeug habe ich nun in meinem Garten. Die Vögel fressen die Früchte dieser Pflanzen und sitzen dann auf meinen Sträuchern, um dort ihren Kot abzulassen. Darin befindet sich der Samen für all das Zeug, das nicht in meinen Garten gehört. Das Blöde daran ist, dass diese Wildpflanzen eine unheimliche Wuchskraft haben, so dass ich sie alle Vierteljahre wegschneiden muss. Heraus reißen kann ich sie nicht, da sie sich direkt im Wurzelwerk der Sträucher zu sehr festgesetzt haben. So krieche ich also als alter Mann 4 Mal im Jahr durch mein 2000 qm großes Grundstück, um Ordnung zu schaffen.
Nun plötzlich kommt neues Ungemach: Eine aggressive Grasart breitet sich überall aus und verdrängt den alten Rasen. Das üble an diesem neuen „Grün“ ist, dass es welkt. Der Rasen ist also im Herbst und Winter nicht mehr grün, sondern hässlich gelb (s. Bild). Ich frage mich, ob es sich dabei um eine Grasart handelt, die neuerdings von den Bauern ausgesät wird, um größere Erträge zu erzielen. Bisher hat es sie ja nicht gegeben.

Die Verunstaltung unserer Städte und Dörfer oder der Tod der Vorgärten


In meiner Jugend hatten die Häuser noch hübsche Vorgärten und so war es ein Genuss, durch die Straßen zu gehen und zu schauen. Es war so ähnlich wie in einer Gemäldeausstellung.
Aber dann kam die Zeit, in der man sich immer mehr abschottete: hohe Hecken verwehren nun die Einblicke in die Grundstücke. Eine Frau bemerkte einmal treffend: „Das sind ja die reinsten Tunnelstraßen in unserem Dorf geworden.“
Der neueste Trend sieht so aus: Statt eines Gartens vor dem Haus sieht man immer mehr pflegeleichte Kiesflächen. Und statt der Hecken, die man schneiden muss, haben immer mehr Leute Mauern, die für sie den Vorteil bieten, dass man dort Reklameflächen vermieten kann.

So schaut’s aus.

Lesen Sie bitte auch „Bayern kaputt„.

 

Katastrophe in meinem Garten

Ich habe in meinem hohen Alter einen Garten von fast 2000 qm zu bearbeiten. Der muss natürlich pflegeleicht sein. Aber leider wird der Pflegeaufwand in letzter Zeit immer größer und dazu fallen mir immer zwei Zeilen aus einem Gedicht ein:
„Nun sieh‘ mir eins das Unkraut an,
das hat der böse Feind getan!“
Bei mir ist es allerdings nicht der böse Feind, sondern es sind die Vögel, die die scheußlichsten Samen überall ausbreiten:

  • Da wuchern überall wilde Brombeeren mit ungenießbaren Früchten und grässlichen Dornen. Die wachsen überall dort, wo die Vögel halt gerne sitzen: inmitten der Sträucher. Und dort kann man ihre langen Wurzeln nicht mehr raus kriegen.
  • Dasselbe ist es mit wilden Rosen.
  • In vielen Büschen hat sich der Hartriegel eingenistet, den man auch nur abschneiden kann, der aber gleich wieder da ist, wie Brombeeren und Rosen auch.
  • Wilde Erdbeeren, die man nicht essen kann, wachsen und wuchern überall, dass man mit dem Jäten kaum nachkommt.
  • Nun macht sich bei mir ein neues grässliches Übel breit: ein Gras, das nicht grün bleibt, sondern welkt. Das nistet sich überall ein und sieht scheußlich aus. Das normale Gras als Unkraut ist ja immer grün und fällt nicht besonders auf. Aber dieses welkende Gras ist groß und schrecklich.
  • Der Garten ist so trocken, dass man meint, man gehe auf Beton, wenn man auf dem Rasen läuft. Da freuen sich die Menschen über das sommerliche Osterwetter, aber vielleicht ist es der Vorbote für einen trockeneren Sommer als letztes Jahr.

Manchmal fällt mir zu all dem Unkraut ein Satz ein, den ich einmal gelesen habe, als ich vor 60 Jahren mit dem Garteln anfing: „Da kann man nichts machen, außer sich ein anderes Grundstück kaufen.“ (Man sieht: Damals gab es noch kein Glyphosat.) Natürlich ist so ein Vorschlag völlig abstrus und ist mir deshalb in Erinnerung geblieben.
So muss ich also nun weiter mit meinen 85 Jahren unter meinen Büschen herum kriechen, um den Wildwuchs so halbwegs in Grenzen halten. Es lohnt sich, denn so schön ist es bei uns: