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Etwas andere Bergerlebnisse

Ich liebe den Toten Mann, weil er mit seinen 350 Höhenmetern für mich als alten Mann noch leicht zu bewältigen ist und weil er eine prächtige Aussicht bietet. Oft bin ich ganz allein unterwegs. Aber einmal hat es mich nicht gefreut, als bei meiner Ankunft gerade Schüler aus einem Bus ausgestiegen waren, die ihren Wandertag hatten und sich auf den Weg machten. Ich ließ mir also in meinem Auto ein wenig Zeit, um sie verschwinden zu lassen.
Als ich dann im gemessenem Bergsteigerschritt los ging, hatte ich bald die ersten Schüler eingeholt. Einen mit hochrotem Gesicht setzte die Lehrerin gerade zum Ausruhen auf einen mitgenommenen Schlitten und sagte:
„Mei, die Jugend ist halt gar nimmer fit.“
Wie recht sie hatte, merkte ich, als ich noch die Hälfte der Schüler überholte.
Das sind ja traurige Zeiten, in denen viele Kinder weniger fit sind als ein Mensch im 9. Jahrzehnt seines Lebens:
https://autorenseite.wordpress.com/2017/03/17/wir-ziehen-junge-invaliden-heran/

Und noch ein andere, aber lustiges Erlebnis hatte ich gerade:
Ich war wieder in aller Frühe ganz allein am toten Mann unterwegs. Es herrschte völlige Stille, aber auf einmal traute ich meinen Ohren nicht: Ich hörte lautes Lachen und freudiges Quieken von Frauen. Und dann kamen sie daher: Junge einheimische Burschen hatten vorne auf ihren Schlitten hübsche exotische Frauen saßen. Sie mochten vielleicht von den Philippinen stammen. Sie sahen wohl zum ersten Mal Schnee und genossen die Schlittenfahrt. Ja, das war eine geballte Ladung Lebensfreude, die da schon frühmorgens den Berg herunter fuhr.
Sie stoppten kurz bei mir und grüßten fröhlich. Ich fragte einen der jungen Burschen:
„Na, wo habt ihr die denn aufgegabelt?“
„Das ist unser eigener Direktimport. Mei, so was Liebes, Fröhliches und Dankbares find’st bei uns nimmer.“

Und da dachte ich an mein Buch „Der 7. Himmel hat ein Loch„, wo ich zwei Liebesgeschichten solchen Frauen gewidmet habe.


Hormonspiegel heben durch Tanzen!

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Ein Mordsspaß ist das, wenn Sie einmal auf einem Kleinkindergeburtstag ein bisschen Musik machen. Ganz von selber fangen die Kleinen an zu tanzen – auf ihre Weise. Die Bewegung zur Musik ist einfach dem Menschen angeboren.
Aber wir Älteren leben gegen unsere Natur. Zu unserer fehlerhaften Lebensweise gehört auch, dass wir uns zu wenig bewegen. Und das Tanzen ist leider völlig aus der Mode gekommen. Wir wippen höchstens mit dem Fuß, wenn wir einen Rhythmus hören, der uns gefällt.
Als es noch nicht das „Pantoffelkino“ (Fernsehen) gab, hat man sogar unserem kleinen Dorf jeden Tag tanzen können. Später musste man in die nahe Kreisstadt fahren. Und nun können wir nur noch in einem Café einer Kurstadt zum Tanzen gehen. Dort sind etwa die Hälfte aller Besucher aus Salzburg, weil sie nicht einmal in ihrer Großstadt so tanzen können, wie sie es gerne wollen. (Natürlich gibt es dort Discotheken, aber wer jenseits der dreißig mag erst nach 23.00 Uhr ausgehen, um sich bei zu lauter Musik zu bewegen?)
„Was habe ich davon, wenn ich tanze?“ werden Sie fragen. Wenn Sie nach mindestens 2 Stunden Tanz beschwingt nach Hause gehen, fühlen Sie sich nicht nur aufgerichtet, Sie können dies auch nachmessen. Dass der Hormonspiegel beim Tanzen gesteigert wird, haben Ärzte herausgefunden. Sie können dies bei sich zwar nicht nachmessen, aber vielleicht doch fühlen. Probieren Sie es doch einmal aus!
Sollten Sie finden, dass Tanzen doch gar kein Sport ist: Natürlich kommt es darauf an, wie man sich bewegt. Ein flott getanzter Quickstepp ist dieselbe Anstrengung wie ein 800-m-Lauf.
Also, auf geht’s! Schon der Hl Augustinus hat gesagt: „Mensch, lerne Tanzen, sonst wissen die Engel im Himmel nichts mit dir anzufangen.“