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Die Grundstücksneubewertung klappt nie


Gerade teilt Finanzminister Lindner mit, dass erst ein Drittel der Deutschen die fällige Erklärung zur Grundstücksneubewertung abgegeben hat. Nun soll die Abgabefrist verlängert werden. Aber ob das was bringt? Anscheinend hat er noch nichts von Prokrastination gehört: Viele Menschen neigen eben dazu, das, was sie zu erledigen haben, bis zum letzten Moment aufzuschieben.

Jedenfalls steht für mich jetzt schon fest, dass die vom Verfassungsgericht gesetzte Frist für die Neubewertung der Grundstücke niemals eingehalten werden kann. Ich habe gerade meine Erklärung abgegeben und bei der Bewertungsstelle des Finanzamts nachgefragt, bis wann ich mit dem Ergebnis rechnen könne. Man sagte mir, es dauere schon Wochen, bis meine Erklärung bei der Bewertungsstelle eintreffe und dann dauere die Bewertung Monate. Wenn man also schon bei den wenigen bisher eingegangenen Erklärungen solche Zeitprobleme hat, wie soll das werden, wenn die Erklärungsfrist verlängert wird und der vom Verfassungsgericht festgesetzte Bearbeitungszeitraum bis 2024 schrumpft? Ich sehe schwarz. Und was dann?

Die schweren Fehler des Elster-Programms (Grundsteuererklärung)

Ich bilde mir ein, ein netter Mensch zu sein, jedenfalls bemühe ich mich. Deshalb habe ich versucht, meine Grundsteuererklärung elektronisch abzugeben, um das Finanzamt zu entlasten. Aber dabei bin ich beinahe gescheitert: Zunächst einmal habe ich feststellen müssen, dass Deutschland  ein elektronisches Entwicklungsland ist. Über dieses Thema habe ich ja schon geschrieben.
Ich begann also meine Grundsteuererklärung über meine kleine Wiese mit der Formularübersicht und kreuzte dort Hauptvordruck, Grundstück und Landwirtschaft an. Das Formular Landwirtschaft konnte ich nicht benutzen: alles rot. Dann kam ich nach umständlichen Recherchen darauf, dass ich das Formular Grundstück nicht hätte benutzen sollen. Also habe ich das gelöscht, aber das hat nichts genützt. Was tun? Hotline anrufen:

Ewiges Warten bei der im Anschreiben des Finanzamts angegebenen Hotline. Als ich dort endlich durch kam, erfuhr ich, dass ich mich bei Elster erkundigen solle. Wiederum mehrere Anrufversuche und Warten. Dort sagte man mir, ich müsse bei meinem Finanzamt anrufen. Aber der Sachbearbeiter dort wusste auch nicht weiter und meinte, ich solle halt die Formulare mit der Hand ausfüllen.

Das hat mir keine Ruhe gelassen und so kam mir die Vermutung, dass das Elsterprogramm zwar mein Formular Grundstück gelöscht habe, dass dies aber nicht vom Programm Landwirtschaft zur Kenntnis genommen wurde, obwohl die Anlage Gundstück nicht mehr in der Übersicht der Anlagen enthalten war. Ich habe also meinen Entwurf gelöscht und neu angefangen und siehe da: Da lief alles ganz einfach.

Nun soll noch mal einer sagen: Die Alten könnten nicht mal mit einem Computer umgehen.

Fazit der beiden Beiträge: Fehler des Elster-Programms:
1. Zu Beginn des Ausfüllens der Erklärung sollte man nicht die Anlagen „Grundstück“ und „Land. und Forstwirtschaft“ kumulativ zur Auswahl stellen, sondern sollte beim Anklicken von „Land- und Forstwirtschaft“ die Anlage „Grundstück“ streichen.
2. Oder: warum lässt man nicht beide Anlagen nebeneinander zu?
3. Wenn man das nicht tut: Warum erscheint beim Ausfüllen von „Landwirtschaft“ nicht anstatt der roten Einträge ein Hinweis: „Erst Anlage Grundstück löschen?“
4. Bei den Anlagen sollte ein Hinweis erfolgen, was „Unland“ ist und was „Landwirschaft“ ist, dass man also mit einer Wiese zur Landwirtschaft zählt, ohne Bauer zu sein.

Übrigens stehe ich mit meiner Kritik nicht allein:
Ein unwürdiges Schauspiel: Beendet den Wahnsinn! Mehr Zeit und Logik für die Grundsteuererklärung (msn.com)
Da fragt man sich doch: Wie kann man so einen Wahnsinn auf die Bevölkerung loslassen? Ist unsere Unfähigkeit schon so weit gediehen, dass wir nicht nur unfähig sind, ein vernünftiges einfaches Programm zu schreiben, sondern dass wir auch nicht in der Lage sind, Probleme sofort zu beheben, die ja ständig in den Hotlines sichtbar werden?

 

Wo sind die 10 Milliarden D-Mark?

Hier ist ein Pfennig von den 10 Milliarden. Den hat mir mal jemand als Glückspfennig in mein neues Auto geworfen und dann ist er mit jedem neuen Auto weiter gewandert. Aber wo ist der Rest? Sicherlich ist viel Schwarzgeld dabei.
Aber ich glaube, ein großer Teil des Geldes ist einfach verschwunden: Bei jedem Hausbrand wird Geld ein Raub der Flammen. Manches Geld wurde so versteckt, dass die Erben es nicht finden. Viele Summen wurden irgendwo verloren. Auch im Ausland wurde Geld vernichtet, weil die Leute es für wertlos hielten …
Da wäre es interessant zu wissen, wie viel von den 10 Milliarden überhaupt noch tatsächlich vorhanden sind. Auf jeden Fall hat der Staat einen guten Schnitt gemacht.

Auch interessant wäre es zu erfahren, wie viel Geld die Banken dadurch kassieren, dass keiner Ansprüche darauf erhebt. Oft wissen die Erben gar nichts von der Existenz bestimmter Konten. Da kann ich nur sagen: Gut, dass es ein Finanzamt gibt. Als eine Tante starb, mussten wir Angaben über das bescheidene Erbe machen. Danach warf uns das Finanzamt vor, wir hätten ein Konto verschwiegen, von dem wir keine Kenntnis hatten. Da sieht man wieder mal: Das Finanzamt weiß oft mehr als du.

Heute ist ein Freudentag!

Heute ist der Steuerzahler-Gedenktag. Zum Verständnis des heutigen Freudentags ein Witz vorweg:

Ein Steuerzahler kommt ins Finanzamt und fragt:
„Kann ich bitte zwei Wochen Urlaub haben?“
Darauf antwortet der Finanzbeamte:
„Wieso? Sie sind doch gar nicht hier beschäftigt!“
„Stimmt, aber ich arbeite doch hauptsächlich für Sie.“

Ja, es ist schon so: Bis heute haben Sie nur für die Abgaben an den Staat gearbeitet. Erst ab heute gehört Ihr Einkommen Ihnen ganz allein. Wenn das kein Grund zur Freude ist…
Von jedem Euro, den Sie erarbeiten, bleiben Ihnen nur 47 Cent zur freien Verfügung. Gehen Sie gut damit um!

Freuen Sie sich: Heute ist der Steuerzahler-Gedenktag

Mein Senf dazu: Ab heute gehört das alles Ihnen!

Zum Verständnis des heutigen Freudentags ein Witz vorweg:

Ein Steuerzahler kommt ins Finanzamt und fragt:
„Kann ich bitte zwei Wochen Urlaub haben?“
Darauf antwortet der Finanzbeamte:
„Wieso? Sie sind doch gar nicht hier beschäftigt!“
„Stimmt, aber ich arbeite doch hauptsächlich für Sie.“

Ja, es ist schon so: Bis heute haben Sie nur für die Abgaben an den Staat gearbeitet. Erst ab heute gehört Ihr Einkommen Ihnen ganz allein. Wenn das kein Grund zur Freude ist…

Elster – ein Sch…programm

Ich habe ja schon vor vielen Jahren einen Vorschlag gemacht, wie man die Steuererklärung bei vielen Bürgern praktisch auf Null reduzieren kann:
Man schickt dem Bürger eine ausgefüllte Steuererklärung, in der die vom Finanzamt abgerufenen Daten bereits enthalten sind, und die dann nur noch zu ergänzen ist.:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/12/31/so-nicht-herr-soeder-2/
Das ist offenbar um Jahre verspätet von der Finanzverwaltung aufgegriffen worden, aber nicht so richtig verwirklicht worden. Stattdessen kann man nun seine vom Finanzamt erhobenen Daten umständlich abrufen. Und wie man sie dann einfügte, war ein weiteres Problem, das die Hilfsseiten gefüllt hat.
Trotzdem habe ich Elster aus zwei Gründen benutzt:
Zunächst einmal möchte ich als alter Mensch auf der Höhe der Zeit sein.
Und dann bemühe ich mich, ein netter Mensch zu sein und will daher dem Finanzamt die Arbeit erleichtern.
Nun staunte ich allerdings, als ich mich mit zwei Computerexperten über das Thema unterhielt: Beide füllten ihre Steuererklärungen mit der Hand aus, „weil das schneller geht.“ Dass es sich bei den erwähnten Personen um echte Experten handelt, kann man im Internet sehen, wo die eine einen Kurs für 600 Euro pro Tag anbietet.
Wenn also solche Leute bei Elster nicht mitmachen, dann kann man doch nur sagen: Das ist ein Sch…programm.

 

 

So nicht, Herr Söder!

Der verschlafene undankbare Herr Söder

Schon vor 5 Jahren habe ich in meinem Blog (und auch an das bayerische Finanzministerium) geschrieben, dass der Staat die Bürger mit den Steuererklärungen schikaniert. Und ich habe vorgeschlagen, dass das Finanzamt dem Bürger eine vorab ausgefüllte Steuererklärung schickt und ihm Gelegenheit zur Ergänzung gibt.
https://autorenseite.wordpress.com/2013/05/02/staat-buerger-schikaniert-15817445/
Bei mir ist es so, dass das Finanzamt alle meine erforderlichen Daten hat oder abrufen kann und dies auch zu Kontrollzwecken tut:
Meine Krankenkasse schickt automatisch jedes Jahr Angaben über meine Prämienzahlungen an die Behörde und meine Altersbezüge sind für das Finanzamt ein offenes Buch, in dem natürlich gelesen wird.
Wozu soll ich also mit ziemlichem Arbeitsaufwand eine Steuererklärung abgeben?

Nun nach 5 (!) Jahren greift die CSU diese Idee als tolle
eigene Idee auf.
Da sieht man, was für ein verschlafener Behördenapparat da am Werkeln ist:
5 Jahre braucht man, um einen ganz schlichten Wunsch eines Bürgers zu erfüllen.
Und was ich vermisse, ist ein Dank für meinen Vorschlag. Ja, bezüglich der Dankbarkeit hapert es ein bisschen bei Herrn Söder:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/10/10/soeder-und-die-dankbarkeit-ii/

Bürokratie-Wahnsinn

001~1

Wenn man auf der Cebit sieht, was heutzutage alles möglich ist, dann wundert man sich über die Rückständigkeit der Behörden, deren schlechte Vernetzung auch gerade wieder im Fall Amri offenbar wurde.
So wundert es es mich als Normalbürger nicht, dass es beim schlichten Behördenwesen gewaltig hapert. Ich bin gerade umgezogen und habe mich als braver Bürger umgemeldet. Das kann man nicht übers Internet machen. Warum eigentlich nicht?
Natürlich habe ich auch mein Auto ummelden müssen und einen Vormittag bei der Zulassungsbehörde verbracht. Wieso eigentlich? Warum kann nicht das Meldeamt selbst die Anschriftänderung im Kfz-Schein eintragen und die die Zulassungsbehörde darüber verständigen, dass ich umgezogen bin? Anzunehmen ist, dass die meisten ihr Auto nicht ummelden, denn das kostet 17,20 Euro und ein Bußgeld für den unwahrscheinlichen Fall, dass man erwischt wird, beträgt nur 30 Euro. Eine Ummeldung lohnt sich also nur, wenn man dadurch in eine niedrigere Schadensklasse bei der KFZ-Versicherung kommt.

Ähnlich überflüssige Arbeit gibt es beim Finanzamt: Ich muss jedes Jahr eine Steuerklärung abgeben, obwohl das Amt die Höhe meiner Pension sowieso mit einem elektronischen Schlüssel abruft und meine Krankenkasse meine Beiträge direkt beim Finanzamt meldet. Damit wäre meine Steuererklärung im wesentlichen fertig. Das Finanzamt könnte mich also von der Pflicht zur Abgabe einer Steuererklärung befreien und mir schreiben, welche Daten es bereits erhoben hat. Dann könnte die Behörde noch fragen, ob ich zusätzliche Einkünfte habe oder Werbungskosten und Sonderausgaben geltend machen will. Ich bräuchte also bei diesem vereinfachten Verfahren nur 4 Quittungen vorlegen – fertig.
Man sollte mal ausrechnen wie viel Arbeitszeit die Bürger bei der Zulassungsstelle und beim Finanzamt vergeuden. Vielleicht rüttelt das die Politiker auf, wenn nicht, sollten sie sich fragen, weshalb wir in der Welt als Bürokraten verhöhnt werden:

Heaven is

where the Police are British, the cooks Spanish, the mechanics German, the lovers Italian and it is all organised by the Swiss.

Hell is

where the cooks are British, the mechanics Spanish, the lovers Swiss, the police German and it is all organised by the Italians.

FA schlimmer als NSA

Regt Euch doch nicht auf, Leute! Unser Finanzamt ist doch viel schlimmer als die NSA. Wenn ich meine Steuererklärung abgebe, frage ich mich, warum die überhaupt verlangt wird. Das Finanzamt hat nämlich schon die Daten über die Höhe meiner Pension bei der Landesbesoldungsstelle abgerufen und auch die Rente meiner Frau bei der Rentenversicherung erfragt. Wir sind also die total durchsichtigen Bürger und ich vermute, dass das Finanzamt auch über meine Minizinsen Bescheid weiß, denn ich muss ja bei unserem Rechtssystem sogar die Verluste versteuern, die ich dadurch erleide, dass die Zinssätze unter der Inflationsrate liegen.
Wenn ich mich recht erinnere, wurde bei der Einführung der Kontenabfrage erklärt, man werde sie auf Verdachtsfälle beschränken. Anscheinend ist nun dem Finanzamt jeder Bürger verdächtig, auch wenn er wie wir überhaupt nicht mogeln kann.

Das ist nun wieder typisch Finanzamt

Zur Förderung der Steuerehrlichkeit und Eindämmung von Sozialleistungsmissbrauch dürfen Behörden seit April 2005 Konten von Bürgern ermitteln. Nur unter bestimmten sehr engen Voraussetzungen haben Finanzämter und andere Behörden Zugriff auf die Daten aller Konten und Depots bei Banken und Sparkassen. Bei Erlass des betreffenden Gesetzes wurde uns von der Regierung hoch und heilig versprochen, dass die Kontoabfrage durch die Finanzämter auf ganz wenige Ausnahmefälle des Betrugsverdachts beschränkt bleibe.
Wie immer bei solchen Versprechen sieht dann die Realität anders aus: Der Deutsche steht in den Augen des Finanzamts unter Generalverdacht.
2011 fragten die Finanzbehörden in 54 090 Fällen Konten für steuerliche Zwecke ab. Das waren 5532 mehr als 2010. Der Datenschutzbeauftragte schlug Alarm und kritisierte in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“: „Eine Maßnahme, die laut Bundesverfassungsgericht eigentlich als Ausnahme gedacht war, hat sich fast zu einer Routine entwickelt.“
Wenn ich an meine letzte Steuererklärung zurück denke, frage ich mich, ob es nicht reine Schikane ist, wenn ich Jahr für Jahr eine solche Erklärung abgeben muss:
Meine Pension überprüft das Finanzamt genauso wie die Rente meiner Frau. Warum kann das Finanzamt mir dann nicht entsprechende Angaben ersparen? Dasselbe gilt für meine Krankenkassenkosten. Auch die bekommt das Finanzamt von meiner Kasse.
Eine bürgerfreundliche Finanzverwaltung sähe also so aus. Man würde mir schreiben:
„Wir haben über Sie folgende Daten erhoben:….
Haben Sie zusätzliche Einkünfte, wie beispielsweise Zinsen über 1602 Euro?“
Ganz einfach wäre das, aber damit würde man zugeben, dass der Bürger längst völlig nackt vor dem Blick der Behörden steht. Man lässt ihm also die Illusion, dass es auf seine ehrlichen Angaben bei der Steuer ankommt. Aber wehe, wenn er lügt! Dann kann man auch noch die Strafjustiz beschäftigen.