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Für alle Mallorca-Flieger (und Daheim-Gebliebene)

Flugzeug, Flughafen, Flug, Reisen

Heute ist der Anderswo-ist-auch-Scheiße-Tag. Deshalb gebe ich den Ferienfliegern ein paar von meinen Aphorismen mit auf den Flug:

Glücklich sind die Menschen, deren Paradies nicht immer irgendwo anders ist, sondern zu Hause.

Man muss einfach gelegentlich wegfahren, damit man wieder weiß, wie schön es zu Hause ist.

Der typische Urlaub sieht oft so aus: Du fährst wegen der Wärme in ein südliches Land und kommst dann in Hotel, in dem eine Klimaanlage dir eine Temperatur beschert, als wenn dir zu Hause die Heizung ausgefallen wäre.

Heute ist der Anderswo-ist-auch-scheiße-Tag

Jetzt, wo viele gerne in den Osterurlaub geflogen wären, tröstet sie das obige Motto des heutigen Tages.
Und lesen Sie auch diesen Beitrag:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/03/27/vermissen-sie-den-urlaub-hier-kommt-der-trost/
Dann freuen Sie sich, wenn Sie daheim bleiben.

Flugangst und Flugscham

Mein Senf dazu:

Es gibt Menschen, die überhaupt nicht fliegen, weil sie Flugangst haben. Und sie sind oft begeistert, wie viel schöner und geruhsamer eine Bahnfahrt oder Schiffsreise ist.
Nun macht sich ein neues Phänomen breit: die Flugscham. Sie kommt aus Schweden und führt dort zu einem Umdenken: Während die Nachfrage nach Flugreisen weltweit 2019 laut IATA um stattliche 6 Prozent auf 4,6 Milliarden Fluggäste zulegen soll, gibt es in Schweden eine Trendwende bei den Passagierzahlen im Flugverkehr. Von Januar bis September 2018 gab es drei Prozent weniger innerschwedische Flugreisen und einen leichten Rückgang bei den Charterflügen. Demgegenüber verzeichnete die Bahn eine massiv angestiegene Belegung der innerschwedischen Nachtzüge. Zwischen Malmö und Stockholm stieg sie in einem Jahr um 100 Prozent.
Wenn Sie fliegen, sollten Sie bedenken, dass Sie mit einer „Umweltsau“ unterwegs sind, die auf der Strecke von Hamburg-Berlin einen CO2-Ausstoß von 72kg hat, während die Bahn es nur auf 9kg bringt.
Also haben Sie nun auch vielleicht ein wenig Flugascham? Und denken Sie vielleicht auch einmal darüber nach, ob Sie nicht doch bei diesem Klimawandel einen Urlaub in der sonnigen Heimat verbringen sollten? Müssen Sie unbedingt das Taj Mahal oder die chinesische Mauer anschauen, wenn Sie die Sehenswürdigkeiten Ihres eigenen Landes nicht kennen? Ist es wirklich ein erholsamer Urlaub, wenn sie am Taj Mahal unter einer solchen Masse von Touristen unterwegs sind, dass vor dieser Reise in Internet gewarnt wird? Muss es denn sein, dass die Chinesen bei uns die Wieskirche besichtigen und Sie noch nie dort waren? Sollten Sie nicht ein bisschen von dem kennen, was sich „Leitkultur“ nennt? Wie heißt es schon in der Bibel:
»Bleibe im Land und nähre dich redlich.« (Ps 37,5)

 

Mein Leben in der Todeszone

Unter diesem Thema habe ich hier schon viele Beiträge über das Artensterben geschrieben. Zur Zeit sind hier freundliche Naturschützer unterwegs und kümmern sich um die Kröten. Diese wandern nämlich gerade zu ihren Laichplätzen und wieder zurück. Es ist ein Wunder der Natur, dass ihnen diese Wanderungsroute in die Gene einprogrammiert wurde und dass nun Generation für Generation auf dem selben Weg dahin hüpfen. Nun sind allerdings an verschiedenen Stellen Straßen gebaut worden, die den Kröten im Weg sind. Die Tiere würden überfahren, wenn sie dort unterwegs wären. Naturfreunde haben nun an den Straßen Plastikzäune errichtet, an denen die Kröten aufgehalten werden. Dort sammeln die freundlichen Helfer die Tiere ein und tragen sie über die Straße. Nach dem Laichen wiederholt sich das Ganze mit einem Zaun auf der anderen Seite der Straße.
Wie anders war das früher. Da gab es so viele Kröten, dass es niemandem einfiel, die Tiere zu schützen. Ich erinnere mich an eine Straße in unsrem Seengebiet. Dort wurden so viele Kröten überfahren, dass man wegen der dadurch verursachten Rutschgefahr ein Verkehrsschild aufstellte:

Ähnlich war es mit den Maikäfern. Ich habe seit Jahrzehnten keinen mehr gesehen. Die Tiere waren plump und tollpatschig. Sie fielen in Massen von den Bäumen und lagen auf der Straße. Ich erinnere mich an eine riesige Buche, die an einer Straßenkurve stand. Dort wurden so viele Maikäfer überfahren, dass sich eine glitschige Schicht auf der Straße gebildet hatte und ein Autofahrer verunglückte.
Ja, das waren noch Zeiten! Da brauchten wir noch Fliegengitter vor den Fenstern. Alles vorbei!

 

Tipp für heute Nacht

Wenn Sie schlafen, atmen Sie unbedingt mit geschlossenem Mund. Sonst kommen alle möglichen Viecher und fliegen oder laufen hinein, weil es dort so schön warm und feucht ist:
http://die-andere-seite.blog.de/2015/01/24/grausig-grausig-gruselig-20006379/
Wenn Sie aber mit offenem Mund schlafen sollten, schnarchen Sie bitte laut und vernehmlich: Das verscheucht die Viecher. „Und was ist dann mit der Frau?“ werden Sie fragen. Ganz einfach: Weisen Sie sie auf das Tierreich hin: Die Eulenweibchen sehen das Schnarchen ihres Partners als Liebeswerben an. Kann Ihre Frau das nicht – bitte schön – genau so sehen?
Übrigens hat sich auch das Volkslied schon seit ewigen Zeiten dem Phänomen des Insektenverschluckens gewidmet:
https://www.youtube.com/watch?v=KiESiO6tLM8