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Warum uns der heutige Tag der Fische nachdenklich machen sollte

Der Chiemsee war einmal so klar, dass man an der tiefsten Stelle (73m) bis auf den Grund sehen konnte. Und so war das Fischen von Seeforellen einfach: Man hielt ihnen den Angelhaken vor die Nase. Die Bediensteten von Schloss Herrenchiemsee traten einmal in den Streik, weil sie dauernd Seeforellen essen mussten. Heute sind die Tiere zum Sorgenkind geworden. Der See ist trotz Ringkanalisation durch Überdüngung trübe geworden und zwei „Seekühe“ genannte Schiffe müssen den Seegrund dauernd wegen des Algenbewuchses abmähen, damit der See nicht zu wächst.

Die Meere haben ein anderes Problem: die Überfischung.

Was mir aber zu denken gibt, ist ein Wappen, das ich in Erinnerung habe. Darauf war ein Fisch abgebildet und ich bin der Frage nachgegangen, was es damit auf sich habe, denn das Wappen stammte von einem Geschlecht, das nicht am Wasser zu Hause war.
Dieser Fisch war deshalb im Wappen enthalten, weil er das gesündeste Tier war, also dem Fürstengeschlecht Gesundheit bringen sollte.

Und wie sieht es heute mit der Gesundheit von Fischen aus? Wir sehen Fischzuchten, in denen die Fische mit Antibiotika gefüttert werden. Und zu denken gibt auch, dass die Themse so mit Rauschmittelrückständen belastet ist, dass Fische ihr Geschlecht wechseln.  Ähnliches beobachten wir dort, wo angeblich geklärte Abwässer in die Flüsse eingeleitet werden.

Und wenn schon diese einst so kerngesunden Tiere krank werden, fragt man sich, ob es nicht dem anfälligeren Menschen genau so ergeht.

Was essen Sie?

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Etliche meiner Followerinnen schreiben interessante Beiträge über Ernährung und das brachte mich auf die Idee, auch mal etwas Kurzes über dieses Thema zu verfassen, obwohl ich vom Kochen keine Ahnung habe:
Als ich noch bei meinen Eltern zu Hause war, vor über einem halben Jahrhundert, aßen wir Speisen, die ich seither nicht mehr auf dem Teller hatte: Makrelen oder Heringe gibt’s hier nicht. Dabei war der Hering früher einmal ein Fisch, über den im Kochbuch meiner Mutter zu lesen war: Es sei schade, dass es ihn so massenhaft gebe, daher würde er zu wenig geschätzt. Heute tauchen auf den Speisekarten manche Fische auf, die man früher als Beifang wieder ins Meer geworfen hat.

Noch eine Frage: Wann haben Sie zuletzt Schwarzwurzeln gegessen?
Früher war die Ernährung einfacher. Es gab einen Obst- und Gemüsehändler und der hatte auch immer wieder etwas anderes im Programm. Schwarzwurzeln gehörten natürlich auch dazu. So ernährten sich die Kunden abwechslungsreich und gesund. Und heute? Haben Sie schon mal Schwarzwurzeln im Lokal auf der Speisekarte gefunden?
Warum eigentlich nicht? Sie sehen halt nicht gut aus und das Putzen macht Arbeit. Aber sie schmecken ausgezeichnet – ich finde sogar: besser als Spargel. Ihr Vorzug ist: Sie enthalten nur wenig Kalorien: 15 pro 100 Gramm. Und sie sind ein wertvoller Lieferant von Kalium, Kalzium, Eisen und Vitamin B 1. Ihre Bitterstoffe fördern die Verdauung. Und der Ballaststoff Inulin ist auch gut für die Figur.

Manchmal muss ich beim Studieren der Speisekarte an den besten Koch Italiens denken. Es ist ein Deutscher in einem römischen Hotel. Als man den in einem Interview fragte, was er gerne isst, wenn er zu Hause ist. Er antwortete: „Pellkartoffeln mit Rahmquark!“ Die würde ich auch manchmal ganz gerne auf der Speisekarte finden. Oder ein einfaches anderes Essen habe ich nur mal im Kulinarium in Bad Füssing gegessen: Senfeier.

Sind unsere Fische giftig?

Irgendwo las ich einmal, dass man keinen Zuchtlachs essen soll, denn der sei total vergiftet. Vor allem enthalte er zu viele Antibiotika, die zur Folge hätten, dass diese Medikamente im Ernstfall nichts mehr nützen würden. Und was sonst noch alles in diesen Fischen enthalten sein soll, habe ich inzwischen wieder vergessen. Mich hat diese Warnung allerdings nicht getroffen, denn ich habe schon lange keinen Lachs mehr gegessen. Für mich war er ein widerlicher fetter rosa Matsch. Man kann natürlich Wildlachs essen, aber da kann man auch nicht sicher sein, was man bekommt.
Nun kam im BR eine neue Horrormeldung: Die Fische in der Donau seien zu stark mit Quecksilber belastet. Das Quecksilber soll aus dem Rauch von fossilen Brennstoffen stammen. Ich frage mich nur: Wie kann so viel Quecksilber in die doch verhältnismäßig schmale Donau gelangen? Müssten dann die Fische in den bayerischen Seen nicht viel mehr belastet sein? Aber darüber hört man nichts. Man will offenbar nicht das Bild vom idyllischen Bayern trüben.
Und wie sieht es mit Glyphosat und Nitrat aus, das in bayerischen Flüssen und Seen enthalten ist? Gelangt das Zeug auch in die Fische und welche Folgen hat das? Lesen Sie hierzu „Bayern kaputt“.
https://autorenseite.wordpress.com/bayern-kaputt/
Wenn wir nun keine Fische mehr essen möchten, können wir auch nicht auf Fleisch ausweichen, denn da ist es dasselbe in grün.
Also essen wir halt Obst und Gemüse, meinen die Vegetarier. Aber auch da werden wir gewarnt:
https://autorenseite.wordpress.com/2015/06/13/witz-ernst-neue-verhuetungsmittel-20545976/
Zusammenfassend können wir also feststellen: Wir könnten eigentlich gar nichts mehr essen. Also gönnen wir uns, was uns schmeckt. Vielleicht ist ja das bisschen Gift sogar ein homöopathisches Heilmittel.

Gesundes Essen: Fehlanzeige!

Das Schulessen steht auf Grund einer neuen Studie der Deutschen Gesellschaft für Ernährung in der Kritik. Nur ein ganz geringer Prozentsatz der Schulspeisepläne ist von ihr zertifiziert. Meistens gibt es in den Schulen zu viel Fleisch und zu wenig Gemüse.
Eigentlich sollte es nach den Vorstellungen der Ernährungswissenschaftler höchstens zweimal pro Woche Fleisch geben. Und der Fisch, der auch einmal wöchentlich auf den Speiseplan gehören sollte, fehlt meistens beim Schulessen.
Oft wird behauptet, man könne eben nicht anders kochen, wenn das Essen nur knapp über 2 Euro kosten dürfe. Da offenbart sich die ganze Perversität unserer Landwirtschaft und Ernährung: Wenn man auf einer Fläche Getreide oder Gemüse anbaut, kann man siebenmal so viel Menschen satt machen, als wenn mit dieser Fläche Fleisch produziert wird. Und trotzdem ist offenbar eine Ernährung mit viel Fleisch billiger.
Manche Leute, besonders Männer, haben ja eine Abneigung gegen einen „Veggie-Day“. Aber das liegt in der Regel daran, dass das Gemüse zu fade zubereitet wird. Ich erinnere mich an eine Zeit, als ich an einem Bau mitgearbeitet hatte. Dort wurden die Handwerker vegetarisch verköstigt. Als sie dies hörten, machten sie schlimme Witze darüber: „…kommen abends impotent nach Hause“ und dergleichen. Aber als sie dann das erste Essen hinter sich hatten, waren sie reuig und begeistert. Und das höchste Lob, das man einem Essen spenden kann, brachten sie dann damit zum Ausdruck, dass sie das Rezept verlangten.
Noch etwas zum Thema Essen: Nicht nur die Schüler werden schlecht ernährt, sondern auch die Alten. Ein Test ergab, dass das Essen in den Altenheimen zu wenig Vitamine enthält; das für die Alten wichtige Vitamin D fehlte häufig ganz.
Schließlich noch ein Anmerkung zum Krankenhausessen. Auch dieses stammt wie die Mahlzeiten der Altenheime häufig aus Großküchen, die durchaus auch 100 km entfernt sein können. Eine Untersuchung hat nun ergeben, dass Krankenhäuser, in denen selbst gekocht wird, eine um 2 Tage kürzere Verweildauer haben. Nichts belegt wohl besser die Wichtigkeit eines gesunden Essens.