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Söder – wie immer auf Krawall gebürstet

Kaum sagt Söder etwas, lesen wir, dass er „scharfe Kritik“ geübt hat. Wieso geht es nicht überhaupt in der Politik mit einer normalen sachlichen Kritik – vielleicht sogar verbunden mit einem positiven Ergänzungsvorschlag?
Interessant ist ja, dass sich vor allem die Jugend, sogar die der eigenen Partei, von Söders „One-Man-Show“ abwendet. Dieser Politikstil hat sich überlebt.
Özdemir hat gerade seine Vorstellungen über die Landwirtschaft dargelegt. Und Söder sagte dazu, die Bundesregierung sei nicht dazu da, den Menschen vorzuschreiben, was oder wie viel sie essen. Das ist typisch für ihn: Wenn Özdemir von Äpfeln redet, spricht er von Birnen.
Es liegt doch auf der Hand, dass es so nicht weiter gehen kann mit der Massentierhaltung, die unsere Natur (Grundwasser und Luft) belastet. Insofern hat der Merkelismus eine schwere Hypothek hinterlassen und es ist gut so, dass Özdemir daran arbeiten will, sie abzutragen. Wenn Söder dies als Vorschrift über das, was wir essen sollen, bezeichnet, ist das eine populistische Verdrehung der Tatsachen.
Und dieser Populismus ist eine nun in der Pandemie deutlich gewordenen Krankheit unserer Zeit, die zur Spaltung und schließlich zur Gewalt führt.
Wenn ich an meine Jugend denke, war es so, dass Fleisch teuer war und wir uns auf den Sonntagsbraten freuten. Heute ist diese Freude verloren gegangen, weil Fleisch für viele zum Alltag gehört. Aber dieses Fleisch sollte einen Preis haben, der sich auch an den Umweltschäden orientiert, die durch die moderne Fleischproduktion anfallen: Nur zwei Beispiele: Am Chiemsee müssen zwei „Seekühe“ eingesetzt werden, um zu verhindern, dass der von den Bauern überdüngte See zu wächst. Und die Nitratbelastung des Grundwassers verursacht auch hohe Kosten. All diese Kosten werden auf die Allgemeinheit abgewälzt.
Im übrigen ist ein zu hoher Fleischkonsum ungesund.

Die Drohungen der Fleischindustrie

Mein Senf dazu:

Dass es so mit der Fleischindustrie nicht weiter gehen kann, habe ich hier schon beschrieben:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/05/14/fleischindustrie-ich-bin-entsetzt/
Nun will die Politik etwas ändern. Einen Anlauf dazu hat sie genommen und das hat gleich Proteste der Fleischindustrie hervor gerufen: Sie droht damit, ins Ausland zu gehen.

Warum eigentlich nicht? Wenn man schon hauptsächlich Ausländer beschäftigt, dann soll man halt auch dort hingehen, wo diese Arbeitskräfte zu Hause sind. Das wäre eine menschliche Gestaltung der Produktion. Da würden Familien nicht dauerhaft auseinander gerissen.
Ich kenne zum Beispiel eine große deutsche Firma, die einen Teil ihrer Produktion nach Tschechien ausgelagert hat, weil es dort viele tüchtige Mechaniker gibt, die geringere Löhne beanspruchen. Statt nun diese Leute hierher zu holen, ist das deutsche Führungspersonal nach Tschechien gegangen. Warum soll es bei der Fleischindustrie nicht auch so gehen können?

Im übrigen tut man immer so, als wäre es eine Katastrophe, wenn das Fleisch teurer würde. Ich bin ja nun schon sehr alt und ich habe mir bis zu meinem 30. Lebensjahr nur am Sonntag Fleisch gönnen können. Da haben wir uns dann immer auf den Sonntagsbraten gefreut. Wenn eine Frau gut kocht, vermisst man wochentags das Fleisch nicht. Im übrigen hört man ja auch immer wieder von den Ernährungswissenschaftlern, dass zu viel Fleisch gegessen wird.

Die Fleischindustrie könnte im übrigen genauso viel verdienen wie bisher, wenn die Produktion nicht nach dem billigsten Preis ausgerichtet wird, sondern nach der Qualität.

Tag des Spinats

Heute ist der Tag des Spinats. Doch was hat so ein Tag für einen Sinn, wenn in keinem der mir bekannten Lokale Spinat angeboten wird? Der Spinat hat ja ein trauriges Schicksal hinter sich. In meiner Jugend gab es viel Spinat, weil es hieß, der würde viel Eisen enthalten. Aber dann wurde der Spinat entzaubert, indem man feststellte, dass der angenommene Eisengehalt auf einem Rechenfehler beruhte.
Aber trotzdem ist der Spinat ein gesundes Gemüse. Und heute, als ich an einer Straße mit Krötenwanderung vorbei fuhr, sah ich einen Zusammenhang zwischen unserer Ernährung und dieser Kröten Wanderung. Die Kröten wandern immer noch in Massen auf ihrer alten Route, die längst von einer Straße abgeschnitten wurde, zu einem Teich. Nette Naturfreunde haben am Straßenrand einen Plastikzaun errichtet, der die Tiere aufhält. Dort sammeln die Tierfreunde sie jeden Abend ein und tragen sie über die Straße. Ich finde das rührend und denke da an unsere Ernährung:
Wir sind in Jahrhunderten auf eine bestimmte Ernährungsart eingestellt. Wir aßen immer Obst und Gemüse aus der Region entsprechend der Jahreszeit und sind damit gesund geblieben. Doch nun ist dieser Ernährungsplan völlig durcheinander geraten: Wir können uns mehr Fleisch leisten und essen irgendetwas, was uns gerade besonders schmeckt, oft sogar exotische Mahlzeiten. Wann isst schon einer mal gelben Rüben oder Weißkohl?
Aber ich glaube: So wie die Kröten auf ihre Wanderung zum Teich programmiert sind, sind wir es zum hergebrachten Essen. Und weil dies heutzutage missachtet wird, sehe ich mit Staunen, dass wir Älteren vielfach gesünder sind als der Nachwuchs.

Tag des Kürbis – der amerikanische National Pumpkin Day


Kürbis ist nichts Besonderes meinen Sie? Wann haben Sie denn zum letzten Mal Kürbis gegessen? Eine Kürbiscreme-Suppe ist für mich eine Delikatesse und sie hat einen Vorteil: Man wird schon allein von ihr satt und braucht keinen Hauptgang mehr.
Was mir auffällt, ist, dass es in den Lokalen immer weniger Gemüsesorten gibt: Artischocken, Auberginen, Fenchel … erscheinen praktisch kaum auf den Speisekarten. Das ist schade.
Wenn ich Gastronom wäre, würde ich den Gästen jeden Tag ein anderes vegetarisches Gericht anbieten unter dem Motto: „Heute mal fleischlos und gesund.“ Und ich würde dazu schreiben, dass man nach den Empfehlungen der Wissenschaftler unbedingt weniger rotes Fleisch essen soll.
Meist scheitert ja der Gemüsekonsum daran, dass ein solches Essen fad zubereitet wird. Das ist ein schwerer Fehler, der dazu führt, dass wenig Gemüse gegessen wird. Dazu eine Anekdote:
Als ist mein Haus baute, sollte es biologisch werden – natürlich mit Solarkollektoren. Also besuchte ich einen Kurs eines Baubiologen, an dem auch viele Handwerker teilnahmen, weil das damals ein völliges Neuland war. Der Bauernhof, auf dem der Kurs stattfand, war bekannt als Vorreiter einer biologischen Bewirtschaftung. Und so hatte die Bäuerin für die Kursteilnehmer auf großen Tischen lauter biologisches Essen aufgebaut. Die Handwerker besichtigten „das Zeug“ misstrauisch und machten ihre Witze darüber: „Da werd‘ i bald z‘samm brechen!“ „Da kommt ma‘ abends impotent hoam!“ usw. Als dann aber die gemeinsame Mahlzeit eingenommen wurde, waren alle begeistert und etliche wollten wieder kommen, um sich die Rezepte zu holen.
Man sieht also: Da gibt es in der Gastronomie eine Lücke, mit deren Ausfüllung man gut verdienen könnte. Man sollte allerdings das Konzept nicht unbedingt als „vegetarisch“ verkaufen, weil Vegetarier in den Augen der Fleischesser manchmal als eine Art von Sektierern angesehen werden.

Die Superkuh


Bill Gates ist auf dem Holzweg: Er will eine Superkuh züchten, die wesentlich mehr leistet als die bisherigen Tiersorten. Damit will er den Hunger aus der Welt bekämpfen.
Das dürfte ein Irrweg sein, denn der ökologisch und ökonomisch bessere Weg wäre wohl eine rein pflanzliche Ernährung der Menschen. Wenn die Pflanzen erst über den Umweg des Fleisches als Nahrung dienen, wird dabei viel Energie verschwendet und es werden daher weniger Kalorien gewonnen..
Überhaupt dürfte wohl eine ganz andere Erfindung in die Zukunft führen: Man kann inzwischen Fleisch aus Zellen züchten. Wenn man diese Methode industriell nutzen würde, wäre das ein echter Fortschritt im Kampf gegen den Hunger.
Für die Zukunft sehe ich auch voraus, dass man den Verdauungsprozess der Kuh maschinell und biologisch nachmachen wird und dass dann die Milch nicht mehr von der Kuh, sondern aus einem Industriebetrieb kommen wird. Statt der Bauern wird es dann den Fleisch- oder Milchtechniker geben.

Gedanken zum Tierschutz

Kühe
Anlässlich der Grünen Woche erfuhren wir, dass es ein neues Siegel für die Art der Tierhaltung geben soll. Es sollen Noten dafür vergeben werden, wie die Tiere gelebt haben. An sich ist das recht erfreulich, wenn es da nicht ein aber gäbe:
Es gibt schon so viele Labels und Bezeichnungen, bei denen der Verbraucher kaum durchblickt. Nehmen wir mal die Stempel auf den Eiern. Wissen Sie, was sie bedeuten?
https://autorenseite.wordpress.com/2016/08/22/sind-sie-auch-so-ein-versager/
Oder wissen Sie, wie das Bio-Siegel der EU aussieht?
Und wenn nun das Siegel über die Art der Tierhaltung hinzu kommt: Können Sie es sich merken und es dann wirklich von Anpreisungen der Massentiergaltung unterscheiden?
Wie einfach könnte es doch sein: ein Bio-Siegel und sonst nichts. Das wäre sehr erzieherisch.
Die ganzen Siegel und Bezeichnungen haben auch nur dann Sinn, wenn sie wirklich streng kontrolliert werden. Aber da hapert es gewaltig. So sind die Siegel oft nur eine Einladung, minderwertige Ware falsch zu deklarieren und teuer zu verkaufen.
Der beste Tierschutz wäre ja wohl, wenn wir alle Vegetarier würden. Aber wenn ich höre, dass allein in Berlin 5000 Wildschweine ihr Unwesen treiben, dann frage ich doch die Tierfreunde, ob man die wirklich alle leben lassen kann, und wenn nicht, ob man sie dann nicht als Nahrung verwerten sollte.
Andererseits ist natürlich die Massenproduktion von Fleisch, wie wir sie nun sozusagen industriell betreiben, in jeder Beziehung schädlich: zum einen ist ein zu hoher Fleischverzehr schlecht für die Gesundheit. Zum anderen schaden die Ausdünstungen der Rindviecher der Atmosphäre. Schließlich könnte man siebenmal soviel Nahrung erzeugen, wenn wir Pflanzen essen würden, anstatt sie dem Vieh als Futter zu geben.
Der Mensch hat ja ein zwiespältiges Verhältnis zur fleischlichen Ernährung. Solange sie in Form eines Schnitzels oder ähnlich auf seinem Teller landet, hat er nichts dagegen. Aber wenn eine kranke Kuh auf einem Gnadenhof geschlachtet werden soll, hat er plötzlich Mitleid mit dem armen Tier:
https://web.de/magazine/panorama/70000-spanier-retten-kuh-32150992
Eigentlich sollte es ja zur Schulbildung gehören, dass die Schüler einmal einen Schlachthof besichtigen und dann über Fragen der Ethik diskutieren. Aber so etwas Brutales kann man ihnen doch nicht zumuten, wird es sofort heißen. So bleiben die Kinder bei Brutalitäten auf Fernsehkrimis angewiesen, gegen die es keine solchen Einwendungen gibt.

Kein Fleisch mehr?

Tja Freunde, das war ein harter Schlag für alle Fleischesser: Fleisch soll Krebs erregen. Man wird wohl diese Warnung bald wieder vergessen haben und das ist vielleicht auch gut so:
Wenn ich auf mein 81-jähriges Leben zurückblicke, habe ich schon allerhand medizinischen Unsinn gehört. Ich habe sogar darunter gelitten.
Als Baby hatte ich ein chronisches Ekzem, das man mit Sonnenbränden durch UV-Licht zu heilen versuchte. Wenn ich das heute einem Hautarzt erzähle, denkt der, dass ich spinne.
Als Kinder bekamen wir viel Spinat zu essen „wegen des Eisengehalts“ Später stellte sich heraus, das der Eisengehalt auf einen Kommafehler bei der Analyse zurückzuführen war.
Beim Kaffee habe ich im Laufe meines Lebens abwechselnd gehört, dass er schädlich oder gesund sein soll.
Ähnlich war es beim Alkohol.
Milch wurde uns zeitweise als das Gesundheitsmittel verkauft, bis man nun behauptete, sie sei schädlich. Mal hieß es, sie sei gut gegen Osteoporose, dann wieder gab es Erkenntnisse, die das bestritten.
Das sind nur ein paar Beispiele, die mir einfallen. Ich kann dazu nur sagen: Ich habe gegessen und getrunken, was mir Spaß gemacht hat und bisher hat es mir nicht geschadet.
Von Gesundheitstipps halte ich nicht viel: Ich esse kein Obst, weil es mir unruhig im Magen liegt und Hungergefühle auslöst. Ich habe es bisher gut überlebt, wie auch meine Mutter, die ohne Obst steinalt geworden ist. Oder ein anderes Beispiel: Eine Tante trank immer ganz wenig, zum Mittagessen vielleicht ein Likörglas Wasser. Die ganze Familie hat sich über dieses „unsinnige, störrische“ Verhalten aufgeregt. Aber die Frau wurde 96 Jahre alt.
Also Leute, lasst euch nichts einreden!

Gesundes Essen: Fehlanzeige!

Das Schulessen steht auf Grund einer neuen Studie der Deutschen Gesellschaft für Ernährung in der Kritik. Nur ein ganz geringer Prozentsatz der Schulspeisepläne ist von ihr zertifiziert. Meistens gibt es in den Schulen zu viel Fleisch und zu wenig Gemüse.
Eigentlich sollte es nach den Vorstellungen der Ernährungswissenschaftler höchstens zweimal pro Woche Fleisch geben. Und der Fisch, der auch einmal wöchentlich auf den Speiseplan gehören sollte, fehlt meistens beim Schulessen.
Oft wird behauptet, man könne eben nicht anders kochen, wenn das Essen nur knapp über 2 Euro kosten dürfe. Da offenbart sich die ganze Perversität unserer Landwirtschaft und Ernährung: Wenn man auf einer Fläche Getreide oder Gemüse anbaut, kann man siebenmal so viel Menschen satt machen, als wenn mit dieser Fläche Fleisch produziert wird. Und trotzdem ist offenbar eine Ernährung mit viel Fleisch billiger.
Manche Leute, besonders Männer, haben ja eine Abneigung gegen einen „Veggie-Day“. Aber das liegt in der Regel daran, dass das Gemüse zu fade zubereitet wird. Ich erinnere mich an eine Zeit, als ich an einem Bau mitgearbeitet hatte. Dort wurden die Handwerker vegetarisch verköstigt. Als sie dies hörten, machten sie schlimme Witze darüber: „…kommen abends impotent nach Hause“ und dergleichen. Aber als sie dann das erste Essen hinter sich hatten, waren sie reuig und begeistert. Und das höchste Lob, das man einem Essen spenden kann, brachten sie dann damit zum Ausdruck, dass sie das Rezept verlangten.
Noch etwas zum Thema Essen: Nicht nur die Schüler werden schlecht ernährt, sondern auch die Alten. Ein Test ergab, dass das Essen in den Altenheimen zu wenig Vitamine enthält; das für die Alten wichtige Vitamin D fehlte häufig ganz.
Schließlich noch ein Anmerkung zum Krankenhausessen. Auch dieses stammt wie die Mahlzeiten der Altenheime häufig aus Großküchen, die durchaus auch 100 km entfernt sein können. Eine Untersuchung hat nun ergeben, dass Krankenhäuser, in denen selbst gekocht wird, eine um 2 Tage kürzere Verweildauer haben. Nichts belegt wohl besser die Wichtigkeit eines gesunden Essens.

Der Mensch ist, was er isst – Gedanken zum Vegetariertag

Es herrscht ja eine Art von Glaubenskrieg zwischen Fleischessern und Vegetariern. Ich bin sozusagen ein Zwischending: Ich könnte nie das Reh und das Kitz erschießen, die sich immer in unserem verwachsenen Garten niederlassen, um dort Schutz und Ruhe zu suchen. Auch die Gans vom benachbarten Bauernhof, die uns immer mit ihrem Geschnatter begrüßt, könnte ich mir nicht als Weihnachtsbraten vorstellen: „Berta“ auf dem Teller? Nein, danke!
Und doch esse ich Fleisch, denn der Mensch ist nun einmal ein Fleischesser. Man stelle sich vor, wir würden die Wildschweine, die unsere Felder verwüsten, nicht jagen. Dann hätten wir eines Tages nichts mehr zu essen. Und wenn wir also die Wildschweine abschießen müssen: Warum sollen wir sie dann nicht auch essen?
Ich esse aber auch gern vegetarisch, nur ist es leider in vielen Lokalen so, dass diese Kost ein stiefmütterliches Dasein führt: Entweder steht nichts oder nur wenig auf der Speisekarte und wenn man etwas bestellt, ist das oft fad gekocht. Anscheinend mögen viele Köche keine vegetarische Kost. Die Leute würden vegetarisches Essen ganz anders beurteilen, wenn da etwas Deftiges auf den Tisch käme.
Ich erinnere mich an Kurse, an denen ich teilgenommen habe: Lehmbau und Sonnenkollektorenbau. Da waren sehr viele Handwerker aus der Umgebung dabei. Der Kurs fand in einem Bauernhof statt, der streng biologisch ausgerichtet war und natürlich gab es dort nur biologisch-vegetarisches Essen. Die Bäuerin hatte alles liebevoll auf einem Buffet in der Scheune angerichtet. Zuerst witzelten die Handwerker, sie könnten bei dem Essen nachmittags nicht mehr arbeiten. Auch von Impotenz war die Rede.
Aber dann ließ man es sich trotzdem schmecken – und siehe da: Etliche von denen, die erst gemeckert hatten, ließen sich von der Bäuerin sogar Rezepte geben.
„Varietas delectat“ (Abwechslung erfreut) sagten die alten Römer, und so wollen wir es auch beim Essen machen.

Deutschland stinkt dank Fleischexport

Die Massentierhaltung hat auch in Bayern Einzug gehalten. Wie aus einer Antwort des deutschen Agrarministeriums auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Fraktion hervorgeht, ist der Fleisch-Export aus Deutschland in zehn Jahren um 250 Prozent auf 3,7 Millionen Tonnen (2010) gestiegen. Demnach wuchs seit 2001 die Ausfuhr von Schweinefleisch mit 1,6 Millionen Tonnen auf mehr als das Dreifache. Der Außenhandel mit Geflügel stieg von 155.000 auf 393.000 Tonnen. Die Chinesen werden immer mehr zu unseren Hauptabnehmern. Unser Schweine- und Hühnerfleisch wird also um die halbe Welt transportiert und uns bleiben Güllegestank, Maisfelder und riesige Billigställe, die statt der einst herrlichen Bauernhöfe nun die Landschaft versauen.
Schauen Sie doch einmal hier, wie Bayern immer mehr kaputt gemacht wird.