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Wo ist Außenminister Maas?

Der Außenminister ist erneut in Quarantäne. Unklar ist, wo er sich befindet. Es heißt, er sei in einem Haus in Brandenburg. Da er zum zweiten Mal in Quarantäne ist, lesen wir auch, er sei wieder dort. Beim ersten Mal lasen wir, dass er von zu Hause aus arbeitet. Also dürfte er nun auch wieder zu Hause in Brandenburg sein.
Von dort aus äußert er sich kritisch über die Wahl in Washington. Dabei sitzt er zwischen zwei riesigen Fahnen der EU und Deutschlands. Ich finde einen solchen Aufzug aufgeblasen und lächerlich. Maas wirkte, als sei er nicht nur in Quarantäne. sondern als hätte er selbst Corona. Aber das lag wohl daran, dass er keine Brille auf hatte und sein Blick daher etwas krank wirkte. Er bot ein merkwürdiges Bild:  Maas als Quasi-Kranker zwischen den beiden Fahnen.
Warum kann der Mann sein Interview nicht ganz normal von daheim aus geben ohne solches Brimborium? Das wäre uns viel sympathischer.
Man fragt sich: Lebt der Mann so in einem Raum zwischen zwei Fahnen oder baute er sich diese Bühne eigens für das Interview auf?

Ministervergleich: Schulze – Laschet – Maas


Gestern sah ich in den Fernsehnachrichten die Auftritte von drei Ministern:
Frau Schulze ist mir sympathisch, wenn sie immer ohne Brimborium mit ihrem zarten Stimmchen vor das Mikrofon tritt. Allerdings bräuchte sie für ihr Amt doch wesentlich mehr Power:
https://autorenseite.wordpress.com/2019/09/08/schulzes-grosser-erfolg-plastiktuetenverbot/

Herr Laschet trat gestern im Grünen auf. Anscheinend hat er sich zu Herzen genommen, was ich hier geschrieben habe, nämlich wie aufgeblasen und lächerlich seine Auftritte mit Fahnen waren.

Und dann war da noch unser Außenminister. Er wirkte etwas sonderbar, als er vor unserer Fahne dem russischen Außenminister mit Sanktionen drohte. Aber der war höflich genug, nicht zu lachen.
B
ei den Themen, die Maas mit Lawrow besprochen hat, fehlte die Ukraine. Und da hätte ich gerne endlich einmal gehört, warum man den Jahre lang schwelenden Konflikt nicht ganz einfach dadurch beilegen kann, dass man die Bürger abstimmen lässt, zu welchem Land sie gehören wollen. Nach diesem Muster wurde ja nach dem ersten Weltkrieg die Grenze zwischen Schleswig-Holstein und Dänemark gezogen.

Trumpismus in Deutschland

Der amerikanische Präsident pflegt seine Reden vor Fahnen der USA zu halten. Das soll Eindruck machen.
Und irgendwann übernahmen die Kanzlerin und der Bundespräsident diesen Ritus. Und da wollte Kanzlerkandidat Laschet natürlich nicht zurück stehen und er trat vor den Fahnen seines Landes, Deutschlands und der EU auf. Seine Gesundheitsministerin folgte seinem Beispiel.
Frage: Was wollen sie uns damit sagen: Wir sind die Autorität? Für mich ist das nur ein Zeichen von Aufgeblasenheit.
Umso wohltuender ist es, wenn nun der Bundespräsident seine mahnenden Worte wegen der Corona-Krise vor einer schlichten Wand spricht Er hat wohl ein Gefühl dafür bekommen, wie man mit dem Volk spricht.
Den Fahnenliebhabern sei noch gesagt, dass es optisch nicht gut wirkt, wenn sie vor bunten Fahnen stehen. Können sie uns nicht ganz schlicht und einfach so sagen,was sie zusagen haben?

„Tolle“ Veränderungen beim Fernsehen

Öfter mal was Neues! Das gilt nicht nur in der Mode, sondern auch beim Fernsehen. Im Laufe der Zeit hat sich einiges geändert, nicht nur zum Vorteil.
Um mit dem Erfreulichen anzufangen: Im BR werden neue Programmabschnitte immer mit sehr schönen Bildern eingeleitet. Vor-„bild“-lich!
Finster sieht es bei der ARD aus: Da startet die Tagesschau aus dem Dunkel. Wer kommt denn auf so eine Idee? Da sieht es bei allen anderen Nachrichtensendungen besser aus, beispielsweise bei RTL.
Noch etwas hat sich in den Jahren geändert: Früher saßen die Nachrichtensprecher*innen brav hinter ihrem Tisch und lasen die Nachrichten vor. Dann plötzlich erhoben sie sich, um bei Wahlsendungen die Statistiken zu erläutern. Und so entstand ein neuer Trend: Vor allem die Nachrichtensprecherinnen kamen hinter ihren Schreibtischen hervor und stehen nun ganz sichtbar im Bild.
Obwohl ich als Mann ja Frauen gerne sehe, finde ich das nicht gut. Vielleicht liegt das ja an mir, denn ich stamme noch aus einer noch nicht „entmannten“ Generation. Was das bedeutet, habe ich in einem meiner Aphorismen so beschrieben:

Wenn eine Frau einen Mann sieht, sieht sie einfach einen Mann. Wenn aber ein Mann eine Frau sieht, sieht er ein Sexobjekt.

So ganz stimmt das freilich nicht, aber ich sehe halt eine Nachrichtersprecherin im Ganzkörperbild als Frau und nicht als sachlich agierende Fernsehredakteurin. Und da stellen wohl nicht nur bei mir völlig sachfremde Gedanken ein: Hungerhaken, unsportlich, Busen zu hoch gehoben, tolle Frau … Nicht alle sind halt eine von der Gröben.
Und dann denke ich mir, dass durchweg bei allen Sendern eine Dicke fehlt. Ob die dicken Frauen da nicht mal protestieren sollten? Ein Typ wie Oprah Winfrey könnte doch auch mal den Bildschirm füllen.

Anderes Thema: Früher erschienen nur die amerikanischen Präsidenten bei bedeutenden Nachrichten zwischen zwei Fahnen.  Das sollte dem Gesagten mehr Bedeutung verleihen. Nun erscheinen auch unsere Politiker zwischen Fahnen von Deutschland und der EU. Zunächst beschränkte sich das auf den Bundespräsidenten und die Kanzlerin. Dann folgte Minister Maas. Und nun machen das auch die Provinzfürsten. Ein wenig lächerlich wirkt das schon, wenn Laschet zwischen der deutschen Fahne und der seines Landes versucht, sich als Kanzlerkandidat zu präsentieren.
Ich hätte da noch einen Tipp: In der Nazi-Zeit gab es im Radio Sondermeldungen, die mit Fanfaren eingeleitet wurden. So was fehlt uns noch, Herr Laschet!