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Die schweren Fehler des Elster-Programms (Grundsteuererklärung)

Ich bilde mir ein, ein netter Mensch zu sein, jedenfalls bemühe ich mich. Deshalb habe ich versucht, meine Grundsteuererklärung elektronisch abzugeben, um das Finanzamt zu entlasten. Aber dabei bin ich beinahe gescheitert: Zunächst einmal habe ich feststellen müssen, dass Deutschland  ein elektronisches Entwicklungsland ist. Über dieses Thema habe ich ja schon geschrieben.
Ich begann also meine Grundsteuererklärung über meine kleine Wiese mit der Formularübersicht und kreuzte dort Hauptvordruck, Grundstück und Landwirtschaft an. Das Formular Landwirtschaft konnte ich nicht benutzen: alles rot. Dann kam ich nach umständlichen Recherchen darauf, dass ich das Formular Grundstück nicht hätte benutzen sollen. Also habe ich das gelöscht, aber das hat nichts genützt. Was tun? Hotline anrufen:

Ewiges Warten bei der im Anschreiben des Finanzamts angegebenen Hotline. Als ich dort endlich durch kam, erfuhr ich, dass ich mich bei Elster erkundigen solle. Wiederum mehrere Anrufversuche und Warten. Dort sagte man mir, ich müsse bei meinem Finanzamt anrufen. Aber der Sachbearbeiter dort wusste auch nicht weiter und meinte, ich solle halt die Formulare mit der Hand ausfüllen.

Das hat mir keine Ruhe gelassen und so kam mir die Vermutung, dass das Elsterprogramm zwar mein Formular Grundstück gelöscht habe, dass dies aber nicht vom Programm Landwirtschaft zur Kenntnis genommen wurde, obwohl die Anlage Gundstück nicht mehr in der Übersicht der Anlagen enthalten war. Ich habe also meinen Entwurf gelöscht und neu angefangen und siehe da: Da lief alles ganz einfach.

Nun soll noch mal einer sagen: Die Alten könnten nicht mal mit einem Computer umgehen.

Fazit der beiden Beiträge: Fehler des Elster-Programms:
1. Zu Beginn des Ausfüllens der Erklärung sollte man nicht die Anlagen „Grundstück“ und „Land. und Forstwirtschaft“ kumulativ zur Auswahl stellen, sondern sollte beim Anklicken von „Land- und Forstwirtschaft“ die Anlage „Grundstück“ streichen.
2. Oder: warum lässt man nicht beide Anlagen nebeneinander zu?
3. Wenn man das nicht tut: Warum erscheint beim Ausfüllen von „Landwirtschaft“ nicht anstatt der roten Einträge ein Hinweis: „Erst Anlage Grundstück löschen?“
4. Bei den Anlagen sollte ein Hinweis erfolgen, was „Unland“ ist und was „Landwirschaft“ ist, dass man also mit einer Wiese zur Landwirtschaft zählt, ohne Bauer zu sein.

Übrigens stehe ich mit meiner Kritik nicht allein:
Ein unwürdiges Schauspiel: Beendet den Wahnsinn! Mehr Zeit und Logik für die Grundsteuererklärung (msn.com)
Da fragt man sich doch: Wie kann man so einen Wahnsinn auf die Bevölkerung loslassen? Ist unsere Unfähigkeit schon so weit gediehen, dass wir nicht nur unfähig sind, ein vernünftiges einfaches Programm zu schreiben, sondern dass wir auch nicht in der Lage sind, Probleme sofort zu beheben, die ja ständig in den Hotlines sichtbar werden?

 

Sanktionen: Wie blöde sind wir eigentlich?

Ich habe ja schon darüber geschrieben, dass die Sanktionen ein Unsinn sind:
Jetzt sehen wir wieder, in welch blöde Falle wir bei den Sanktionen getappt sind. Ich glaube, Putin würde sich buchstäblich tot lachen, wenn er nicht so viele Ärzte um sich hätte:
> Wir haben ein Ölembargo gegen Russland verhängt. Die Folge ist, dass der Ölpreis steigt und Putin schon im August so viel verdient hat, wie im ganzen Jahr zuvor.
> Und wenn nun Putin vielleicht nur mit dem Gashahn spielt, müssen wir das teuer bezahlen. Seit dem Zudrehen des Gashahns ist der Preis für niederländisches Gas von 72,5 auf 281 € gestiegen. Auch Russland muss also sein Gas nicht unbedingt bei uns verkaufen, sondern kann es teurer bei anderen Ländern vermarkten und mehr verdienen, als vor dem Embargo.
Wenn sich die Menschen in Deutschland das Heizen kaum noch leisten können, wird sich zeigen, dass das neue Entlastungspakt der Regierung nur erbärmliche Almosen enthält. Und die Menschen werden merken, dass es eine Mogelpackung ist.
> Der Rubel sollte ja durch die Sanktionen kaputt gemacht werden: Stattdessen geht der Euro kaputt. Er ist gerade auf sein Allzeit-Tief abgestürzt, während der Rubel einen Höhenflug erlebt. Sogar die Amis kaufen ihn.
> Russland sollte unter dem Druck der Sanktionen pleite gehen, aber das Land verdient mehr als zuvor.
> Wie soll auch ein Land wie Russland pleite gehen? Es besitzt ja die Sicherheit eines riesigen Goldschatzes, dessen Wert 576,9 Milliarden US-Dollar beträgt.
> Die erschreckende Inflation, unter der wir leiden. hat ihre Ursache auch in den Sanktionen, denn die Verteuerung der Energie hat Folgen überall.
> Und all das müssen wir schlucken, obwohl feststeht, dass Sanktionen noch nie etwas gebracht haben, wie die Beispiele Iran und Kuba zeigen. Die Länder nehmen halt ihre Verarmung in Kauf, aber bei Putin ist es anders: Der wird reicher, während wir verarmen.

Herr Bundeskanzler, seien Sie endlich Manns genug und gestehen: Wir haben einen Fehler gemacht mit den Sanktionen. Wir heben sie auf! Es wäre gut, wenn Sie bekennen würden, Sie wollten sie Ukraine helfen, aber das sei ein Fehlschlag gewesen. Es darf doch nicht sein, dass Sie sich ausgerechnet von Frau Weidel einen Mangel an Intelligenz vorwerfen lassen müssen:
https://www.youtube.com/watch?v=V4OtyluXUMg
Es ist besser, Fehler jetzt zuzugeben, als in einer „Escalation of Commitment“ zu verharren und erst später dem Druck der Proteste nachgeben zu müssen. Noch kann man ja die Fehler der Politik mit immensen Rettungspaketen zu pflastern, aber wie lange noch?

Noch ein Zitat aus meinen Aphorismen:

Die Größe eines Menschen bemisst sich auch an seinem Umgang mit Fehlern: Kann er sie zugeben und daraus die Konsequenzen ziehen?

Die Fehler beim Olympia-Attentat vor 50 Jahren

Man reibt sich verwundert die Augen: Erst jetzt nach 50 Jahren ist Deutschland bereit, Entschädigungszahlungen an die Opfer zu leisten. Offenbar waren die israelitischen Olympiateilnehmer doch nicht optimal vor Attentaten geschützt.
Aber nach dem Attentat häuften sich die Fehler:
Warum hat die deutsche Polizei nicht israelitische Kräfte mitwirken lassen, als es in Fürstenfeldbruck zur Schießerei mit den Attentätern kam? Die hatten doch Erfahrung mit der Bekämpfung von Terroristen, während die Deutschen insofern „blutige Anfänger“ waren.
Und was noch schlimmer ist: Warum hat man die Attentäter nicht auf Bitten von Israel ausgeliefert? Es war doch von vornherein klar, was passieren würde: Terroristen haben ein deutsches Flugzeug entführt und dadurch die Attentäter frei gepresst: eine vorhersehbare Gefährdung deutscher Bürger.

Alles typisch deutsch: Es fehlte an Flexibilität. Die Staatsgewalt musste halt unbedingt von deutschen Beamten ausgeübt werden – ohne fremde Kräfte. Und die deutsche Justiz musste sich unbedingt selbst mit dem in Deutschland verübten Verbrechen befassen, anstatt die Bestrafung dem Land zu überlassen, aus dem die Opfer stammten. Und man verschloss die Augen vor dem, was sich von vornherein  aufdrängte: die Freipressung der Attentäter, die in Israel niemals passiert wäre.

Laschet – ein Mann mit Fortune

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich es für einen schweren Fehler hielt, dass die Union Laschet zum Kanzlerkandidaten gewählt hat und nicht den „.Kandidaten der Herzen“.

Aber nun im Laufe der Zeit denke ich anders. Mir fällt da ein Ausspruch von Friedrich den Großen ein, der sagte: „Ich brauche Generäle, die nicht nur tüchtig sind, sondern auch Fortune haben.“ Laschet ist ein Mann mit Fortune. Das zeigte sich schon darin, dass die Wahl auf ihn fiel.
Ein weiterer Glücksfall für ihn ist, dass die Wahl in Sachsen-Anhalt vor der Bundestagswahl stattgefunden hat und dass dort die CDU hoch gewonnen hat – weniger auf Grund ihres Parteiprogramms, sondern wegen ihres beliebten Ministerpräsidenten.
Ein bisschen vom Glanz der gewonnen Wahl fällt auch auf Laschet ab. Auch hier hat er wieder Fortune gehabt. Nun können er und seine Partei mit dem Wahlsieg im Rücken zuversichtlich der Bundestagswahl entgegen sehen.
Ein weiterer Glücksfall für Laschet besteht darin, dass seine Gegenkandidatin Fehler macht und die Grünen dadurch in der Wählergunst absinken.
So werden wir also wohl mit einem Kanzler Laschet rechnen müssen.

 

Abschiedsrede von Kanzlerkandidatin Baerbock

Wie wär’s denn mit folgender Abschiedsrede von Frau Barbock? Sie wäre ein Paukenschlag, der die Grünen sicherlich nach vorne bringen würde, weil die Union dann nicht mehr von ihren schäbigen Maskendeals ablenken könnte, indem sie auf eine angebliche Scheinheiligkeit der Grünen verweist.

Liebe Parteifreunde, liebe Mitbürger,

ich habe mich schweren Herzens entschlossen, von meiner Kanzlerinnen-Kandidatur zurück zu treten. Mir ist leider ein kleines Versehen unterlaufen, indem ich einen zu Recht empfangenen, versteuerten Betrag dem Bundestag nicht angezeigt habe. Ich möchte mich dafür entschuldigen.
Ich bin der Meinung, dass so etwas einer Kanzlerinnen-Kandidatin nicht passieren darf, denn unsere Gegner warten nur auf die minimalsten Fehler, um sie auf zu bauschen und ihren Gewinn daraus zu ziehen.
Auch die Presse schlägt in dieselbe Kerbe. Da muss ich  Schlagzeilen lesen wie diese:
„Stolpern die Grünen über Baerbocks Nebeneinkünfte?“
Oder: Der „Baerbock-Zug“ werde bald entgleisen – so wie vor vier Jahren der Wahlkampfzug von Martin Schulz nach anfänglicher Euphorie gründlich von der Bahn kam.
Sogar die SZ wirft angesichts meines offenkundig bloßen Versehens die Frage nach der Moral auf: „Und dann muss diese Kandidatin plötzlich einräumen, dass sie selbst auf dem Feld der moralischen Integrität etwas versäumt hat.“
Man sagt mir perfiderweise „Scheinheiligkeit“ und „Doppelmoral“ nach.
All dies ist unerträglich und schadet meiner Partei. Unsere Umfragewerte bröckeln. Das will ich nicht hinnehmen. Deshalb habe ich mich schweren Herzens zum Rücktritt entschlossen, zumal unsere Partei ja auch über einen zweiten Kandidaten verfügt, der sogar bessere Umfragewerte erzielte als ich. Ich habe daher mit Robert Habeck vereinbart, dass er die Kanzlerkandidatur übernimmt.
Ich danke allen, die mir ihr Vertrauen entgegen gebracht haben und meine, dass die von mir vorgeschlagenen Lösung die beste für unsere Partei ist.
In diesem Sinne nehme ich sehr traurig Abschied von meiner Kandidatur, werde aber natürlich weiterhin mit allem Nachdruck an vorderster Front für die Grünen arbeiten.

Wahlbeeinflussung: Deutsche Presse schlimmer als die Russen

Putin ist schlau. Er soll ja die Wahl Trumps durchgesetzt haben, indem er Hillary Clintons nachlässigen Umgang mit ihren geheimen Mails publik machte.
Auch anlässlich der Bundestagswahl behaupten viele, dass er sich einmischen soll. Schlimmer, als es die deutschen Medien tun, kann es aber wohl auch kaum werden:
Sie haben nun die Kanzlerkandidatin Baerbock „am Wickel“. Ihr läppisches Versehen wird aufgebauscht, als wäre sie heimlich mit Millionen von der Autoindustrie bestochen worden.
Es ist nicht anzunehmen, dass Frau Baerbock den Betrag vorsätzlich verschwiegen hat, denn sie wollte sich mit Sicherheit als saubere Kandidatin präsentieren. Es handelt sich also wohl um eine Nachlässigkeit. Außerdem geht es im Vergleich zu den Unionsskandalen um ein Taschengeld, wenn man auch die sonstigen Nebeneinkünfte der Abgeordneten im Auge hat.
Nicht nur die gewaltige Aufbauschung von Baerbocks Fehler zeigt die mangelnde Objektivität des Mainstreams, sondern etwas anderes ist viel schlimmer:
Bei den unglaublichen Maskenskandalen der Unionsparteien hat man den Eindruck, die Mainstream-Medien handeln nach dem Muster: Schwamm drüber und vergessen. Dabei vergessen sie ihre wichtigste Aufgabe, nämlich als Interessenvertreter der Bürger für Sauberkeit im Staat zu sorgen.
Wir Bürger gewinnen den Eindruck, als ob Geschäfte mit dem Staat so ablaufen: Man braucht Verbindungen zu einem Parteimitglied, verspricht dem eine Millionenprovision und schon setzt der Abgeordnete das Geschäft durch.
Dem Eindruck nach ist hier ein völlig korruptes System am Werk. Die Presse müsste hier mit Nachdruck Licht ins Dunkel bringen. Wieso kann die Verbindung zu einem Parteimitglied die Tür zu einem Millionengewinn öffnen? Müsste bei der Maskenbeschaffung nicht eigentlich ein korrekt arbeitender Beamtenapparat feststellen, welche Masken am besten und preiswertesten sind und dann kaufen? Oder wenn der Minister selbst kaufen will: müssten ihm dann nicht seine Beamten Vorschläge machen und wenn er davon abzuweichen will, müsste er das nicht gut begründen können?
Aber es läuft anscheinend anders: Wäre das nicht eine Korruption, die von den Medien an die große Glocke gehängt werden müsste? Wäre das nicht eigentlich wieder eine „Amigo-Affäre“. wie sie früher dem Ministerpräsidenten Streibl das Genick gebrochen hat?
Aber Schweigen herrscht hierzu im Blätterwald. Kein Wunder: Die brave Presse wird vom Staat unterstützt und die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender sind sowieso in staatlicher Hand. Insgesamt also scheint das Sprichwort zu gelten:
„Wes Brot ich ess, des Lied ich sing.“ Armes Deutschland!

Von Merkel um ein Jahr Lebensfreude betrogen

Seit mehr als einem Jahr können wir nicht mehr ins Gasthaus, zum Tanzen, zum Shoppen…
Viele Lebensfreuden wurden uns genommen und mancher ist gestorben, weil unsere Politik einen Fehler auf den anderen häuft. Während andere Länder wie China bei einem Inzidenzwert von Null angekommen sind, steigt dieser Wert bei uns ständig an auf derzeit 153.
Die Fehler der Regierung beginnen schon bei der Beschaffung der Impfstoffe: Da moralisieren wir herum und kritisieren Länder wie die USA und Großbritannien, weil sie ihre Impfstoffe für sich behalten. Die Moral verlangt nicht, dass wir das Sterben gleichmäßig auf alle Länder verteilen. Unsere Regierung hätte auch wie jene beiden Länder sagen müssen: Unser eigenes Volk steht uns am nächsten.
ttps://autorenseite.wordpress.com/2021/04/02/corona-impfung-und-moral/
Die Beschaffung der Impfstoffe ist nicht die einzige Verzögerung, die der Regierung anzulasten ist, Dasselbe war es bei der Beschaffung von Schutzkleidung, Masken und Testen. Und viele haben das mit dem Leben bezahlen müssen.
Was auch nicht richtig geklappt hat, ist Nachverfolgung der Infektionen. Eine gute App hätte hier viel bewirken können. So aber muss Detektivarbeit geleistet werden: Während der Leiter eines Gesundheitsamtes erklärt hat, er könne leicht 200 Fälle nachverfolgen, sind andere schon bei 50 überlastet. Was aber auf jeden Fall fehlt, ist die Auswertung der Erkenntnisse aus den Infektionen. Dann hätte man schon vor vielen Monaten das gewusst, was die Aerosolforscher nun als angeblich völlig neue Erkenntnis veröffentlichen, nämlich dass man sich in der Außengastronomie kaum anstecken kann, was hier allerdings schon im vorigen Mai zu lesen war:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/05/18/corona-merkels-fehler/
Vielleicht wären auch Lokale bei entsprechenden Vorkehrungen in den Innenräumen sicher bei Abständen zwischen den Tischen und Plexiglasscheiben. Dann wäre die Schließung der gesamten Gastronomie auf jeden Fall ein schwerer Fehler gewesen. Das hätte man auf jeden Fall genauer untersuchen müssen, bevor man alles zu macht. Die Folge des harten Lockdowns ist ja nun, dass die Menschen in die Illegalität ausweichen und dadurch größere Schäden verursachen als durch ein ordnungsgemäß geführtes Lokal entstehen könnten.
Tja, und nun? Jetzt bemüht sich die Kanzlerin um einen härteren Lockdown und will damit den Eindruck erwecken, sie hätte alles im Griff.


Abnick-Trick der Kanzlerin gescheitert

Mein Senf dazu:

Die Fehlerliste der Regierung ist sehr lang:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/03/23/corona-fehlerliste-der-regierung-ist-lang-und-wird-ihre-abwahl-zur-folge-haben/
Als Knalleffekt ist nun das Scheitern des Oster-Lockdowns hinzu gekommen. Entschuldigend hören wir, dass der Beschluss um 3 Uhr nachts gefasst worden sei. Hat die Kanzlerin hier auf eine Ermüdungstaktik gesetzt, um ihren Plan durchzusetzen?
Da kommt mir ein Rat in den Sinn, den mir als jungem Richter ein alter Vorsitzender bei einer Sitzung gegeben hat:
„Der Fall morgen ist schwierig und hat schon lange Zeit in Anspruch genommen. Wir müssen ihn also abschließen, und dafür nehmen wir uns unheimlich viel Zeit bis die Anwälte müde werden und nur noch heim wollen. Dann schlucken sie alles.“
Ist die Kanzlerin nach diesem Prinzip verfahren?

Wenn man von den ständigen Nachtsitzungen der „Notregierung“ gehört hat, hat man sich als Normalbürger gefragt: „Was soll der Unsinn? Warum arbeiten die nicht wie normale Menschen am Tag? Wollen sie uns demonstrieren, dass sie angeblich so beschäftigt sind, dass für die Bürger ihre Nächte opfern müssen?“
Es gibt nichts Wichtigeres zur Zeit als die Pandemie-Bekämpfung und da sollten halt alle anderen Geschäfte hintenan stehen, ohne dass man die Nächte braucht.

 

Corona: Fehlerliste der Regierung ist lang und wird ihre Abwahl zur Folge haben


Wenn man sieht, wie die Coronakrise bei uns gelaufen ist, muss man an ein Zitat von Altkanzler Helmut Schmidt denken:
„Die Dummheit von Regierungen sollte niemals unterschätzt werden.“
Ja, es fehlt uns halt ein Mann wie er.

Die Fehlerliste der Regierung ist lang.  Wir blicken neidisch auf Länder wie Israel oder Neuseeland, wo man die Krise gut bewältigt hat Und wir bewundern Länder wie China und Großbritannien, wo man erschreckende Zustände ganz gut in den Griff bekommen hat. Und wie sieht es bei uns aus? Es häuft sich Fehler auf Fehler:
> Impfstoffe wurden zu spät und zu wenig bestellt.
> Dasselbe gilt für Masken.
> Man hätte Impfstoffe aus China und Russland in Apotheken auch ohne Zulassung durch die EMA verkaufen lassen sollen. Viele hätte die lieber genommen als AstraZenca und so hätte man schneller eine höhere Quote von Geimpften erreichen können.
> Statt des ständigen Herumlavierens hätte man einen kurzen knallharten Lockdown durchführen sollen.
> Bei Regelverstößen hätte man so entschlossen vorgehen müssen wie die USA: Die Demo in Kassel hatte man nicht im Griff und man hat nur 12 Leute fest genommen. Wie viele Neuinfektionen werden die Folge sein?  In Miami-Beach dagegen hat die Polizei die große Spring-Beach-Party beendet und 1000 (!) Leute festgenommen.
> Man hat viel zu wenig auf differenzierte Lösungen gesetzt und dadurch provoziert, dass Menschen über die Stränge schlagen:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/03/21/endlich-bestaetigt-einmal-ein-virologe/
> Man hat herunter gespielt, dass Kinder Viren- und Bakterienschleudern sind, weil man die Eltern als Arbeitskräfte brauchte.
> Man hat nun immense Schulden aufnehmen müssen, die kaum bezahlbar sind.
> Man hat die Großen unterstützt und die Kleinen hängen lassen, denn es gilt: „too big to die“. Aber die 9 Milliarden, die man der Lufthansa gezahlt hat, um Arbeitsplätze zu retten, haben einen gewaltigen Stellenabbau nicht verhindert. Hätte man nicht eingegriffen, hätte ein Neuanfang nach einer Pleite kaum viel anders ausgesehen.
> Die Ungerechtigkeit bei der Verteilung der Subventionen verursacht viel böses Blut. Es ist nicht gut, wenn sich eine Regierung die Kulturschaffenden zum Feinde macht.
> À propos Ungerechtigkeiten: Wer versteht, dass man nach Mallorca fliegen darf, aber keinen Urlaub in einer Ferienwohnung an der Ostsee machen darf?
> Als Lösungsansatz blieb völlig außer Betracht, dass die Verkäufer in Supermärkten gesund blieben:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/03/11/corona-das-wunder-von-aldi/
Entsprechendes gilt für die Tatsache, dass Großstädte wie München trotz des engeren Zusammenlebens weniger Neuinfektionen haben als Landkreise wie unserer, wo wir zeitweise dreimal so viel hatten. Da hätte man doch nachhaken und Konzepte daraus entwickeln sollen.
> Unerträglich ist, dass sich Abgeordnete der CDU/CSU an der Pandemie in unglaublicher Weise bereichert haben und dass nicht aufgeklärt wird, wieso dies möglich war:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/03/12/wahldesaster-fuer-cdu-csu-wegen-des-maskenhandels/
Bei einem korrekten Maskeneinkauf durch die Regierung wäre doch überhaupt kein Raum für das Kassieren von Provisionen. Oder zahlen Sie vielleicht bei einem Einkauf Provision?
> Die Menschen haben ständig das Gefühl, belogen zu werden. Beispielsweise hieß es erst, AstraZeneca sei für Alte nicht geeignet, nun auf einmal soll es gut für sie sein (weil man zu wenig Impfstoff hat?). Erst wurde die Schutzwirkung dieses Mittels mit 60% angegeben. Nun soll es sicher sein. Aber wie sicher? Das wird im Dunklen gelassen, damit die Menschen mit dem Mittel zufrieden sind.

Und wenn Ihnen auch noch Fehler einfallen, wäre ich dankbar, wenn Sie die in einem Kommentar hinzu fügen würden.

 

Endlich bestätigt einmal ein Virologe …

Endlich bestätigt einmal ein Virologe, was hier schon immer zu lesen war: Der Virologe Kekulé meint, „wir sollten als intelligente und reiche Industrienation doch in der Lage sein, differenziertere Lösungen zu finden. Aber das ist nicht gelungen. Damit bleibt nur wieder ein pauschaler Lockdown.“
Wie solche differenzierten Lösungen hätten aussehen können, habe ich hier des öfteren beschrieben: Ich habe mich hier beispielsweise von Anfang an für ein Offenhalten der Biergärten ausgesprochen:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/02/21/corona-herr-spahn-erklaeren-sie-mir-das-mal/
https://autorenseite.wordpress.com/2020/04/17/corona-schliessung-von-restaurants-und-cafes-ist-verfassungswidrig/
Und auch sonst war ich dafür, beim Lockdown nicht mit dem Holzhammer zuzuschlagen, sondern mit einer Feinjustierung vorzugehen:  Warum durfte man nicht Tennis spielen und warum konnten die Reithöfe nicht offen bleiben, um nur zwei weitere Beispiele zu nennen.
Zu Recht beklagt sich nun die Gastronomie an der Küste, weil sie geschlossen bleiben muss, während die Leute nach Mallorca fliegen dürfen. Welches Infektionsrisiko besteht denn, wenn jemand in einer Ferienwohnung an der Ostsee Urlaub macht?
Und ich habe auch immer schon die Schulen als Virenschleudern bezeichnet, was vorher herunter gespielt wurde, weil man die Eltern für die Produktion brauchte:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/03/17/kinder-als-viren-und-bakterienschleudern/
So nun auch Kekulé: „Man hat den Varianten regelrecht die Tore geöffnet – zum Beispiel durch Öffnung der Schulen ohne vernünftige Alternativ-Konzepte.“
Die Folgen des Holzhammer-Lockdowns sehen wir nun: Tausende von „Querdenkern“ demonstrieren. Und da offenbart sich ein weiterer Fehler unserer Politik: Bei solchen Massendemonstrationen erweist sich die Polizei als unfähig, Recht und Ordnung durchzusetzen: Jeder, der ohne Maske demonstriert, müsste ein saftiges Bußgeld bezahlen. Dann wäre ein solcher Unsinn schnell vorbei. Aber die Schwäche der Polizei provoziert geradezu den Mob. einen „Sieg“ über die Polizei zu erringen.
Man sollte einmal berechnen, wie viele Neuinfektionen auf solche Demonstrationen zurück gehen.
Ich muss hier noch Kekulé ergänzen: Wie viel weiter wären wir, wenn es schon ohne die langwierige Zulassung durch die EMA chinesische und russische Impfstoffe in Apotheken zu kaufen gegeben hätte. Schließlich sind wir in einer Notlage, die ein schnelles Handeln erfordert. Sicherlich hätten sich viele lieber mit solchen Stoffen vom Hausarzt impfen lassen, statt lange auf AstraZeneca zu warten.
Nun soll es also bei der Bekämpfung der Pandemie eine „Task Force“ geben, bestehend aus Scheuer (!) und Spahn. Ein Dream-Team ist das nicht.
Abschließend noch ein Zitat von Altkanzler Helmut Schmidt:
„Die Dummheit von Regierungen sollte niemals unterschätzt werden.“