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Corona: Demo in Berlin – Folge einer fehlerhaften Politik

Manche schütteln den Kopf über jene, die zu Zehntausenden in Berlin gegen die Pandemie-Maßnahmen protestiert haben. Dabei kann man die Menschen verstehen. Abgesehen von Verschwörungstheoretikern geht wohl die Masse deshalb auf die Straße, weil man endlich das Leben genießen will. Daher wird der Ruf nach Freiheit laut.
Blickt man zurück auf die Einschränkungen, die uns die Politik auferlegt hat, so war es ein ganz schwerer Fehler, die Gastronomie zu schließen:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/05/01/schlappe-gastronomie-warum-wehrt-sich-keiner/
https://autorenseite.wordpress.com/2020/04/17/corona-schliessung-von-restaurants-und-cafes-ist-verfassungswidrig/
Im sommerlichen Mai hätten die Freiluftbereiche von Cafés und Biergärten durchaus offen gehalten werden können, denn die Ansteckungsgefahr ist dort selbst ohne Vorsichtsmaßregeln 1:1000. Da hätte man das Leben genießen können, wenn es die Politik nicht verboten hätte.
Was nun fehlt, ist das, was schon die alten Römer wussten: Das Volk muss mit „Panem et Circenses“ bei Laune gehalten werden. Wie wäre es beispielsweise damit gewesen: In einem Park spielt ein Polizeiorchester Schlager zum Mitsingen. Am Boden sind weiße Kreise aufgemalt zum Einhalten der Abstandsregeln. Das baut Spannungen zwischen Polizei und Bürgern ab.
Man könnte auch eine Partymeile für die Jugend einrichten mit Abstandszonen. Wenn dort Disco-Musik gespielt wird, solange sich die Menschen korrekt verhalten, ist das doch ein bisschen mehr Leben als das trübe Dasein, das viel heute haben. Ich kann die Leute schon verstehen, wenn sie sagen: Lieber mal coronakrank als gar nicht leben.
Das Erscheinungsbild der Corona-Erkrankung wird ja von vielen als zu harmlos etwa so wahr genommen: Ein paar Alte sterben, aber viele Junge merken nicht einmal, dass sie krank sind. Was aber zu wenig im Fernsehen rüber gebracht wird, sind zum einen schwere oder tödliche Krankheitsverläufe bei jungen Menschen. Zum anderen wissen viele nicht, wie schwere Spätfolgen die Krankheit haben kann: vom Herzfehler bis zum „Verschimmeln der Lunge“ bei Bolsonaro.
Die Politik sieht die Lage auch zu optimistisch:
Man glaubt, man müsse nur eine kurze Durststrecke überwinden bis ein Impfstoff gefunden werde. Aber vielleicht wird ein solcher nie gefunden oder kaum wirken:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/07/28/corona-politik-eine-kritik/
Dann hat man sein Pulver verschossen und beispielsweise in die Lufthansa investiert, die nur wenige Fluggäste haben könnte. Und man wird merken, dass man eine völlig andere Art zu Leben suchen muss:
https://autorenseite.wordpress.com/2017/01/14/wie-haben-wir-damals-so-leben-koennen/

 

Im Internet: Was interessiert am meisten? Wie kommt man auf 700.000 Klicks?

Immer ein Garant für mediale Aufmerksamkeit: ein Frauenbusen

Was interessiert die Menschen mehr: ein nackter Busen bzw. Frauenhintern oder gute Ideen? Ganz einfach: Sie können noch so gute Ideen haben. Sie werden aber kaum die Aufmerksamkeit erregen wie ein nackter Frauenhintern. Gerade folgen einer Frau fast 30.000 Menschen, weil die Frau ihren nackigen Hintern in malerischen Landschaften auf ihren Trekking-Touren bei Instagram ablichtet, angeblich um ihre Ex-Freunde zu ärgern.
Nur ganz ausnahmsweise kann auch mal einem Mann gelingen, mit Nacktheit bekannt zu werden. Da muss aber schon auch noch Verrücktheit dazu kommen, wie in diesem Fall:
Da hat ein Mann splitternackt einen Anlauf genommen und ist auf dem Bauch über den Holzboden eines Oktoberfest-Biergartens gerutscht. Das funktionierte dank einer Mischung aus Regenwasser und Dreck. Bei „Bild“-Online wurde das Video von diesem Vorfall fast 700.000 Mal angesehen.

Und jetzt schauen Sie mal, wo jemand mit guten Ideen vergleichbare Erfolge erzielt hat. Das kommt ganz selten vor. Und wie wollen Sie auf 700.000 Klicks kommen?

Sind Kaffee und Alkohol schädlich?

Ich stehe nun im 9. Jahrzehnt meines Lebens und kann gar nicht zählen, wie oft ich etwas über die Schädlichkeit von Kaffee und Alkohol gelesen habe, aber ebenso oft wurde das Gegenteil behauptet. Ich erinnere mich vor allem an einen Vortrag, den ich in meiner Jugend gehört hatte, in dem genau angegeben wurde, wie viele Millionen Gehirnzellen allein ein Tropfen Alkohol vernichten soll. Das gab mir natürlich zu denken, wo ich doch viel zu lernen hatte. Aber dann sagte ich mir, das könne doch nicht stimmen, weil doch große Denker wie Goethe durchaus keine Kostverächter waren. Und dann las ich sogar etwas darüber, dass der Alkohol – in Maßen genossen – sogar gut gegen Demenz und andere Krankheiten sei.
Nun allerdings behauptet eine Studie, dass Alkohol auch unter Berücksichtigung der positiven Wirkungen schädlich sei, weil das Negative überwiege.
https://web.de/magazine/gesundheit/gesundheitsrisiken-geringen-mengen-alkohol-33131264
Die Studie ist allerdings deshalb für mich unbrauchbar, weil ich weder betrunken Auto fahre noch Suizidgedanken hege. Man kann bei einer solchen Studie einfach nicht alles in einen Topf werfen, um dann festzustellen: Alkohol ist schädlich.
Dasselbe ist es beim Kaffee: Mal liest man etwas darüber, dass Kaffee ungesund sei, weil er den Blutdruck erhöhe und den Körper dehydriere. Nun aber lese ich in der Apotheken Umschau, dass Kaffeetrinken vor Besprechungen bewirke, dass man engagierter und konzentrierter diskutiere und dass man sich und die anderen positiver bewerte.
Also meine ich zusammenfassend: Man soll auf seinen Körper hören und dann weiß man, was ihm gut tut. Man soll sich den Spaß an der Freud‘ nicht verderben lassen. Allerdings gilt auch hier die Regel: Ein Übermaß schadet.

Die schlimme Wahrheit


Wir stecken den Kopf in den Sand und wollen die Wahrheit nicht hören. Wenn wir die Welt immer mehr ausplündern, interessiert uns das nicht wirklich. Die Folgen müssen wir ja nicht tragen, sondern unsere Enkel. Zu unserer Beruhigung kurieren wir ein wenig an den Symptomen herum wie am Klimaschutz, dessen Ziele wir dann aber nicht einhalten.
Wie die Wirklichkeit aussieht, erfahren Sie in diesem Artikel, den Sie unbedingt lesen müssen:

https://web.de/magazine/ratgeber/essen-trinken/billig-wahnsinn-supermarkt-essen-kostet-33187788

Brexit: Und nun?

Europa
Wenn wir so lesen, was die Folgen des Brexit sein werden, da kann ich nur sagen: Die Leute haben keine Ahnung! Die schlimmste Folge für die Fußballnation Großbritannien soll sein, dass die Premier League darunter leiden soll, dass sie keine ausländischen Spieler mehr bekommt. Wer glaubt denn so was? Es ist doch völlig klar, dass im abgespaltenem Großbritannien auf jeden Fall diejenigen eine Arbeitserlaubnis erhalten, die man im Lande haben will. Und da wird man in einem Land, wo der Fußball eine große Rolle spielt, nicht kleinlich sein.
Manche Experten schätzen, dass die britische Wirtschaft einen Einbruch von 4 %  erleiden wird. Da muss man aber eine Gegenrechnung aufmachen: Zum einen muss das Land nicht mehr in die EU-Kasse einzahlen. Zum anderen laufen die Subventionen, die das Land verteilt, nicht mehr über die EU, sondern können direkt nach Belieben der Regierung ausbezahlt werden. Das ist ein erheblicher Gewinn, denn ich glaube, dass der Umweg über Brüssel mindestens 5 % Verlust zur Folge hat, weil der dortige Verwaltungsapparat zu teuer ist.
Ein Bankenexperte schätzt, dass der Bedeutungsverlust des Finanzplatzes London 10.000 Arbeitsplätze kosten wird. Das dürfte übertrieben sein. Aber die Arbeitsplätze werden doch nicht verloren gehen, sondern nach Frankfurt abwandern. Dafür wird es anderen Branchen in Großbritannien besser gehen: auf jeden Fall der Fischindustrie und der Landwirtschaft. Und durch den Wegfall der Freizügigkeit gibt es nach dem Abzud der Ausländer auf jeden Fall sehr viele Arbeitsplätze für Briten.
Man rechnet damit, dass nun Zölle die Lage der britischen Wirtschaft erschweren werden. Das sehe ich nicht so, denn auch viele deutsche Unternehmen leben vom Export nach Großbritannien. Daher ist zu erwarten, dass es zu einem Freihandelsabkommen mit Großbritannien kommen wird. Alles andere wäre eine Trotzreaktion, bei der man sich ins eigene Fleisch schneidet und die der Idee Europa zuwider laufen würden. Großbritannien ist ja weiterhin ein Teil Europas, wenn auch nicht Teil der EU.
Im übrigen ist die Lage so: In den ersten vier Monaten 2015 lag der Außenhandelsüberschuss in Deutschland bei 81,9 Milliarden Euro, während Großbritannien ein Handelsdefizit in Höhe von 49,7 Milliarden Euro aufwies. Großbritannien kann nun seine Wirtschaft durch Zölle schützen und eine Steigerung der Bilanzdefizite vermeiden.
Eine Trotzreaktion der EU hören wir jedenfalls jetzt schon: Nach dem Austritt wird Großbritannien nicht mehr vom Datenaustausch der Polizei und Dienste profitieren. Aber es kann doch wohl nicht sein, dass unsere Polizei die Briten nicht informiert, wenn dort ein Attentat droht. Im übrigen ist der Datentausch ja keine Einbahnstraße. Auch die EU profitiert davon.
Ja, es wird viele Veränderungen geben, die kein Mensch überblickt. Und damit tritt ein Fehler der EU zu Tage: nämlich dass alles so unübersichtlich geworden ist.
Seien wir gespannt, was nun passiert. Sollten die Briten plötzlich wider jedes Erwarten, so wie sie uns mit dem Brexit überrascht haben, nach dem Austritt aus der EU besser da stehen als vorher, dann ist die EU erledigt, denn dann sind sie ein Vorbild für die, die auch mit dem Gedanken spielen, die EU zu verlassen.

 

Merkwürdige Globalisierungsfolgen

Wir leben im Zeitalter der Globalisierung. Ob die Vorteile oder die Nachteile überwiegen, kommt auf die Betrachtungsweise an oder darauf, in welchem Land man lebt: Ist es eines, das von der Globalisierung profitiert oder wird es davon überrollt?
Seltsam finde ich, dass sich auch gerade besonders schädliche Trends über die ganze Welt ausbreiten. Hierzu zwei Beispiele: So hat die Finanzkrise gezeigt, dass fast alle Staaten Schulden machen und die Welt am Rande eines finanziellen Zusammenbruchs stand. Und gerade präsentiert uns die OECD eine Studie, wonach weltweit die Reichsten immer reicher und die Ärmsten immer ärmer werden. So hat sich in den USA der Einkommensanteil der Reichen seit 1980 mehr als verdoppelt und er erreichte 2012 rund 20 Prozent des Gesamteinkommens. Sogar in den skandinavischen Ländern, die für eine Politik des sozialen Ausgleichs bekannt sind, ist dieser Trend der Öffnung der Schere zwischen arm und reich erkennbar.
Man fragt sich, warum das so ist. Kann es nicht einen Staat geben, der statt Schulden Ersparnisse für den Notfall hat (wie wir früher den „Juliusturm“)? Und gibt es nicht ein Land, das einmal die Reichen schröpft und das für eine gerechtere Verteilung des Sozialprodukts sorgt? Warum globalisieren sich gerade die negativen Auswüchse?