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Neue Führerscheine beantragen?

Nun soll man also für ca. 25 Euro die alten Führerscheine in neue umtauschen. Ich werde das nicht mehr tun, weil ich bei Ablauf der Antragsfrist 99 Jahre alt bin und dann wohl kaum noch Auto fahren werde.
Aber auch Sie sollten sich überlegen, ob sich ein Umtausch lohnt. Wenn Sie weiter mit dem alten Führerschein fahren, kostet das nur 10 Euro Bußgeld. Und wann wird man schon kontrolliert.
Ich fahre seit fast 70 Jahren mit dem Auto und bin erst einmal nach dem Führerschein gefragt worden. Damals war ich schuldlos in einen PKW-Unfall verwickelt. Als die Polizei des Unfall aufnahm und ich meinen alten „Lappen“ her zeigte, holten sich die jungen Beamten bei einem älteren Kollegen Rat, ob das überhaupt ein gültiges Dokument sei. Die neue Vereinheitlichung der Führerscheine hat also durchaus etwas für sich.
Dazu fällt mir eine kuriose Geschichte ein: Ein Journalist machte sich den Spaß, eine chinesische Speisekarte als Ausweis zu benutzen und reiste damit um die halbe Welt.

Abkassieren der „Raser“ – Wann muss Scheuer endlich gehen?

Scheuers Sündenliste ist lang und man fragt sich, warum der Mann nicht schon lange gehen muss:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/01/27/unglaublich-scheuer-erholt-sich-ein-gutachten-fuer-240-000-euro/

Nun hat sich gezeigt, dass er nicht einmal in der Lage ist, einen fehlerfreien Bußgeldkatalog zu erstellen. Er hat damit ein Chaos angerichtet. Nun ist der Streit wieder ausgebrochen, wie hart die „Raser“ bestraft werden sollen. Was mich dabei stört, ist die pauschale Ahndung solcher Ordnungswidrigkeiten. Das ist ja noch angemessen bei Geldstrafen, aber bei Fahrverboten, die existenzbedrohend sein können, müsste doch ein individueller Maßstab angelegt werden. Es macht doch einen gewaltigen Unterschied, ob jemand bei Tag durch eine 30-km/h-Zone bei einem Kindergarten fährt oder um 3.00 Uhr nachts, wenn alles menschenleer ist. Außerdem ist es ja so, dass viele Geschwindigkeitsübertretungen an reinen Abzockfallen zu verzeichnen sind.

Schauen Sie sich mal diese beiden Bilder an:
Das erste Bild zeigt die geschlossene Ortschaft Hammer. Obwohl die B 305 am Ortseingang und -ende je eine leichte Kurve aufweist und manche Häuser nahe an der Straße stehen, sind hier 6o km/h ausdrücklich erlaubt:

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Wenn man dann weiter fährt kommt man nach Weißbach. Dort ist die Straße schnurgerade und die Häuser sind weiter weg vom Straßenrand. Alles ist schön übersichtlich. Fußgänger sind eine Seltenheit, aber trotzdem darf man hier nur 50 km/h fahren:

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Warum gibt es diesen Unsinn? Weil man die Autofahrer abzocken will. Deshalb gönnt man ihnen keine vernünftige Geschwindigkeit, sondern lässt sie hier in eine Falle tappen. Wer auch nur ein bisschen zu schnell fährt, wird abkassiert.
In unserer Gegend existieren mehrere solche Fallen: schnurgerade, fast autobahnartige Ortsdurchfahrten mit weit abseitigen Häusern ohne Fußgängerverkehr. Hier schlagen die Verkehrsüberwacher zu. Nur dort habe ich bisher die Starenkästen gesehen.
Ich erinnere mich an einen Fall in Nordrhein-Westfalen, wo man an einer völlig übersichtlichen Autobahnbaustelle, an der nur gelegentlich ein bisschen gearbeitet wurde, die Geschwindigkeit auf absolut indiskutable 60 km/h reduziert hatte, weil man von den Bußgeldern einen Kindergarten bauen wollte. Na ja, wenn man so arm ist wie die da oben, verfällt man schon auf solche abstrusen Ideen. Immerhin hat sich damals wieder einer erfolgreich gegen diese Abzockerei gewehrt.
Es wird immer darauf verwiesen, dass überhöhte Geschwindigkeit die Unfallursache Nr. 1 ist. Das stimmt zwar, gilt aber mit Sicherheit nicht für die Stellen, die man als Fallen für die Autofahrer bestehen lässt, indem man sie entgegen aller Vernunft zu „Schleichstraßen“ degradiert. Ich lese ja täglich meine Heimatzeitung, in der auch über den läppischsten Verkehrsunfall berichtet wird. Es war noch nie einer dabei, der sich auf den „Abzockstraßen“ ereignet hätte.
Deshalb wundert uns nicht, was in Österreich passiert ist: Dort hatte ein Landtagsabgeordneter
wegen einer Geschwindigkeitsbeschränkung ein Schreiben an die Polizeidirektion geschickt. Darin äußerte er den Verdacht des Amtsmissbrauchs. Die Polizei schaltete die Staatsanwaltschaft ein mit der Bitte um strafrechtliche Beurteilung des Vorwurfs. Respekt!
Ich bin durchaus dafür, gefährliches Rasen streng zu bestrafen, aber ich bin gegen die übliche Abzockerei, die zur Aufbesserung der Staatsfinanzen so üblich geworden ist.
Ich fahre zwar punktefrei, bin mir aber dessen bewusst, dass ich ein Mensch bin, der Fehler machen kann. Soll also ein harmlosses Versehen wie das Übersehen eines Verkehrsschilds wirklich mit einer möglichen Existenzvernichtung bestraft werden?
Was die Fahrverbote anbetrifft, so sind sie ja bei vielen Menschen keine wirkliche Strafe: Bei Ehepaaren fährt dann eben der Ehepartner. Und viele werden das Fahrverbot einfach missachten. Ich fahre seit sechzig Jahren Auto und bin in dieser Zeit erst einmal nach dem Führerschein gefragt worden.

Die gefährlichen Alten am Steuer


Immer wenn ein alter Autofahrer einen Unfall verursacht, wird sein Alter im Zeitungsbericht angegeben, und dann sagen die Leute: „Wieder so einer! Die gehören weg von der Straße!“
Tatsächlich sieht es aber so aus: Im Jahr 2015 hatten die18- bis 24.jährigen 41.300 Unfälle, die Menschen ab 75 aber nur 15.700. Außerdem muss man die Unfälle differenziert betrachten: Ältere Pkw-Fahrer, die einen Unfall verursachen, gefährden sich dabei eher selbst sehr stark: Knapp 60 % der Unfalltoten, die durch Fehler von Pkw-Fahrern ab 75 Jahren verursacht wurden, waren die Unfallfahrer selbst. Völlig anders ist es bei den Jungen.
Trotzdem wird immer wieder gefordert, dass eine Altersgrenze für die Fahrerlaubnis eingeführt wird. Da wird aber nie etwas daraus;
Wenn man zynisch ist, wird man sagen: eine Industrie, deren Produkte bewirken, dass jährlich in der EU 400.000 Menschen durch Luftverschmutzung sterben, wird mit ihrer starken Lobby immer durchsetzen, dass „die paar Toten“, die durch Unfälle von Alten verursacht werden, keine Konsequenzen für die Fahrerlaubnis haben.

Ich fahre schon 50 Jahre, ohne den Führerschein…

…vorzeigen zu müssen.
Zwar bin ich schon ein paar Mal in eine Polizeikontrolle geraten, aber anscheinend habe ich so ein Allerweltsgesicht, dass man mich immer durchgewunken hat. Auch mein Auto ist nur schlichte Mittelklasse. Und natürlich halte ich mich an Geschwindigkeitsbeschränkungen und habe auch noch zusätzlich ein Warngerät.
So gesehen hätte ich eigentlich gar keinen Führerschein gebraucht, denn ob Sie’s glauben oder nicht: Ich fahre nun schon über 50 Jahre mit meinem Auto, ohne meinen Führerschein, den ich natürlich besitze, vorzeigen zu müssen.
Ich verstehe Leute wie Reus nicht, die ein protziges Auto fahren und dann noch zu schnell unterwegs sind. Das kann doch nur schief gehen. Sie sind genauso dumm wie die, die mit einem Hamburger Kennzeichen am Luxusauto nach Luxemburg fuhren, um dort Geld zu bunkern. Klar, dass sie vom Zoll kontrolliert wurden.