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Gedanken zum Sonntag: Trump – ein Liebling Gottes?

Trump will durch „Gottes Segen“ eine Antikörper-Behandlung entdeckt haben. Er bildet sich ein, eine besondere Verbindung zu Gott zu haben. Da gab es doch noch einen Präsidenten, der ähnliche Überzeugungen hatte: Bush jr. behauptete, das Jesus ihm den Irakkrieg befohlen habe. Ja, so etwas kommt gut an bei den Amis, von denen viele Trump als den von Gott gesandten Führer ansehen.

So etwas hatten wir auch schon in Deutschland. Auch Hitler war für die Kirchen die gottgewollte Obrigkeit, der man zu gehorchen habe.
Man weiß inzwischen, wohin solche Überzeugungen geführt haben.

Aber wie ist das denn nun eigentlich: Hat Gott seine Hand im Spiel, wenn Leute wie Trump und Hitler an die Spitze eines Staates kommen oder hat sich Gott „aus dem Alltagsgeschäft zurück gezogen“? Ich glaube, das können uns die Kirchen nicht recht erklären.

Zitat zum Thema Politik

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr lesen Sie in dem Buch: Nebenbei bemerkt – Aphorismen über Gott und die Welt:

Was ist nur mit der Menschheit los, dass sie sich die Verrücktesten als Führer wählt (Kim und Trump).

H. Pöll, Autor

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Leseecke.

Der ruhmreiche Krieg

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Was man heute kaum noch glauben mag: Es gab Zeiten, da wurde der Krieg verherrlicht. Ein Beispiel ist die obige Gedenktafel. Aber die Einstellung zum Krieg hat sich total gewandelt. Für Alexander den Großen oder Napoleon ging es um Herrschaft über die damalige Welt. Und sie konnten ihren Soldaten einreden, dass es sie am Ruhm und der Ehre teilhaben würden. Ich vermute, dass es Frankreich Napoleon verdankt, auch heute noch als „La Grande Nation“ bezeichnet zu werden. Hitler war der letzte, der dasselbe unternehmen wollte. „Für Führer, Volk und Vaterland“ schickte er seine Truppen aus, doch statt Ruhm und Ehre kam das Gegenteil heraus. Heute redet man überhaupt nicht mehr beim Thema Krieg von Ruhm und Ehre. Im Mittelpunkt stehen Gräuel und Tote, besonders unter der Zivilbevölkerung.
Wahrscheinlich wird der Krieg inzwischen immer mehr zur Aufgabe von Spezialisten, die Drohnen, Marschflugkörper und Raketen losschicken. Diejenigen, die einst ihre Wehrpflicht abzuleisten hatten, ziehen es heute vor, als Asylanten in fremde Länder zu fliehen. Bekanntestes Beispiel ist Bill Clinton, der als junger Man nach Kanada ging. Und auch wir erleben einen Zustrom von Afghanen, die die Verteidigung ihres Landes lieber den Soldaten aus anderen Ländern überlassen, während sie hier bei Hartz-IV-Leistungen abwarten.

Für Führer, Volk und Vaterland

Heute bin ich schon um 4.00 Uhr aufgestanden und war bei Sonnenaufgang auf dem Hochfelln, dem schönsten Aussichtsberg Bayerns.
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Unten liegt der herrliche Chiemsee.
Jedes Mal komme ich an dieser Gedenktafel vorbei, auf der einmal stand: „Für Führer, Volk und Vaterland.“
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Den Führer hat man allerdings heraus gemeißelt. Inzwischen ist die Tafel kaum noch zu lesen und wird wohl bald ganz verwittern.
Was waren das doch damals für andere Zeiten. Man stelle sich vor, für einen in Afghanistan gefallenen Soldaten hätte man eine Tafel angebracht mit der Aufschrift: „Für Merkel, Volk und Vaterland.“ Wahrscheinlich wird dort etwas über Frieden und Freiheit stehen. Man versucht halt in beiden Fällen dem Tod einen Sinn zu geben. Nur fällt das wohl nicht nur mir schwer.