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#MeToo oder doch nicht? Plot für einen Film, der nie gedreht würde

Gerade machte eine Frau Schlagzeilen mit der Behauptung, im Jahr 1996 (!) von einem Regisseur vergewaltigt worden zu sein:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/09/12/seltsam-seltsam-2/
Die Frau sagte, sie könne erst jetzt darüber sprechen. Das mag so sein.
Aber ich frage mich, bei vielen Fällen der
#MeeToo-Bewegung, ob nicht doch vielleicht oft das Phänomen der Verdrängung eine Rolle spielt: Dabei scheinen Männer und Frau ganz unterschiedlich zu ticken. Irgendwo habe ich einmal gelesen, dass mehr amerikanische Soldaten in Afghanistan durch Selbstmord starben als durch die Taliban: Sie konnten halt die Gräuel nicht vergessen.
Völlig anders sind wohl die Frauen: Sie können sogar eine Schwangerschaft trotz aller Anzeichen völlig verdrängen.
Und dazu fallen mir etliche Fälle von Strafprozessen ein, in denen es um Kindstötung ging. Da wurden Frauen frei gesprochen, die auf dem Klo ein Kind geboren hatten und behaupteten, sie hätten von ihrer Schwangerschaft nichts gewusst, ja nicht einmal etwas von dem voraus gegangenen Geschlechtsverkehr. Sie wurden frei gesprochen, weil sie jeweils die Schwangerschaft völlig verdrängt hatten, wie die Psychiater ihnen bescheinigten.
Wenn ich mir das vergegenwärtige, frage ich mich, ob nicht Frauen, die nach so langer Zeit „endlich reden können“ nicht auch etwas verdrängt haben, nämlich dass sie freiwillig beim Sex mitgemacht haben. So etwas können sie sich später nach Jahr und Tag einfach nicht mehr vorstellen. Und wenn es dann womöglich beim Sex etwas wilder zugegangen sein sollte, könnten diese im Gedächtnis verbliebenen Szenen verdrängt haben, dass das alles freiwillig geschehen ist. Manche Frauen dürften wohl nach Jahrzehnten nicht mehr wahr haben wollen, was sie einmal früher getan haben.
Die #MeeToo-Bewegung hat nun dazu geführt, dass Männer Angst vor Frauen haben, d.h. vor Beschuldigungen, denen sie ausgesetzt sein könnten. Nur ein Beispiel aus meiner Praxis: Ein Richter überließ bei seiner Scheidung sein Haus und sein Vermögen seiner Frau, weil diese ihm gedroht hatte, sie würde ihn sonst wegen Vergewaltigung seiner Tochter anzeigen.
Er sagte, auch wenn er natürlich freigesprochen würde, würde der Grundsatz gelten „Semper aliquid haeret!“ (Es bleibt immer etwas hängen.) Viele würden denken, es könne doch vielleicht stimmen, was seine Frau gesagt habe und sich von ihm distanzieren: Auch seine Karriere wäre damit beendet.
So weit die Vorrede zu meiner Filmidee und die sieht so aus:

Ein Regisseur kann sich kaum vor Frauen retten, die sich empor schlafen wollen und die meinen, mit Sex eine Hauptrolle ergattern zu können. Eine dieser Frauen, deren Erwartungen enttäuscht worden waren, behauptet nun aus Rache, vergewaltigt worden zu sein. Dies ist nun Anlass für andere Frauen, sich dadurch ins Licht der Öffentlichkeit zu setzen, dass sie behaupten, ebenfalls vergewaltigt worden zu sein, denn schließlich finden sie sich ja auch sexy. Der Regisseur begeht einen Selbstmordversuch, über den im Fernsehen berichtet wird. Und da schlägt einer Frau das Gewissen und sie startet eine Initiative „#MeNot“, in der sie die Integrität des Regisseurs darstellt: Er habe sich stets zurück haltend verhalten, auch wenn sich manche Frauen ihm geradezu an den Hals geschmissen hätten.
Nehmen wir an, diese Filmidee wäre gut, so würde sie doch nie verwirklicht, denn welcher Regisseur würde sich gerne in die Nesseln setzen? Es ist
nämlich gefährlich, sich mit Frauen anzulegen, wie schon in meinem „Eheratgeber“ zu lesen ist:

Nichts ist schrecklicher als der Zorn einer Frau“, fand schon Shakespeare, und dass es so ist, wurde uns in dem Film „Der Club der Teufelinnen“ vorgeführt. Ähnlich drückte es auch Nietzsche aus, indem er schrieb: „Im Zustande des Hasses sind Frauen gefährlicher als Männer, zuvörders weil sie durch keine Rücksicht gehemmt werden, sondern ihren ungestört ihren Hass bis zu den letzten Konsequenzen anwachsen lassen…“ Deshalb sind die Gottheiten der Rache in der Antike auch immer Frauen gewesen: Furien, Erinnyen, Eumeniden, Nemesis und was da sonst noch den Menschen das Leben schwer gemacht hat. Typisch ist in diesem Zusammenhang die Geschichte der germanischen Göttin Holda. Sie war ursprünglich – Nomen est omen – ein holdes Wesen, das sich zur schrecklichen Rächerin entwickelte.

Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr lesen Sie in dem Buch: Nebenbei bemerkt – Aphorismen über Gott und die Welt:

Im Tanz kommt das Lebensgefühl der Zeit zum Ausdruck: Früher waren es harmonische, fließende Bewegungen, die man erlernen musste; heute sind es oft nervös anmutende Zuckungen wie von Stromschlägen.
H. Pöll, Autor

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Leseecke.

Emanzen, Feministinnen, Aufschrei-Weiber…

Was gibt es heute nur für Frauen-Typen! Da kann man als Mann Angst bekommen (vorm Heiraten!, denn man kennt sich nicht mehr richtig aus. Oder doch?) Eine Erklärung finden wir im Buch „Nebenbei bemerkt – Aphorismen über Gott und die Welt“. Da lesen wir den bedenkenswerten Satz eines Mannes, der ehrlich bekennt, kein Frauenversteher zu sein:
„“Das größte Verdienst des Mannes ist, dass er die Zahl der schwierigsten Lebewesen gering hält, nämlich die der unbefriedigten Frauen.““
So ähnlich hat es auch eine alte Tante ausgedrückt, die immer zu sagen pflegte:
„Die sind ja nur so, weil sie keinen Mann abgekriegt haben.“
Gott sei Dank sind die Frauen-Typen, die in der Überschrift dieses Blogs stehen, nur die Ausnahmen, und deshalb, liebe Frauen, die ihr noch Frauen geblieben seid: Wir Männer verehren Euch, ja wir sehen in Euch geradezu himmlische Wesen, wie daran zu sehen ist, dass wir Euch sogar in den Himmel heben oder noch höher.
Noch eine Bitte: Bleibt so, wie Ihr seid, und lasst Euch nicht verbiegen! Dann besingt man Euch mit Liedern wie:
„I hob‘ a Engerl g’sehn…“
P.S.: Zum Thema „Rache der Frauen“ lesen Sie doch bitte die Kurzgeschichte in meiner kostenlosen „Leseecke