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Fridays gegen Altersarmut


In Deutschland herrschen Zustände, die eigentlich unerträglich wären, wenn
man sie nicht durch die Merkel‘sche Politik der sanften Gewöhnung hinnehmen würde. Der deutsche Michel ist eingelullt worden und sanft entschlafen. Nur gelegentlich gibt es hier und da ein Aufbegehren, das aber durch die Politik des Aussitzens irgendwann wieder einschläft. Die „Fridays for Future“ sind die erste etwas zähere Protestbewegung, die es längst auch schon in ähnlicher Weise von Seiten der Alten gegeben haben müsste:
Was sind das für Zustände, wenn die Alten
in unserem reichen Land als Flaschensammler durch die Städte ziehen und sich an Tafeln ernähren, weil die Rente aus einem langen Berufsleben nicht reicht? Es gab einmal eine starke Bewegung der Alten, die die Politiker das Fürchten lehrte, nämlich die grauen Panther. Aber die sind inzwischen zu einer Splitterpartei herunter gekommen. Wie konnte das nur passieren?
Nun jedoch nehmen sich die Alten die Jugend zum Vorbild und veranstalten
Fridays gegen Altersarmut. Das könnte ja gefährlich werden, denken offenbar unsere Politiker und so besinnt man sich auf ein altes Herrschaftsprinzip aus vorchristlicher Zeit, das sich bis heute erhalten hat:
„Divide et impera!“. „Teile und herrsche!“ – man treibt einen Keil der Spaltung in die Phalanx der Gegner:
So verbündet man sich mit denen, die eigentlich die Partei der Alten ergriffen haben müssten: Die Gewerkschaft sieht „reinen Populismus“ bei den Initiatoren der Fridays gegen Altersarmut und wirft ihnen vor, sie hätten
keine konkreten Ziele oder Forderungen, sondern nur ein Feindbild. Da kann man nur sagen: Dümmer geht‘s nimmer. Die Ziele der Alten sind doch klar und berechtigt: Sie brauchen mehr Geld.
Und der VdK sowie der Paritätische Wohlfahrtsverband warnen davor, dass Akteure der extremen Rechten die Bewegung der Alten unterwandert haben könnten und das Thema Armut instrumentalisieren wollten.
Man weiß offenbar nicht Genaues, aber man diffamiert diejenigen, die eigene Versäumnisse der Wohlfahrtsverbände offenbaren.
Typisch ist für unsere Zeit, dass man immer gleich zum Stichwort „Instrumentalisieren“ greift, wenn einem etwas nicht gefällt.
Man redet ja bei uns immer über die Spaltung des Volkes. Und so versucht man, die Alten auch zu spalten und man hat schon etliche Menschen mobilisiert, die gegen diese angeblich rechte Bewegung der Alten protestieren.
Also, liebe Altersgenossen, lasst euch nicht auseinander dividieren! Gemeinsamkeit macht stark. Und wenn es solche Missstände gibt wie bei uns, dann ist es doch gleich, wer bei den Protesten mit marschiert: Die Hauptsache ist, dass man ein gemeinsames Ziel hat, das endlich durchgesetzt werden muss. Wir wollen doch nicht dümmer sein, als die Österreicher:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/11/04/sind-die-oesterreicher-gescheiter-als-die-deutschen/
Deutschland stürzt ab.
Das habe ich hier oft beschrieben:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/01/21/deutschland-stuerzt-ab-14/
Die meisten wollen es nur nicht wahr haben, weil es zuerst die Armen erwischt, und weil sie dem dauernden Gerede der Kanzlerin vom Aufschwung glauben. Der scheinbare Aufschwung wird bezahlt durch Ausbeutung der Bürger, deren Sparguthaben mit Nullzinsen geplündert werden, mit Renten am Existenzminimum, …
Warum wurde bei uns der Spitzensteuersatz, der schon einmal bei 56 % gelegen hat, mit Hilfe der Sozis (!) auf 42 % abgesenkt? Sollten da nicht zuerst die Stellschrauben nachjustiert werden, bevor es die Armen trifft? Aber da hebt gleich ein Geschrei an: Das sei ja Sozialismus oder: „Schluss mit der Neiddebatte.“ „.Keine Bestrafung der Leistungsträger, die ja wieder investieren.“ Was sind das aber für Leistungsträger, die vom ererbten Kapital leben und ihr Geld oft im Ausland anlegen? Da ist es doch besser, wenn die Armen mehr Rente bekommen, die sie auf jeden Fall in Deutschland für den Lebensunterhalt ausgeben. Aber die Armen haben bisher keine Stimme, die laut genug ist, dass sie gehört wird.
In Österreich beträgt übrigens der Spitzensteuersatz 55 %, ohne dass dort die Wirtschaft zusammengebrochen wäre. Bei uns hat es ja auch früher mit einem ähnlichen Steuersatz geklappt. Und so wunderten wir uns nicht, dass es sogar deutsche Unternehmer gegeben hat, die eine Anhebung des Spitzensteuersatzes gefordert haben.
Aber damit sind sie nicht durchgedrungen, denn die von den Lobbys beherrschten C-Parteien sind die großen Hüter der sich ständig vergrößernden Reichtümer. Horst Seehofer bekannte einmal (versehentlich?):
»Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden.«

Klimawandel: Liebe Luisa Neubauer, jetzt hör mal zu!

Luisa Neubauer, Klimaaktivistin bei Fridays for Future wirft der älteren Generation vor, zu wenig gegen den Klimawandel getan zu haben. Das belegt wieder einmal die beschränkte Sicht von vielen Aktivisten. Ich bin 85 Jahre alt und habe mal beschrieben, wie umweltbewusst wir Älteren gelebt haben:
https://autorenseite.wordpress.com/2017/01/14/wie-haben-wir-damals-so-leben-koennen/

https://autorenseite.wordpress.com/2018/12/23/wie-haben-wir-damals-nur-so-leben-koennen-2/
Lies das mal, Luisa! Wir haben damals nur so viele Ressourcen verbraucht, wie sich wieder regenerieren konnten, während ihr heute anderthalb  Erden bräuchtet, um so weiter leben zu können.
Fasst euch euch mal an die eigene Nase! Eure Altersgenossen fliegen in alle Welt, obwohl sie ihre Heimat nicht mal richtig kennen. Ihre Traumziele sind Australien und Neuseeland.
Und Shoppen ist zu einer bevorzugten Freizeitbeschäftigung geworden, obwohl Zeug gekauft wird, das unter Umweltbelastungen hergestellt wurde und dann bald im Müll landet.
Dagegen solltet ihr aufstehen, anstatt an den Alten herum zu meckern. Aber das traut ihr euch nicht.
Und noch etwas: Hast du schon mal darüber nachgedacht;
https://autorenseite.wordpress.com/2018/12/04/zur-klimakonferenz-alles-gelogen/

Und bist du armes Kind vielleicht ein Opfer von Merkels Diversionsstrategie? Kennst du nicht? Dann schau mal hier:
https://autorenseite.wordpress.com/2019/07/01/sind-wir-opfer-einer-diversions-strategie/

Fridays for Future: So nicht!


Denkt mal darüber nach, ob eure Stoßrichtung nicht geändert werden sollte. Ihr wendet euch gegen die Politiker – schön und recht! Aber solltet ihr nicht eigentlich erst mal bei euren Altersgenossen anfangen? Jetzt kommt ja die große Zeit der Schulabschlussreisen. Die sahen in meiner Jugend so aus, dass die Bahn Züge fahren ließ, die von den Schulen günstig gebucht werden konnten. Meine Abi-Reise sah daher so aus: Wir fuhren mit dem Zug von Kiel nach Traunstein. Schon die Fahrt mit dem Zug war eine Riesengaudi: Es wurde die Nacht hindurch getanzt. Und dann ging‘s auf die Berge.
Und heute? Da fliegen viele Abschlussklassen wer weiß wohin. Erschreckt hat mich dabei ein Vorfall, bei dem Realschüler in die Türkei geflogen waren und einige an giftigem Alkohol gestorben waren. Eine traurige Sauftour ohne Sinn und Verstand!
Nicht nur die Abi-Reisen der Schulen sollten überdacht werden, sondern auch die Unternehmungen der einzelnen Schüler: Wenn man so hört, was die einzelnen frisch gebackenen Abiturienten vor haben, dann verschwenden viele keinen Gedanken an die „Future“. Sie wollen oft erst mal ausspannen und die Welt ansehen. Dazu haben sie Reisen oder Geld geschenkt bekommen.
Flugscham“ kennen sie nicht. Sie wollen unbedingt wissen, wie es in Australien oder Neuseeland aussieht. Die eigene „Leitkultur“ ist ihnen zu fade.
Also, ihr Schulschwänzer, geht mal auf die Flugplätze und bringt euren Altersgenossen mal „Flugscham“ bei!

Fridays for Future – Liebe Schulschwänzer

Himmel

Wenn du etwas bewirken willst, fange bei dir selbst an!“
© H. Pöll

Wie schaut‘s denn bei euch selbst aus mit dem Klimaschutz? Flug nach Griechenland als Abi-Reise? Ferienflug in die Türkei? Wisst ihr, was Flugscham ist?
Wo kommt euer Essen her? Aus der Region? Aus der Jahreszeit?
Ist euch eigentlich aufgefallen, dass das, was ihr treibt, ein Zeichen des Abbaus unserer Demokratie ist?
Und das Schlimme ist, dass die Kanzlerin so etwas noch lobt. Ihr brecht das Gesetz, um euch Gehör zu verschaffen. Ist es so weit gekommen, dass nur noch der sich durchsetzen kann, der sich nicht an die Regeln hält? Die Gelbwesten und die G-20-Gipfel-Ausschreitungen sind Auswüchse dieser Erscheinungen.
Friedlicher, aber öffentlichkeitswirksam ist die Demonstration einer Professorin im altehrwürdigen Cambridge: Sie hält ihre Vorlesungen nackt!
Die Femen sind auch barbusig unterwegs, wenn sie uns eine Botschaft vermitteln wollen. Bitte nicht nachmachen, aber geht doch mal auf die Flugplätze und bringt den Leuten die Flugscham bei, damit sich nicht mit ihren Chemtrails anderen den Himmel verdunkeln.

Fridays for Future – So wird das nix!


Also, liebe Jugend, zunächst einmal allen Respekt für das, was ihr da auf die Beine gestellt habt. Aber ihr seid auf halbem Weg stehen geblieben.
Ich darf will euch eine Weisheit mit auf den Weg geben:
Der frühere Ministerpräsident Albrecht wandelte einmal einen Ausspruch von Matthias Claudius ab, indem er sinngemäß sagte:
„Wenn du in ein Wespennest langst, dann greife fest zu!“
Und was tut ihr? Ihr schwänzt jeden Freitag die Schule und diese Protestaktionen fürs Klima sind nun schon zu einer Routine erstarrt. Warum fällt euch nicht mal wieder was Neues ein?
Wie wäre es denn, wenn ihr beispielsweise am Flugplatz gegen die Ferienfliegerei protestieren würdet und wenn ihr auch selber nicht in der Welt herum fliegen würdet? Oder wenn ihr beim Schulessen streikt und eine Ernährung mit wenig Fleisch verlangt?
Ja, es gäbe so viele Aktionen, die man machen könnte. Und denkt daran:

Wenn du etwas bewirken willst, fange bei dir selbst an!
https://autorenseite.wordpress.com/?s=friday

Übrigens: Habt ihr schon mal darüber nachgedacht, ob es eine Klimalüge gibt? Was ist die Wahrheit? Da gibt es noch viel zu tun für euch, und zwar in der Schule und nicht auf der Straße.

So wird das nix mit den Fridays for Future!

Liebe Schüler, es ist ja anerkennenswert, dass Ihr Euch so für die „Future“ einsetzt. Aber muss das ausgerechnet durch Schuleschwänzen sein?
Und das, was Ihr aufs Korn nehmt, nämlich die Kohlekraftwerke, sind doch nur ein Teil des Problems. Wenn Ihr wirklich was für Eure Zukunft tun wollt, dann müsstet Ihr schon für eine radikale Umkehr eintreten.
Als ich jung war, hatten wir nach dem Krieg ein schöneres Leben als Ihr heute:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/12/23/wie-haben-wir-damals-nur-so-leben-koennen-2/
Wir konnten uns ein Leben in der Stadt leisten; das Einkommen eines Mannes reichte aus, um eine Familie zu ernähren und unsere Umweltbilanz war ausgeglichen. Plastik gab es nicht.
Und wenn ich Euch so anschaue, stelle ich fest, dass die meisten von Euch nicht wirklich bereit seid, für die Umwelt bzw. Eure Zukunft Einschränkungen auf sich zu nehmen: Auf Flugreisen wollen nur die wenigsten verzichten, denn „Flugscham“ gibt es nur in Schweden. Wenn ich mich so unter den jungen Leuten umschaue, dann ist bei vielen Neuseeland und China gerade „in“
Aber die Sehenswürdigkeiten ihrer Heimat, die die Chinesen bei uns anschauen, haben viele junge Deutsche noch nicht gesehen: Sie waren noch nie am Königssee, in der Wieskirche, auf der Zugspitze…
Und wer von Euch achtet beim Kleidungskauf schon auf Nachhaltigkeit? Und wer kauft nur Lebensmittel aus der Region?
Na, seht Ihr: Da gäbe es noch viel zu tun.
Aber wenn man wirklich Ernst machen würde mit dem Umweltschutz und der Nachhaltigkeit, dann bräche unser auf tönernen Füßen stehendes Wirtschaftssystem zusammen:
Stellt Euch vor, es gäbe plötzlich so etwas wie eine „Autoscham“: Jeder, der aus reinem Prestige unbedingt mit einem SUV zum Einkaufen fahren muss, gälte als „Umweltsau“ und bekäme sogar von Aktivisten einen entsprechenden Zettel ans Auto geklebt. Dann würde unserer Hauptarbeitgeber, nämlich die Autoindustrie, plötzlich abstürzen wie seinerzeit die Kürschner, gegen die eine ähnliche Kampagne gestartet wurde, so dass sich keine Frau mehr mit einem Pelzmantel auf die Straße traute.
Ihr seht also: So Knall auf Fall geht es mit dem Klimaschutz nicht. Der frühere Kanzler Schröder sagte einmal, in der Politik sei das wie mit einem großen Tanker: Der könne auch nur langsam seine Richtung ändern.
Und eine Richtungsänderung geht nur mit einem Verzicht auf viele Annehmlichkeiten, die nicht sein müssen. Aber wer von Euch wäre dazu wirklich bereit?