Schlagwort-Archive: Freundlichkeit

Heute ist Weltnettigkeitstag: Lernen von den Österreichern

Wenn man älter wird, bemerkt man Veränderungen, die Jüngere nicht wahr nehmen. So sieht man, dass die Freundlichkeit immer mehr abnimmt: Wer grüßt noch, wenn er ein Lokal betritt? Und auch nicht jeder bedankt sich noch, wenn man ihm die Tür auf hält. Und Komplimente werden immer seltener. Da können wir von den Österreichern lernen:

Ich bin ja fast ein Österreicher, weil ich nur 30 km von der Grenze entfernt wohne und man mir sogar einmal die österreichische Staatsangehörigkeit angeboten hat.
Wir können viel von den Österreichern lernen:
https://autorenseite.wordpress.com/?s=felix
Am Tag der Komplimente denke ich gerade an ein Erlebnis in Salzburg. Da konnte ich erleben, dass die Österreicher uns auch insoweit überlegen sind:

Meine Frau suchte sich in Salzburg eine warme Wollstrickjacke und ging in ein entsprechendes Geschäft.
Sie erzählte dem Inhaber, dass sie sich bei ihm schon einmal sehr schöne Trachtenstrümpfe gekauft hatte.
„Ah ja“, erwiderte der Mann: „Ich erinnere mich genau.“
Darauf meine Frau: „Das kann kaum sein, denn das ist schon etwa 40 Jahre her!“
Charmant und nie um eine Antwort verlegen entgegnete der Geschäftsinhaber: „Sie vergessen – das wär’ ja a Sünd!“

Mehr Anekdoten finden Sie hier: https://autorenseite.wordpress.com/anekdoten/

Kulanz und Freundlichkeit sterben aus


In der Wirtschaft stirbt immer mehr etwas aus, was kluge Geschäftsleute bisher als Kulanz praktiziert haben. Hier zwei Beispiele:
Gerade will ich Rosen bestellen u.a. die Rose Himalayan Musk Rambler, die ein gewaltiges Wachstum aufweist. Die gibt es bei Pflanzmich nur im Fünferpack für 44,95 Euro. Ich habe gefragt, ob ich nicht nur eine Rose haben könnte. Das geht nicht. Wieso eigentlich? Denkt man nicht daran, dass man dadurch einen guten Kunden verliert, der nun anderswo bestellt?
Und gerade bekomme ich die Abrechnung meiner Krankenkasse. Die hat eine Rechnung der Caritas über einen Betreuungsbesuch in Höhe von 63 Euro auf 50 Euro zusammen gestrichen. Das ganze ist fast ein Witz: Jahrelang hat die Caritas viel zu billig nur 23 Euro verlangt. Nur in der Coronakrise hatte sie keine Zeit für mich und so habe ich Compass beauftragt, was 50 Euro kostete. Sparsam wie ich bin, bin ich zur Caritas zurück gekehrt, wo dann aber der sehr lange dauernde intensive Beratungsbesuch 63 Euro kostete. Ich habe meiner Versicherung gesagt, dass ich das Zusammenstreichen der Leistung auf 50 Euro schäbig finde. Die Antwort lautete, man müsse sich an Tarife halten.

Die beiden Beispiele zeigen, dass die Menschen immer mehr in Schablonen denken: So, wie die Menge in der Preisliste ausgezeichnet ist, kann man sie nicht ändern, und Tarif ist eben Tarif, quasi sakrosankt: da gibt es keine Großzügigkeit, auch wenn man bisher viel Geld durch die Nichtausnutung des vollen Tarifs früher gespart hat.

Neben dem Schabkonendenken ist wohl auch schuld, dass die Freundlichkeit immer mehr aus stirbt:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/11/13/heute-ist-der-weltnettigkeitstag/