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Darüber spricht man nicht: „Wenn alles den Bach runter geht.“


Der Euro verfällt Tag für Tag, und das gegenüber dem Dollar, also einer Währung, die mithilfe der Gelddruckmaschinen am Leben gehalten wird. Was das Merkwürdige ist: Die Medien schweigen dazu, als wenn die Regierung ihnen eingebläut hätten: „Rührt nicht an diesem brisanten Thema, damit keine Katastrophe ausgelöst wird.“
Es ist ja ohnehin so, dass die Menschen die Flucht aus dem Euro angetreten haben: Sie investieren in Immobilien, Gold oder sogar jetzt noch in Aktien, obwohl sich die Konjunktur abschwächt …
Noch etwas beobachte ich: eine Flucht aus Deutschland.
Gestern hörte ich zweimal dieselbe Frage: „Was tun Sie, wenn alles den Bach runter geht?“ Die beiden Fragesteller waren intelligente Menschen (ein Arzt und ein Professor). Sie hatten sich beide für den Ernstfall eine „Fluchtburg“ zugelegt: Der eine hatte sich auf einer griechischen Insel ein Anwesen gekauft, auf dem er sich im Notfall selbst versorgen könnte – sogar mit eigener Quelle. Der andere hatte dasselbe auf den Azoren unternommen.
Ich glaube, dass unsere Millionäre und Milliardäre ähnlich denken, und wenn hier „alles den Bach runter geht“, dann ist es das normale Volk, das dies ausbaden muss. Das wird einmal ein jähes Erwachen geben, wenn dem verschlafenen deutschen Michel die Augen aufgehen. Schon lange nicht mehr war das Leben so gefährdet wie heute: Es drohen: eine Klimakatastrophe mit unglaublichen Flüchtlingsbewegungen, ein neuer „schwarzer Freitag“, ein Atomkrieg, den wir fast erlebt hätten, ein Aufbegehren des Volkes durch Massenbewegungen wie G-20-Gipfel-Ausschreitungen oder Gelbwesten. Auch Terroranschläge unvorstellbaren Ausmaßes sind nicht ausgeschlossen…
Ob wir wirklich weiter Glück haben und alles gut geht? Wenn ja, wie lange noch?

Absturz des Euro

Ich finde es immer witzig, wie die Politiker das Auf und Ab des Euro kommentieren: Wird der Euro hoch bewertet, dann wird die Stärke der Währung gelobt. Fällt er aber, dann wird auch das freudig begrüßt und uns wird gesagt, das sei gut für den Export, denn nun würden deutsche Waren im Ausland billiger und wir würden mehr exportieren können. Durch solche Meinungsäußerungen wollen die Politiker darüber hinweg täuschen, dass der Euro an Wert verloren hat. Und die Folgen treffen uns alle: Wir müssen mehr Euro ausgeben, wenn wir im Ausland etwas kaufen. Das werden wir nun beim Reisen merken und bei den importierten Waren. Nur gut, dass die Ölpreise so weit abgestürzt sind, so dass insoweit der Fall des Euro abgefedert wird.
Zusammenfassend kann man sagen: Firmen wie beispielsweise Mercedes können den Export dadurch steigern, dass sie die Preise ermäßigen. Das drückt den Gewinn.
Werden die Autos aber dadruch billiger, dass die EZB immer mehr Geld druckt und der Euro an Wert verliert, erhöht das auch die Exportchancen für Mercedes, aber die Folgen der Entwertung des Euros tragen wir alle.

Besuchen Sie mich bitte auch den wichtigen Beitrag: „Sex und Energie
Außerdem lesen Sie dort den Witz zum Tag, heute echt bayerisch!

Sind die Skandinavier und Briten gescheiter als wir Deutschen?

Diese Länder haben ja beim Euro nicht mitgemacht und das aus gutem Grund. Der Euro kommt uns nämlich teuer zu stehen, wie wir gerade sehen. Wenn wir den Euro nicht hätten, hätten wir nicht ein Rettungsprogramm nach dem anderen starten und und keinen Rettungsschirm aufspannen müssen. Die Griechen hätten alleine schauen müssen, wie sie zurecht kommen, und das wäre heilsam für sie gewesen. Sie hätten dann ihre Krisenherde beherzt angehen müssen.
Nun aber sind sie böse auf uns, weil wir nicht genügend hergegeben haben. Kein Wort des Dankes dafür, dass jeder Deutsche nun rechnerisch Schulden von 1000 Euro hat, die jedoch von den besser verdienenden Berufstätigen bezahlt werden müssen, so dass diese also tatsächlich in etwa das Fünffache dieser Summe trifft (s. den Beitrag unten).
Und dazu fällt mir halt auch gleich noch ein Spruch zum Tag ein: Wer etwas geschenkt bekommt, denkt selten darüber nach, dass das Geschenk für den Spender vielleicht ein großes Opfer bedeuten könnte. Er glaubt vielmehr meistens: der hat genug und kann ruhig ein bisschen hergeben.

Schuldenschnitt nach Merkel-Art

Was hören wir vom Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs beim IWF?
„Die Stimmung ist deutlich düsterer als beim letzten internationalen Treffen“, sagte der britische Finanzminister George Osborne. Er warnte vor einer „gefährlichen Situation“ für Europa. Sein US-Kollege Lew sagte: „Sollte keine Vereinbarung getroffen werden, würde das Griechenland unmittelbar in eine Notlage bringen und Unsicherheit in Europa und der Weltwirtschaft auslösen.“
Erinnern Sie sich noch an die gute alte DM? Das war eine Währung, die überall auf der Welt gern gesehen wurde. Und schauen Sie sich demgegenüber mal die Entwicklung des Euro-Kurses an: Der fällt und fällt. Aber das wird uns als Erfolg verkauft, denn dadurch steigen unsere Exportchancen. Im Grunde genommen ist es aber so ähnlich, als wenn wir unsere Löhne gesenkt hätten.
Aber das eigentliche Problem ist, dass wir uns seit der letzten Finanzkrise dauernd in einer Krisensituation befinden: Die Griechen sind nur mit 2 % an der europäischen Wirtschaft beteiligt und schon ihre Situation kann Europa und damit die Weltwirtschaft gefährden. Wir bewegen uns also ständig auf ganz dünnem Eis. Wie dünn es ist, können Sie ermessen, wenn Sie sich einmal vorstellen, Sie hätten plötzlich 2 % weniger Geld zur Verfügung. Das wäre für die meisten zwar unangenehm, aber keine Katastrophe.
Wie trist die Lage ist, sehen wir daran, dass die Wirtschaft ständig subventioniert werden muss, damit wir einen Aufschwung haben, der ja zum Götzen unseres Wirtschaftssystems geworden ist. Und wie es bei Götzen zu sein pflegt, muss man diesen Opfer bringen, nämlich die Ersparnisse der Alten. Es gibt bei uns nicht nur die „kalte Progression“, sondern auch die „kalte Enteignung“ oder sollen wir sagen: Schuldenschnitt auf Merkel-Art?

Es ist zum Heulen

Gerade war Außenminister Steinmeier in der Ukraine und hat dort umfangreiche finanzielle Hilfen für das Land angekündigt. Und wer zahlt das Ganze? Sie und ich! Erst zündelt der Westen in der Ukraine, und dann werden wir Bürger für die Folgen in Haftung genommen. Entweder wird in naher Zukunft eine 10-prozentige Abgabe von den Sparern eingezogen:
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/01/29/zwangsabgabe-sparguthaben-ueber-100-000-euro-werden-betroffen-sein/
Oder die Sparer werden über die Notenpresse enteignet. Da fällt einem die Wahl schwer!
Und wenn nun noch die italienische und französische Wirtschaft straucheln, dann sieht Juncker nur noch ein 300-Milliarden-Hilfsprogramm als Rettung für die EU und den Euro. Woher soll das Geld wohl kommen? Auch Sie werden mit dabei sein, wenn es ums Zahlen geht.
Kein Wunder, wenn die AfD immer mehr Anhänger gewinnt und wenn sie von den anderen Parteien immer mehr verteufelt wird.
Übrigens ist es ein böser Scherz, wenn behauptet wird, der britische Premier wolle AfD-Mitglied werden, nur weil er den Euro nicht will und über einen Austritt aus der EU nachdenkt.

Der Tag X rückt näher: der Tag des Finanz-Crashs

Darüber habe ich schon hier weiter unten geschrieben :
https://autorenseite.wordpress.com/2014/07/19/tag-x-rueckt-naeher-tag-finanzcrashs-18921037/
Weil das Schicksal aber erst dreimal mit dem Zaunpfahl winkt, bevor es zuschlägt, bekamen wir unlängst diesen Wink
von den Medien: Die Schuldenberge in Europa erreichen Rekordniveau.
Wehe, wenn es ans Bezahlen geht!
Aber Schäuble hat doch gerade jedenfalls für uns einen ausgeglichenen Haushalt in Aussicht gestellt, werden mache meinen. Dazu ist zusagen: Das ist ähnlich zu bewerten wie das Versprechen von der früheren schwarz-gelben Regierung, die Steuern zu senken (und nun droht jedoch eine Erhöhung). Die Bundesregierung hat nämlich den ausgeglichenen Haushalt nur mit einem Trick erreicht. Sie hat die notwendigen Investitionen nicht durchgeführt, indem sie Straßen, Brücken, Gebäude usw. nicht saniert hat. Die Schulden wurden also dorthin ausgelagert. Weitere Risiken für Schäuble liegen in der Abflachung der Konjunktur, womöglich steigenden Zinsen, Belastungen aus den Staatskrisen u.a.
Man sollte einmal mit Schäuble in einer Fernsehsendung wetten, dass aus seinem ausgeglichenen Haushalt nichts wird. Meinen Sie, dass er auf eine solche Wette eingehen würde?
Übrigens: Was den Euro angeht, hätten die Briten ihn eigentlich einmal übernehmen wollen, wenn das Verhältnis des Euro zum Pfund für eine solche Aktion günstiger geworden wäre. Aber darüber wurde schon lange nicht mehr geredet. Jetzt treten sie sogar aus der EU aus! Und als die Schotten über eine Abspaltung redeten, diskutierten sie darüber, ob sie eine eigene Währung einführen wollen oder beim Pfund bleiben. Vom Euro als Alternative war kaum die Rede. Sieht so eine Währung aus, der wir vertrauen können?

Der Tag X rückt näher – der Tag des Finanzcrashs

Mein Vater pflegte zu sagen: „Das Schicksal winkt dreimal mit dem Zaunpfahl, dann schlägt es zu!“ Gerade spüren wir wieder einen Wink mit dem Zaunpfahl:
Die größte Bank Portugals meldet, dass sie die Zinsen auf ihre Schulden nicht mehr zahlen kann, und das bei dem minimalen Zinsniveau, das wir derzeit haben. Plötzlich ist ein massiver System-Fehler zu erkennen: Aufgrund der billigen Kredite seien diese Länder extrem verwundbar, warnt die Bank für Internationale Zahlungsausgleich (BIZ). Jede kleine, regionale Krise könne zu einem Crash im globalen Finanz-System führen, schreiben die Deutschen Wirtschafts Nachrichten:
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/07/10/biz-warnt-jede-regionale-krise-kann-systen-crash-ausloesen/
Die Anzeichen mehren sich also. Der Tag X, an dem alles zusammenbricht, rückt immer näher, wie hier schon beschrieben wurde:
https://autorenseite.wordpress.com/2014/07/02/der-tag-x-kommt-naher-der-grose-crash/
Von Zusammenbruch redet man allerdings nicht. Die Politiker bestreiten, dass es ihn jemals geben könnte, denn das Wort „Zusammenbruch“ erinnert auch zu sehr an 1945. Deshalb sagt man lieber „Crash“. Das hört sich mehr nach kleinem Blechschaden an. Aber wird es wirklich so harmlos zugehen, wenn der Crash kommt?
Und wenn die Sparer einen erheblichen Teil ihres Vermögens verlieren wie gerade bei einer österreichischen Bank, dann ist das im heutigen Sprachgebrauch keine Katastrophe mehr, sondern ein „Haircut“.
Damals in der Adenauerzeit wurden wir auf Katastrophen vorbereitet und von der Regierung aufgefordert, uns ein Lebensmittellager für Notzeiten anzulegen. Wie anders sind doch die Zeiten geworden. Heute würde es eine Regierung nie wagen, eine solche Aufforderung an die Bevölkerung zu richten. Wir leben nach dem Motto: Nur keine Panikmache, obwohl eine vernünftige Vorsorge für den Fall eines Finanzcrashs durchaus nicht verkehrt wäre. Aber allein schon das Darüber-Reden würde zu einer unerwünschten Beunruhigung der Bevölkerung führen, also lässt man das lieber – so sieht man das heute.

Wie geht es uns in Europa?

„Das Vertrauen scheint zurückzukehren. Europas Verbraucher gehen wieder in die Geschäfte und kaufen Sofas oder Stereoanlagen – Anschaffungen, die man sich in Krisenzeiten eher verkneift“. So beginnt ein Artikel in der „Zeit“.
Eigentlich ist es genau entgegen gesetzt: Wir sehen, dass die Menschen deshalb in Sachwerte fliehen, weil sie kein Vertrauen in den Euro haben: Deshalb sind die Grundstückspreise und der Wert des Goldes explodiert. Und der kleine Mann sagt sich: Bevor das Geld kaputt geht, gönne ich mir auch noch was.
Eine OECD-Studie meldet gerade, wohin die Reise geht, nämlich weiter so, wie seit Jahrzehnten:
„Die Armen werden immer ärmer und die Reichen immer reicher“ – diese Redensart trifft in Deutschland offenbar stärker zu als in anderen Industrienationen.
http://www.stern.de/panorama/oecd-studie-zu-deutschland-arm-und-reich-driften-schneller-auseinander-1759050.html
Die Blutsauger sind unter uns. Da könnt Ihr wählen, wen Ihr wollt.

Deutsche Mark: Das waren noch Zeiten!

Erinnern Sie sich noch an die Deutsche Mark? Ihr Markenzeichen war ihre Stärke. Jahr für Jahr konnten wir lesen, mit welcher Vehemenz die Deutsche Bundesbank den Kampf gegen die Inflation führte und welche Erfolge sie dabei hatte. Die Deutsche Mark war daher für viele Ausländer eine Art Fluchtburg, in der sie den Wert ihres Vermögens sicherten.
Ganz anders ist es nun mit dem Euro. Keiner will ihm so recht trauen. Wir sehen das am immens gestiegenen Goldpreis oder an den explodierenden Preisen für Immobilien: Die Leute wollen lieber Sachwerte statt Geld. Und sie haben Recht. Der EZB-Präsident Mario Draghi betreibt nämlich eine völlig gegensätzliche Politik. Er hat gerade vor einer dauerhaft niedrigen Teuerungsrate gewarnt und gesagt:
«Wenn die Inflation für eine längere Zeit niedrig bleibt, ist das natürlich ein Risiko an sich», sagte Draghi bei einer Veranstaltung der Bundesbank in Frankfurt. So mache es eine höhere Inflation Staaten grundsätzlich leichter, ihre Schuldenberge abzubauen.
Im Klartext heißt das, dass die Sparer die Staatsschulden bezahlen sollen. Diese Politik ist ganz klar grundgesetzwidrig, denn das Eigentum, also auch das Geldvermögen, ist in Artikel 14 GG geschützt. Aber wer schert sich schon darum? So findet man es in diesem Staat normal, dass jeder Haushalt in den letzten 10 Jahren 20.000 Euro verloren hat. Wir haben in diesem Blog schon öfter beklagt, dass die Bundesregierung das Grundgesetz zu wenig achtet, was ihr ja auch ständig vom Bundesverfassungsgericht bescheinigt wird. Nun haben wir uns weitgehend in die Hände der EU begeben und können nicht erwarten, dass dort unser Grundgesetz befolgt wird. Diesem wird eines Tages ein kümmerliches Dahinvegetieren beschieden sein wie beispielsweise den Verfassungen der deutschen Bundesländer.
Ich bin ja schon sehr alt und verstehe vieles nicht mehr: Warum demonstrieren die Sparer nicht ständig vor der EZB gegen ihre Enteignung? Warum revoltiert keiner gegen die Umwandlung der Bundesrepublik von einem demokratischen Rechtsstaat in eine Lobbykratie?