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EU-Förderprogramme für Kommunen – nichts für Arme!

Immer öfter liest man, dass es viele Fördergelder vom Bund und der EU gibt und dass die zu einem großen Teil nicht abgerufen werden. Gerade die armen Kommunen sollten ja eigentlich unterstützt werden, aber die haben oft nicht das Personal, das sich auf diesem Gebiet auskennt. Oft muss bei einer Förderung ein Eigenanteil bezahlt werden, den die armen Gemeinden nicht aufbringen können. So sind die reichen Kommunen mit mehr Geld und entsprechendem Personal im Vorteil und die Schere zwischen arm und reich geht auch bei den Kommunen wie bei der Bevölkerung immer weiter auseinander.

Hier zwei Beispiele über Förderungsprogrammen in unserer Gegend:

Vor einiger Zeit passierte bei uns im Dorf folgendes: Man hatte davon gehört, dass die EU ein Orts-Begrünungsprogramm finanziell unterstützt. Nur wie kommt man an das Geld heran? Dafür gibt es ein eigenes Büro, dass sich damit auskennt. Das kostet natürlich viel Geld. Und tatsächlich hatte das Büro auch mit seinem Antrag Erfolg, und so bestellte man Obstbäume und Zierpflanzen, die man für ein Spottgeld an die Bürger verkaufte und schließlich mangels Nachfrage verschenkte.
So wurde also gepflanzt, weil es nichts oder fast nichts kostet. Aber wie es so ist, wenn man was umsonst bekommt: Das ist nichts wert und so wurde unachtsam mit den Pflanzen umgegangen. Insgesamt ist nicht viel herausgekommen bei der Ortsbegrünung.
Was mich nur interessieren würde ist dies: Wie viel von den Steuern, die von den Bürgern bezahlt wurden, sind dabei wieder bei ihnen gelandet? Ich schätze – pessimistisch wie ich bei solchen Angelegenheiten bin – dass es gerade mal 50 % sind.

Hier noch ein Beispiel über den Unsinn mancher Förderungsprogramme:

Maibaum 001~1

Wir hatten herrliche Streuobstwiesen in unserem Dorf. Sie waren die Zierde von vielen Bauernhöfen und damit auch die des ganzen Orts. Dreiviertel aller Streuobstwiesen wurden dann leider mit Subventionen der EU abgeholzt, weil es beim Abernten der hohen Bäume immer wieder zu Unfällen kam. Als dann die meisten hohen Bäume weg waren, merkten die Menschen, dass etwas fehlte, was die bayerische Landschaft prägte. So wurden also wiederum mit Hilfe der EU neue Streuobstwiesen angelegt, denn Streuobstwiesen sind mit die artenreichsten Lebensräume unseres Kontinents. Mehr als 5000 Pflanzen- und Tierarten sind dort vorzufinden. Und deshalb hat der Gartenbauverein hier auf einer sogenannten Ausgleichsfläche wieder eine Streuobstwiese angelegt, auf der die verschiedensten Apfelsorten gepflanzt wurden. So kann nun jeder sehen, wie welcher Apfelbaum in unserem Klima gedeiht, und er kann probieren, wie das Obst schmeckt.

Eine tolle Filmidee: Die Judensau

Wer heute einen erfolgreichen Film drehen und Fördermittel einstreichen will, muss sich den Themen widmen, die besonders aktuell und politisch erwünscht sind. Das gilt besonders für das Thema „Juden“. Gerade erregte die Judensau ja wieder besonderes Aufsehen:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/02/06/die-judensau/
Und deshalb hätte ich da eine Geschichte, die sich besonders zur Verfilmung eignet: Die „Hostienschändung“ in meiner Leseecke.
Daraus lässt sich doch etwas machen, was auch im Ausland gut ankäme. Und wenn es gut gemacht würde, könnte so ein Film sogar Oscar-verdächtig werden.

Unsere völlig falsche Ölpolitik

Auf deutschem Boden werden rund 3 Millionen Tonnen Öl gewonnen.
Ein großer Teil stammt vom südlichen Rand des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer, nämlich von der Bohrinsel „Mittelplate“.
Wenn man so alt ist wie ich und die Ölkrisen miterlebt hat, wundert man sich. Damals ließ Kanzler Schmidt für den Notfall Öllager in Salzstöcken anlegen. Ich war besorgt wegen der Gefahren für die Umwelt. Und heute verprassen wir unser letztes Bisschen Öl aus reiner Profitgier, anstatt es für den Notfall aufzuheben. Ja, wir gefährden sogar unseren Nationalpark mit einer Bohrinsel.
Es ist beim Öl so ähnlich wie beim Geld. Wir hatten einmal den Finanzminister Schäffer, der Geld für den Notfall zurückgelegt hatte, wie es der normale Bürger auch tut. Das Geld wurde leider als Wahlgeschenk verpulvert und seitdem haben wir nur noch Schulden gemacht.
Wir haben einen totalen Mentalitätswandel hinter uns und leben also zur Zeit nur für den Augenblick nach dem Motto: Wer weiß, wie lange es überhaupt noch eine Zukunft gibt?