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Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat aus dem Buch Mit spitzer Feder. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

Früher aß man Margarine statt Butter, weil man sich die Butter nicht leisten konnte. Heute essen viele Margarine, weil ihnen die Butter zu viel Fett enthält.

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Sonderseite für Frauen–Nichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/.

Der dauernde Aufschwung, der nichts bringt


Ich habe die Anfänge der Bundesrepublik miterlebt und wenn ich die Zeit von damals mit heute vergleiche, muss ich feststellen: Wir sind nicht recht voran gekommen.
Es war eine herrliche Zeit damals:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/08/22/wie-haben-wir-damals-so-leben-koennen-3/
An drei Prinzipien des damaligen Kanzlers Adenauer, die heute nicht mehr gelten, kann ich mich gut erinnern:
> Er wollte, dass jeder Deutsche Hausbesitzer würde, denn – so sagte er – jeder Hausbesitzer ist ein CDU-Wähler. Und so war es auch jedem Normalverdiener möglich, sich ein Haus zu bauen.
> Und aus der Kriegszeit hatte er die Erkenntnis gewonnen, dass ein Land allein für sich leben können muss. Daher wurde die Kohle für die Energiegewinnung unterstützt und auch die Landwirtschaft zur Sicherung der Ernährung.
> In seinen Wahlkampfreden erwähnte er auch immer eine in seinen Augen schlimme Unmenschlichkeit der DDR: Dort müssten die Frauen arbeiten, während sie bei uns als Hausfrau das Herz der Familie sein könnten, die ja die Keimzelle des Staates sei. Das Einkommen des Mannes reichte ja damals aus, um eine Familie zu ernähren.
Der Alte aus Röhndorf sprach nie vom Ankurbeln der Wirtschaft oder von der Sicherung der Arbeitsplätze. Das waren Selbstverständlichkeiten. Ebenso sprach keiner von der Umwelt: Die war halt in Ordnung, denn wir verbrauchten nur so viele Ressourcen, wie sich auch wieder regenerieren könnten, während wir heute 1/12 Erden bräuchten, wenn wir weiter so leben wollen wie bisher:
https://autorenseite.wordpress.com/2019/07/29/wichtig-heute-ist-welterschoepfungstag/
Eine Schere zwischen Arm und Reich, die sich immer weiter öffnet, war ubekannt.
Und stellen Sie sich vor: Der Staat hatte Ersparnisse für Notfälle.

Ja, so war das damals! Und was hat uns der Jahrzehnte lange Aufschwung gebracht?
Als einen hervor stechenden, aber doch zweischneidigen Vorteil sehe ich, dass sogar „Krethi und Plethi“ überall hin fliegen können, weil das so billig geworden ist, während wir unseren Urlaub an der Ostsee oder später auch in Italien verbrachten. So kommt es, dass viele Deutsche die Nobelrestaurants in Shanghai kennen, aber nicht mehr ihre eigene Heimat.
Das haben wir teuer bezahlen müssen: Aus Mitarbeitern mit sicheren Arbeitsplätzen von früher ist „Humankapital“ mit unsicherer Zukunft geworden, das teilweise in prekären Arbeitsverhältnissen beschäftigt ist, die es früher nicht gab. Heute sahnen „die da oben“ ab:
Manager verdienen bis zum 53-fachen ihres normalen Personals.
Und das Wohnen in der Stadt, das früher eine Selbstverständlichkeit war, ist für viele unerschwinglich geworden.
Der Staat taumelt von einer Krise in die nächste: Die Finanzkrise belastet uns immer noch und nun treibt uns Corona in eine immense Verschuldung.
Jetzt überlegen Sie mal: Hat sich der dauernde Aufschwung wirklich für Sie gelohnt? Sind wir tatsächlich voran gekommen oder sind wir nicht auf dem Weg zu einer Provinz der USA geworden, die mit Amazon & Co ausbeutet und mit Google u.a. aushorcht wird? Sogar die Kultur wird immer mehr amerikanisiert.
Deutschland stürzt ab.
Deutschland erwache!

Früher war alles besser


Wenn man behauptet, dass früher alles besser war, dann gilt man in der Regel als alter Meckerer, der nicht begreift, wie es wirklich ist. Natürlich sind solche Sätze in ihrer Allgemeinheit falsch, aber sie enthalten doch eine Wahrheit, über die man nachdenken sollte. Auch ich habe mich hier schon öfter dem Thema gewidmet, was früher alles besser war:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/08/22/wie-haben-wir-damals-so-leben-koennen-3/

Gestaunt habe ich, als ich die ganz ausgezeichnete Sendung Welten-Saga im ZDFgesehen habe. Da wurde vom alten Indien berichtet, wo es ein so friedliches Leben gab, dass eine Großstadt wie Isfahan nicht einmal ein Gefängnis hatte. Wie war so etwas möglich?
Wir können uns also nicht einbilden, dass wir in moralischer Hinsicht einen Fortschritt erzielt hätten – im Gegenteil.
Manche Menschen glauben ja, dass erst das Christentum mit den 10 Geboten eine moralische Ordnung in die Welt gebracht habe, aber im alten Indien hatte man auch schon lange vorher diese Regeln und war im Vergleich zum Christentum wesentlich fortschrittlicher: Während das Christentum Andersgläubige mit unnachsichtiger Härte verfolgte, galt im alten Indien die Religionsfreiheit.

Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat aus dem Buch Mit spitzer Feder. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen, die sich gut als Zitate für Reden und Schriften eignen.

 

Als ich vor mehr als vor fast sieben Jahrzehnten mein Abitur machte, sagte der Physiklehrer, nachdem er uns die Funktionsweise von Radio und Ottomotor beigebracht hatte: „Ein Mensch mit Abitur sollte sich von anderen dadurch unterscheiden, dass er alles auf der Welt versteht.“
Heute verstehe ich nicht einmal alle Funktionen der Fernbedienung meines Videorecorders.


H. Pöll, Aphoristiker und Buchautor

Mein Topbeitrag

WordPress zeigt einem ja immer eine Statistik an. Und die finde ich immer sehr interessant. Gerade wundere ich mich darüber, dass ein Beitrag aus dem Jahr 2016 am meisten gelesen wird:
https://autorenseite.wordpress.com/2016/11/05/wir-waren-frueher-gluecklich-aber-ganz-anders/
Ebenso erstaunlich fand ich, dass gerade so etwas Ausgefallenes wie das „Herodesprinzip“ zuvor einen Spitzenplatz einnahm.
Vielen Dank für Ihr Interesse!

 

Sehen Sie das auch so? Früher war alles besser

Ja, ich weiß schon, was viele denken: Da ist wieder einer der ewigen Meckerer und Vorgestrigen am Werk, die keine Ahnung haben und immer davon reden, dass früher alles besser war. Aber sehen Sie das nicht auch:
> Engpässe bei Medikamenten hat es früher nicht gegeben. Das kann lebensgefährlich sein.
> Im Krankenhaus erwarten uns heute: mangelnde Hygiene,
unnötige Operationen, zu wenig Plätze in der Notaufnahme und Intensivstation und zu wenig Personal. Deswegen sterben bei uns Menschen!
> Heute häufen sich überflüssige Operationen. Die Geldgier hat die Ethik verdrängt.
> Noch schlimmer geht es in den Altenheimen zu. Dort fehlt Personal, so dass schon
Altenheime schließen mussten. Bei uns müssen die Pflegekräfte doppelt so viele Alte betreuen wie in den Nachbarländern. Der Personalmangel ist zum Hauptproblem in der Altenpflege geworden:17.000 Stellen in den rund 13.500 Pflegeeinrichtungen können derzeit nicht besetzt werden. In der ambulanten Altenpflege sind weitere 21.000 Stellen noch offen.
> Die Leistungen der Krankenkassen wurden immer mehr reduziert.
> In den Schulen fehlen Lehrer, so dass man Quereinsteiger braucht.
> Gewalt an den Schulen war früher noch kein Problem und das Wort „Mobbing“ gab es noch nicht.
> Auch das Wort „Umwelt“ habe ich früher nie gehört.
> Die deutschen Universitäten standen einmal an der Spitze und viele Ausländer kamen deshalb zum Studium hierher. Heute bemühen sich diese jungen Leute um einen Studienplatz in den USA.
> Die deutschen Erzeugnisse wurden wegen ihres technischen Fortschritts in aller Welt gern gekauft. Heute müssen wir billig verkaufen und der amerikanische Präsident wirft uns nicht zu Unrecht vor, wir würden unsere Autos zu Dumpimglöhnen produzieren (gemeint sind unsere prekären Arbeitsverhältnisse).
> Die Buchstaben „Bio“ verwandte man nur im Zusammenhang mit Biologieunterricht bzw. Wissenschaft.
> Arten-, Insekten- oder Bienensterben gab es nicht.
> Massentierhaltung gab es auch noch nicht.
> „Umwelt“ war noch kein Thema. Über Abgase, CO2, Klimaerwärmung, oder Ozonloch sprach man noch nicht, weil man keinen Anlass dazu hatte.
> Das Grundwasser war noch sauber.
> Das Wort Glyphosat kannte man noch nicht.
> Die Kühe hatten noch Hörner und grasten auf den Wiesen.
> Brillenträger oder Pillenschlucker unter Kindern waren bedauernswerte Ausnahmen.
> Die Armen werden nun immer mehr. Die Schere zwischen arm und reich geht immer weiter auseinander.
> Durch die Nullzinspolitik werden heutzutage die Sparer und Alten enteignet zugunsten der Industrie, die dadurch Kredite fast zum Nulltarif bekommt.
> Es gab noch echte Bankiers, die ihre Kunden fair berieten und die heute von Bankern abgelöst wurden, die nur den Profit ihres Unternehmens im Auge haben.
> Der Staat hatte einmal keine Schulden, sondern Rücklagen in einem „Juliusturm“ (so benannt nach dem damaligen Finanzminister).
> Die Unternehmen trugen einmal die überwiegende Steuerlast, aber heute bekommen sie Milliarden-Subventionen. Nun wird der Staat überwiegend von den Bürgern über die Einkommenssteuer finanziert.
> Es gab noch keine Globalisierung mit der Folge, dass die deutschen Arbeitnehmerlöhne von ausländischen Hungerlöhnen gedrückt werden und die deutschen Bauern Konkurrenten in aller Welt bekommen haben, die unter ganz anderen Bedingungen arbeiten können.
> Polizeibeamte waren Respektspersonen und nicht Ziel von Steinwürfen und Molotow-Cocktails.
> Gewalt gegen Schiedsrichter, Sanitäter usw. gab es noch nicht. Heute brauchen sogar Kliniken ein Sicherheitspersonal.
> Nach dem Krieg kamen Gastarbeiter zu uns und keine Flüchtlinge.
> Während früher beispielsweise ein Handwerker seine Familie allein ernähren konnte, müssen nun beide Eheleute arbeiten.
> Die prekären Arbeitsverhältnisse werden immer mehr.
> Das hat es früher nicht gegeben, nämlich dass Menschen von ihrer Hände Arbeit nicht leben konnten und „aufstocken“ mussten.
> Es gab keinen Klimawandel.
> Die Luft war sauber.
> Man lebte ohne Plastik.
> Man hatte Sinn für Anstand und Ordnung und warf daher keine Abfälle auf den Boden.
> Chemie in den Nahrungsmitteln gab es fast nicht.

> Eine Wohnung in den Großstädten ist für Normalverdiener unerschwinglich geworden. Die meisten müssen in den Speckgürtel der Städte ziehen.
> Das Einkommen des Mannes reichte aus, um eine Familie zu ernähren. Heute müssen meist beide Eheleute arbeiten, weil einer die Miete verdienen muss.
> Früher waren die meisten Frauen mit ihrer Tätigkeit als Hausfrau und Mutter voll beschäftigt und zufrieden.
> Die durchschnittlichen Fahrten zum Arbeitsplatz verlängern sich von Jahr zu Jahr. Wie viel Zeit des Lebens wird dadurch verschwendet!
> Im Alter erwarten jeden 5. Bürger Altersarmut. Die Zahl steigt ständig.
> Die Zahl der Tafelbesucher steigt ebenfalls.
> Die Zahl der Wohnungslosen ist allein im letzten Jahr um 4% gestiegen.
> Es gab früher noch das „Wir“ und nicht die Spaltung in „die da oben“ und die „Menschen draußen im Lande“.
> Es gab noch keine Protestwähler, weil die Demokratie noch nicht so kaputt war.
> Man stellte einmal Qualitätsprodukte „made in Germany“ her. Heute baut man oft Sollbruchstellen ein.
> Die Zahl der Suizide steigt.
> Wir steuern auf eine Rezession zu. Trotzdem werden die finanziellen Forderungen der Oppositionsparteien immer größer.
Und da frage ich mich immer: Wie haben wir damals nur so leben können, als die Welt noch in Ordnung war?
Das Seltsame am Ganzen ist, dass sich die Menschen laut Umfragen angeblich glücklich fühlen. Wer hat ihnen das eingeredet? Oder mögen sie es nur nicht zugeben, dass sie nicht glücklich sind, weil sie sonst als Versager da stehen würden?

 

 

 

Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat aus dem gerade erschienenen Buch Mit spitzer Feder. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen, die sich gut als Zitate für Reden und Schriften.

Wie sich die Zeiten ändern: Als wir Kinder waren, hätte uns ein Bauer verprügelt, wenn wir im Vorübergehen nur einen einzigen Apfel von seiner Wiese aufgesammelt hätten. Heute fault das Obst auf seiner Wiese, weil die Leute zu faul zum Ernten sind.“


Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Sonderseite für FrauenNichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/.

Zitat zum Tag: Früher war alles besser

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat aus dem gerade erschienenen Buch Mit spitzer Feder. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen, die sich gut als Zitate für Reden und Schriften.

Manchmal kann es ein Fortschritt sein, einen Schritt zurück zu machen.

Ob Sie glauben oder nicht: Früher war alles besser:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/12/23/wie-haben-wir-damals-nur-so-leben-koennen-2
https://autorenseite.wordpress.com/2018/10/09/wie-haben-wir-damals-nur-so-leben-koennen/
https://autorenseite.wordpress.com/2018/08/22/wie-haben-wir-damals-so-leben-koennen-3/

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Leseecke

Meine Top-Beiträge


Hier können sie sehen, was auf dieser Blog-Seite zur Zeit am meisten gelesen wird. Obenan steht ein „Dauerbrenner“, der sich anscheinend ständig weiter empfiehlt:
https://autorenseite.wordpress.com/altersweisheiten/
https://autorenseite.wordpress.com/2016/11/05/wir-waren-frueher-gluecklich-aber-ganz-anders/
https://autorenseite.wordpress.com/2019/01/26/mein-beileid-liebe-jugend/

Zum Nachdenken: Heute ist der Tag der Handschrift


Mein Senf dazu:
Zu diesem Thema habe ich in meinen Aphorismen geschrieben:

Vergleicht man die Handschrift der Menschen von heute mit der von vor 100 Jahren, so muss man zu dem Ergebnis kommen, dass sich der Rinderwahnsinn tatsächlich unbemerkt ausgebreitet hat.

Ich bewundere immer nicht nur die Schönheit, sondern auch die Ausgeglichenheit von Handschriften in alten Urkunden: Ein Buchstabe wie der andere! Und dann schaue ich mir mein Geschreibsel an und denke: Gut dass man heute mit seinem PC schreiben kann und dass es dort handschriftähnliche Fonts gibt.
Und dann denke ich mir, es kann doch etwas mit uns Menschen von heute nicht mehr stimmen, wenn wir so schmieren.