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Harter Trump, sturer Erdogan, dumme Türken?


Im Streit zwischen der Türkei und den USA können wir etwas beobachten, was typisch für die politische Klasse ist: Es begann ja damit, dass Trump das in den USA befindliche Vermögen von 2 türkischen Ministern einfrieren ließ. Mancher fragt sich natürlich: Wieso haben türkische Minister Vermögen in den USA? Ganz einfach: Sie trauen ihrer eigenen Währung nicht und bringen ihr Geld in Sicherheit. Es muss viel Geld sein, sonst wären ja die Sanktionen lächerlich.
Nun richtet Erdogan einen flammenden Appell an sein Volk. Die Türken sollen – anders als die beiden Minister – ihr Gold und ihre ausländischen Devisen zur Stützung der Lira einsetzen. Und viele werden vielleicht so patriotisch (sprich: dumm) sein und dies auch tun.
Sie zahlen damit für die Sturheit Erdogans, der einen amerikanischen Pfarrer auch nach zweijähriger Haft nicht frei lassen will. Dabei könnte doch Erdogan ohne nennenswerten Gesichtsverlust sagen, der Pfarrer habe durch den zweijährigen Freiheitsentzug schon genügend gebüßt, so dass seine Freilassung nun zur Vermeidung eines Wirtschaftskriegs verantwortbar sei.
Nun fragt sich, wie es weiter gehen wird: Gerät die Türkei in eine schwere Krise? Kann diese eine neue Finanzkrise auslösen, weil ja viele europäische Banken in der Türkei investiert haben? Ja, die Zeiten bleiben wie sie sind: ständig von neuen Unsicherheiten bedroht.

Das ist doch Mord!

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Forscher beobachteten, dass jeder Anstieg der Arbeitslosigkeit und jeder Rückgang der Gesundheitsausgaben zu einem Anstieg der Krebstoten führt. Die Zahl der durch die Finanzkrise verursachten zusätzlichen Krebsopfer werde in den Mitgliedsländern der Organisation für Wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) auf 260.000 geschätzt, weltweit könne dann von mehr als 500.000 zusätzlichen Todesopfern durch Krebs ausgegangen werden. Allein in der EU seien schätzungsweise 160.000 Menschen zusätzlich an Krebs gestorben.

http://www.salzburg.com/nachrichten/gesundheit/sn/artikel/finanzkrise-trug-zu-tod-von-500000-krebskranken-bei-198016/

Auf den Grabsteinen dieser Menschen müsste also eigentlich stehen: „Sie wurden geopfert, weil der Staat es für wichtiger hielt, Banken zu retten als Menschenleben und weil der Staat bei den Subventionen an Milliardenverdiener großzügig, bei der medizinischen Versorgung aber knickerig war.“

Schuldenschnitt nach Merkel-Art

Was hören wir vom Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs beim IWF?
„Die Stimmung ist deutlich düsterer als beim letzten internationalen Treffen“, sagte der britische Finanzminister George Osborne. Er warnte vor einer „gefährlichen Situation“ für Europa. Sein US-Kollege Lew sagte: „Sollte keine Vereinbarung getroffen werden, würde das Griechenland unmittelbar in eine Notlage bringen und Unsicherheit in Europa und der Weltwirtschaft auslösen.“
Erinnern Sie sich noch an die gute alte DM? Das war eine Währung, die überall auf der Welt gern gesehen wurde. Und schauen Sie sich demgegenüber mal die Entwicklung des Euro-Kurses an: Der fällt und fällt. Aber das wird uns als Erfolg verkauft, denn dadurch steigen unsere Exportchancen. Im Grunde genommen ist es aber so ähnlich, als wenn wir unsere Löhne gesenkt hätten.
Aber das eigentliche Problem ist, dass wir uns seit der letzten Finanzkrise dauernd in einer Krisensituation befinden: Die Griechen sind nur mit 2 % an der europäischen Wirtschaft beteiligt und schon ihre Situation kann Europa und damit die Weltwirtschaft gefährden. Wir bewegen uns also ständig auf ganz dünnem Eis. Wie dünn es ist, können Sie ermessen, wenn Sie sich einmal vorstellen, Sie hätten plötzlich 2 % weniger Geld zur Verfügung. Das wäre für die meisten zwar unangenehm, aber keine Katastrophe.
Wie trist die Lage ist, sehen wir daran, dass die Wirtschaft ständig subventioniert werden muss, damit wir einen Aufschwung haben, der ja zum Götzen unseres Wirtschaftssystems geworden ist. Und wie es bei Götzen zu sein pflegt, muss man diesen Opfer bringen, nämlich die Ersparnisse der Alten. Es gibt bei uns nicht nur die „kalte Progression“, sondern auch die „kalte Enteignung“ oder sollen wir sagen: Schuldenschnitt auf Merkel-Art?

Wir wollen die gute alte DM wieder haben!

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Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, hat vor der Gefahr einer neuen weltweiten Finanzkrise gewarnt.
http://web.de/magazine/wirtschaft/iwf-chefin-lagarde-warnt-finanzkrise-30565840
Die niedrigen oder gar negativen Zinsen treiben die Menschen in riskante Kapitalanlagen. Dadurch steigen die Börsenkurse und Immobilienpreise ins Unermessliche. Und dramatische Wechselkursschwankungen bereiten Ländern Probleme, die Schulden in Fremdwährungen gemacht haben.
Als am schlimmsten aber scheint mir die Schuldenlast, die man durch immer neue Rettungsmaßnahmen zusammen kommen ließ.
Wir schlittern von einer Finanzkrise in die nächste, nur nehmen es die meisten Menschen nicht wahr.
Wie gut hatten wir es doch mit unserer alten DM. Da war noch alles überschaubar und unsere Schulden waren jedenfalls damals unsere eigenen. Und von Finanzkrisen, wie wir sie jetzt erleben, war damals nie die Rede.

Wie die USA uns abkassieren

Respekt vor der amerikanischen Justiz
Eigentlich sind die USA für unsere Begriffe kein Rechtsstaat. Aber in manchen Entscheidungen ist die amerikanische Justiz der deutschen meilenweit voraus.
So wurden in den USA Banken und Rating-Agenturen drakonisch mit milliarden-schweren Strafen belegt, und mit dem so herein gekommenen Geld sollen die betrogenen Anleger entschädigt werden. Ich kann mich nicht erinnern, dass bei uns eine Bank im Zusammenhang mit der Finanzkrise bestraft worden wäre, sondern nur daran, dass einige Geldinstitute von den Steuerzahlern gerettet werden mussten. Und die Menschen, die um ihre Ersparnisse und Altersrücklagen gebracht worden sind, haben nichts vom Staat bekommen, sondern nur in ganz seltenen Ausnahmefällen nach langen Prozessen Schadensersatz erstritten.
Für mein etwas naives Verständnis stellt sich die Finanzkrise so dar: Milliardensummen, die von deutschen Anlegern investiert wurden, wurden von den USA kassiert, und das lief so: Amerikanische Banken verpackten faule Immobilien-Kredite in unverständliche Papiere, die dennoch von deutschen Banken gekauft und an ihre Kunden weiter veräußert wurden. Diese sind ihr Geld nun los, denn das ist in den USA gelandet. Weil wir ein Vasallenstaat der USA sind, finden wir es normal, dass wir auf diese Weise Tribut zahlen müssen.

Die Fortentwicklung (Versklavung) der Menschheit

Wirft man einen Blick in die Geschichte, dann kann man feststellen, dass bei der Entwicklung der Menschheit doch ein gewisser Fortschritt erkennbar ist. In den Frühzeiten haben sich die Völker gegenseitig überfallen, um Beute zu machen und andere zu unterjochen. Dann folgte eine Phase der bloßen Versklavung: Man drang in andere Länder ein, um arbeitsfähige Menschen als Sklaven abzutransportieren. Danach kam das Zeitalter der Kolonialisierung. Da ging es insofern etwas zivilisierter vor als bei den früheren Eroberungskriegen, denn die abendländischen Völker hatten die Welt unter sich ohne Kriege in Interessengebiete aufgeteilt.
Und nun hat man etwas Neues Geniales erfunden: Kriege unter den Nationen sind aus der Mode gekommen, außer beim Öl. Und Sklavenhandel gibt es auch nicht mehr. Aber die gesamte Menschheit selbst wird ganz langsam und immer mehr versklavt. Die meisten merken es nicht, weil dieser Prozess schleichend stattfindet. Die letzte Finanzkrise ist nur ein Beispiel, durch welche das System der Versklavung offenbar geworden ist. Wir alle zahlen dafür, dass amerikanische Schrottpapiere auf den Markt geworfen wurden, bis diese Immobilienblase geplatzt ist. Oder: Die Schere zwischen den Einkommen der Manager und ihren Angestellte bzw. Arbeitern geht immer mehr auseinander. Viele Arbeitnehmer können daher von ihrer Arbeit nicht mehr leben. So etwas hat es früher, als die Wirtschaft noch nicht so gut lief, nicht gegeben. Auch das ist ein Zeichen zunehmender Versklavung. Oder: Man hat der Bevölkerung ihr Erbe gestohlen: Post, Bahn, Grundstücke der öffentlichen Hand, Versorgungsunternehmen… alles, was unsere Vorfahren aufgebaut hatten, wurde verkauft. Alles ist bei den Blutsaugern gelandet.
Am Schluss sitzen die Alten und Kranken allein in Deutschland und wissen nicht, von was sie leben sollen. Die Reichen sind längst anderswo, wo sie hohe Gewinne machen können.

Zahlen wir die Zeche?

Im Zuge der Finanzkrise sprang der Staat ein und rettete einige Banken auf unsere Kosten. Wie es mit der Rückzahlung des Geldes aussieht, weiß ich nicht. Seit die Risiken bei einigen Banken in „Bad Banks“ ausgelagert wurden, sieht es im Finanzwesen wieder gut aus, sagt man uns. Wir hören, dass die Finanzkrise überwunden ist.

Die Finanzkrise ging besonders zu Lasten der Anleger, von denen manche ihre gesamte Alterssicherung verloren haben. Von Verurteilungen der Banken zur Schadensersatzleistung haben wir nichts gehört. Die Banken haben ja auch über ihre Lobby die alte lange Verjährungsfrist durch eine ganz kurze ersetzen lassen.

Viel strenger haben die Amerikaner durch gegriffen, wie wir hier schon einmal geschildert haben. Gerade wurde die Bank of Amerika zu 17 Mrd. Dollar Strafe verdonnert.

In meinen laienhaften Augen sieht das Ganze so aus, dass die Finanzkrise einen gewaltigen Geldfluss von uns aus in die USA ausgelöst hat.

Finanzkrise: Milliardenentschädigung für Banken, nicht für Bürger

„Windige Hypothekengeschäfte: Bank of America muss 9,5 Milliarden Dollar zahlen“
Immer wieder lesen wir Schlagzeilen wie diese, und es freut uns, dass die Banken, die – wie es in der Schlagzeile freundlich umschrieben ist – „windige“ Hypothekengeschäfte gemacht haben, dafür zu zahlen haben. Das Geld geht allerdings an die beiden staatlichen Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/immobilien-bank-of-america-muss-9-5-milliarden-dollar-zahlen-a-960999.html
Was ich vermisse, ist eine Grundsatzentscheidung dahin gehend, dass all die vielen Bürger, die nach Beratung ihrer Bank in solche Immobiliengeschäfte eingestiegen sind, auch Geld bekommen. Aber so etwas wird es bei uns mit Sicherheit nicht geben. Dafür gibt es etwas anderes: Leute, die ein Leben lang geschuftet haben und die nun im Alter ohne jegliche Mittel da stehen, weil sie ihren Bankberatern vertraut haben und auf solche „windigen“ Geschäfte hereingefallen sind.
So gerecht geht es halt zu in einem Staat, der sich Rechtsstaat nennt.

Da kann einem schon angst und bange werden:

Hier war schon oft davon die Rede, dass wir ständig belogen werden. Wir lesen in den Zeitungen meistens einen Einheitsbrei von Fakten und Kommentaren. Und vieles, was wichtig ist, lesen wir gar nicht. Da kann einem schon mal angst und bange werden, wenn man mal eine Zeitung liest, die so ganz aus dem Rahmen des Üblichen fällt, nämlich die Deutschen Wirtschafts-Nachrichten.
Da lesen wir zunächst einmal, das uns die Euro-Rettung 730 Milliarden Euro kosten kann. Wie sollen wir das bezahlen, wo doch unser Bundeshaushalt sich nur auf 300 Milliarden beläuft?
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/01/15/esm-chef-euro-rettung-kostet-deutschland-erstmals-richtig-geld/
Kein Wunder also, dass uns geraten wird, unser Geld schleunigst von der Bank zu holen:
http://deutsche-wirtschafts–nachrichten.de/2013/04/08/investor-casey-holen-sie-ihr-geld-von-den-banken-in-europa-und-zwar-sofort/
Vielleicht kommt es ja bei uns bald so wie in Schweden, wo das Bargeld abgeschafft wird. Dann hat der Staat die totale Kontrolle über die Geldflüsse. Und Sie haben nichts mehr in der Hand als einen Chip.
Wie finster die Zukunft aussieht, sehen Sie hier:
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/04/09/290-billionen-euro-risiko-sparer-muessen-euro-banken-retten/
Oder lesen Sie das alles lieber doch nicht und erhalten Sie sich Ihre Illusionen. Eine Zeit lang können Sie noch damit leben. Aber wie lange noch?

Wie Missbrauchsfälle und Finanzkrise bei uns und in den USA aufgearbeitet werden

Rechtsstaat bei uns und in den USA
Wir haben hier schon geschrieben, dass in den USA 47 Banker im Zusammenhang mit der Finanzkrise verurteilt wurden, bei uns dagegen kein einziger.
Mit den Missbrauchsfällen in der Katholischen Kirche verhält es sich zwar etwas anders, aber es ist doch eine ähnliche Tendenz festzustellen. In den USA mussten die Bistümer einige Milliarden Euro für die Missbrauchsopfer bezahlen und viele wären pleite gegangen, wenn ihnen der Vatikan nicht unter die Arme gegriffen hätte. In Los Angeles hat man beispielsweise jedem Missbrauchsopfer 1,3 Millionen Dollar bezahlt, insgesamt rund 1 Milliarde. Und bei uns werden die Opfer mit 5000 Euro abgespeist. Das ist schäbig, denn die Bistümer schwimmen nur so im Geld. Schade, dass offenbar niemand den Herren Oberhirten mal so richtig eingeheizt hat mit einer Klage vor einem US-amerikanischen Gericht. Das geht nicht, meinen Sie? Man muss halt nur den Trick kennen.