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Trump und das Ende der Demokratie in den USA

Was haben Trump und Lukaschenko gemeinsam? Beiden ist der Rechtsstaat und die Demokratie gleichgültig. Ein Unterschied besteht jedoch: Lukaschenko hat das Wahlergebnis gefälscht, Trump dagegen will das Ergebnis der Wahl vom 3, November nur anerkennen, wenn er gewonnen hat.
https://autorenseite.wordpress.com/2020/09/06/herr-maas-es-ist-schlimmer-3-november-ende-der-demokratie-in-den-usa/
Es kann nach der Wahl schlimm werden: Gerade hat es Trump abgelehnt, eine friedliche Übergabe der Macht nach der Wahl im November zu garantieren. „Wir müssen abwarten, was passiert“, sagte er.
Wir wollen uns das lieber nicht ausmalen. Was mich in Zeiten wie diesen so erschreckt, ist die Tatsache, dass die Demokratie selbst in Staaten, wo sie verfestigt erschien, auf so wackeligen Füßen steht. Auch bei uns ist sie leider nicht mehr selbstverständlich.

Kirchensteuer und Moral

Im 13. Jahrhundert hatte der Salzburger Bischof nach und nach so viele Besitzungen gestiftet bekommen, dass er ein eigenes Staatsgebiet begründen konnte, was in verschiedenen Verträgen mit dem Land Bayern dann auch offiziell festgelegt wurde. Wie das wohl zugegangen ist, dass der Kirche so viel Grundbesitz geschenkt wurde? Ging das nach dem Motto „Wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt“? Es ist kaum vorstellbar, dass dies alles mit rechten Dingen zugegangen ist, wenn man die heutigen moralischen Maßstäbe zu Grunde legt.
Die Kirche hat nicht einmal vor Fälschungen zurück geschreckt, wenn es um die Mehrung ihres
Besitzes ging. Berühmtestes Beispiel ist die Konstantin‘sche Schenkung. Oder anderes Beispiel: Kriminalisten haben jetzt heraus gefunden, dass erhebliche Besitztümer, die angeblich der Kirche von Karl dem Großen geschenkt worden sein sollen, auf gefälschten Urkunden beruhen, was kein Wunder ist, weil im Mittelalter fast nur die Mönche des Schreibens kundig waren.
Was hat das mit der Kirchensteuer zu tun? An sich ist es der Kirche nach ihrem eigenen Recht verboten, Steuern zu erheben. Deshalb rechtfertigt die Kirche diese Steuer mit der Begründung, es handele sich um eine Entschädigung für ihr früheres Eigentum, das ihr im Zuge der Säkularisation entzogen wurde. Nur fragt sich, welches Eigentum stand der Kirche denn wirklich rechtmäßig zu, wenn man es mit den heutigen Maßstäben betrachtet? Zieht man die erwiesenen Fälschungen ab, so ist es wohl verwerflich, wenn die Kirche den Eindruck erweckt hat, der Himmel sei käuflich. Und durfte die Kirche Besitztümer annehmen, die ein Sterbender seinen Kindern nicht gönnte, weil er mit diesen zerstritten war?
All das sind heiße Eisen, an die sich kein Politiker heran traut. So wird auch nicht untersucht, ob die Kirche nicht inzwischen genug Geld erhalten hat, wenn man die Leistungen des Denkmalschutzes einbezieht.
Also bleibt alles beim Alten.

Wie die Bibel und Geschichte laufend gefälscht werden.

Schon der Beginn der Menschheitsgeschichte ist in der Bibel verfälscht worden. Lilith (siehe Bild) war die erste Frau Adams und sie war wie Adam von Gott aus Lehm gemacht worden. Beide waren also gleichberechtigt, doch ist dieses Ehemodell kläglich gescheitert (vgl. das lesenswerte Buch „Verbotene Zone“). Da entschloss sich Gott, dem Adam, der ja nach seinem Ebenbilde als Mann geschaffen war, ein unterwürfiges Modell von Frau zu erschaffen, indem er eine Rippe Adams dafür verwendete. Diese Frau war also ein Teil ihres Ehemannes und hatte ihm daher zu gehorchen, wie die Kirche messerscharf aus diesem Schöpfungsakt folgerte. Das war die Art von Frau, die den Kirchenvätern besser gefiel als Lilith, und daher taten sie nun so, als sei Eva die erste Frau und einzige Gattin Adams.

Oder ein anderes Beispiel der Religionsfälschung: Es ist klar erwiesen, dass es weibliche Apostel gab. So war Junia eindeutig für die Kirche rund 500 Jahre lang eine Frau. Einer Predigt des Kirchenvaters Christostomos können wir das entnehmen. Aber dann haben sich die Männer der Kirche ihrer bemächtigt und Junia in einen Mann umfunktioniert. Die Auswirkungen dieser Fälschung dauern bis heute an: Frauen können keine Priesterinnen werden. Bisher trifft die Katholische Kirche keine Vorkehrungen, von dieser Fälschung abzurücken. Die Kirche war nämlich Jahrhunderte lang der Auffassung, dass Frauen keine Seele haben. Googeln Sie mal „Frau“ und „Seele“ und lesen Sie mal, was da kommt. Frauen sollten das allerdings lieber nicht lesen, sonst müssten sie vielleicht darüber nachdenken, aus der Kirche auszutreten.
Berühmtestes Beispiel für die Fälschungen durch die Kirche ist die bekannte „Konstantin’sche Schenkung“, in der die Kirche behauptete, ihr sei vom Kaiser Konstantin ganz Italien geschenkt worden.
À propos  Schenkung: Die moderne Kriminalistik hat aufgedeckt, dass viele Schenkungen Karls des Großen, auf die sich die Kirche beruft, gefälscht sind. Das ist kein Wunder, weil die Mönche in der Regel die einzigen waren, die schreiben konnten. Karl der Große unterzeichnete alles mit einem Zeichen, das ganz einfach nachzumachen war. So gilt er als großzügiger Spender, der er aber in Wirklichkeit gar nicht war. Das Groteske an dieser Geschichte ist, dass wir heute Kirchensteuer als Entschädigung dafür zahlen, dass bei der Säkularisation auch dieses „Eigentum der Kirche“ verstaatlicht wurde. Aber kein Politiker traut sich, für eine Änderung dieser Regeln einzutreten.
So gäbe es noch viele Beispiele aus der Religion, aber wir wollen hier kein Buch schreiben.

Interessant ist, dass wir sogar in der Gegenwart miterleben können, wie auch die Geschichtsschreibung gefälscht wird. So wird den nachfolgenden Generationen eingebläut, die Deutschen hätten von der Vergasung der Juden gewusst, was nicht stimmt, wie wir hier schon früher in einem Blog dargetan haben. Aber denken Sie mal darüber nach, warum sich keiner traut, unser Volk selbst als Opfer der Nazis hin zu stellen.
Oder nehmen wir ein anderes Beispiel: Die verstorbene Prinzessin Diana wird auf einmal als „Königin der Herzen“ tituliert. Irgendjemand erfindet einen solchen Titel und alle anderen plappern das nach. Und wir sehen nun Diana mit Kindern, die durch Mienen verletzt wurden, auf dem Arm. Wenn sie katholisch wäre, würde der Ruf laut: „Santa subito!“ In Wirklichkeit hat sie es sich gut gehen lassen und sich Liebhaber gegönnt. Sie hat nicht wie die Königinnen Sofia von Spanien oder Silvia von Schweden die Würde des Königshauses bewahrt, wenn sich schon deren Männer nicht darum geschert haben.

So ist eigentlich alles, was wir zu hören oder zu lesen bekommen, zu einem bestimmten Zweck veröffentlicht worden, damit wir in einer bestimmten Richtung beeinflusst werden. Die Wahrheit sieht leider oft anders aus.

Die Drecksapotheke

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Im Mittelalter gab es die Drecksapotheke. Man glaubte beispielsweise, aus Exkrementenasche ein Heilmittel gewinnen zu können.

Heute gibt es das Internet, und da wird ein Haufen Dreckzeug angeboten:

Gerade hörte ich im Radio, dass sich die Zahl der gefälschten Medikamente in den letzten 5 Jahren verdreißigfacht hat. Das ist kein Wunder, denn die Mafia verdient bei Potenzmitteln mehr als mit Rauschgift. Wer seine Medikamente im Internet bei dunklen Quellen bestellt, braucht sich nicht zu wundern, wenn er billige Fälschungen bekommt. Aber auch Apotheker haben immer mehr mit gefälschten Heilmitteln zu tun. Wer garantiert ihnen denn, dass ihr Großhändler nicht auch im Trüben fischt? Wo soll das noch hinführen? Aber trösten Sie sich: Der Placebo-Effekt bringt ja auch was.

Krimi oder Kochbuch: Und was lesen Sie?

Die „Salzburger Nachrichten“ schreiben, dass in Österreich Tag für Tag hundert Kochbücher und Krimis heraus kommen und fügen hinzu:
„Betritt man heutzutage eine Buchhandlung, gibt es eigentlich nur noch zwei große Regale: Kochen und Krimi. K. u. k. Im einen Regal geht es um die Menage, im anderen um Mord. Dazwischen gibt es nichts mehr.“ Zu ergänzen wäre noch, dass „Sciencefiction“ auch noch einen breiten Raum einnimmt.
Mich stimmt das traurig. Ich habe zwar nichts gegen diese Bücher. Ich finde es verständlich, wenn jemand sich vom Tagesstress erholt, indem er abends mit einem Krimi die Themen aus seinem Kopf vertreibt, die ihn belasten. Nur: Wenn die erwähnten Arten von Büchern überhand nehmen, wird es bedenklich. Die Seele eines Menschen funktioniert so ähnlich wie der Magen: Man sollte nichts hineinstopfen, was schadet.
Wie wäre es denn, wenn Sie es einmal mit einem Lesestoff völlig anderer Art versuchen? Klicken Sie doch bitte mal hier herein. Vielleicht finden Sie hier die richtige Anregung.

Kein Buch für jeden

Verbotene Zone
http://www.neobooks.com/werk/37110-verbotene-zone.html

Ich habe ja hier vor einiger Zeit mein eBook angekündigt:
Daraufhin fragten mich etliche Besucher, wann es denn endlich erscheint. Also, Leute, am 25.10.2014 ist es so weit. Dann startet der Verkauf bei Neobooks ganz unspektakulär – also ohne Brimborium, aber mit einer Aktionsphase.
Ich habe mich bemüht, ein Buch zu schreiben, dem das Schicksal vieler Bestseller oder vieler Werke von Nobelpreisträgern erspart bleiben möge: Die werden zwar oft gekauft, aber nicht oder nicht ganz gelesen:
http://www.spiegel.de/kultur/literatur/shades-of-grey-nach-donna-tartt-was-amazon-kindle-nutzer-lesen-a-981336.html
Auch ich habe zu meinem Geburtstag einen Bestseller bekommen: „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“. Klingt lustig, aber vielleicht habe ich ja keinen Humor. Ich habe mich durch die 431 Seiten gequält eingedenk des Spruchs meiner Mutter: „Was auf den Tisch kommt, wird aufgegessen“. Nun erhole ich mich bei Stefan Zweig.
Und jetzt frage ich mich: Wie wird so ein Geschreibsel ein Bestseller? Mein Buch wird sicher keiner, denn es wendet sich an Menschen, die sich beim Lesen nicht nur unterhalten wollen, sondern auch etwas zum Nachdenken wünschen.

Neuerscheinung: „Verbotene Zone“ als eBook

Verbotene Zone
http://www.neobooks.com/werk/37110-verbotene-zone.html
Der Titel wurde gewählt, um Frömmler und Weihwasserfrösche vor der Lektüre zu warnen. Das Buch stünde nämlich auf dem Index der verbotenen Bücher, wenn die Kirche ihn nicht abgeschafft hätte. Die Lektüre ist auch nicht für den Durchschnittsmenschen geeignet, der sich mehr dafür interessiert, wer der Mörder in einem Allerweltskrimi ist, anstatt sich mit Grundfragen der menschlichen Existenz auseinander zu setzen. Klingt nach langweiliger Philosophie? Nein, das Buch enthält sehr unterhaltsame Kurzgeschichten, wie sie hier in einer Leseprobe sehen können:
https://autorenseite.wordpress.com/leseecke/
Und wenn Ihnen das Buch gefallen hat, seien Sie doch so nett und hinterlassen hier einen freundlichen Kommentar.