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Testosteron als Kulturkiller?

Unter dem Titel „Weniger Testosteron, mehr Kultur“ berichtet die Apotheken Umschau über Forschungen der Duke-Universität in Durham (USA). Bekanntlich wurden beim Menschen im Verlauf der Jahrtausende die Augenwülste immer kleiner. Dies führen die Forscher auf einen Rückgang des Testosterons zurück; die Gesichter seien dadurch femininer und die Menschen seien kooperativer, friedfertiger, und fortschrittlicher geworden.
Das hören wir Männer natürlich gerne: affenartig = männlich und kultiviert = feminin.
Die Forschungen können nur von einer Feministinnen-Gruppe erstellt wurden sein.
Wie ich beim Googeln festgestellt habe, ist beim Thema „Testosteron“ so ziemlich alles umstritten. Aber es scheint doch so zu sein, dass Uni Durham völlig daneben gegriffen hat:
1. Fortschritt dürfte mit Forscherdrang und Erfindungsgeist zusammen hängen, also wahrscheinlich mit Testosteron: Es waren schließlich meistens Männer, die in unbekannte Gegenden der Welt vorgedrungen sind und Berggipfel erstiegen haben.
2. Und was die behauptete Friedfertigkeit anbetrifft, die durch den angeblichen Rückgang des Testosterons im Menschen erreicht worden sein soll, scheint die Uni Durham die Gräuel der derzeitigen Kriege nicht zu sehen. Im übrigen sind Frauen keineswegs friedfertiger als Männer: Golda Meir und Maggie Thatcher, die wegen Inseln mit ein paar Schafen Krieg führte, sind dafür Beispiele. In der Ehe sollen die Frauen sogar gewalttätiger als Männer sein, auch wenn Frauenhäuser das Gegenteil zu beweisen scheinen:
https://autorenseite.wordpress.com/2013/11/25/internationalen-tag-gewalt-frauen-17074039/comment_ID/19684743/rtc/1/#c19684743
3. Schließlich ist die Kooperation auch keineswegs feminin. Die großen menschlichen Leistungen, die Kooperation voraussetzten, wie der Bau der Pyramiden wurde von testosteron-geprägten Führungskräften eingefordert.
Und die großen künstlerischen Leistungen gehen vielfach auf die Belohnungs-Mentalität zurück, die dem Testosteron zugeschrieben wird, wobei unter „Belohnung“ nicht unbedingt Geld, sondern Ruhm und Anerkennung zu verstehen ist.
Also, liebe Forscher/Innen von der Duke-Universität: Noch mal nachdenken! Ich komme gern vorbei, um mit zu helfen.