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Internet: Was ich bewundere


Manches läuft im Internet erstaunlich schlecht wie hier bei WordPress.

Aber manchmal traue ich meinen Augen nicht, was manche fertig bringen. So googelte ich neulich nach dem „Papst“ und da meldete sich eine Firma und fragte, ob ich den Papst kaufen will. Es gibt Firmen, die haben ein Programm, das Suchbegriffe aufgreift, um dann etwas völlig anderes anzubieten. Respekt! Wie machen die das?
Zur Zeit bekomme ich dauernd Warnungen: Es wird immer wieder versucht, mein Email-Konto zu knacken. Wie soll das gehen, wenn man ein sicheres Passwort hat und wenn Angreifer ja nur wenige Versuche zur Verfügung haben? Da müssen Experten mit besonderen Kenntnissen am Werk sein, denn andere würden es gar nicht erst versuchen.
Manchmal ist die Lautstärke meines PC verstellt. Auch hier habe auch den Verdacht, dass manche Firmen ihre Reklame auf diese Weise mit mehr Nachdruck auf den Schirm bringen wollen.

Die große Geldverschwendung: Eine Milliarde für Gutachten (Weiter so am Sonntag?)

Die Bundesregierung hat seit 2017 mehr als eine Milliarde Euro für externe Beratung ausgegeben. Diese nimmt immer erschreckendere Ausmaße an und gerät häufig in den Ruf der Vetternwirtschaft oder gar Korruption. Da geht es um eine Milliarde!
Wir haben ja in den Ministerien hoch besoldete Beamte, die sehr viele der Probleme, die sie lösen sollten, lieber von Experten begutachten lassen, denn das hat zwei Vorteile: Es erspart ihnen Arbeit und nimmt ihnen Verantwortung ab: So können sie sich bei Fehlern immer auf einen Experten berufen. Das Traurige an dem Expertenunwesen ist, dass der Rechnungshof vergeblich dagegen ankämpft und das Volk sich zu wenig dafür interessiert.

(Wie sehr sich die Denkfaulheit ausbreitet, las ich einmal in einer Akte: Da hatte ein Richter bei einer Frage des internationalen Privatrechts ein Institut um Auskunft gebeten. Der befragte Professor antwortete sehr derb mit einer kurzen Bemerkung. Er schrieb nur eine Zeile. Darin zitierte er den einschlägigen Paragrafen aus dem EGBGB und fügte in Klammern hinzu: „erstes Semester.“ Das lächerlichste Gutachten, das ich je gelesen habe, sollte nur feststellen, dass aus dem Zapfhahn der Theke einer bayerischen Wirtschaft kein Bier floss. Der Gutachter bejahte diese Frage für 600 DM.)

Am schlimmsten beim Gutachter-Unwesen dürfte ein Mann sein, der aus unbegreiflichen Gründen*) immer noch im Amt ist: der Verkehrsminister Scheuer. Dieser Mann besaß die Dreistigkeit, den beim Mautdebakel angerichteten Schaden noch zu vergrößern, indem er ein Gutachten zu seiner Entlastung erholte, für dessen 90 Seiten bei einem ein Stundensatz von 410 Euro mehr als 240.000 (!) Euro in Rechnung gestellt wurden. Wozu gibt es denn den wissenschaftlichen Dienst des Bundestages?

*) Was die „unbegreiflichen Gründe“ anbetrifft, hatte eine Frau eine einleuchtende Erklärung: „Der Mann weiß zu viel.“

Klimawandel und G5: dieselbe Argumentation

 

„Bei der Suche nach der Wahrheit hilft die Demokratie nicht weiter: Man kann nicht darüber abstimmen, was wahr ist, denn dann erfährt man nur die Meinung der Mehrheit.“
©H. Pöll

Wir hören sowohl beim Klimawandel wie auch bei G5 dieselbe Argumentationsweise. Uns wird gesagt, dass die fast einhellige Meinung der Wissenschaft zu einem Ergebnis gekommen sei. Es gebe nur wenige Gegenstimmen. Auch bei der Zunahme der Brillenträger heißt es: Die Experten sehen als Ursache die Computer an.
Überall sind es die Experten, die die Richtung vorgeben. Und das Schlimme an dieser Situation ist, dass der normale Mensch vielfach nicht in der Lage ist, die Richtigkeit der herrschenden Meinung nachzuprüfen. Und so entscheidet er sich rein gefühlsmäßig für dieses oder jenes und geht dafür auf die Straße. Inzwischen reißt auch immer mehr ein, dass die Menschen Andersdenkende nicht mehr anhören wollen, sondern nieder brüllen.
Interessant ist in diesem Zusammenhang
ein Beispiel, das uns zeigt, wie heutzutage Meinungen und Lösungen zustande kommen: Ein Professor sagte im Zusammenhang mit der Rettung Venedigs: Die beste Lösung sei, die Stadt durch Einspritzen von Beton zu heben und das sei auch an einer Insel erfolgreich demonstriert worden. Aber hinter der Lösung, die nun in die Tat umgesetzt werde, stecke mehr Geld und gegen Geld seien Argumente machtlos.
Wir haben Ähnliches bei der Zulassung von Glyphosat oder der Atomkraft erlebt. Da wurde uns auch von Experten gesagt, wie ungefährlich das sei.
Und nun fragen sich kritische Menschen beim Klimawandel oder bei G5: Ist das, was die Experten behaupten, wirklich richtig oder steckt da vielleicht auch ein gewaltiges Kapital dahinter, das die Meinungsbildung in eine Richtung gelenkt hat?
Vom Umweltbundesamt hören wir, dass die G5-Strahlung völlig ungefährlich sei. Sie sei viel schwächer als die Strahlung des eigenen Handys oder die Erdstrahlen. Mit der Letzteren habe ich mich befasst, als ich mein Haus baute und ich mich gegen diese Strahlung abschirmen wollte. Und da hörte ich in einem Vortrag den folgenden Vergleich: Mit der Erdstrahlung sei es so ähnlich, wie wenn jemand gelegentlich wahllos auf die Straße schießt: Es sei höchst unwahrscheinlich, dass man dann gerade getroffen würde. Wie ist es aber, wenn nicht nur die Erdstrahlung „schießt“, sondern immer mehr Strahlungen hinzu kommen: Ist es dann nicht wahrscheinlicher, dass man getroffen wird?
Sie werden es erleben
und wohl auch überleben. Aber ein wenig Nachdenken kann doch nicht schaden?

Fernsehen

zdf

Vergleicht man das Fernsehen von früher mit heute, so stellt man fest, dass die Krimis überhand genommen haben, dass es inzwischen Kochshows und Boulevard-Magazine gibt usw. Mehr Tiefgang gibt es also heute nicht, sondern im Gegenteil.

Noch eine neue Erscheinung breitet sich immer mehr aus: Die Befragung von Experten. Bei den Sendern wimmelt es geradezu von Experten.

Es gibt dort Experten für Tourismus, für Terrorismus, für Recht, für Promis, für Königshäuser, für Psychologie, für die Börse…
Wenn ich mir allerdings so anhöre, was die Experten von sich geben, dann frage ich mich, warum ich nicht auch als Experte tätig sein kann. Da gibt beispielsweise Terrorismusexperte den bedeutenden Satz von sich: „Die Gefahr eines terroristischen Anschlags besteht auch in Deutschland“. Das hätte ich das auch hingekriegt. Ich frage mich, was der Experte für seine Erkenntnis bezahlt bekommt.

Ich habe in der letzten Zeit überhaupt nie etwas Besonderes von einem Experten gehört, das seine Zuziehung gerechtfertigt hätte. Alles hätte ich auch den Fernsehleuten sagen können.
Doch halt, ich will nicht arrogant sein. Bei Königshäusern und Promis würde ich versagen. Aber braucht man dafür wirklich Experten?

Und wenn Sie das nächste Mal einen Experten im Fernsehen hören, passen Sie auf, ob er wirklich etwas zu sagen hat, für das man solche Leute braucht, oder ob Sie feststellen: Das hätte ich auch so gewusst.

Die sogenannten Experten im Fernsehen

Das Fernsehen hat für alles Experten. Die sonderbarsten sind die Adels- und Promi-Experten. Es wäre ja interessant zu erfahren, was die für ihren Auftritt bezahlt bekommen. Wahrscheinlich würde ich mich dann auch um einen solchen Posten bewerben und mich über die „Bunte“ oder das „goldene Blatt“ sachkundig machen.
Auch schlichte Nachrichten werden von Experten kommentiert. Ergeht beispielsweise eine Gerichtsentscheidung, so wird das nicht nur schlicht gemeldet, sondern ein Experte (Anwalt) wiederholt das Ganze mit ein paar Gemeinplätzen, die einem auch selber eingefallen wären.
Dann gibt es noch Experten, die sich Korrespondenten nennen. Die sitzen überall auf der Welt verstreut und warten darauf, dass dort etwas passiert. Beziehen die dafür eine Art von Beamtengehalt oder wie muss man sich das vorstellen? Denken Sie mal darüber nach, wenn Sie demnächst hören: „“Und nun schalten wir um zu unserem Korrespondenten in Eriwan: Was gibt’s Neues im Fall…““ Meist weiß der auch nichts Neues, aber der normale Zuschauer freut sich, dass er überall auf der Welt mit seinen Gebühren Leute bezahlt, die vielleicht nur dann einmal zu Wort kommen, wenn sich dort wirklich mal was ereignet. Oder freuen Sie sich dann etwa nicht?

Kotzbrocken im Fernsehen

Liegt es an meinem Alter oder am Fernsehen? Ich finde es immer unerträglicher, was da auf dem Schirm geboten wird. Ich meine hier nicht die vielen Wiederholungen, die uns jetzt in der Urlaubszeit vorgesetzt werden, sondern die normalen Nachrichten im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Nehmen wir die Meldung über die Geburt des britischen Thronfolgers als Beispiel. Wir haben uns schon bei der Papstwahl darüber aufgeregt, dass das Fernsehen gleich drei Teams zum Filmen nach Rom geschickt hat, nämlich vom ZDF, BR und von der ARD. Rom ist halt eine reise wert. So entstanden überflüssige Kosten, für die wir dann eines Tages Gebührenerhöhungen in Kauf nehmen müssen.
Bei der Geburt des britischen Thronfolgers habe ich nur abwechselnd die Nachrichten in der ARD und im ZDF angesehen und auch hier wieder festgestellt, dass beide Sender ihre eigene Berichterstattung über ein Thema brachten, das nun wirklich nicht viel hergibt: Eltern mit einem Baby in der Decke.
Was mich aber am meisten an dieser Berichterstattung stört, ist dies: Erst kommt die Meldung in den Nachrichten, anschließend wird das Ganze noch mal in den Sendungen „Hallo Deutschland“ oder „Brisant“ durchgekaut. Und dort kommen dann die „Kotzbrocken“ nämlich die Adelsexperten. Ich habe ja nichts dagegen, dass das Fernsehen gelegentlich in geeigneten Fällen Experten zu Rate zieht. Aber was anlässlich der Geburt des britischen Thronfolgers von diesen Leuten geboten wurde, waren nichts als Plattitüden. Das Geld hätte man sich sparen können. Wie viel zahlt man diesen Leuten eigentlich?
Besonders schlimm sind die „Promi-Experten“, die im Fernsehen auftreten. Kann man sein Geld wirklich mit so einem Unsinn verdienen?