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Containern – ein Trauerspiel der Justiz


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Ich bekenne ganz ehrlich: Ich habe gestohlen und das war so: Wo wir früher wohnten, gab es gelegentlich einen Tag der Sperrmüllabfuhr und da stellten die Leute das, was sie nicht mehr haben wollten, an den Straßenrand. Und andere fuhren herum und schauten, ob sie dort etwas Brauchbares finden konnten. Auch ich entdeckte auf meiner Fahrt ins Büro am Straßenrand alte Stühle mit zerschlissenem Geflecht. Die habe ich mit genommen, das Geflecht heraus geschnitten und durch Latten ersetzt: Fertig waren meine Gartenstühle, die ich noch schön in weiß und grün gestrichen habe.

Später las ich in der Zeitung, dass jemand bestraft wurde, weil er Sachen mitgenommen hatte, die jemand für die Abfuhr an den Straßenrand gestellt hatte. Da dachte ich: Wieso wird der verurteilt, wenn er genau so dachte wie ich, nämlich dass die Sachen, die zur Abfuhr raus gestellt werden, quasi weg geworfen, also herrenlos sind.

Dasselbe ist es doch bei dem, was in die Müllcontainer geworfen wird. Da denkt doch ein normaler Mensch: Das was weg geworfen wird, will jemand nicht mehr haben, und daher kann ich es mit nehmen.
Aber die Justiz denkt da doch anders und verfolgt solche Leute nach dem Grundsatz: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Für mich ist so etwas ein Trauerspiel. Die angeblich so überlastete Justiz widmet sich solchem Kleinkram anstatt sich um die Mörder zu kümmern, die sie gelegentlich frei lassen muss, weil sie keine Zeit für einen fristgerechten Prozess hat. Traurig ist auch, dass man jetzt für das Containern ein eigenes Gesetz machen muss, weil die Justiz da so kleinlich verfahren ist.

Justiz: Schon wieder so ein Fall

Zur Zeit findet der Prozess gegen zwei Männer statt, die den Schönheitschirurgen Dr. Gsell getötet haben sollen. Der Prozess erregt natürlich Aufsehen und die Medien sind voll davon.
Wir widmen uns dem Verbrechen unter einem anderen Aspekt:
Erstens stellen wir entsetzt fest, dass es erst 11 Jahre nach der Tat zum Strafverfahren kommt.
Und zweitens ist auch dieses langwierige Verfahren ein Fall, in dem man die Täter wegen zu langer Haftdauer entlassen musste. Was ist denn das für eine Justiz, die immer wieder mutmaßliche Schwerverbrecher frei lässt?
https://autorenseite.wordpress.com/2014/08/10/das-darf-es-doch-nicht-geben-vergewaltiger-kommt-frei/
Warum schlägt nicht der Justizminister mit der Faust auf den Tisch und sagt, dass so etwas nicht sein dürfe und disziplinarrechtliche Folgen haben werde? Wenn jemand behaupten würde, das ginge aus rechtlichen Gründen nicht, würde ich ihm gern erklären, wie es doch geht.
Die Richter berufen sich immer darauf, dass sie wegen Personalmangels überlastet seien. Das darf aber nicht dazu führen, dass die eiligsten Verfahren, insbesondere Haftsachen, nicht vordringlich erledigt werden.