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Unorthodoxe Gedanken

 

Verboten neu
Gerade hörte ich im Radio, die Fastenzeit sei die Zeit des Nachdenkens. Aber wenn ich nachdenke, kommen mir immer ganz unorthodoxe Gedanken:
Warum soll denn Gott eigentlich die Menschen erschaffen haben? Als Spielzeug gegen Langeweile? Und warum schuf er sie als Sünder, wenn er sich dann so darüber aufregen musste, dass er die ganze Menschheit mit der Sintflut vernichten musste und später sogar seinen Sohn opfern musste? Diesen Ärger hätte er doch als Allwissender voraus sehen müssen. Und warum ist er bei den Sünden überhaupt so übertrieben streng? Wegen eines läppischen Apfels hat er Adam und Eva aus dem Paradies vertrieben. Das ist doch eine ganz unverhältnismäßige Strafe gewesen. Das sagten ihm nach den lesenswerten Apokryphen auch seine Engel, aber wollte halt nicht auf sie hören.
Übrigens fällt mir zum Stichwort „Fastenzeit“ ein, wie es früher einmal war: Da galt natürlich in diesen harten Wochen auch ein striktes Sexverbot. Wie hat sich doch die Kirche gewandelt! Kardinal Wetter forderte demgegenüber einmal die Eheleute auf, „doch öfter von dem göttlichen Geschenke der Sexualität“ Gebrauch zu machen. Er wollte damit der hohen Scheidungsquote entgegen wirken.
Anders sah das Papst Benedikt, der den Zölibat als göttliches Geschenk bezeichnete. Wiederum anders sehe ich das in dem Buch „Verbotene Zone“: Weil die Bibel darüber schweigt, lesen Sie u.v.a in einer Kurzgeschichte, wer den Menschen die Hormone eingegeben hat: Natürlich war es Luzifer persönlich!